Das Ziel der Projektarbeit besteht darin, den gesellschaftlichen und unternehmerischen Handlungsbedarf, hin zu einer nachhaltigen Transportlogistik, und die damit einhergehenden Herausforderungen aufzuzeigen. Ebenfalls soll ein Einblick in die zukünftigen technischen Potenziale der einzelnen Verkehrsmittel, hinsichtlich eines emissionsreduzierten Transports, gegeben werden.
Die Arbeit untergliedert sich in vier wesentliche Abschnitte. Der erste Abschnitt befasst sich mit den theoretischen Grundlagen, die für das weitere Verständnis der Arbeit notwendig sind. Im Grundlagenteil wird zunächst genauer auf den Begriff der Logistik eingegangen. Weiterführend wird die Unternehmensfunktion der Transportlogistik genauer betrachtet. Es werden die Verwendungsmöglichkeiten und die bestehenden Charakteristika der einzelnen Güterverkehrsmittel erarbeitet. Anschließend befasst sich die Projektarbeit mit dem Begriff der Nachhaltigkeit. Dazu wird als erstes auf die Begriffsbedeutung eingegangen und verschiedene, theoretische Nachhaltigkeitsmodelle vorgestellt werden. Im anschließenden zweiten Abschnitt wird der Zusammenhang zwischen der Transportlogistik und dem Begriff der Nachhaltigkeit hergestellt. Die gesellschaftliche Relevanz einer nachhaltigeren Transportlogistik wird, unter Zuhilfenahme von aktuellen Statistiken, aufgezeigt. Des Weiteren werden in diesem Abschnitt die Unternehmensmotive für eine nachhaltige Transportlogistik erläutert, sowie die technischen Potenziale der Hauptverkehrsmittel, hinsichtlich eines emissionsreduzierten Transports analysiert. Der dritte Abschnitt der Projektarbeit befasst sich mit den Umsetzungsstrategien einer nachhaltigeren Transportlogistik in der Praxis. Dazu werden zwei verschiedene Unternehmen analysiert und deren Strategien, hin zu einem emissionsreduzierten Gütertransport, aufgezeigt. Abschließend folgt im vierten Abschnitt der Projektarbeit ein kurzes Fazit, in dem der wesentliche Erkenntnisgewinn der Projektarbeit aufgezeigt wird
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Logistik
2.1.1 Definitionen und Grundlagen der allgemeinen Logistik
2.1.2 Transportlogistik
2.2 Der Begriff der Nachhaltigkeit
2.2.1 Begriffserklärung
2.2.2 Nachhaltigkeitsmodelle
3. Nachhaltige Transportlogistik
3.1 Gesellschaftlicher Bedarf einer nachhaltigen Transportlogistik
3.2 Unternehmensmotive für eine transportlogistische Nachhaltigkeitsstrategie
3.2.1 Externe Beweggründe
3.2.2 Interne Beweggründe
3.3 Technische Potenziale der Hauptverkehrsmittel
4. Umsetzungsstrategien ausgewählter Unternehmen in der Praxis
4.1 Auswahl der Unternehmen
4.2 Unternehmensanalysen
4.2.1 Nachhaltige Transportlogistik bei der Volkswagen AG
4.2.2 Nachhaltige Transportlogistik bei der Deutschen Post AG
5. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den gesellschaftlichen und unternehmerischen Handlungsbedarf hin zu einer nachhaltigen Transportlogistik sowie die damit verbundenen Herausforderungen und technischen Potenziale zur Emissionsreduzierung. Im Fokus steht dabei die Analyse, wie große Unternehmen ihre Transportlogistik klimafreundlicher gestalten können.
- Bedarfsanalyse für eine nachhaltige Transportlogistik
- Unternehmensmotive für Nachhaltigkeitsstrategien
- Technische Potenziale und Innovationsmöglichkeiten der Verkehrsträger
- Praktische Umsetzungsbeispiele am Beispiel der Volkswagen AG und Deutschen Post AG
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Externe Beweggründe
Externe Beweggründe für Unternehmen die Transportlogistik nachhaltiger zu gestalten bestehen viele. Die Bundesregierung hat sich ambitionierte langfristige Ziele gesetzt, die nur aus intrinsischer Unternehmensmotivation nicht erreichbar sind. So schreibt der Klimaschutzplan der Bundesregierung bis zum Jahr 2030 einen CO2-Ausstoß im Verkehrssektor von 58.000.000 bis 61.000.000 Tonnen vor, was einer Reduzierung von 34 bzw. 31 % im Vergleich zum Jahr 1990 entspricht. Bis zum Jahr 2050 soll der Verkehrssektor nahezu klimaneutral sein (vgl. Bundesministerium für Umwelt, 2020). Wie bereits in Kapitel 3.1 beschrieben, konnten die Verkehrsemissionen bis zum Jahr 2018 nur um 0,8 % gesenkt werden. Stärkere politische Maßnahmen, durch die eine Reduzierung der Treibhausgase resultiert, sind sehr wahrscheinlich. Für eine nachhaltige Mobilität sieht das Umweltbundesamt eine zwangsläufige Verlagerung von Gütertransporten auf die Verkehrsmittel Zug und Schiff als unumgänglich (vgl. Umweltbundesamt, 2020). Um diese Verlagerung zu fördern stehen der Bundesregierung verschiedene Instrumente zur Verfügung. Zum einen kann der Zug- und Schiffgüterverkehr gefördert oder sogar subventioniert werden, zum anderen besteht die Möglichkeit, den Straßen- und Flugverkehr als Gütertransportmittel, unattraktiver zu gestalten.
Diesbezüglich soll der Straßenverkehr durch eine Ausweitung und Erhöhung der im Jahr 2005 eingeführten LKW-Maut an Attraktivität verlieren. Die jetzigen Kosten von ca. 12,4 Cent pro gefahrenen Kilometer werden in Zukunft erhöht und auch die Anzahl der Mautstraßen soll gesteigert werden. Zusätzlich wurden im Jahr 2015 alle LKWs ab einem Gesamtgewicht von 7,5Tonnen für mautpflichtig erklärt (vorher 12 Tonnen). Eine Absenkung des Gewichts auf 3,5 Tonnen steht in der Diskussion. Die entstandenen externen Kosten (vgl. Abbildung 3.3) sollen ebenfalls auf die Verursacher zurückgeführt werden, wodurch der Transport über die Straße und den Luftweg für Unternehmen deutlich teurer wird (vgl. Umweltbundesamt, 2016). Ebenfalls wird über eine Einführung einer CO2-Steuer diskutiert, die dafür sorgen würde, dass die Nutzungskosten von fossilen Energieträgern steigen (vgl. ZEIT ONLINE, 2019).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die globale Relevanz des Klimawandels im Kontext des Güterverkehrs und definiert das Ziel, den Handlungsbedarf sowie technische Potenziale für eine nachhaltige Transportlogistik aufzuzeigen.
2. Theoretische Grundlagen: Das Kapitel führt in die zentralen Begriffe Logistik und Nachhaltigkeit ein und erläutert relevante theoretische Modelle, die das Verständnis für die anschließende Analyse schaffen.
3. Nachhaltige Transportlogistik: Hier wird die gesellschaftliche Relevanz einer nachhaltigen Logistik analysiert, Beweggründe für Unternehmen untersucht und technische Potenziale der Verkehrsträger bewertet.
4. Umsetzungsstrategien ausgewählter Unternehmen in der Praxis: Dieses Kapitel vergleicht die Nachhaltigkeitsstrategien der Volkswagen AG und der Deutschen Post AG, um konkrete Maßnahmen zur Emissionsminderung aufzuzeigen.
5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassend wird betont, dass ein Wandel in der Transportlogistik unumgänglich ist, wobei der Zug das größte Potenzial für eine klimaneutrale Zukunft bietet.
Schlüsselwörter
Nachhaltigkeit, Transportlogistik, Klimawandel, Güterverkehr, CO2-Emissionen, Hauptverkehrsmittel, Unternehmensmotive, Umsetzungsstrategien, Mobilität, Treibhausgase, Externe Kosten, Volkswagen AG, Deutsche Post AG, Technische Potenziale, Klimaschutz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit im Kern?
Die Projektarbeit analysiert den Handlungsbedarf und die Potenziale für eine nachhaltige Ausrichtung der Transportlogistik vor dem Hintergrund steigender Güterverkehrsmengen und globaler Klimaziele.
Welche zentralen Themenfelder behandelt das Dokument?
Das Dokument deckt die theoretischen Grundlagen der Logistik und Nachhaltigkeit ab, untersucht die gesellschaftliche und ökonomische Relevanz nachhaltiger Strategien und bewertet technische Innovationspotenziale verschiedener Verkehrsträger.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel besteht darin, den notwendigen Handlungsbedarf für eine nachhaltige Transportlogistik zu identifizieren und aufzuzeigen, wie technische Fortschritte und unternehmerische Strategien zu einer Emissionsreduzierung im Güterverkehr beitragen können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer qualitativen Analyse von Unternehmensstrategien zweier großer Konzerne, gestützt auf aktuelle Statistiken und Daten zum Güterverkehr.
Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Analyse des gesellschaftlichen Bedarfs an nachhaltigen Logistiklösungen sowie die detaillierte Betrachtung der Volkswagen AG und der Deutschen Post AG als Praxisbeispiele.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind unter anderem Nachhaltige Transportlogistik, Dekarbonisierung, CO2-Bilanz, Verkehrsträger, Emissionsreduzierung und Unternehmensverantwortung.
Wie bewertet der Autor die Rolle des Straßengüterverkehrs?
Der Autor stuft den Straßengüterverkehr und insbesondere den LKW als ökologisch problematisch ein, da er für einen sehr hohen Anteil der verkehrsbedingten CO2-Emissionen verantwortlich ist, was einen dringenden Optimierungsbedarf begründet.
Welches Potenzial schreibt der Autor der Deutschen Bahn im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln zu?
Der Autor identifiziert den Schienengüterverkehr als den Verkehrsträger mit dem größten Potenzial für einen emissionsneutralen Gütertransfer, da er bereits heute im Vergleich zu Schiff, LKW und Flugzeug die günstigste Klimabilanz aufweist.
Warum wird die Volkswagen AG als Fallbeispiel gewählt?
Volkswagen wird als größte deutsche Automobilhersteller analysiert, um aufzuzeigen, wie ein industrieller Akteur, für den Transportlogistik eine Querschnittsfunktion darstellt, seine Transportkette ökologisch transformieren kann.
- Arbeit zitieren
- B. Eng Lucas Conze (Autor:in), 2020, Bedarfs- und Potenzialanalyse einer nachhaltigen Transportlogistik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1012084