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Operantes Konditionieren - eine Form des Lernens

Title: Operantes Konditionieren - eine Form des Lernens

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 13 Pages , Grade: 1

Autor:in: Yvonne Decker (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Dieses Werk gibt einen kompakten und leicht verständlichen Überblick über eine Form des Lernens - das operante Konditionieren. Dass es sich hierbei nicht um eine abstrakte psychologische Theorie handelt, sondern wir im Alltag nur all zu oft und unbewusst durch Lernen am Erfolg und Misserfolg oder anders ausgedrückt durch Belohnung und Bestrafung geleitet werden, wird hier ausfühlich dargestellt.
Neben der Vermittlung psychologischer Hintergründe sowie den beim operanten Konditionieren wirksamen Mechanismen werden Alltagsbeispiele sowohl aus dem schulischen als auch aus außerschulischen Kontexten gebeben, die dabei helfen, die komplexen theoretischen Hintergründe zu verstehen und auf die eigene Praxis zu übertragen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Begriffsklärung / Verschiedene Terminologien

2. Grundbegriffe des operanten Konditionierens

2.1 Verschiedene Arten von Konsequenzen

2.2 Motivation und Situation

3. Die Verstärkung

3.1 Verschiedene Arten von positiver Verstärkung

3.2 Verschiedene Arten von negativer Verstärkung

3.3 Zeitpunkt der Verstärkung und verschiedene Verstärkungspläne

4. Die Bestrafung

4.1 Verschiedene Arten von Bestrafung

4.2 Wirksamkeit und Nebenwirkungen der Bestrafung

5. Die Löschung und damit verbundene Schwierigkeiten

6. Wechselseitige Lernprozesse

7. Reflexion über die Anwendbarkeit und Bedeutung des Themas

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den psychologischen Grundlagen des operanten Konditionierens und untersucht, wie Verhaltensänderungen durch verschiedene Konsequenzen in Alltagssituationen beeinflusst werden können, um pädagogisch sinnvolle Ansätze für Lernprozesse abzuleiten.

  • Grundlagendefinitionen und Terminologie des operanten Konditionierens
  • Mechanismen der positiven und negativen Verstärkung
  • Methodik der Bestrafung und deren Nebenwirkungen
  • Prozesse der Löschung bei unerwünschtem Verhalten
  • Wechselseitige Lernbeziehungen in sozialen Kontexten

Auszug aus dem Buch

1. Begriffsklärung / Verschiedene Terminologien

Da sich in der Literatur bisher noch keine einheitliche Terminologie durchgesetzt hat, spricht man bei dieser Art von Lernen entweder von Lernen am Erfolg, von instrumentellem Lernen oder von operantem Konditionieren.

Der Begriff Lernen am Erfolg wurde vorallem durch Thorndike (1898) geprägt, der Experimente zur Erforschung des Lernens durchführte. Bei seinen Experimenten brachte er Versuchstiere in eine Problemsituation. Die Tiere versuchten sich durch Ausprobieren einer Anzahl von Reaktionen aus ihrer Situation zu befreien. Diejenige Verhaltensweise, die hierbei zum Erfolg führte, wurde im Anschluss beibehalten und in ähnlichen Situationen erneut angewandt. (vgl. Edelmann, 2000, S. 66) Thorndike entdeckte in diesem Zusammenhang das Prinzip der Verstärkungstheorien. Mit ´Lernen am Erfolg` ist hier gemeint, dass „der Erfolg eines Verhaltens darüber entscheidet, ob es in Zukunft häufiger auftritt, also gelernt wird.“ (Edelmann, 2000, S. 68)

Was den Begriff des instrumentellen Lernens anbelangt, so wurde dieser hauptsächlich von Skinner , aber auch von Thorndike geprägt. Auch Skinner führte hierzu verschiedene Experimente mit Tieren zur Erforschung dieser Art des Lernens durch. Skinner wartete allerdings nicht ab, „bis die Versuchstiere zufällig die erwünschte Verhaltensweise zeigten.“ (Edelmann, 2000, S. 66) Mittels der von ihm konstruierten „Skinner-Box“ wurde bei seinen Experimenten „jede minimale Verhaltensänderung in Richtung Endverhalten gleich verstärkt.“ (Edelmann, 2000, S. 66) Von instrumentellem Lernen ist hier die Rede, „weil das Verhalten das Instrument oder Mittel ist, das die entsprechende Konsequenz hervorruft.“ (Edelmann, 2000, S. 69)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Begriffsklärung / Verschiedene Terminologien: Einführung in die Begriffsgeschichte von Lernen am Erfolg, instrumentellem Lernen und operantem Konditionieren.

2. Grundbegriffe des operanten Konditionierens: Erläuterung der Konsequenzformen sowie der Bedeutung von Motivation und situativen Rahmenbedingungen für Lernprozesse.

3. Die Verstärkung: Detaillierte Darstellung der Arten von positiver und negativer Verstärkung sowie der verschiedenen Verstärkungspläne.

4. Die Bestrafung: Analyse der Bestrafung als Mittel zur Verhaltensunterdrückung unter Berücksichtigung von Wirksamkeit und Risiken.

5. Die Löschung und damit verbundene Schwierigkeiten: Untersuchung der Nichtbeachtung als Lernmethode und der Herausforderungen bei ihrer Umsetzung.

6. Wechselseitige Lernprozesse: Darstellung, wie in sozialen Interaktionen, etwa zwischen Lehrkraft und Schülern, komplexe wechselseitige Lernwirkungen entstehen.

7. Reflexion über die Anwendbarkeit und Bedeutung des Themas: Kritische Auseinandersetzung mit der Anwendung von Strafe versus Verstärkung im pädagogischen Alltag.

Schlüsselwörter

Operantes Konditionieren, Lernen am Erfolg, Skinner-Box, Positive Verstärkung, Negative Verstärkung, Bestrafung, Löschung, Kontingenz, Verstärkungspläne, Intervallplan, Quotenplan, Diskriminierender Reiz, Fluchtlernen, Vermeidungslernen, Verhaltensänderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die psychologischen Grundlagen des operanten Konditionierens und wie dieses Konzept zur bewussten Steuerung von Verhaltensänderungen in Alltagssituationen eingesetzt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Formen der Verstärkung, der Bestrafung, der Löschung von Verhalten sowie den zugrunde liegenden Motivationsstrukturen und situativen Reizen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Wirkungsweisen operanter Lernprozesse zu verdeutlichen und kritisch zu reflektieren, welche Methoden – insbesondere im schulischen Kontext – am effektivsten und ethisch vertretbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Analyse einschlägiger lernpsychologischer Fachliteratur basiert, um die Prinzipien des operanten Konditionierens systematisch darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundbegriffe, die differenzierte Betrachtung von Verstärkungsformen, Bestrafung und Löschung sowie die Analyse wechselseitiger sozialer Lernprozesse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie operantes Konditionieren, Verstärkung, Bestrafung, Kontingenz und Verhaltensänderung charakterisiert.

Inwiefern spielt der „Transfer“ eine Rolle beim operanten Konditionieren?

Da beim operanten Konditionieren ein Transfer auf neue Situationen nur in geringem Maße möglich ist, handelt es sich oft um ein eher starres, gewohnheitsmäßiges Verhalten, das stark an die ursprüngliche Lernsituation gebunden ist.

Warum ist die Bestrafung in der Praxis problematisch?

Die Bestrafung ist oft schwer realisierbar, da sie das Risiko der Angstgeneralisierung birgt, soziale Beziehungen belasten kann und langfristig weniger effektiv ist als eine positive Verstärkung.

Was versteht man unter dem „diskriminierenden Reiz“?

Es ist ein Reiz, der signalisiert, dass ein bestimmtes Verhalten in einer spezifischen Situation verstärkt wird, wodurch dieser Reiz künftig eine kontrollierende Funktion über das Verhalten ausüben kann.

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Details

Title
Operantes Konditionieren - eine Form des Lernens
College
University of Education Freiburg im Breisgau  (Erziehungswissenschaft)
Grade
1
Author
Yvonne Decker (Author)
Publication Year
2002
Pages
13
Catalog Number
V10120
ISBN (eBook)
9783638166492
ISBN (Book)
9783638746557
Language
German
Tags
Operantes Konditionieren Form Lernens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Yvonne Decker (Author), 2002, Operantes Konditionieren - eine Form des Lernens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10120
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