Gesundheitsverhalten und Psychologie. Selbstwirksamkeitserwartung, Adipositas bei Kindern und Jugendlichen, Beratungsgespräch


Einsendeaufgabe, 2017

19 Seiten, Note: 1,2

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Aufgabe 1 - Selbstwirksamkeitserwartung
1.1 Definition „Selbstwirksamkeitserwartung“
1.2 Messung der spezifischen Selbstwirksamkeitserwartung zur gesunden Ernährung
1.2.1 Fragebogen
1.2.2 Auswertung
1.3 Vergleich zweier wissenschaftlichen Studien zum Thema „Selbstwirksamkeitserwartung“

2 Aufgabe 2 – Literaturrecherche: Adipositas bei Kinder und Jugendlichen
2.1 Definition „Adipositas“
2.2 Theoretische Grundlagen
2.3 Entstehung
2.4 Überblick über aktuelle Daten und Zahlen
2.5 Präventions- und Interventionsprogramme zur Reduktion von Gesundheitsrisiken
2.6 Konsequenzen für eine gesundheitsorientierte Beratung

3 Aufgabe 3- Beratungsgespräch
3.1 Transtheoretisches Modell in Bezug auf das Fallbeispiel
3.1.1 Gesundheitspsychologische Ziele im Verlauf der Beratung
3.2 Rolle des Beraters
3.2.1 Vorbereitung (organisatorisch und mental)
3.2.2 Persönliche Begrüßung
3.2.3 Aufbau persönlicher Beziehung
3.2.4 Aspekte der Kommunikation (verbal und nonverbal)
3.3 Gesprächsverlauf

4 Literaturverzeichnis

5 Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
5.1 Abbildungsverzeichnis
5.2 Tabellenverzeichnis

1 Aufgabe 1 - Selbstwirksamkeitserwartung

1.1 Definition „Selbstwirksamkeitserwartung“

Schwarzer (2004) definiert die Selbstwirksamkeits- oder Kompetenzerwartung als „die subjektive Gewissheit, neue oder schwierige Anforderungssituationen aufgrund eigener Kompetenzen bewältigen zu können“. (S.12). Die Aufgaben der Anforderungssituationen sind als solche beschrieben, die „Anstrengung und Herausforderung zur Bewältigung“ erfordern. Die Selbstwirksamkeit ist zielgerichtetes Handeln und beschreibt die Erwartungen, die sich ein Individuum seinen eigenen Kompetenzen zuschreibt. Laut der sozial-kognitiven Theorie von Bandura kommt es nur durch Selbstwirksamkeitserwartung zum Handeln einer Person (Bandura, 1979).

1.2 Messung der spezifischen Selbstwirksamkeitserwartung zur gesunden Ernährung

1.2.1 Fragebogen

Mit Hilfe eines Fragebogens wurde eine Messung der spezifischen Selbstwirksamkeitserwartung zur gesunden Ernährung erprobt. Zu dem Thema waren 18 verschiedene Fragen vorgegeben. Diese sollten mittels fünf Antwortmöglichkeiten der Kategorie „gar nicht sicher“ bis „ganz sicher“ beantwortet werden.

1.2.2 Auswertung

Die Befragung wurde an fünf Personen aus dem persönlichen Umfeld des Autors durchgeführt. Die sowohl weiblichen als auch männlichen Probanden befinden sich im Alter von 21 bis 50 Jahren. Das individuelle Ergebnis ergibt sich aus der Summe aller 18 Antworten. Daraus ist ein Score zwischen 18 und 90 zu erreichen. Je höher der Wert der einzelnen Person, desto höher seine Selbstwirksamkeit zur gesunden Ernährung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Auswertung des Fragebogens "spezifische Selbstwirksamkeitserwartung zur gesunden Ernährung“ (eigene Darstellung, 2017)

Man kann deutlich erkennen, dass Person 4 die höchste Selbstwirksamkeitserwartung zur gesunden Ernährung aufweist, weil sein Score einen Wert von 70 hat. Person 3 liegt mit einem Score von 65 knapp hinter Person 4. Mit einem Score von nur 47 hat Person 1 das geringste Selbstwertgefühl. Person 2 und Person 5 liegen mit jeweils mit einem Score von 54 und 53, bezogen auf die anderen Probanden, im mittleren Bereich. Der Mittelwert liegt bei einem Score von 57,8.

