Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Die deutsche Demokratie in der Krise? Woran es liegt und was wir vielleicht dagegen tun können

Titel: Die deutsche Demokratie in der Krise? Woran es liegt und was wir vielleicht dagegen tun können

Essay , 2021 , 8 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Jakob Ulmer (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In diesem Essay geht es um die Frage, ob sich die Deutsche Demokratie in einer Krise befindet.

Der Autor leitet ein und legt dar, wieso es überhaupt zu der heutigen repräsentativen Demokratie gekommen ist und blickt hierzu ein wenig in die Vergangenheit. Des Weiteren wird behandelt, wieso es zu immer mehr Radikalität und Politikverdrossenheit kommt. Demokratie bedeutet Herrschaft des Volkes, aber wird dieses Prinzip im Moment wirklich und tatsächlich von der Regierung gelebt? Oder ist eben das der Grund für die nämlichen Probleme?

Das Interesse an der Politik sinkt stetig, in diesem Essay soll dem auf den Grund gegangen werden und sogleich auch Lösungen für dieses Problem angeführt werden. Unter anderem wird hierzu knapp das Modell der Liquid Democracy erläutert. Auf der anderen Seite werden jedoch auch gesellschaftliche Probleme angeführt, die es womöglich zu lösen gilt, sodass der Bürger wieder mehr Lust daran findet, sich an der Politik beteiligen. Denn wie Sophie Scholl schon zu sagen pflegte: „Jeder Mensch hat die Pflicht, für seine Freiheit zu kämpfen.“ Und nicht nur für seine Freiheit, sondern eben generell für seine Mitsprache in der Politik.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Abgehängten

2.1. Der Berufspolitiker

2.2. Die Parteien & Repräsentativität

2.3. Die Individualisierung

3. Ein Lösungsansatz

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Krise der deutschen Demokratie, insbesondere das Gefühl vieler Bürger, politisch abgehängt zu sein, und analysiert die Rolle von Berufspolitikern, Parteien sowie gesellschaftlicher Individualisierung als Ursachen für Politikverdrossenheit.

  • Ursachenanalyse der politischen Entfremdung
  • Kritische Beleuchtung des Berufspolitikertums
  • Die Rolle von Parteien und deren abnehmende Repräsentativität
  • Auswirkungen gesellschaftlicher Individualisierung auf den politischen Diskurs
  • Potenziale von Liquid Democracy als alternativer Lösungsansatz

Auszug aus dem Buch

2.1. Der Berufspolitiker

Dem Berufspolitiker wird oft vorgeworfen er sei nicht volksnah und nicht wirklich frei in seinen Entscheidungen. Aber stimmt das? Punkt eins ist, dass der Berufspolitiker ganz klar zur Oberschicht gehört. Er hat eine gute Ausbildung, sehr oft ein abgeschlossenes Studium, ist gut versichert und finanziell versorgt; muss sich also über seinen Lebensunterhalt eigentlich wenig Sorgen machen. Das hat Vorteile, denn die damit verbundene Folge sollte sein, dass er sich voll und ganz auf die Politik konzentrieren kann. Es hat aber auch Nachteile, denn wie sich Menschen der Unterschicht oder gar Arbeitslose fühlen, welche Gedanken sie umtreibt oder was für Bedürfnisse sie haben, bekommt man in dieser „Oberschicht-Blase“, weit weg vom gesellschaftlichen „Elend“, nicht mit. Ich gebe zu, das ist sehr überspitzt, trotz der Polemik soll es aber deutlich machen, dass - gewollt oder nicht - es für einen Berufspolitiker, doch schwierig sein muss, Entscheidungen für alle gesellschaftliche Schichten und Situationen zu treffen.

Punkt zwei ist das freie Mandat: Dieses freie Mandat ist ein Widerspruch in sich, denn es ist auf der einen Seite geprägt von kompletter Willensfreiheit, zugleich macht es aber auch hochgradig abhängig. Immer mehr haben Bürger nämlich das Gefühl, dass die Wahlversprechen, weswegen sie Partei X gewählt haben, nicht eingehalten werden. Das freie Mandat gibt dem Politiker die Möglichkeit auch unabhängig von seiner Partei Entscheidungen zu treffen und so sind sie auch nicht zwingend an das Parteiprogramm gebunden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Diskrepanz zwischen dem demokratischen Ideal der „Herrschaft des Volkes“ und der wahrgenommenen Politikverdrossenheit sowie der Suche nach Wegen zur stärkeren Teilhabe.

2. Die Abgehängten: Dieses Kapitel analysiert Gründe für das Gefühl der politischen Entfremdung, unter anderem durch den Rückgang der aktiven Beteiligung in Parteien und Bürgerbegehren.

2.1. Der Berufspolitiker: Es wird untersucht, inwiefern Berufspolitiker durch ihre sozioökonomische Position von der Lebensrealität vieler Bürger entfremdet sind und welche Auswirkungen das „freie Mandat“ auf ihre politische Unabhängigkeit hat.

2.2. Die Parteien & Repräsentativität: Der Abschnitt beleuchtet die abnehmende Bedeutung von Parteien als Instrument der Interessenartikulation und den historischen Wandel ihrer Notwendigkeit.

2.3. Die Individualisierung: Hier wird diskutiert, wie die zunehmende Individualisierung der Gesellschaft die Konsensbildung erschwert und damit die klassischen Parteiprogramme vor große Herausforderungen stellt.

3. Ein Lösungsansatz: Das Kapitel schlägt „Liquid Democracy“ als hybrides System vor, um direktere Mitgestaltungsmöglichkeiten zu schaffen und die Distanz zwischen Bürger und Politik zu verringern.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit einer demokratischen Evolution zusammen und betont die Eigenverantwortung der Bürger, sich stärker in den politischen Diskurs einzubringen.

Schlüsselwörter

Demokratie, Politikverdrossenheit, Repräsentation, Parteien, Berufspolitiker, Partizipation, Liquid Democracy, Individualisierung, Bürgerbegehren, Wahlbeteiligung, Politik, Gesellschaft, Bürgerbeteiligung, freies Mandat, Interessenartikulation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Krise der deutschen Demokratie und der Frage, warum sich Bürger zunehmend von politischen Entscheidungsprozessen entfremdet fühlen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rolle von Berufspolitikern, der Bedeutungsverlust etablierter Parteien, der Einfluss der gesellschaftlichen Individualisierung sowie neue digitale Mitgestaltungsmöglichkeiten.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, worin die Ursachen für das Gefühl des „Abgehängtseins“ von der Politik liegen und welche Ansätze existieren, um diese demokratische Krise zu bewältigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine essayistische Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Problemen durch, die durch statistische Daten, Literaturquellen und Expertenmeinungen gestützt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die sozioökonomische Isolation von Berufspolitikern, die schwindende Mitgliederbindung bei Parteien und die Folgen der Individualisierung für das politische System.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Demokratie, Politikverdrossenheit, Partizipation, Repräsentation und Liquid Democracy definieren.

Warum sieht der Autor das „freie Mandat“ kritisch?

Der Autor hinterfragt das freie Mandat, da es einerseits die Politiker von den Wählerversprechen entkoppelt, sie andererseits aber auch durch Zwänge wie Lobbyismus und Wiederwahlstreben in ihrer Freiheit einschränkt.

Welche Rolle spielt das Internet laut dem Text?

Das Internet wird als potenzielle Chance gesehen, die politische Teilhabe zu erhöhen und durch moderne Ansätze wie E-Voting oder Liquid-Democracy-Systeme Bürgern einen direkteren Einfluss auf Entscheidungen zu ermöglichen.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die deutsche Demokratie in der Krise? Woran es liegt und was wir vielleicht dagegen tun können
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Veranstaltung
Politische Philosophie der Gegenwart
Note
2,0
Autor
Jakob Ulmer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
8
Katalognummer
V1012410
ISBN (eBook)
9783346406828
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Philosophie Philosophie der Gegemwart Politik Demokratie Liquid Democracy Politikverdrossenheit Digitalisierung in der Politik Politische Radikalisierung Extremismus Sinkende Wahlbeteiligung Sinkende Mitgliedszahlen Parteien Parteien Parteiensystem
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jakob Ulmer (Autor:in), 2021, Die deutsche Demokratie in der Krise? Woran es liegt und was wir vielleicht dagegen tun können, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1012410
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  8  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum