Analyse und kritische Betrachtung des E-Commerce-Modells von zumnorde.de


Hausarbeit, 2021

18 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Begriff und Wachstumserwartungen des Electronic Commerce
1.2 Aufbau der Arbeit

2. Umsetzung der acht Eigenschaften des Internet und mögliche Optimierungspotenziale
2.1 Ubiquität („Allgegenwärtigkeit“)
2.2 reach(GlobaleReichweite)
2.3 UniverselleStandards
2.4 Reichhaltigkeit
2.5 Interaktivität
2.6 Markttransparenz
2.7 Personalisierte Kundenansprache
2.8 SozialNetworking

3. Einordnung in typische E-Commerce-Kategorien
3.1 Tapscott-Kategorien
3.2 Web2.0versusWeb1.0

4. Umsetzung dervier Phasen des Kaufprozesses
4.1 Anbahnung
4.2 Kaufabwicklung
4.2.1 Warenkorb und Check-out
4.2.2 Zahlungsmöglichkeiten
4.3 Logistik
4.3.1 Versand
4.3.2 Retoure

5. FazitundAusblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Monatlicher Umsatzindex im Einzelhandel insgesamt sowie im Internet- und Versandhandel in Deutschland von Oktober 2019 bis Oktober 2020

Abbildung 2: Kooperationsformen nach Tapscott

Abbildung 3: Überblick über Tools und Prinzipien des Web 2.0

Abbildung 4: Zumnorde Warenstruktur

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

1.1 Begriff und Wachstumserwartungen des Electronic Commerce

Seit seinen Anfängen vor 25 Jahren ist der Onlinehandel erwachsen geworden und heute aus der Handelslandschaft nicht mehr wegzudenken (Graf, et al., 2019 S. 25). Online Plattformen waren ursprünglich dazu da den Einzelhandel zu stärken, indem sie ihn überdas Internet irreguläre Kunden beschaffen soll­ten (Al-Ani, 2020). Inzwischen ist E-Commerce neben dem stationären Handel und dem Direktvertrieb zum etablierten Absatzkanal geworden (Große Holtforth, 2017 S. 18). Allein in den vergangenen zwölf Monaten belief sich der Anteil der Internetnutzer, die einen Online-Einkaufgetätigt haben, auf96 Pro­zent. Drei Prozent der befragten Internetnutzer haben zwar schon einmal ei­nen Einkauf im Internet getätigt, allerdings lag dieser mehr als zwölf Monate zurück. (Bitkom Research, 2020). Das Kaufverhalten in Deutschland ver­schiebt sich sichtbar hin zum E-Commerce. Das geht unter anderem aus einer Marktstudie des Statistischen Bundesamtes hervor. Abbildung 1 zeigt die mo­natliche Umsatzveränderung im Versand- und Internet - Einzelhandel von Ok­tober 2019 bis Oktober 2020 jeweils im Vergleich zum Vorjahresmonat. Wäh­rend der Online- und Versandhandel in Deutschland im Oktober 2020 im Ver­gleich zum Vorjahresmonat real 29,8 Prozent höhere Umsätze verzeichnete, notierte der Einzelhandel in Deutschland im Oktober 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat real 8,2 Prozent höhere Umsätze. Bis 2025 ist ein weiteres Wachstum des Online-Handels auf rund Hundert Milliarden Euro und ein knap­pes Drittel der Einzelhandelsmarktanteile keineswegs unrealistisch (Graf, et al., 2019 S. 75). Ein möglicher Grund für diese Verschiebung des Kaufverhal­tens könnte darin liegen, dass E-Commerce-Geschäfte den Konsum für Ver­braucher deutlich erleichtert haben. An und für sich kann ein Verbraucher jed­wede Produkte oder Dienstleistungen zu einer beliebigen Zeit bestellen, ohne sein Haus zu verlassen. (Thüsing, 2019 S. 177)

Kenneth C. Laudon definiert E-Commerce als „elektronische Kaufund Verkauf von Waren und Dienstleistungen mithilfe von computergestützten Geschäfts­transaktionen, die über das Internet, Netzwerke und andere elektronische Techniken abgewickeltwerden“ (Laudon, et al., 2015 S. 34).