Dieses Ergebnis ist jedoch nicht äußerst aussagekräftig, da unter den einzelnen Testpersonen jeder ein anderes Verständnis von gesunder Ernährung hat und die Zahl der Befragten sehr gering ausfällt.

1.3 Vergleich zweier wissenschaftlichen Studien zum Thema „Selbstwirksamkeitserwartung“

Tabelle 1: Tabellarischer Vergleich zweier Studien zur Selbstwirksamkeitserwartung (eigene Darstellung, 2017)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Studie von Dohnke et al. bezieht sich auf den Einfluss von Selbstwirksamkeitserwartung auf die Ergebnisse einer Therapie, die Studie von Schneider & Rief hingegen bezieht sich wiederum auf die Therapieerfolge durch Selbstwirksamkeitserwartung. Somit unterscheiden sich die beiden Studien hinsichtlich ihrer Fragestellung.

In der ersten Studie wurden deutlich mehr Probanden als in der zweiten Studie befragt. Die weibliche Anzahl der Probanden überwiegt in beiden Studien. Das durchschnittliche Alter der zuerst veröffentlichten Studie ist rund 15 Jahre älter als das Alter der danach veröffentlichten Studie. Außerdem weist die Studie aus 2007 eine Rücklaufquote von 93,1% auf. Da bei der Studie aus 2006 keine Rücklaufquote angegeben ist, lag diese wohl bei 100%.

Zur Befragung wurde in beiden Studien ein Fragebogen gewählt. In der Studie aus der linken Spalte wurde der Fragebogen drei Mal durchgeführt. Die Studie aus der rechten Spalte unterzog ihre Probanden zu zwei Zeitpunkten einer Untersuchung, aber nur zu einem Zeitpunkt zu einer Befragung. Damit hat die erste Studie mehr Vergleichsmöglichkeiten. Allerdings wurden mit den Ergebnissen der zweiten Studie deutlich mehr Tests durchgeführt.

In beiden Studien wurde eine Längsschnittstudie erhoben wobei in der ersten Studie das Untersuchungsdesign ebenfalls eine Querschnittsstudie ist.

Sowohl die Studie von Dohnke et al. als auch die Studie von Schneider & Rief haben ein positives Hauptergebnis erzielt.

2 Aufgabe 2 – Literaturrecherche: Adipositas bei Kinder und Jugendlichen

2.1 Definition „Adipositas“

„Übergewicht/Adipositas kann allgemein als eine Vermehrung des Körperfetts definiert werden, die über das Normalmaß hinausgeht“ (Hauner, 2013, S. 24). Ob eine Person adipös ist, lässt sich anhand des Body Mass Index (BMI) errechnen. Laut der World Health Organization (WHO) sind Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 19 Jahren ab einem BMI von 30 übergewichtig. Hauner gibt des Weiteren an, dass durch Adipositas eine Gefährdung der Gesundheit und erhöhtes „Risiko für Folgeerkrankungen einhergeht“ (S. 13).

2.2 Theoretische Grundlagen

Ohne eine Motivationslage zur Veränderung des aktuellen Verhaltens bei Adipositas ist das Ziel der Gewichtsreduktion nicht zu erreichen. Willensprozesse sind zur Aufrechterhaltung des neuen Lebensstils unerlässlich. Knisel, Ziegler, Lezinsky & Strang (2007) nutzen hierzu „die Theorie der willentlichen Handlungssteuerung von Kuhl (2001)“ (S. 15). Durch die Aktivierung des Intentionsgedächtnisses wird aus dem allgemeinen Ziel der Reduzierung des Körpergewichts zum Beispiel ein spezifisches Ziel zur Steigerung der Bewegung und daraus resultiert eine Absicht zur Handlung. Die Aktivierung des Extensionsgedächtnisses dient der leichteren Umsetzung der Handlungsabsichten und als Erfahrungshintergrund plötzlicher Veränderungen oder Misserfolge. „Somit spielt bei der Veränderung des Bewegungs- und Ernährungsverhaltens sowohl die Kommunikation zwischen dem Intentionsgedächtnis und der Intuitiven Verhaltenssteuerung als auch die zwischen dem Extensionsgedächtnis und dem Objekterkennungssystems eine wichtige Rolle.“ (Knisel et al., S. 16).

2.3 Entstehung

Adipositas ist zum einen von der Genetik abhängig, hat aber noch weitere Entstehungsgründe wie zum Beispiel eine unausgewogene Ernährung, mangelnde Bewegung und generell einen ungesunden Lebensstil (Kiess, 2015, S. 404). Häufiger sind ebenfalls Kinder aus sozial benachteiligten Familien adipös. Ein weiterer Risikofaktor für die Entstehung von Adipositas ist die Industrialisierung von ungesunden, schnell verfügbaren Lebensmitteln wie Fast Food. Durch einen Mangel an Schlaf kann es zudem auch noch zum adipösen Übergewicht kommen.

2.4 Überblick über aktuelle Daten und Zahlen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Prävalenz von Übergewicht bei Jugendlichen in Deutschland nach Geschlecht in den Jahren von 2002 bis 2004 (WHO, 2017)

In der Statistik der WHO ist die Prävalenz von Übergewicht bei Jugendlichen im Alter von 11 bis 15 Jahren nach Geschlecht in Deutschland von 2002 bis 2014 angegeben. Man kann deutlich erkennen, dass die Jungen häufiger als die Mädchen an Übergewicht erkranken. Bei den Mädchen hat sich das Übergewicht in den Jahren von 2002 bis 2010 verdoppelt. Im Jahre 2014 ist der Anteil wieder um 0,7% gesunken. Das Übergewicht der Jungen variiert nicht so stark wie bei den Mädchen und hält sich im Bereich von 4,6% bis 5,1% auf. Das Übergewicht beider Geschlechter zusammen war im Jahre 2010 mit 4,2% am höchsten und im Jahre 2002 mit einem Anteil von 3,1% am geringsten.

2.5 Präventions- und Interventionsprogramme zur Reduktion von Gesundheitsrisiken

Zu den Grundlagen der Präventionsprogramme gehören die Kombination aus Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapien (Teufel, 2015, S. 530). Teufel unterteilt die Behandlung in zwei Phasen. Die erste Phase dient der Gewichtsreduktion, die zweite Phase ist zur Erhaltung des Gewichts einhergehend mit einer langfristigen Ernährungsumstellung und Vermehrung von Bewegung. Die individuelle Vorgehensweise ist hierbei von großer Bedeutung. Teufel betont, dass die „psychosoziale sowie organmedizinische Gegebenheiten“ den Therapiezielen angepasst werden müssen und diese für das Gewichtsmanagement Voraussetzung sind. Der Behandelnde muss sich ausreichend über den adipösen Klienten informieren und über mögliche Begleiterkrankungen oder sein soziales Umfeld Bescheid wissen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Gesundheitsverhalten und Psychologie. Selbstwirksamkeitserwartung, Adipositas bei Kindern und Jugendlichen, Beratungsgespräch
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
1,2
Jahr
2017
Seiten
19
Katalognummer
V1011970
ISBN (eBook)
9783346417312
ISBN (Buch)
9783346417329
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gesundheitsverhalten, psychologie, selbstwirksamkeitserwartung, adipositas, kindern, jugendlichen, beratungsgespräch
Arbeit zitieren
Anonym, 2017, Gesundheitsverhalten und Psychologie. Selbstwirksamkeitserwartung, Adipositas bei Kindern und Jugendlichen, Beratungsgespräch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1011970

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