Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Philosophie - Philosophie der Antike

Welche Stellung schreibt der Mensch sich im Weltzusammenhang zu? Tier- und Naturethik im antiken Griechenland

Titel: Welche Stellung schreibt der Mensch sich im Weltzusammenhang zu? Tier- und Naturethik im antiken Griechenland

Essay , 2015 , 12 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Max Feltin (Autor:in)

Philosophie - Philosophie der Antike
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Bedeutung des Menschen im Weltzusammenhang. Welche Stellung schreibt der Mensch sich selbst zu? Vorrangig dieser Frage geht die vorliegende Arbeit nach.

Ist der Mensch das höchste Wesen der Natur und wenn ja, wie begründet man diesen selbstbewussten Ansatz auf philosophischer Ebene? Wo liegt der Ursprung, dass der Mensch sich begreift, als das, was er ist? Und wenn der Mensch das höchste Wesen ist, ist die Welt und der Kosmos nur zu seinem Zweck geschaffen? Diese Fragen sollen im Zusammenhang mit der Tier- und Naturethik genauer konkretisiert und diskutiert werden. Dazu sollen die Ansichten von Hesiod, den Vorsokraten, Protagoras, Platon sowie die Theorien der Stoischen Vertreter mit einbezogen werden. So wie der Mensch sich selbst begreift, so wird er auch mit der Natur, also den Tieren und Pflanzen umgehen. Die frühchristlichen Autoren, mit ihrem Bezug auf die Bibel, werden nicht mit aufgeführt, da dies den Umfang bei weitem übersteigen würde.

Hesiod beschreibt als erster Philosoph den Ursprung der Entstehung des Menschen. Er setzt diesen auf eine hohe Ebene zu den Göttern mit der Begründung, dass der Mensch allein von Gott beziehungsweise von Zeus geschaffen ist.

„Damals waren gemeinsam das Mahl und gemeinsam die Sitze den unsterblichen Göttern sowie den sterblichen Menschen“

Dieser paradiesähnliche Zustand brachte allerdings Probleme mit sich. Der Mensch ist nicht dazu gezwungen, seine von Gott gegebenen Fähigkeiten zu nutzen, da er im „Schoße“ der Gottheiten leben kann. Jede geistige sowie körperliche Anstrengung scheint sinnlos, da es keinen bedingten Anlass dazu gibt. Der materielle Überfluss durch Gott ist also der Grund der völligen Stagnation. Man kann sagen, dass der Mensch in diesem Zustand kein kulturell schaffendes Wesen ist, da genau die Zwänge, die ein Wesen zu einem kulturellen Wesen machen, zum Beispiel Arbeitsanstrengungen, Entwicklungen geistiger, moralischer und technischer Konzepte sowie Leistung durch die göttlichen Gaben und das Zusammenleben mit den höheren Wesen verwehrt bleiben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Die Bedeutung des Menschen im Weltzusammenhang

2. Welche Stellung schreibt der Mensch sich selbst zu?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die philosophischen Ursprünge und die historische Entwicklung des anthropozentrischen Weltbildes, das den Menschen als überlegenes Wesen über die Tier- und Naturwelt stellt. Ziel ist es, die Legitimation dieser Selbstwahrnehmung kritisch anhand antiker Denker zu hinterfragen und die ökologischen Konsequenzen dieser Haltung für das heutige Verständnis des Menschen im Weltgefüge zu diskutieren.

  • Philosophische Begründungen der menschlichen Sonderstellung von Hesiod bis zu den Stoikern.
  • Die Prometheus-Sage als Wendepunkt zur kulturellen Selbstständigkeit des Menschen.
  • Kritische Gegenpositionen in der Antike (z.B. durch Karneades und Epikur).
  • Der Zusammenhang zwischen Vernunftbegriff, Herrschaftsanspruch und Tierethik.
  • Aktualität der anthropozentrischen Kritik im Kontext ökologischer Krisen.

Auszug aus dem Buch

Die Bedeutung des Menschen im Weltzusammenhang

Ist der Mensch das höchste Wesen der Natur und wenn ja, wie begründet man diesen selbstbewussten Ansatz auf philosophischer Ebene? Wo liegt der Ursprung, dass der Mensch sich begreift, als das was er ist? Und wenn der Mensch das höchste Wesen ist, ist die Welt und der Kosmos nur zu seinem Zweck geschaffen? Diese Fragen sollen im Zusammenhang mit der Tier- und Naturethik genauer konkretisiert und diskutiert werden. Dazu sollen die Ansichten von Hesiod, den Vorsokratikern, Protagoras, Platon sowie die Theorien der Stoischen Vertreter mit einbezogen werden. So wie der Mensch sich selbst begreift, so wird er auch mit der Natur, also den Tieren und Pflanzen umgehen.

Hesiod beschreibt als erster Philosoph den Ursprung der Entstehung des Menschen. Er setzt diesen auf eine hohe Ebene zu den Göttern mit der Begründung, dass der Mensch allein von Gott beziehungsweise von Zeus geschaffen ist.

„Damals waren gemeinsam das Mahl und gemeinsam die Sitze den unsterblichen Göttern sowie den sterblichen Menschen“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Bedeutung des Menschen im Weltzusammenhang: Einleitung in die philosophische Fragestellung nach der Sonderstellung des Menschen und der Begründung seines Selbstverständnisses gegenüber der Natur.

2. Welche Stellung schreibt der Mensch sich selbst zu?: Analyse der historischen Entwicklung anthropozentrischer Gedanken, von den Mythen bei Hesiod über die antiken Philosophen bis hin zur kritischen Auseinandersetzung mit der heutigen ökologischen Verantwortung.

Schlüsselwörter

Anthropozentrismus, Mensch, Weltzusammenhang, Philosophie, Naturethik, Tierethik, Vernunft, Logos, Prometheus, Hesiod, Antike, Ökologie, Selbstverständnis, Kulturwesen, Machtanspruch

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die philosophische Selbstwahrnehmung des Menschen als überlegenes Wesen und hinterfragt, wie diese Sichtweise historisch durch antike Denker begründet wurde.

Welche thematischen Schwerpunkte werden gesetzt?

Zentrale Themen sind die anthropozentrische Weltsicht, der Wandel des Menschen zum Kulturwesen durch die Prometheus-Sage, die Rolle der Vernunft bei der Herrschaft über die Natur sowie ökologische Implikationen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Hinterfragung der menschlichen Überlegenheit und die Erkenntnis, dass eine nachhaltige Zukunft ein verändertes Selbstverständnis des Menschen als Teil eines ökologischen Ganzen erfordert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine geistesgeschichtliche Analyse, wobei er primär philosophische Quellen von der Antike bis zur Gegenwart gegenüberstellt und interpretiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Ansichten verschiedener Philosophen wie Hesiod, Platon, Aristoteles und der Stoiker diskutiert, denen Gegenpositionen etwa von Karneades oder Epikur gegenübergestellt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Anthropozentrismus, Vernunft, Naturethik und Selbstverständnis geprägt.

Welche Bedeutung hat die Prometheus-Sage für die Argumentation?

Die Sage dient als Erklärungsmodell für den Übergang des Menschen von einem unselbstständigen, göttlich versorgten Wesen zu einem kulturell schaffenden Wesen, das gezwungen ist, die Natur für sich nutzbar zu machen.

Wie bewertet der Autor die antiken Ansichten im Hinblick auf heutige Probleme?

Der Autor sieht in der antiken anthropozentrischen Überheblichkeit einen Vorläufer für die heutige ökologische Krise und fordert eine Rückbesinnung auf ein ganzheitliches Systemverständnis.

Warum wird dem Menschen in der stoischen Philosophie eine besondere Rolle zugeschrieben?

Die Stoiker begründen die Sonderstellung über den „Logos“, der nur Mensch und Gott vorbehalten ist und den Menschen zur Gestaltung der Welt nach seinen Vorstellungen ermächtigt.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Welche Stellung schreibt der Mensch sich im Weltzusammenhang zu? Tier- und Naturethik im antiken Griechenland
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Philosophie)
Note
1,3
Autor
Max Feltin (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
12
Katalognummer
V1012443
ISBN (eBook)
9783346404619
ISBN (Buch)
9783346404626
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mensch Weltzusammenhang Stellung Sichtweise höchste Wesen Natur Platon Prometheus Cicero Mensch und Natur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Max Feltin (Autor:in), 2015, Welche Stellung schreibt der Mensch sich im Weltzusammenhang zu? Tier- und Naturethik im antiken Griechenland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1012443
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  12  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum