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Der "Sprung" in Heideggers Werk "Der Satz vom Grund"

Eine Interpretation

Titel: Der "Sprung" in Heideggers Werk "Der Satz vom Grund"

Seminararbeit , 2020 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Cosima Dlugokinski (Autor:in)

Philosophie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Folgenden wird der von Heidegger beschriebene „Sprung“ thematisiert und dessen Auswirkung und Relevanz erläutert.
Um verständlich zu vermitteln, was dieser so genannte „Sprung“ ist und was er bedeutet, ist es notwendig Heideggers Weg der Gedanken strukturell zu erläutern und aufzuzeigen. Im weiteren Textverlauf wird die Vorlesungsreihe von Heidegger in zwei grobe Teile eingeteilt. Der erste Teil beschäftigt sich mit den Formalien des Satzes vom Grund. In diesem werden die „5 Hauptsachen“ dargestellt und wichtige Erkenntnisse erlangt, an den der zweite Teil anknüpft und sich thematisch mit dem Satz vom Grund beschäftigt. Zwischen diesen beiden Teilen kommt es zu einem „Sprung“, welcher einen inhaltlichen Wechsel darstellt. Somit entspricht der folgende inhaltliche Aufbau der Struktur der Vorlesungsreihe von Martin Heidegger.

Der Satz vom Grund, „Nichts ist ohne Grund“ , ist jedem zunächst klar verständlich, da man selbst ständig unbewusst und bewusst nach Gründen sucht. Fragen wie: „Warum ist dies oder jenes so wie es ist?“, „Was macht es aus?“, „Was liegt allem Seienden zu Grunde“ etc. sind häufig gestellte Fragen in der ontologischen Philosophie, die auch den Menschen täglich begleiten. Der menschliche Verstand sucht immer nach Gründen um sich das was, er wahrnimmt zu erklären. „[O]ft nur nach den nächstliegenden, bisweilen auch nach den weiter zurückliegenden Gründen, schließlich aber nach den ersten und letzten Gründen.“ Diese ständige nicht aufhörende Suche nach Gründen und Antworten auf diese Fragen ist wahrscheinlich der Grund für die Akzeptanz und Klarheit des Satzes. „Wir sind mit dem Satz vom Grund, kaum daß wir ihn hören, auch schon fertig. Und dennoch — vielleicht ist der Satz vom Grund der rätselvollste aller nur möglichen Sätze.“ Hier beginnt Heidegger mit seinem Gedankenweg und erforscht in seinen Vorlesungen den Satz vom Grund näher. Er versucht zu verstehen was der Satz aussagt, was er bedeutet und wie er wirkt. Um die Folgen des Satzes vom Grund zu ergründen, begibt er sich in seiner Schrift auf einen Gedankenweg, welcher auch in die Irre, auf Holzwege oder in Sackgassen führt, bis er schließlich zum „Sprung“ kommt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Erster Teil der Vorlesungsreihe

Die „fünf Hauptsachen“

Erste Hauptsache- „Die Incubation des Satzes vom Grund“

Zweite Hauptsache- „Die Aufstellung des Satzes vom Grund als eines obersten Grundsatzes“

Dritte Hauptsache- „Den Anspruch des Satzes vom Grund als des großmächtigen Prinzips, der unser Zeitalter bestimmt“

Vierte Hauptsache- „Den Grund als »warum« und als »weil«“

Fünfte Hauptsache- „Den Wechsel der Tonart im Satz vom Grund“

Der Sprung in Heideggers Denkweg

Zweiter Teil der Vorlesungsreihe

Zur Fünften Hauptsache

Zur Ersten Hauptsache

„Seinsgeschick“

Zu den weiteren Hauptsachen

Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit interpretiert Martin Heideggers Vorlesungen über den „Satz vom Grund“ mit dem Ziel, den von ihm vollzogenen „Sprung“ in seinem Denkweg verständlich zu machen. Dabei wird untersucht, wie Heidegger den klassischen Satz vom Grund hinterfragt, diesen in Bezug zum „Sein“ setzt und durch einen Perspektivwechsel die „Seinsfrage“ als zentralen Punkt seines Philosophierens herausarbeitet.

  • Analyse der „fünf Hauptsachen“ als formale Struktur des Denkweges
  • Untersuchung des „Sprungs“ vom „Satz vom Grund“ zum „Satz vom Sein“
  • Klärung der ontologischen Differenz zwischen Seiendem und Sein
  • Erläuterung des Konzepts des „Seinsgeschicks“ und des Entzugs des Seins
  • Reflexion über das Verhältnis von Grund, Vernunft und menschlichem Denken

Auszug aus dem Buch

Der Sprung in Heideggers Denkweg

Der Sprung wird nicht wie üblich als Gedankensprung gesehen, welcher ohne Zusammenhang in einen neuen Gedanken springt, sondern als Denksprung, da Heidegger eine neue Denkrichtung einschlägt, während er in einen neuen Gedanken springt.

Er springt hier vom „Satz vom Grund“ zum „Satz vom Sein“ und dessen inhaltliche Thematik, also zur Seinsfrage.

Übersprungen wird hier der Bereich zwischen Seienden und Sein. Heidegger geht auf seinem Weg vom Satz als Prinzip, über das Seiende hin zur Seinsfrage. Er geht über das Seiende zum Sein, lässt aber den Bereich dazwischen aus. Dies ist nach Heidegger die Ontologische Differenz. Er beschreibt den Sprung außerdem als einen transzendentalen Sprung.

Den Absprungbereich stellt der beschriebene Weg bis zum Sprung dar. Er bezeichnet diesen auch als „Andenken“, welches den Sprung vorbereitet. Für Heidegger bietet der Rückblick, das Andenken an den bisherigen Weg, erst die Möglichkeit das bisher Erreichte und die gewonnen Erkenntnisse richtig zu verstehen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die allgegenwärtige menschliche Suche nach Gründen ein und stellt das Vorhaben dar, Heideggers komplexen Gedankenweg vom Satz vom Grund hin zum Sprung strukturell aufzuarbeiten.

Erster Teil der Vorlesungsreihe: Dieser Abschnitt erläutert die „fünf Hauptsachen“, die Heidegger nutzt, um die Formalien des Satzes vom Grund zu strukturieren und wichtige Erkenntnisse für seinen weiteren Denkweg zu gewinnen.

Der Sprung in Heideggers Denkweg: Dieses Kapitel definiert den „Sprung“ als einen bewussten Denksprung, der eine neue Richtung einschlägt und den Übergang von der Betrachtung des Seienden zur tiefergehenden Seinsfrage markiert.

Zweiter Teil der Vorlesungsreihe: Hier wird an die Ergebnisse des ersten Teils angeknüpft, wobei Heideggers veränderte Tonart im Satz vom Grund sowie das Konzept des Seinsgeschicks vertieft diskutiert werden.

Schluss: Der Schluss fasst Heideggers Vorgehen in den Vorlesungen zusammen und betont, dass philosophisches Denken nicht geradlinig verläuft, sondern durch den Vollzug des Sprunges das Denken der Leser grundlegend anregen soll.

Schlüsselwörter

Heidegger, Satz vom Grund, Seinsfrage, Ontologische Differenz, Seinsgeschick, Sprung, Denkweg, Prinzip, Vorstellen, Sein, Grund, Metaphysik, Incubation, Vernunft, Phänomenologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine Interpretation von Martin Heideggers Vorlesungsreihe über den „Satz vom Grund“ und untersucht dabei insbesondere seinen persönlichen Denkweg bis hin zum sogenannten „Sprung“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Analyse des Satzes vom Grund, die Beziehung zwischen Sein und Grund, die ontologische Differenz sowie die Rolle des Menschen bei der Suche nach Gründen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, verständlich zu machen, was Heidegger unter dem „Sprung“ versteht und welche Relevanz dieser für seinen Denkweg und die Seinsfrage hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine hermeneutische Interpretation von Heideggers Primärtexten und nutzt zudem einschlägige Fachliteratur zur Kontextualisierung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die fünf Hauptsachen der Vorlesungsreihe dargelegt, gefolgt von einer Analyse des Sprungs, der den Übergang zur Seinsfrage und das Verständnis des Seinsgeschicks ermöglicht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Heidegger, Satz vom Grund, Seinsfrage, Sprung, Seinsgeschick, ontologische Differenz und die Frage nach dem Sein.

Wie unterscheidet Heidegger zwischen dem „Warum“ und dem „Weil“?

Heidegger ordnet das „Warum“ der menschlichen Suche nach Gründen zu, während er im „Weil“ ein ungefragtes, einfaches Sein verortet, das nicht zwingend eine Begründung benötigt.

Warum spielt die sogenannte „Incubationszeit“ eine Rolle?

Die Incubationszeit bezeichnet nach Heidegger die Phase zwischen der unbewussten Präsenz des Satzes vom Grund und dessen expliziter Formulierung durch Leibniz als ein verbergendes Sichentziehen des Seins.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der "Sprung" in Heideggers Werk "Der Satz vom Grund"
Untertitel
Eine Interpretation
Hochschule
Universität der Künste Berlin  (Kunstwissenschaft)
Veranstaltung
Philosophie und Ästhetik
Note
1,3
Autor
Cosima Dlugokinski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
16
Katalognummer
V1012500
ISBN (eBook)
9783346405517
ISBN (Buch)
9783346405524
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Heidegger Sprung Satz vom Grund Grund Satz Kunst
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Cosima Dlugokinski (Autor:in), 2020, Der "Sprung" in Heideggers Werk "Der Satz vom Grund", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1012500
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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