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Über die interkulturelle Pädagogik in Deutschland. Ein Erziehungsmodell der Zukunft?

Title: Über die interkulturelle Pädagogik in Deutschland. Ein Erziehungsmodell der Zukunft?

Research Paper (postgraduate) , 2021 , 24 Pages

Autor:in: Ahmad Abbas (Author)

Pedagogy - Intercultural Pedagogy
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Was ist Erziehung? Wie funktioniert Erziehung? Und warum erziehen wir? Das sind Fragen, mit denen sich die Menschheit schon seit Tausenden von Jahren beschäftigt. Seit der Antike gehen die Gelehrten ihrer Zeit der Frage nach dem Wesen der Erziehung nach. So auch diese Arbeit.

Damit verbunden standen die Fragen im Raum, aus welchen Gründen und mit welchen Mitteln wir erziehen sollten. Diese Fragen haben sich bis in die heutige Zeit erhalten. Bis heute arbeiten große Denker und Wissenschaftler daran, der Erziehung auf dem Grund zugehen. Im Zentrum steht vor allem die Frage, die eine Erziehungstheorie bzw. den einen Erziehungsstil zu finden, der am besten mit der Essenz des Menschen, harmoniert. Wir können heute auf einen großen Fundus an Arbeiten zurückgreifen, die über die Jahrhunderte und Jahrtausende zu dieser Thematik geschrieben wurden. Mit dem Beginn der Globalisierung und der damit verbundenen Vernetzung und Verflechtung der Nationen haben sich neue pädagogische Ansätze herausgebildet, die bestrebt sind, auf die Veränderungen des 21. Jahrhunderts zu reagieren. Zu diesen Konzepten gehört die interkulturelle Pädagogik. Die interkulturelle Pädagogik vereint alle pädagogischen Ansätze, die Menschen mit und ohne Migrationshintergrund auf ein Leben in einer pluralistischen und heterogenen Gesellschaft vorbereiten möchten. Längst ist das Aufeinandertreffen von unterschiedlichen Kulturen zur gesellschaftlichen Realität geworden. Das gilt weltweit – aber vor allem für Deutschland, das nicht erst seit der Aufnahme der syrischen Flüchtlinge ein Einwanderungsland darstellt.

Deutschland ist ein durch Migration geprägtes Einwanderungsstaat. Diese Tatsache hat besonders in den letzten Jahren für viel Wirbel gesorgt insbesondere bei jenen Bürgern, die gemeinhin wenig mit Ausländern und Menschen mit Migrationshintergrund zu tun haben. Es sind Bürger, die in der Migration und der kulturellen Begegnung eine Gefahr sehen: die Gefahr, die eigene Kultur zu verlieren. Es ist gerade diese angebliche Gefahr vor dem Verlust der eigenen Kultur, die in der interkulturellen Pädagogik zum Anlass genommen wurde, die Chancen der kulturellen Begegnung in den Vordergrund zu stellen und Antworten zu liefern auf die angeblichen Gefahren und Risiken. Der Autor will den Ansatz der interkulturellen Pädagogik, von der er glaubt, dass sie eine Bereicherung für die Gesellschaft darstellt, in dieser Arbeit bekannt machen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsanalyse: Interkulturelle Pädagogik

2.1 Pädagogik

2.2. Kultur

2.3 Interkulturalität

3. Geschichtliche Entwicklung der Pädagogik

4. Richtziele und Aufgaben der interkulturellen Pädagogik

5. Interkulturelle Pädagogik in der Praxis

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der interkulturellen Pädagogik in Deutschland vor dem Hintergrund einer zunehmend pluralistischen und durch Migration geprägten Gesellschaft. Das primäre Ziel besteht darin, den Ansatz der interkulturellen Pädagogik als Bereicherung für das gesellschaftliche Miteinander darzustellen und aufzuzeigen, wie durch pädagogische Maßnahmen Vorurteilen entgegengewirkt und ein friedlicher Dialog gefördert werden kann.

  • Grundbegriffe der Pädagogik, Kultur und Interkulturalität
  • Historische Genese der Pädagogik im westlichen Kontext
  • Ziele der interkulturellen Pädagogik wie Ambiguitätstoleranz und Anerkennung
  • Praktische Anwendungsbeispiele in Schule, Kindergarten und Politik

Auszug aus dem Buch

2. Begriffsanalyse: Interkulturelle Pädagogik

Um die Grundzüge der Interkulturellen Pädagogik verstehen zu können, ist es wichtig, sich zunächst mit seinen Bestandteilen auseinanderzusetzen. Sowohl der Kulturbegriff als auch der der Pädagogik sollen im Folgenden bestimmt und näher beschrieben werden. Es ist wichtig, vorher anzumerken, dass weder der Kultur- noch der Pädagogikbegriff in seinen vollen Zügen beschrieben werden können. Mehr als ein Ankratzen an der Oberfläche der Begriffe wird vor dem Hintergrund des Rahmens in dieser Arbeit nicht möglich sein. Wir wollen uns im Folgenden zunächst dem Pädagogikbegriff widmen, um anschließend zum Kulturbegriff überzugehen.

2.1 Pädagogik

Was ist Pädagogik? Diese Frage zu beantworten, fällt nicht leicht. Wir können zur Verständigung grob sagen, dass Pädagogik eine Erziehungs- und Bildungslehre darstellt, die sich damit befasst „wie Menschen dabei unterstützt werden können, ihre spezifischen Entwicklungs- und Lernmöglichkeiten auszuschöpfen.“ Welcher Bedeutung der Erziehung und Bildung zukommt, ist in den letzten drei Jahrhunderten immer wieder kontrovers diskutiert worden. Wir haben heute keine allgemein gültige Definition von dem, was wir unter Erziehung oder Bildung verstehen. Klar ist aber, dass es eine unmittelbare Verwandtschaft gibt zwischen dem Pädagogikbegriff und den Begriffen Erziehung und Bildung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der Erziehungsfragen ein und erläutert die Notwendigkeit neuer pädagogischer Konzepte für die heterogene Gesellschaft des 21. Jahrhunderts.

2. Begriffsanalyse: Interkulturelle Pädagogik: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe Pädagogik, Kultur und Interkulturalität, um ein fundiertes Verständnis für die anschließende Thematik zu schaffen.

2.1 Pädagogik: Hier wird der Pädagogikbegriff als Erziehungs- und Bildungslehre beleuchtet, die den Menschen bei der Ausschöpfung seiner Potenziale unterstützt.

2.2. Kultur: Das Kapitel analysiert die verschiedenen Dimensionen und Definitionsversuche von Kultur und kritisiert den missbräuchlichen Gebrauch des Begriffs in heutigen gesellschaftlichen Diskursen.

2.3 Interkulturalität: Dieser Abschnitt beschreibt Interkulturalität als einen gegenseitigen Verständigungsprozess, der über das reine Nebeneinander von Kulturen hinausgeht.

3. Geschichtliche Entwicklung der Pädagogik: Ein Abriss der Geschichte von der Antike über das Christentum und die Renaissance bis zur Aufklärung, um die Wandlung des pädagogischen Denkens zu verdeutlichen.

4. Richtziele und Aufgaben der interkulturellen Pädagogik: Das Kapitel erläutert die zentralen Ziele, wie das Anerkennen von Kulturen als gleichwertig, die Dekonstruktion struktureller Ungleichheit und die Förderung von Ambiguitätstoleranz.

5. Interkulturelle Pädagogik in der Praxis: Hier werden konkrete Vorschläge wie die Förderung von Mehrsprachigkeit und interreligiöse Dialoge präsentiert, um den interkulturellen Gedanken im Alltag zu verwurzeln.

6. Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel resümiert, dass das Zusammenleben in einer globalisierten Welt einen konstruktiven Umgang mit kultureller Vielfalt und die Stärkung interkultureller Kompetenzen erfordert.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Pädagogik, Erziehung, Kultur, Interkulturalität, Globalisierung, Migration, Ambiguitätstoleranz, Identitätsbildung, Mehrsprachigkeit, Interreligiöser Dialog, Diversität, Soziale Integration, Pädagogische Anthropologie, Mündigkeit, Menschenbild.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Grundlagen und praktischen Ansätzen der interkulturellen Pädagogik in Deutschland als Antwort auf eine durch Migration und Globalisierung veränderte Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Begriffsdefinition von Pädagogik und Kultur, die historische Entwicklung erzieherischen Denkens sowie die Anwendung interkultureller Strategien im Bildungs- und Politikbereich.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, interkulturelle Pädagogik als wertvolles Erziehungsmodell der Zukunft darzustellen, das dazu beiträgt, Vorurteile abzubauen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse und Literaturarbeit, bei der bestehende Ansätze und historische Entwicklungen der Pädagogik ausgewertet und in einen interkulturellen Kontext gesetzt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine detaillierte Begriffsanalyse, einen historischen Abriss pädagogischen Denkens, die Erläuterung der Richtziele interkultureller Pädagogik sowie praxisnahe Vorschläge für Schulen und Politik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Interkulturelle Pädagogik, Ambiguitätstoleranz, Identitätsbildung und kulturelle Diversität geprägt.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Wissens- und Differenzbegriff bei Kultur wichtig?

Diese Unterscheidung ist entscheidend, da der Wissensbegriff Kultur als offenen Lernprozess begreift, während der Differenzbegriff oft zur Markierung von Abgrenzungen zwischen sozialen Kollektiven genutzt wird.

Was genau bedeutet der Begriff Ambiguitätstoleranz im pädagogischen Kontext?

Ambiguitätstoleranz bezeichnet die Fähigkeit des Einzelnen, Widersprüchlichkeiten, Mehrdeutigkeiten und fremde Lebensweisen auszuhalten, ohne diese sofort abzuwerten, was für eine gelungene Identitätsbildung unerlässlich ist.

Warum wird im Kapitel 3 die Geschichte der Pädagogik so detailliert betrachtet?

Die historische Betrachtung dient dazu, zu verstehen, wie sich Erziehungsideale – vom antiken Griechenland über das Christentum bis hin zur Aufklärung – gewandelt haben und welche Grundlagen für das moderne pädagogische Verständnis gelegt wurden.

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Details

Title
Über die interkulturelle Pädagogik in Deutschland. Ein Erziehungsmodell der Zukunft?
Author
Ahmad Abbas (Author)
Publication Year
2021
Pages
24
Catalog Number
V1012426
ISBN (eBook)
9783346411426
ISBN (Book)
9783346411433
Language
German
Tags
über pädagogik deutschland erziehungsmodell zukunft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ahmad Abbas (Author), 2021, Über die interkulturelle Pädagogik in Deutschland. Ein Erziehungsmodell der Zukunft?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1012426
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