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Über die islamische Mystik. Hauptbestandteil des Islam oder eine unzulässige Hinzufügung?

Title: Über die islamische Mystik. Hauptbestandteil des Islam oder eine unzulässige Hinzufügung?

Term Paper , 2020 , 17 Pages , Grade: 1

Autor:in: Ahmad Abbas (Author)

Theology - Islamic theology
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Diese Arbeit verfolgt das Ziel, zu untersuchen, ob und inwieweit die islamische Mystik ein Kernbestandteil der islamischen Religion darstellt bzw. eine unzulässige Neuerung (arab. Bida) darstellt. Um diese Frage beantworten zu können, setzt sich der Autor zunächst mit dem Begriff der islamischen Hinzufügung (Neuerung) auseinander und erläutert, unter welchen Bedingungen man im Islam hiervon sprechen kann. In einem weiteren Schritt soll der Begriff „Mystik“ unter die Lupe genommen werden. Dabei geht es darum, den Begriff grob zu bestimmen und seine deutschen Synonyme zu beschreiben, damit im weiteren Verlauf keine Verwechslung stattfinden kann.

Schließlich geht es im vierten Kapitel um die zentralen Motive der islamischen Mystik, die in derselben Literatur immer wieder Erwähnung finden. Das fünfte und letzte Kapitel unter-sucht schließlich, ob und in welchem Umfang wir den letzten Propheten und Vorbild aller Muslime, Muhammad (s.), als einen Mystiker bezeichnen können.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Über den Begriff der islamischen Hinzufügung (Bida)

3. Der Begriff der Mystik und seine Synonyme im Deutschen

4. Die zentralen Motive der islamischen Mystik

4.1 Das Herz

4.2 Die Erkenntnis

4.3 Die Gottesliebe

5. Der Prophet Muhammad (s.) als erster Mystiker

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Forschungsfrage, ob die islamische Mystik als authentischer Kernbestandteil der islamischen Religion oder als unzulässige Neuerung (arab. Bida) zu bewerten ist, und analysiert hierfür das mystische Potenzial in den Grundlagen des Islam.

  • Definition und Abgrenzung des Begriffs der "Bida" im islamischen Kontext.
  • Semantische Bestimmung des Mystik-Begriffs und seine Abgrenzung zum Sufismus.
  • Analyse der zentralen mystischen Motive: Herz, Erkenntnis und Gottesliebe.
  • Untersuchung der mystischen Dimension im Leben des Propheten Muhammad (s.).
  • Kritische Einordnung der islamischen Mystik gegenüber fundamentalistischen Strömungen.

Auszug aus dem Buch

4.1 Das Herz

Das Herz gehört – biologisch betrachtet – zu den zentralen Organen im Körper eines Menschen. Es ist die zentrale Pumpstation unseres Kreislaufs, die sämtliche Transportvorgänge in allen Blutgefäßen antreibt. Wie zentral das Herz für den Menschen ist, wusste man schon im alten Griechenland. Für den griechischen Philosophen Aristoteles galt das Herz als Sitzplatz der Seele, wobei er davon ausging, dass Prozesse wie Denken, Wahrnehmung, Ernährung und die Produktion der Lebenswärme aus dem Herzen kommen. Unabhängig von der falschen Zuschreibung menschlicher Prozesse – Wahrnehmung und Denken hängen mit dem menschlichen Gehirn zusammen, nicht mit dem Herzen –, hat Aristoteles doch schon in der Frühzeit erkannt, dass das Herz mehr ist als ein materieller Muskel, der sich um die Versorgung des Körpers kümmert. Vielmehr hat das Herz – nach Aristoteles – auch geistige Aufgaben.

Diese enge Verknüpfung zwischen Materie und Geist in Bezug auf das menschliche Herz finden wir auch bei den Mystikern, auch wenn der Mystiker statt des Geistesbegriffs den der Spiritualität bevorzugen würde. Anders ausgedrückt: Das Herz des Menschen hat in der islamischen Mystik (wie auch im Islam im Allgemeinen) neben der biologischen Seite auch eine spirituelle Seite, die nichts Materielles an sich hat. Und das, was in der islamischen Mystik vorzugsweise von Interesse ist, ist das spirituelle Herz. Jenes Herz also, dass die geistige Wahrheit des Menschen ausmacht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die im Westen bestehende Verwunderung über islamische Mystik und formuliert das Ziel der Arbeit, deren Status als Kernbestandteil der Religion zu klären.

2. Über den Begriff der islamischen Hinzufügung (Bida): Dieses Kapitel definiert den Begriff der islamischen Hinzufügung und ordnet ihn rechtstheoretisch ein, um gegen vorschnelle Verurteilungen zu argumentieren.

3. Der Begriff der Mystik und seine Synonyme im Deutschen: Hier wird begründet, warum der Begriff "Mystik" dem des "Sufismus" vorgezogen wird, um eine reinere Definition ohne folkloristische Assoziationen zu ermöglichen.

4. Die zentralen Motive der islamischen Mystik: Dieses Kapitel erläutert die drei Hauptmotive der Mystik – Herz, Erkenntnis und Gottesliebe – als notwendige Stufen auf dem spirituellen Weg.

5. Der Prophet Muhammad (s.) als erster Mystiker: Der Autor führt aus, dass die wesentlichen mystischen Praktiken bereits zur Zeit des Propheten existierten und dieser selbst als das größte Vorbild mystischer Praxis gilt.

6. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einem Appell, sich bei der Erforschung der Mystik auf qualifizierte Fachliteratur zu stützen und die Beschäftigung mit Primärquellen anzustreben.

Schlüsselwörter

Islamische Mystik, Bida, Herz, Erkenntnis, Gottesliebe, Prophet Muhammad, Sufismus, Tauhid, spirituelle Erfahrung, Scharia, Tariqa, Gewissheit, Maqamat, Fana, religiöse Praxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis der islamischen Mystik zum Ursprungsislam und prüft den Vorwurf, ob es sich dabei um eine unzulässige religiöse Neuerung handelt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Themenfelder umfassen die Definition von "Bida", die semantische Klärung von Mystik-Begriffen, die Symbolik des Herzens, die Stufen der Erkenntnis und die Gottesliebe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die islamische Mystik ein legitimer Kernbestandteil der islamischen Religion ist und kein fremdes, später hinzugefügtes Element.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theologische und geisteswissenschaftliche Analyse, die Fachliteratur (z.B. Annemarie Schimmel) und spirituelle Schriften kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine terminologische Einleitung, eine detaillierte Ausarbeitung der drei mystischen Motive sowie eine Analyse des Propheten Muhammad (s.) als spirituelles Vorbild.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie islamische Mystik, Bida, Herzenssymbolik, Erkenntnis, Gottesliebe und die Vorbildfunktion des Propheten Muhammad geprägt.

Warum wird der Begriff "Sufismus" für diese Analyse vermieden?

Der Autor vermeidet den Begriff "Sufismus", weil er im deutschen Sprachraum häufig mit folkloristischen Praktiken wie tanzenden Derwischen assoziiert wird, was vom eigentlichen spirituellen Kern ablenken kann.

Wie definiert der Autor das "Herzensmodell" nach al-Tirmidi?

Al-Tirmidi unterscheidet vier Stufen: Die Brust (Scharia/Licht des Islam), das Herz (Glauben), das innere Herz (schauende Erkenntnis) und den Herzenskern (Einheit Gottes).

Warum ist die Höhle Hira für die Argumentation des Autors wichtig?

Die Höhle Hira dient als historisches Beispiel dafür, dass sich der Prophet Muhammad (s.) bereits vor der Offenbarung in spirituelle Stille zurückzog, was seine mystische Grundhaltung belegt.

Wie unterscheidet der Autor zwischen "gutem" und "schlechtem" Weltverzicht?

Der Autor warnt vor einer Weltabkehr, die Pflichten gegenüber Familie und Gesellschaft vernachlässigt; echte Mystik müsse nach seiner Ansicht das Irdische einbeziehen und dürfe es nicht kappen.

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Details

Title
Über die islamische Mystik. Hauptbestandteil des Islam oder eine unzulässige Hinzufügung?
Grade
1
Author
Ahmad Abbas (Author)
Publication Year
2020
Pages
17
Catalog Number
V1012429
ISBN (eBook)
9783346407412
ISBN (Book)
9783346407429
Language
German
Tags
über mystik hauptbestandteil islam hinzufügung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ahmad Abbas (Author), 2020, Über die islamische Mystik. Hauptbestandteil des Islam oder eine unzulässige Hinzufügung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1012429
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