Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Philosophy - Miscellaneous

Gibt es eine Lösung für das Gettier-Problem?

Title: Gibt es eine Lösung für das Gettier-Problem?

Essay , 2016 , 8 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Max Feltin (Author)

Philosophy - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Gettier veröffentlichte 1963 einen nur drei Seiten langen Aufsatz, in dem er die mindestens seit Platon akzeptierte klassische Analyse des Wissens als ungenügend entlarvte. Seit jeher wird versucht, entweder Gettiers Beispiele direkt anzugreifen um die Wissenstheorie zu retten, beziehungsweise diese zu modifizieren oder die Theorie gleich ganz zu verwerfen und von „Vorne“ anzufangen. Nachfolgend sollen in dieser Arbeit drei Lösungsansätze diskutiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die Elimination von falschen Annahmen

3. Die sicherheitsbasierende Lösung

4. Die kontextualistische Lösung

5. Fazit

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit untersucht das sogenannte Gettier-Problem, das die klassische Definition von Wissen als gerechtfertigte wahre Meinung infrage stellt, und evaluiert verschiedene philosophische Lösungsansätze hinsichtlich ihrer theoretischen Validität und Anwendbarkeit.

  • Kritische Analyse der klassischen Wissensdefinition
  • Diskussion des Lösungsansatzes durch Elimination falscher Annahmen
  • Untersuchung sicherheitsbasierter Wissenstheorien und des epistemischen Zufalls
  • Evaluation kontextualistischer Ansätze nach David Lewis
  • Synthese der theoretischen Lösungsansätze

Auszug aus dem Buch

3. Die sicherheitsbasierende Lösung

Ein weiterer Lösungsansatz, der in den letzten Jahren oft diskutiert wurde, ist die sicherheitsbasierende Lösung. Sie beruht auf der Annahme, dass Wissen eine bestimmte Form des Zufalls ausschließen muss, um als solches Gültigkeit zu bewahren. Alle Beispiele, die in dem Essay von Edmund Gettier „Is Justified True Belief Knowledge?“ angeführt werden, beruhen darauf, dass der Protagonist aus glücklichen Umständen zu einer wahren Meinung gelangt, der wir aber Wissen absprechen würden. Um die klassische Definition des Wissens, die in ihrer Form bei den Gettier-Beispielen versagt zu retten, wurde die „Nicht Zufälligkeitsbedeutung“ eingeführt. Diese sagt aus, dass: „S nicht zufällig zu einer wahren Meinung p gelangt ist“ Daraus folgt die Notwendigkeit, den Begriff des Zufalls näher zu konkretisieren, da es durchaus zufälliges Wissen gibt, welches wir als wahr ansehen würden.

Wenn zum Beispiel ein Polizist auf zufälligen Wege auf Indizien stößt, die zur Ergreifung eines Mörders führen, würden wir nicht behaupten, dass der Polizist nicht weiß wer der Mörder war, weil er rein zufällig auf dieses Wissen gestoßen ist. Pritchard hat diesen Bereich des Zufalls als evidentiell epistemischen Zufall definiert. Dieser ist mit der Wissensdefinition kompatibel. Der andere Teil des Zufalls, der eben nicht mit Wissen vereinbar ist, wird laut Pritchard als verdisch epistemischer Zufall deklariert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel stellt das Gettier-Problem von 1963 vor, welches die klassische Wissensanalyse herausfordert, und kündigt die Untersuchung dreier Lösungsansätze an.

2. Die Elimination von falschen Annahmen: Es wird diskutiert, ob Wissen durch den Ausschluss falscher Prämissen definiert werden kann, wobei dieses Vorgehen anhand von Gegenbeispielen von Feldman als gescheitert eingestuft wird.

3. Die sicherheitsbasierende Lösung: Das Kapitel erläutert den Ansatz, Wissen über die Abwesenheit von "epistemischem Zufall" zu definieren, und setzt sich kritisch mit der Bedingung der Sicherheit auseinander.

4. Die kontextualistische Lösung: Hier wird David Lewis’ Ansatz vorgestellt, der Wissenszuschreibungen von den jeweils variierenden Kontextstandards abhängig macht.

5. Fazit: Das Fazit zieht Bilanz über die vorgestellten Theorien und hält fest, dass das Gettier-Problem prinzipiell lösbar erscheint, auch wenn die Feinjustierung der Regeln noch ausbaufähig bleibt.

Schlüsselwörter

Gettier-Problem, Erkenntnistheorie, Wissen, gerechtfertigte wahre Meinung, epistemischer Zufall, Sicherheit, Kontextualismus, David Lewis, Wissensanalyse, philosophische Argumentation, Scheunen-Beispiel, epistemische Rechtfertigung, Wahrheit, Wahrscheinlichkeit, Erkenntnis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem klassischen Erkenntnisproblem, dass Wissen mehr erfordert als nur eine gerechtfertigte wahre Meinung, wie es der Philosoph Edmund Gettier 1963 durch seine berühmten Gegenbeispiele aufzeigte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der klassischen Wissensdefinition, der Abgrenzung von epistemischem Zufall sowie der Anwendung kontextualistischer Theorien auf Wissenszuschreibungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu prüfen, ob das sogenannte Gettier-Problem durch spezifische philosophische Modifikationen der Wissensdefinition gelöst werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine analytische Untersuchung und Diskussion bestehender erkenntnistheoretischer Ansätze sowie deren kritische Prüfung anhand philosophischer Gedankenexperimente.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Versuche, Wissen durch den Ausschluss falscher Annahmen, durch sicherheitsbasierte Bedingungen und durch kontextabhängige Wissensstandards neu zu definieren.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Begriffe wie epistemischer Zufall, Sicherheit, Kontextualismus, gerechtfertigte wahre Meinung und das Gettier-Problem sind zentral für das Verständnis der Arbeit.

Warum scheitert laut dem Autor der Ansatz der Elimination falscher Annahmen?

Der Autor argumentiert, dass dieser Ansatz scheitert, da Beispiele wie das von Feldman zeigen, dass man auch ohne explizit falsche Prämissen zu einer zufälligen, aber wahren Meinung gelangen kann.

Was unterscheidet den evidentiellen vom verdischen epistemischen Zufall?

Der evidentielle Zufall ist mit Wissen vereinbar (z.B. der Polizist, der zufällig Indizien findet), während der verdische epistemische Zufall das Wissen ausschließt, da die Wahrheit der Überzeugung rein glücklichen Umständen zu verdanken ist.

Inwiefern beeinflusst der Kontext die Wissenszuschreibung bei David Lewis?

Für Lewis variieren die Standards für Wissen je nach Kontext des Zuschreibers; eine Wissenszuschreibung ist nur dann wahr, wenn sie alle relevanten Möglichkeiten ausschließt, die nicht legitimerweise im jeweiligen Kontext ignoriert werden dürfen.

Excerpt out of 8 pages  - scroll top

Details

Title
Gibt es eine Lösung für das Gettier-Problem?
College
Dresden Technical University  (Institut für Philosophie)
Grade
2,0
Author
Max Feltin (Author)
Publication Year
2016
Pages
8
Catalog Number
V1012444
ISBN (eBook)
9783346404657
Language
German
Tags
Edmund Gettier Gettier-Problem Logik Is Justified True Belief Knowledge Grainer Wert des Wissens Goldman Alvin Ernst Marani
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Max Feltin (Author), 2016, Gibt es eine Lösung für das Gettier-Problem?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1012444
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  8  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint