Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Psychologie - Beratung und Therapie

Erleben von Trennung und Scheidung in der Adoleszenz. Beratung und Begleitung

Titel: Erleben von Trennung und Scheidung in der Adoleszenz. Beratung und Begleitung

Hausarbeit , 2020 , 12 Seiten

Autor:in: Dominik Wolant (Autor:in)

Psychologie - Beratung und Therapie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit untersucht, inwiefern eine Trennung und die darauffolgende Scheidung der Eltern die psychische Entwicklung eines heranwachsenden Jugendlichen beeinträchtigt. Hierfür widmet sich die Arbeit zuerst der Annahmen der Entwicklungspsychologie zur Adoleszenz und den ganz bestimmten Entwicklungsaufgaben eines heranwachsenden Kindes. Diese Art von Aufgaben sind essenziell und speziell und müssen deshalb mit Bedacht beobachtet werden.

Doch sollten sich Eltern streiten und sich daraufhin trennen und scheiden lassen, kommen weitere kritische Aufgaben auf das heranwachsende Kind hinzu, was womöglich die Entwicklung gefährden kann. Die Entwicklungsrisiken und möglichen Folgen einer Scheidung und Trennung für die Scheidungskinder werden demnach ebenso mit in Betracht gezogen.

Eine Scheidung beziehungsweise Trennung ist nicht als ein einmaliges, traumatisches, zeitlich begrenztes Erlebnis zu verstehen, sondern als ein familiärer Entwicklungsprozess innerhalb eines langfristigen Zusammenlebens. Eine Scheidung wird in jenen Fällen vollzogen, wenn die Ehe als gescheitert anzusehen ist. Dieser Fall ist dann gegeben, wenn die Lebensgemeinschaft an sich nicht mehr gegeben ist und auch von dem Elternpaar nicht mehr erwartet wird, dass dies jemals wieder der Fall sein wird. Doch wie wirkt sich diese große Lebensveränderung auf die betroffenen Kinder der streitenden und sich trennenden Eltern aus?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Annahmen der Entwicklungspsychologie zur Adoleszenz und deren Entwicklungsaufgaben

2.1 Resilienz

2.2 Entwicklungsaufgaben in der Adoleszenz

3. Erleben von Trennung und Scheidung in der Adoleszenz

3.1 Entwicklungsrisiken

3.2 Zusätzliche Entwicklungsaufgaben

3.3 Konflikteigenschaften und deren Folgen

3.4 Psychische Folgen

4. Gruppenangebote für Scheidungskinder

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Hausarbeit untersucht, inwiefern Trennung und Scheidung der Eltern die psychische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen beeinflussen. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse entwicklungspsychologischer Zusammenhänge, der Identifizierung von Belastungsfaktoren sowie der Betrachtung von Interventionsmöglichkeiten in der Sozialen Arbeit.

  • Entwicklungspsychologische Grundlagen der Adoleszenz und Resilienz
  • Einfluss von elterlichen Konflikten auf die kindliche Entwicklung
  • Psychische Folgen und Entwicklungsrisiken für Scheidungskinder
  • Bedeutung der Bewältigung kritischer Lebensereignisse
  • Unterstützungsangebote und Gruppeninterventionen

Auszug aus dem Buch

3. Erleben von Trennung und Scheidung in der Adoleszenz

In diesem Kapitel wird das Erleben von Trennung und Scheidung in der Adoleszenz näher beschrieben. Übergangsphasen in der Entwicklung des Kindes gelten als besonders risikogefährdet, da während der Übergangsphasen sich die Verwundbarkeit erhöht, sodass Störungen dieser wichtigen Phasen weitreichende Folgen haben können. Neben dem Schuleintritt und dem Schulübergang ist auch die Pubertät eine dieser entscheidenden Phasen im Entwicklungsverlauf des Kindes. Während der Adoleszenz gewinnt das innere Modell der Beziehung zwischen Mann und Frau für das Kind an Bedeutung und von Scheidung und Trennung betroffenen Kindern fehlt demnach das zentrale Bild einer funktionierenden Partnerschaft, die Betrachtung der Interaktionen der eigenen Eltern als Paar und das dazugehörige friedliche Zusammenleben von Mann und Frau (vgl. Metzing 2017, S.53).

Wegen der eigenen kognitiven Fähigkeiten der betroffenen Scheidungskinder findet eine intensive Auseinandersetzung mit der Trennung der Eltern statt. Ebenso haben sie eine eigene Vorstellung von Partnerschaft entwickelt und sind in der Lage, ihre eigenen Beziehungen unabhängig von denen ihrer Eltern wahrzunehmen. Dementsprechend ist die Reaktion auf die Trennung geprägt von selbst erlernten Umgangsweisen. Die Jugendlichen lassen eigene Erfahrungen in die Beurteilung der Situation - welche sich wegen der Elterntrennung Zuhause abspielt - einfließen und sind demnach unabhängiger in ihrem eigenen Erleben der Trennung ihrer eignen Eltern (vgl. Metzing 2017, S.53).

Andererseits sind Jugendliche aufgrund ihrer Entwicklungsphase zumeist besonders angreifbar, reagieren empfindlich auf Verlust von Sicherheit, den der familiäre Kontext erzeugte und sind emotional sensibel. Die Belastung durch die Trennung der Eltern kumuliert mit der Bewältigung anderer Entwicklungsaufgaben, sodass die Lebenssituation unter Umständen zu einer Überforderung führen kann. Wenn es zu ausgeprägten, akuten Reaktionen auf das Trennungserleben kommt, zeigen Jugendliche häufig eine starke Schock- oder Angstreaktion (vgl. Metzing 2017, S.53). Diese Reaktionen können sogar zu Depressionen bis hin zum Suizid führen. In Ausnahmefällen kann es zu Bindungsstörungen oder -problematiken kommen, wodurch die Jugendlichen den Glauben an die eigenen Liebesbeziehungen mit der Zeit verlieren. Weitere Reaktionen können Suchtverhalten, psychosomatische Beschwerden, sowie Esstörungen sein (vgl. Metzing 2017, S.54).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Themas ein und formuliert die zentrale Fragestellung nach der Beeinträchtigung der psychischen Entwicklung durch elterliche Trennung.

2. Annahmen der Entwicklungspsychologie zur Adoleszenz und deren Entwicklungsaufgaben: Hier werden theoretische Grundlagen zu Entwicklungsprozessen im Jugendalter sowie das Konzept der Resilienz erläutert.

3. Erleben von Trennung und Scheidung in der Adoleszenz: Dieses Kapitel analysiert das subjektive Erleben von Jugendlichen, beleuchtet Entwicklungsrisiken und untersucht, wie Konflikte und psychische Folgen das Individuum beeinflussen.

4. Gruppenangebote für Scheidungskinder: Hier werden Interventionsansätze für Scheidungskinder vorgestellt, die darauf abzielen, Sicherheit zu vermitteln und soziale Vernetzung zu fördern.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass eine einheitliche Prognose aufgrund der Vielfalt familiärer Einflussfaktoren nicht möglich ist.

Schlüsselwörter

Scheidung, Trennung, Adoleszenz, Entwicklungspsychologie, Psychische Folgen, Resilienz, Entwicklungsaufgaben, Kindeswohl, Elternkonflikt, Gruppenintervention, Soziale Arbeit, Belastungsfaktoren, Familiendynamik, Bewältigung, Bindungsstörungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung der psychischen Auswirkungen, die eine Trennung oder Scheidung der Eltern auf Kinder und heranwachsende Jugendliche hat.

Welche zentralen Themenfelder deckt der Text ab?

Zu den Schwerpunkten zählen die entwicklungspsychologischen Grundlagen des Jugendalters, die Analyse von Trennungskonflikten sowie die Vorstellung therapeutischer Gruppenangebote.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel besteht darin, aufzuzeigen, inwiefern die elterliche Trennung die psychische Entwicklung beeinflusst und welche Bedingungen für eine erfolgreiche Bewältigung notwendig sind.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf einer Literaturanalyse aktueller entwicklungspsychologischer Fachliteratur basiert.

Was wird im umfangreichen Hauptteil thematisiert?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Adoleszenz, die spezifischen Erlebnisse von Scheidungskindern und deren psychische Reaktionen auf familiäre Konflikte.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Scheidung, Adoleszenz, Resilienz, Entwicklungsaufgaben und Gruppeninterventionen.

Welche Rolle spielt die Resilienz in diesem Kontext?

Resilienz fungiert als psychische Widerstandsfähigkeit, die Kindern hilft, belastende Lebenssituationen trotz kritischer Umstände positiv zu bewältigen.

Warum sind Gruppenangebote für betroffene Kinder wichtig?

Gruppenangebote bieten eine strukturierte Umgebung, in der Kinder lernen, ihre Gefühle wie Trauer und Wut zu verarbeiten und die Erkenntnis gewinnen: "Ich bin nicht allein."

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Erleben von Trennung und Scheidung in der Adoleszenz. Beratung und Begleitung
Hochschule
Evangelische Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe
Autor
Dominik Wolant (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
12
Katalognummer
V1012563
ISBN (eBook)
9783346409829
ISBN (Buch)
9783346409836
Sprache
Deutsch
Schlagworte
erleben trennung scheidung adoleszenz beratung begleitung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dominik Wolant (Autor:in), 2020, Erleben von Trennung und Scheidung in der Adoleszenz. Beratung und Begleitung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1012563
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  12  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum