Uganda. Landeskunde, politisches System, BevölkerungWirtschaft, Geschichte und Kultur


Referat / Aufsatz (Schule), 2001
14 Seiten

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Uganda

1.0 Landeskunde

1.1 Geographie

1.1.1 Lage

Die Republik Ugandas grenzt im Norden an Sudan, im Osten an Kenia, im Süden an Ruanda und Tansania und im Westen an die Demokratische Republik Kongos.

1.1.2 Landesnatur

Fläche: 241040 km², davon 197097 km² Landfläche Ausdehnung: Nord- Süd: 600km, West- Ost: 500km Höchster Berg: Margherita/ Ruwenzori (5119 m)

Längster Fluß: Nil (Victoria- und Albertnil), mit Kagara, ugandischer Anteil 770km Größter See: Victoriasee, ugandischer Anteil 30000km²

1.2 Naturraum

Das Land wird größtenteils von einem Hochbecken eingenommen, dessen west- liche und östliche Randlandschaften zu den großen Bruchsystemen des Zentral- afrikanischen und des Ostafrikanischen Grabens gehören und mit dem Ruwenzo- ri- Massivs (5119 m) bzw. dem erloschenen Vulkan Mount Elgon (4321 m) die höchsten Erhebungen besitzen. Die leicht gewellte, Teilweise von Inselbergen überragte Rumpffläche im Beckeninneren liegt durchschnittlich 1100- 1300 m über NN; in den flachen Mulden haben die Flüsse vielfach Sümpfe und Seen entstehen lassen. Die Entwässerung des Landes erfolgt zum Nil, dessen Oberlauf sich hier in die Abschnitte Victorianil und Albertnil gliedert.

1.3 Klima

Uganda hat ein tropisch- gemildertes Klima. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 21°C. Die Niederschlagsmenge beträgt im Jahr durchschnittlich im Nordos-ten etwa 760 mm und in der Nähe des Victoriasees bis zu 1520 mm. Am meisten regnet es in den Monaten April, Mai und November.

1.4 Flora und Fauna

1.4.1 Vegetation

Im Norden Ugandas findet man Trocken- und Dornsavannen vor, im Sü- den dagegen die Feuchtsavanne. Dort sind ebenfalls inselartig Feucht- und Regenwälder vorhanden. Im Südwesten finden sich Akazien und Wolfsmilchgewächse. In den hohen Gebirgen der randlichen Grabenzo- nen gibt es noch geschlossenen Baumbestand in Form von Berg- und Nebelwäldern.

1.4.2 Tierwelt

Zur artenreichen Tierwelt Ugandas zählen Löwen, Leoparden Büffel, E- lenantilopen, Kuhantilopen, Zebras, Giraffe, Warzenschweine, Flußpfer- de, Krokodile und verschiedene Affenarten (z. B. Schimpansen).

2.0 Politisches System

2.1 Allgemein

Staatsname: Republic of Uganda; Jamhuri ya Uganda

Staats- und Regierungsform: Präsidiale Republik im Commenwealth of Nations Hauptstadt: Kampala

Mitgliedschaft: UN ( Vereinte Nationen ) WTO

AKP ( Afrika, Karibik und pazifischer Raum ) OAU ( Organisation für afrikanische Einheit )

2.2 Parlament

2.2.1 Geschichte

Die ersten Elemente eines Legislativen Organs können bis ans Ende des 19.Jahrhunderts zurückverfolgt werden, als 1888 die Imperial British E-ast African Company eine Art Verwaltung in Uganda startete. Obwohl diese eine private Gesellschaft war und bevollmächtigte sich die Pflicht der Hauptverwaltung, der Auferlegung und das Einsammeln von Steuern und der Rechtsprechung in Gebieten die seiner Macht unterliegen. Das Jahr 1902 markierte ein sehr wichtiger Grenzstein. In diesem Jahr- wurden neue Vorschriften für die Verwaltung in Uganda gemacht. Es wurde außerdem ein Verantwortlicher für diese festgelegt. 1920 wurde ein neues Gesetz verkündet. Es enthielt Vorschriften für ein anderen wichtigen Grenzstein in der Legislativen Entwicklung Ugandas. Ein Legislativgremium wurde entwickelt und einen Mitgliedschaft für diesen festgelegt. Dieses Gremium wurde der Legislative Rat, kurz LEGCO (Legislative Council), genannt. Zu dieser Zeit hatte er sieben Mitglieder, die alle aus Europa stammten.

Von da an begann sich die Zusammensetzung zu verändern. An 26. Mai 1926wurde der erste Asiate in dem Gremium vereidigt. Das war in der Tat ein Schritt in die Richtung der Interessen des Protektorats. Diese Veränderungen hielten bis 1945 an, als das Gremium aus Europäern, Asiaten und Afrikanern bestand.

2.2.2 Seit 1945

Am 23. Oktober 1945 gab der Gouverneur Sir John Hall bekannt, daß das Sekretariat für Kolonien ihre Zustimmung für die Nominierung von drei afrikanischen Mitgliedern des Gremiums, die Buganda, östliche und westliche Provinzen repräsentieren sollen.

Am 04. Dezember 1945 wurden die ersten Afrikaner in der LEGCO ver- eidigt.

Vier Jahre später bekam die Nordprovinz ihren Repräsentanten in der LEGCO. Dies hatte zur Folge, daß nun vier Afrikaner, drei Europäer und drei Asiaten auf den inoffiziellen Bänken saßen. 1955 hatte das Gremium schon sechzig Mitglieder und seine Zusammenkünfte wurden im Kampa-la City Council Chambers abgehalten. Bei den ersten direkten Wahlen des Protektorats im Jahr 1961 erhielt die Democratic Party (DP) von Ben Kiwanuka die Mehrheit, so daß die Opposition vom Ugandas PeoplesCongress (UPC) von Apollo Milton Obote geformt wurde. Die neue Regierung traf sich zum ersten Mal am 17.April 1961, der erste der sich zu Wort meldete war Sir John Bowes Griffin. Zuvor, am 15. September 1960 hatte sich Gouverneur Sir Fredrick Crawford geäußert, mit der Folge, daß die LEGCO- Versammlungen vom 19. September an in den Parliamentary Buildings stattfanden.

1962 gewann die UPC die Wahlen mit 37 sitzen vor der DP, allerdings ohne Buganda, mit 24 Sitzen. Die 21 Repräsentanten der Region Bugan- das verbündeten sich mit der UPC, die als UPC/KY Alliance bekannt war und ihr die nötige Stärke gab mit A.M. Obote als Premierminister und mit der DP in der Opposition eine Koalition zu bilden. Diese Regierung erreichte schließlich die Unabhängigkeit des Staates Uganda am 09. Ok- tober 1962.

Die Unabhängigkeitserklärung verteilte die Power der Regierung auf alle möglichen Stellen, wie zum Beispiel die Bundesregierung. Diese Situati- on hielt bis zum Mai 1966 an, als die Regierung außer Kraft gesetzt wur- de. 1967 kam eine republikanische Regierung an die Macht, in der meh- rere Parteien sich die Macht teilen sollten. Das Parlament unter der Re- publikanischen Regierung war das zweite Parlament Ugandas. Nach dem Militärregime das von 1971- 1979 die Macht hatte, bekam Uganda 1979 ein Interims- Parlament, welches auch National Consultative Council ge- nannt wurde. Es bestand erst aus 30 Mitgliedern, doch zum Schluß be- stand es dann aus 120 Mitgliedern. Dieses war das dritte Ugandische Par- lament.

Die Wahlen von 1980 gewann die UPC wieder, so daß der DP wieder mal nur die Opposition blieb. Nach einem Militärcoup am 27. Juli 1985 verlor die Regierung zum zweitenmal die Macht an das Militär. Doch dieses mal hielt es nicht so lange an. Am 26. Januar 1986 Kam die NPC (National Resitance Movement) an die Macht. Die NRM bestand zu dem Zeitpunkt aus 38 Mitgliedern und bildete das fünfte ugandische Parla- ment.

2.2.3 Heute

1993 verabschiedete die NRC das Gesetz für die Wahl der Verfassungsgebenden Versammlung im April 1994, die von einer Interimswahlkommission derselben Regierung organisiert werden sollte. Die Verfassunggebende Versammlung ist durch Gesetz der Verfassunggebenden Versammlung bevollmächtigt zu:

a) den Verfassungstext, der von den Ministern der Verfassungskommi- sion vorbereitet wurde, genau zu prüfen, zu diskutieren und eine end- gültige Form zu verabschieden.
b) Gesetze erlassen und eine neue Verfassung des Staates Ugandas zu verkünden.

Die Verfassunggebende Versammlung bewältigte ihre Arbeit und am 08. Oktober 1995 wurde die neue Verfassung verkündet.

Eine neue Interimswahlkommisionwurde mit den Vorschriften Der Inte- rimswahlkommisionsatzung gegründet. Im Zusammenklang mit den Vor- schriften der neuen Verfassung organisierte diese Kommision die ersten direkten Präsidentschaftswahlen des Landes am 07. Mai 1996 und der gewählte Präsident wurde am 12. Mai 1996 vereidigt. Kurz nach dem Ende der Wahlen übernahm die Interimswahlkommision die Organisation und leitete die Wahlen zum sechsten Parlament von U- ganda, welches heute noch an der Macht ist. Ihre Amtszeit endet im Jahr 2001.

2.3 Exekutive

An der Spitze der Exekutive steht der Präsident. Der Präsident ist das Staatsoberhaupt und ernennt den Premierminister und das Kabinett.

2.4 Kommunalverwaltung

Uganda ist in zehn Provinzen unterteilt, die sich wiederum in 38 Distrikte und 152 Bezirke gliedern.

3.0 Bevölkerung

3.1 Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte

Uganda hat 20,3 Millionen Einwohner, von denen etwa die Hälfte jünger als 15 Jahre ist. So kommen auf einen Quadratkilometer 84 Personen. Das Bevölke- rungswachstum beträgt 2,8 %, und ist damit im Vergleich zu 1996 um 0,4 % ge- sunken.

3.2 Wichtigste und größte Städte

Die wichtigste und größte Stadt Ugandas ist die Hauptstadt Kampala. Weitere große Städte sind Jinja, Mbale, Entebbe und Gulu (15.000 Einwohner).

3.2.1 Kampala

Die Stadt Kampala hat 458000 Einwohner und liegt im Norden des Vic- toriasees und somit im Süden Ugandas. Es werden Kaffee, Zucker, Ge- treide, Zement, Textilien und Zigaretten hergestellt. Gehandelt wird mit Vieh, Häuten, Kaffee, Zuckerrohr und Baumwolle. Kampala ist der Standort des Nationalmuseums, der Makerere- Universität (1622 gegrün- det) und der technischen Universität Ugandas (1954 gegründet).

3.2.2 Jinja

Jinja, die zweitgrößte Stadt Ugandas, hat 55.000 Einwohner und liegt am Nordufer des Victoriasees. Die dortige Kupferverhüttung und die Nahrungsmittelverarbeitung haben wirtschaftliche Bedeutung. Sie beherbergt außerdem das größte Industriezentrum Ugandas.

3.2.3 Mbale

Mbale liegt am Fuße des Elgon und hat etwa 54.000 Einwohner. Sie ist das Handelszentrum der landwirtschaftlich genutzten Region. Am häufigsten findet man dort Kaffeeanbau.

3.2.4 Entebbe

Entebbe liegt im Süden des Landes am nördlichen Ufer des Victoriasees und hat etwa 20.500 Einwohner. Der dortige Flughafen ist einer der größten Ostafrikas. Die Stadt verfügt über schöne botanische Gärten.

3.3 Bevölkerungsgruppen

3.3.1 Religionen

In Uganda sind etwa 70 % der Bevölkerung Christen, von denen 38 % katholisch und 32% protestantisch sind. 16 % der Bevölkerung sind Muslime. Der Rest, etwa 14 % gehört Naturreligionen an.

3.3.2 Stämme

In Uganda gibt es etwa Völker und Stämme, die sich in drei Hauptgruppen gliedern lassen. Nämlich in die Bantu- und Sudan-Völker sowie in die Noliten. Die größte Völkergruppe sind die Bantu-Völker mit ca. zwei Dritteln der Bevölkerung.

3.4 Sprachen

Die Amtssprache Ugandas ist Englisch. Weitere weit verbreitete Sprachen sind Swahili und Luganda.

3.5 Soziale Lage und Bildung

3.5.1 Soziale Lage

Uganda gehört zu den ärmsten afrikanischen Entwicklungsländern. Die wenig umfassenden Sozialleistungen sind an ein festes Arbeitsverhältnis gebunden. In den achtziger Jahren verschlechterte sich die medizinische Versorgung. Unter anderem durch diese Verschlechterung kommt es da- zu, das in manchen Gebieten die Hälfte der Menschen dort HIV- positiv ist.

3.5.2 Bildung

3.5.2.1 Schulsystem

Ugandas Schulsystem ist ähnlich dem britischen aufgebaut. U- gandas Schulsystem ist in vier Teile unterteilt. Zuerst bekommen die Kinder eine siebenjährige Grundschulausbildung. Der folgt eine vierjährige Schule in der man das „Ordinary Level“ erreicht. Diese führt zu einer höheren Schule in der man zwei Jahren das „Advanced Level“ erreicht, das in etwa unserem Abitur ent-spricht. Dies ist die zwingende Anforderung um in einer „Tertiary Institution“ aufgenommen zu werden und nach drei Jahren einen grundlegenden Abschluß zu erreichen.

3.5.2.2 Bildung

Da keine Schulpflicht durchlaufen nur etwa 75 % der Kinder die siebenjährige Grundschulausbildung. Etwa die Hälfte der Er- wachsenen sind Analphabeten. In Kampala liegen die MakerereUniversität, die 1922 gegründet wurde und das Uganda TechnicalCollege, welches 1954 gegründet wurde.

4.0 Wirtschaft

4.1 Währung

Die Währung in Uganda ist der Uganda- Schilling. Die Untereinheit ist der Cent. 100 Cents entsprechen, wie bei uns, einem Uganda- Schilling.

4.2 Industrie und Handel

4.2.1 Industrie

Die meisten Betriebe der verarbeitenden Industrie liegen im Raum der Städte Kampala, Jinja und Tororo in der Nähe des Victoriasees. Neben den Betrieben der Nahrungs- und Genußmittelverarbeitung gibt es Textil- und Papierfabriken, Zementwerke, sowie einige moderne Betriebe der Metallindustrie (u. a. ein Elektrostahlwerk und ein Walzwerk).

4.2.2 Export

Die wichtigsten Exportgüter sind Kaffee, Baumwolle und Tee. Allein der Export von Kaffe macht 60- 80 % der Exportgüter aus.

4.2.3 Import

Importiert werden vor allem Maschinen, Fahrzeuge, mineralische Brenn- stoffe , wie Erdöl und Erdgas, und andere verschiedenste Konsumgüter.

4.2.4 Wichtigste Handelspartner

Die wichtigsten Handelspartner Ugandas sind Kenia, die USA, Großbritannien, Deutschland und Italien.

Nach zahlreichen Konflikten wurde 1977 die East African Community, die zwischen Uganda, Kenia und Tansania bestand, aufgelöst. Sie sollte die Zusammenarbeit und die Entwicklung der drei Länder fördern.

4.3 Landwirtschaft und Fischerei

4.3.1 Landwirtschaft

Etwa 80 % der Bevölkerung sind Bauern. Auf großen Plantagen werden Baumwolle, Kaffee, Zuckerrohr, Sisal, Tee und Tabak angebaut. Hirse, Mohrenhirse, Mais, Maniok1, Erdnüsse, Bananen und Süßkartoffeln werden von Kleinbauern angebaut.

4.3.2 Fischerei

Fische werden nur für den Eigenverbrauch gefangen. Bevorzugt werden Tilapia und Barsche.

4.4 Bergbau

Seit den achtziger Jahren ist der Anbau von Kupfer stark rückläufig, so werden nur noch geringe Mengen abgebaut.

4.5 Bodenschätze und Energie

4.5.1 Bodenschätze

Uganda ist reich an Bodenschätzen, vor allem n Kupfer und Zinn. Es wurden aber auch Phosphat, Wolfram, Beryll und Gold gefunden.

4.5.2 Energie

Die Energie wird durch Wasserkraft gewonnen. Kraftwerke befinden sich an den Owen- Wasserfällen und den Flüssen Kagera und Kiruruma. Das wichtigste Kraftwerk ist das an den Owen- Wasserfällen am Victorianil in der Nähe der Stadt Jinja.

4.6 Verkehr und Tourismus

4.6.1 Verkehr

Das Straßennetz Ugandas hat eine Gesamtlänge von 28.000, von denen ca. 6.200 km befestigt sind. Das Eisenbahnnetz ist etwa 1.300 km lang. Schiffe verkehren auf dem Victoriasee und über Kenia besteht eine Ver- bindung zum Indischen Ozean. In Entebbe befindet sich ein internationa- ler Flughafen. Die staatliche Fluggesellschaft heißt Uganda Airlines.

4.6.2 Tourismus

Der Tourismus erholt sich nach dem Zusammenbruch in der Amin-Ära nur langsam.

Bis auf zwei gute Hotels in Kampala gibt es nur einfache Unterkünfte.

Die besten Reiseunterkünfte sind Juli bis September und die Monate Januar und Februar

5.0 Geschichte

5.1 Vor 1890

Im 14.Jahrhundert drangen Hima-Völker von Norden her in das zuvor von Bantu-Völkern besiedelte Gebiet ein. Ab dem 15.Jahrhundert gründeten sie größere Reiche (Buganda, Bunyoro, Ankole, Toro und Busoga). Um 1840 kamen Araber ins Land die mit Sklaven und Elfenbein handelten.

5.2 Von der Kolonie zur Unabhängigkeit

1890 einigten sich Großbritannien und das Deutsche Reich, die Hima- Staaten dem britischen Einflußgebiet zuzuschlagen. 1894 erklärten die Briten Buganda zu ihrem Protektorat, das 1896 um die Reiche Bunyoro, Toro, Ankole und Bu- soga erweitert wurde.

Im einem 1921 eingerichteten Legislativrat waren bis 1946 Schwarzafrikaner nicht vertreten. 1956 wurde die katholische Democratic Party (DP) gegründet, 1960 der von Milton Obote geführte und von Protestanten unterstützte UgandaPeople’s Congress (UPC). Nach dem Wahlsieg des UPC im April 1962 entließ Großbritannien Uganda am 09. 10. 1962, der noch heute der Nationalfeiertag Ugandas ist, in die Unabhängigkeit. Am 09. 10. 1963 wurde die Republik Uganda ausgerufen; König, Kabaka, Mutesa II. übernahm das Amt des Staatspräsidenten, Obote war erster Ministerpräsident.

5.3 Terror und Bürgerkrieg

1966 setzte Obote die Verfassung außer Kraft, vertrieb den König und machte sich zum Staatsoberhaupt. Nach einem Militärputsch riß 1971, während eines Auslandsaufenthaltes von Obote, General Idi Amin die Macht an sich. Er verbot alle politischen Aktivitäten und bevollmächtigte die Armee, mit Terrormaßnah- men jeden Widerstand zu unterdrücken; 50.000 Asiaten ließ er ausweisen. 1978 Kam es, wie schon 1971, zu Grenzkonflikten mit Tansania, das Obote Exil ge- währt hatte. 1979 drangen tansanische Truppen zusammen mit Exil- Udandern in Uganda ein und beendeten die Terrorherrschaft Idi Amins. Die mit Tansania kooperierende Uganda National Liberation Front (UNLF) bildete im April 1979 eine provisorische Regierung unter Yusuf Lule, der nach wenigen Monaten durch Präsident Godfrey Binasia ersetzt wurde. Nachdem der UPC die Wahlen 1980 gewonnen hatte, wurde der aus dem Exil zurückgekehrte Obote zum zwei- tenmal Präsident.

Auf Angriffe und Terroranschläge, die vor allem von der NationalResistance Army (NRA), einer der vielen bewaffneten Oppositionsgruppen, verübt wurden, wehrte sich die ugandische Armee mit harten Vergeltungsmaßnahmen. Hundert-tausende wurden ermordet oder flüchteten in die Nachbarländer. 1985 wurde Generalmajor Tito Okello, nach dem Sturz Obotes, neuer Staatschef. Doch die NRA hielt auch der neuen Regierung stand und eroberte schließlich im Januar 1986 Kampala. Nachdem der NRA- Führer Yoweri Museveni an die Macht ge- langte wurde die NRA in National Resistance Movement umbenannt .Im Som- mer 1995 sprach sich die seit 1994 existierende Verfassungsgebene Versamm- lung gegen die freie Betätigung politischer Parteien aus, was natürlich ganz im Sinne Musevenis war.

6.0 Kultur

6.1 Kultureinrichtungen

Im Uganda gibt es zwei Universitätsbibliotheken, zum einen die National Reference Libary und zum anderen die National Libary of Medecine. Des weiteren gibt es im Kampala das Uganda- Museum mit Sammlungen zu den Gebieten Archäologie, Ethnologie, Musik und Naturwissenschaften. Außerdem befinden sich in Entebbe ein geologisches sowie ein zoologischen Museum.

6.2 Musik

Durch eine große Bandbreite der Musikinstrumente zeichnet sich die unter-schiedliche Ausprägung der traditionellen Musik der einzelnen Stämme aus. Po- pulär sind Mbira (Fingerklavier) und das Xylophon. Aus der Familie der Blasin- strumente gibt es die Flöten und Hörner. Von den Saiteninstrumenten findet man in Uganda die Zither, den Musikbogen, die Bogenharfe, die Schalenleier sowie die Röhrenfiedel. Besondere Bedeutung kommt aber den Trommeln zu, die frü- her zu den königlichen Insignien gehörten. Am Hofe von Buganda genossen Trompeter, Trommler und Harfenspieler hohe Achtung,. In Buganda gab es e- benfalls ein Xylophon- Hoforchester, am Hof des Herrschers von Bunyoro dagegen ein Hornensemble.

6.3 Literatur

Historische und völkerkundliche Werke überwiegen in der in einheimischen Sprachen verfaßten Literatur. Okot p’Bitek verknüpfte die traditionelle Form des Epos mit modernen Inhalten. Die Literatur in englischer Sprache gibt es noch nicht lange in Uganda

6.4 Theater

Heute mischen sich Tanz, Chorgesang und Ritus, die eine besondere Rolle im traditionellen ugandischen Theater spielen, mit modernen Darstellungsformen.

Byron Kawadwa schuf eine neue Form des Musiktheaters, Robert Serumaga ein modernes Bewegungs- und Tanztheater.

7.0 Literaturverzeichnis

- Bertelsmann Länderlexikon. 1996. 480 - 481
- http://amnesty.de/berichte/afr59/anliegen.htm . Die Menschenrechtssituation in Uganda im Jahr 1995 und die Forderungen Amnesty Internationals
- http://www.iicm.edu/m10/ref.m10.u/ref.m10.U.2/0x811bc834_0x000349c4 . Uganda
- http://www.inf.ethz..ch/personal/roehm/traveling/EAS/uganda.html . East of Africa Safari - the Uganda Encounter
- http://www.parliament.co.ug/history.htm . History of the Parliament
- http://www.parliament.co.ug/home.htm . Welcome to the Parliament of the Republic of Uganda
- http://www.uganda.co.ug/culture.htm . People and Culture
- http://www.uganda.co.ug/educ.htm . Education System and Institutions
- http://www.uganda.co.ug/govern/about_uganda.htm . About Uganda
- http://www.uganda.co.ug/govern/govt20.htm . Ministry of Public Service
- http://www.uganda.co.ug/govern/people.htm . Peoples and Culture
- Meyers großes Handlexikon von A - Z. Mannheim: Meyers Lexikonverlag 1994. 899
- Meyers Handbuch über Afrika. 440- 443, 506- 507, 510- 511, 570- 571 § Microsoft Encarta 1999. Enzyklopädie PLUS. Afrika: Klimakarte § Microsoft Encarta 1999. Enzyklopädie PLUS. Elgon § Microsoft Encarta 1999. Enzyklopädie PLUS. Entebbe § Microsoft Encarta 1999. Enzyklopädie PLUS. Jinja
- Microsoft Encarta 1999. Enzyklopädie PLUS. Kampala
- Microsoft Encarta 1999. Enzyklopädie PLUS. Mbale
- Microsoft Encarta 1999. Enzyklopädie PLUS. Uganda
- Microsoft Encarta 1999. Enzyklopädie PLUS. Uganda (Karte) § Microsoft Encarta 1999. Enzyklopädie PLUS. Victoriasee

8.0 Anhang

[...]


1 Sehr stärkehaltiges Wolfsmilchgewächs

14 von 14 Seiten

Details

Titel
Uganda. Landeskunde, politisches System, BevölkerungWirtschaft, Geschichte und Kultur
Autor
Jahr
2001
Seiten
14
Katalognummer
V101204
Dateigröße
390 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Uganda
Arbeit zitieren
Katharina Claus (Autor), 2001, Uganda. Landeskunde, politisches System, BevölkerungWirtschaft, Geschichte und Kultur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/101204

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