Diese Abbildung wurde aus urheberrechtlichen Gründen entfernt

Abbildung 1: Monatlicher Umsatzindex im Einzelhandel insgesamt sowie im Internet- und Versandhandel in Deutschland von Oktober 2019 bis Oktober2020 Quelle: Statista GmbH https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1154827/umfraqe/um- satzverqleich-einzelhandel-vs-e-commerce/

1.2 Aufbau der Arbeit

Ziel dieser Arbeit ist die Analyse sowie die kritische Beurteilung des Webshops des Kaufhauses „Schuhhaus Hch. Zumnorde GmbH & Co. KG mit dem Fir­mensitz in Münster. Dabei wird der Webshop zunächst (Kapitel 2) auf die Um­setzung der acht Eigenschaften des Internets untersucht. Auch ein eventuelles Optimierungspotenzial wird hier aufgezeigt. Daran schließt sich das nächste Kapitel an (Kapitel 3), wo eine Einordnung der Webseite in allgemein gültige E-Commerce Kategorien wie Tapscott, Web 1.0 - Web 2.0 vorgenommen wird. Die einzelnen Phasen des Bestellvorgangs werden im nächsten Abschnitt (Ka­pitel 4) näher betrachtet. Ein Fazit (Kapitel 5) beschließt die Hausarbeit.

Seit 130 Jahren ist das in der fünften Familiengeneration geführtes Schuhhaus Zumnorde primär physisch in Form eines Filialnetzes (23 Schuhhäuser) prä­sent. Das Schuhhaus Zumnorde passt sein Geschäftsmodell den Anforderun­gen des Marktes immer wieder an. So gehört seit einigen Jahren ein Webshop (https://www.zumnorde.de) ins Vertriebskonzept. Der Webshop offeriert hoch­wertige Schuhe und Accessoires im Business-to-Consumer (B2C) Segment. Folglich werden die Preise inklusive Umsatzsteuer ausgewiesen.

2. Umsetzung der acht Eigenschaften des Internet und mögliche Optimierungspotenziale

Anhand der folgend genannten Spezifika des internetbasierten E-Commerce wird der Online-Handel vom stationären Einzelhandel differenziert. Allerdings tritt eine Profitabilität des Webshops nur bei voller Ausschöpfung der nachste­henden acht Eigenschaften (Laudon, et al., 2015 S. 533) ein:

2.1 Ubiquität („Allgegenwärtigkeit“)

Das Internet kann keine räumlichen Grenzen und ermöglicht einen weltweiten Produkt- und Preisvergleich innerhalb von Sekunden (Thüsing, 2019 S. 177). Infolgedessen wird ein „Marktraum“ (market space) geschaffen und der Ein­kauf kann ausnahmslos an jedem Ort und über verschiedene Endgeräte erfol­gen (Laudon, et al., 2015 S. 533). Die untersuchte Webseite reagiert entspre­chend auf unterschiedliche Ausgabegeräte sowohl mit Desktop-Browser (Sa­fari für Apple) als auch mit mobilem Endgerät (Safari für Apple) indem jeweils eine unterschiedliche Darstellung erzeugt wird. Eine Website, die aufdie Dar­stellungsmöglichkeiten des Endgerätes reagiert, wird als responsive bezeich­net (Gramberg, 2020 S. 173). Demzufolge schöpft das Schuhhaus Zumnorde bei der Darstellung seines Webshops die technischen Möglichkeiten der Ubiquität voll aus, da das Angebot unabhängig vom Endgerät und vom ver­wendeten Browser optimal dargestelltwird.

2.2 reach (Globale Reichweite)

Im Marktraum ist ein Handel über kulturelle und nationale Grenzen hinaus nahtlos und ohne Modifizierung möglich (Laudon, et al., 2015 S. 534). Um die prinzipiell internationale Disponibilität eines Webshops zu nutzen, ist es zwin­gend erforderlich den Webshop zusätzlich in verschiedenen Sprachenversion, mindestens jedoch noch in englischer Version, anzubieten. Der Webshop des Schuhhauses Zumnorde ist nur in deutscher Version verfügbar und die Liefe­rung erfolgt ausschließlich innerhalb Deutschlands. Dementsprechend schöpft das Schuhhaus Zumnorde das Potenzial, das in der globalen Reichweite liegt, nicht voll aus. Jedoch ist eine internationale Ausrichtung des Webshops nur zweckmäßig, wenn auch das Schuhhaus Zumnorde als solcher auf internatio­nale Geschäftigkeit ausgelegt ist. Das Schuhhaus Zumnorde sollte wenigstens eine Erweiterung seiner Geschäftigkeit auf den EU-Raum in Erwägung ziehen, um somit seinen Absatzmarkt zu vergrößern.

2.3 Universelle Standards

Mit einem weltweit gültigen Set von technischen Vorgaben können inhomo­gene Computer unkompliziert miteinander kommunizieren (Laudon, et al., 2015 S. 533). Dies ist ein weiteres beachtenswertes Merkmal des E-Com­merce (Laudon, et al., 2015 S. 534). Um eine korrekte Textdarstellung auf ei­ner Webseite zu ermöglichen, muss sowohl das Alphabet als auch die Satz­zeichen in Bitfolgen codiert werden (Gumm, et al., 2013 S. 11). Die unter­suchte Seite ist in UTF-8 codiert. Die Bezeichnung UTF ist eine Abkürzung von UCS Transformations Format, die Zahl 8 weist auf eine Mehrbyte-Codierung hin (Gumm, et al., 2013 S. 14). Dies ist ein neben ASCII eine standardisierte Codierung. Eine zusätzliche Sicherheitsanalyse der Webseite auf search.de zeigte, dass die Webseite keine Flash-Inhalte enthält. Allerdings weist die Webseite sechs Inline JavaScript Bereiche auf. JavaScript steuert nicht nur den Browser in seinem Aussehen, sondern kommuniziert vor allem mit den im Dokument enthaltenen Objekten (Bilder, Formulare, Feldern). Auf dieser Weise kann viel von der Interaktivität des Webs in den Browser verlagert wer­den, statt von der schnellen Übertragung entfernt aufgebauter Webseiten ab­hängig zu sein. Somit ist ein JavaScript Interpreter im Browser die Vorausset­zung, um viele der neuen interaktiven Anwendungen nutzen zu können, wel­che typisch mit dem Begriff Web 2.0 assoziiert wird (näher dazu im Kapitel 3.2). (Gumm, et al., 2013 S. 673) Außerdem zeigt die Page Speed Analyse sowohl für die Desktop als auch für die mobile Version, dass die Webseite mit jeweils 0,8 und 2,7 Sekunden relativ schnell aufgebaut wird. Im Übrigen listet die Analyseseite umfassende Optimierungsmöglichkeiten auf.

2.4 Reichhaltigkeit

Zwar ermöglicht das Internet einen weltweiten Produkt- und Preisvergleich in­nerhalb von Sekunden (Thüsing, 2019 S. 177), aber eins kann ein Online­Shop nicht tun: dem Kunden die Ware zum Anprobieren und Ausprobieren in die Hand drücken (Graf, et al., 2019 S. 226 ff.). Infolgedessen müssen die Artikelstammdaten - alle Inhalte, die sich auf die Eigenschaften und Merkmale des Produkts beziehen - umfangreich aussagekräftig und möglichst multimedial sein (Graf, et al., 2019 S. 227). Der untersuchte Webshop infor­miert den Verbraucher zügig und verständlich über alle angebotenen Produkte mit Hilfe von Produkttexten. Dieser ist gut lesbar und auch nicht unnötig lang, was sehr Kundenfreundlich ist. Bei weitem wichtiger als der Produkttext sind bei Schuhen Produktfotos und Produktvideos, denn in der Regel ist das Visu­elle der für den Kauf entscheidende Grund (Graf, et al., 2019 S. 234). Demge­mäß informiert der untersuchte Webshop den Verbraucher neben Produkttext noch mit Produktfotos über alle angebotenen Produkte. Zumnorde teilt die Pro­duktfotos dabei in zwei visuelle Bereiche auf: zunächst wird der Kunde von der Ware in Gesamtaufnahme überzeugt, während Detailaufnahmen zusätzliche Informationen über das Produkt vermitteln. Allerdings könnte das Schuhhaus Zumnorde die Reichhaltigkeit der Informationen verbessern und den Kunden­nutzen erhöhen, indem unter anderem die Produktfotos um solche Aufnahmen ergänzt würden, die die Schuhe angezogen aussehen lassen. Somit wäre der Kunde sofort zum Beispiel über die Schafthöhe visuell informiert. Des Weite­ren sollte Zumnorde bei der Produktinformation auf die Möglichkeit der Pro­duktvideos zurückgreifen. Immerhin stellt das Schuhhaus Zumnorde über den Butten „Über uns“ einen Imagefilm über die 130-jährige Geschichte des Unter­nehmens zur Verfügung.

2.5 Interaktivität

Das Internet realisiert technisch einen Rückkanal und bitte damit Interaktions­fähigkeit. Dabei werden die Verbraucher in einen Dialog eingebunden und werden dadurch selbst zu einem aktiven Element im Marktraum (Laudon, et al., 2015 S. 533). Der Webshop Zumnorde.de ist realisiert Kunden die Mög­lichkeit ihre Artikeldetailseiten mit Kundenbewertungen und Rezensionen. Ers- tere sind quantitativer Natur und meist als Sternewertung ausgeführt, letztere sind qualitativ und werden eigenhändig von Kunden in Textform geschrieben (Graf, et al., 2019 S. 245). Eine positive Rezension kann deutlich die Kauf­wahrscheinlichkeit steigern (Graf, et al., 2019 S. 246). Ansonsten ist der Webshop zu den Geschäftszeiten über eine Hotline oder per einen Kontakt­formular erreichbar, jedoch fehlt es einer Chatfunktion, mit welcher die Kun­denfragen zu bestimmten Produkten beantwortet werden könnten. Somit könnte Zumnorde die Möglichkeit der Interaktivität voll ausschöpfen.

2.6 Markttransparenz

Die Möglichkeit der Marktransparenz- umfangreicher Produktinformation - schöpft Zumnorde nicht voll aus. Zwar werden zu dem angebotenen Artikel technische Daten, Kundenbewertungen, Rezensionen und Anzahl der Kun­den, die den Artikel zu ihrer Wunschliste hinzugefügt haben, angezeigt, jedoch sollten die Artikelstammdaten sowohl um Produktvideos als auch Produktfotos um solche Aufnahmen, die die Schuhe angezogen aussehen lassen, ergän­zen. Somit ist Zumnorde nicht exakt transparent.

2.7 Personalisierte Kundenansprache

Auf Basis eines Kundenprofils kann ein Webshop Kunden Empfehlungen ab­geben. Somit wäre eine personalisierte Kundenansprache möglich. Hierzu ist es notwendig den Kunden zunächst eindeutig zu identifizieren, danach werden die Daten über Kunden erfasst, woraus sich ein Profilbild generiert wird. (Graf, et al., 2019 S. 208) Bei den Identifikationsverfahren platziert zwar Zumnorde „Cookies“ auf dem Endgerät des Nutzers und somit erfolgt eine Datenerfas­sung über das Benutzerverhalten des Kunden, dennoch werden keine perso­nalisierten Kundenempfehlungen angezeigt. Folglich schöpft Zumnorde die Möglichkeit der personalisierten Kundenansprache nicht aus. Zumnorde sollte die aus dem erfassten Kundenprofil herausgearbeitete Empfehlungen an die Kunden herantragen, sobald dieser im Webshop identifiziert wird. Dies kann leicht einsehbar auf der Webseite in einem reservierten Bereich in Form einer Rubrik „Unsere Empfehlungen für Sie“ geschehen. Zudem könnte das Layout der Webseite für jeden Kunden auf Basis der Empfehlungen spezifisch gestal­tet werden, sodass für den jeweiligen Nutzer relevante Kategorien angezeigt werden (Graf, et al., 2019 S. 224).

2.8 Sozial Networking

Zumnorde schöpft die Möglichkeit der „vernetzten Kunden“ voll aus, indem die Webseite mit den Social-Media-Kanälen (Facebook und Instagram) verlinkt ist. Allerdings könnte die Vernetzung um eine Möglichkeit der direkten Kommuni­kation der Nutzer miteinander ergänzt werden.

[...]

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Analyse und kritische Betrachtung des E-Commerce-Modells von zumnorde.de
Hochschule
Fachhochschule Bielefeld
Veranstaltung
Technik des elektronischen Geschäftsverkehrs
Note
1,3
Autor
Jahr
2021
Seiten
18
Katalognummer
V1012760
ISBN (eBook)
9783346408013
ISBN (Buch)
9783346408020
Sprache
Deutsch
Schlagworte
e-commerce, typische E-Commerce-Kategorien, Tapscott, acht Eigenschaften des Internet, Web 2.0
Arbeit zitieren
Ludmilla Weigant (Autor), 2021, Analyse und kritische Betrachtung des E-Commerce-Modells von zumnorde.de, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1012760

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Analyse und kritische Betrachtung des E-Commerce-Modells von zumnorde.de



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden