Antisemitismus im Bildungsbürgertum vom Kaiserreich bis zur Weimarer Republik


Seminararbeit, 2000
19 Seiten, Note: sehr gut

Gratis online lesen

Inhalt

1. Einleitung

2. Allgemeine antisemitische Entwicklung vom Kaiserreich Bis zur Weimarer Republik
2.1 Antisemitismus im Kaiserreich
2.2 Antisemitismus in der Weimarer Republik

3. Antisemitismus unter Professoren
3.1 Antisemitismus unter Professoren im Kaiserreich
3.2 Antisemitismus unter Professoren in der Weimarer Republik

4. Berliner Antisemitismusstreit
4.1 Heinrich von Treitschke
4.2 Theodor Mommsen

5. Fazit

Literatur

1.Einleitung

Antisemitismus zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Geschichte. Das er auch in der bürgerlichen Gesellschaft das 19. Jahrhunderts ein Thema war beweisen die zahlreichen Bücher, die es zu diesem Thema gibt. Im folgenden Text wird zuerst ein allgemeiner Überblick über die Entwicklung der antisemitischen Strömungen im Bürgertum des Kaiserreichs und der Weimarer Republik gegeben. Im Anschluss daran wird das Verhalten der Universitätsprofessoren dieser Zeit genauer beleuchtet. Als spezielles Zeitereignis wird der Berliner Antisemitismusstreit erforscht, der sich um 1880 zwischen bedeutenden Historikern der Zeit entspann. Es soll Aufschluss darüber gegeben werden, inwieweit antisemitische Strömungen in der Gelehrtenwelt bereits vor dem Nationalsozialismus vorhanden waren, und wie sie sich im einzelnen auswirkten.

Es gibt zu diesem Thema keine aktuelle Diskussion unter den Historikern, aber es wäre möglich, dass sich eine solche bald entwickelt, wenn man die aktuelle Zunahme antisemitischer Übergriffe und die Diskussion zu diesem Thema in der Öffentlichkeit betrachtet.

Die wichtigste Grundlage für das behandelte Thema bildet ein Buch von Notker Hammerstein, „Antisemitismus und deutsche Universitäten 1871 - 1933“. Im allgemeinen ist das Thema Antisemitismus sehr gut erforscht. Das Verhalten der Universitäten und Professoren in diesem Zeitraum darf allerdings noch eingehender beleuchtet werden. Auch über die Einstellung der Studenten der behandelten Zeit gegenüber ihren jüdischen Kommilitonen gibt es nur sehr wenige Darstellungen, die vereinzelt in anderen Texten integriert sind oder im Rahmen von Geschichtsdarstellungen einzelner Verbindungen bearbeitet werden.

Vor Beginn der Ausführungen muss festgestellt werden, dass alle hier aufgeführten Äußerungen und Stellungen nur einen Teil der Gelehrtengesellschaft beleuchten. Es muss immer im Auge behalten werden, dass die antisemitischen Äußerungen sich, genau wie heute, nie verallgemeinern lassen, dass sie immer nur einem Teil der Bevölkerung entspringen. Im Nationalsozialismus war dies ein großer Bevölkerungsteil, aber in der hier beleuchteten Zeit handelte es sich bei diesen Äußerungen immer um die Meinung einer Minderheit wie aus der folgenden näheren Beleuchtung ersichtlich wird.

2. Allgemeine antisemitische Entwicklung vom Kaiserreich bis zur Weimarer Republik

Antisemitismus, verstanden als Abneigung oder Feindschaft gegenüber Juden und als politische Bewegung mit ausgeprägt judenfeindlichen Tendenzen1 ist seit der Entstehung des Christentums ein gesellschaftliches Thema. Der folgende Text soll einen allgemeinen Überblick über die Entwicklung dieses Problems geben. Er ist in die geschichtlichen Epochen Kaiserreich und Weimarer Republik unterteilt.

2.1 Antisemitismus im Kaiserreich

Juden, die immer schon nur einen geringen Teil der deutschen Bevölkerung stellten, wurden als Minderheit bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts unterdrückt.

Erst 1869 ( Norddeutscher Bund) beziehungsweise 1871 (Reichsgesetz)

wurden sie per Gesetz rechtlich gleichgestellt.2 Durch die langsame rechtliche Gleichstellung der Juden blieb in der Bevölkerung die Vorstellung vom Juden, der „anders“ sei, erhalten und wurde von staatlicher Seite unterstützt.3 Gleichzeitig herrschte die Vorstellung vor, dass die Juden sich ihre rechtliche Gleichstellung erst verdienen müssten, dass also die Gleichberechtigung erst nach Vollendung eines Erziehungsprozesses gewährt werden dürfe. Die Juden sollten zu „nützlichen Mitgliedern der Gesellschaft“ erzogen werden, erst dann verdienten sie die Gleichberechtigung. Emanzipation wurde hier gleichgesetzt mit Assimilation durch die Mehrheit.4

Auch wirtschaftlicher und technischer Fortschritt trug zur Ablehnung gegenüber den Juden bei, die sich schneller und besser an die veränderten Verhältnisse anpassen konnten. Viele staatstreue Bürger kämpften für die Erhaltung der alten Ordnung, in der jeder seinen festen Platz hatte und ihr eigener Status somit gesichert war.5

Nicht nur in der Politik hatte der Antisemitismus Einzug gehalten, er wurde auch zunehmend als Mittel missbraucht, um politische Macht zu gewinnen. So zum Beispiel von katholischen Politikern, die in der Zentrumspartei organisiert waren. Katholiken bildeten im deutschen Kaiserreich eine ebensolche Minderheit wie die Juden, der größte Teil der Bevölkerung war protestantisch. Die Katholiken sahen sich gezwungen, gegen diese Übermacht zu kämpfen, um ihren Status im gesellschaftlichen System zu wahren, zumal der Einfluss der Religion in der Gesellschaft allgemein im Sinken begriffen war.6 Die Mehrheit der katholischen Wähler ließ sich aber nur durch die Weckung von Emotionen mobilisieren, und so schrieben die Politiker den Antisemitismus auf ihre Fahnen, um die bildungsmäßig rückständige Wählerschaft in den kleinen Gemeinden an die Wahlurne zu bringen und damit die eigene politische Macht zu vergrößern.7 In dieser Situation erwies sich der Antisemitismus erstmals als politisches Machtmittel und wurde massenwirksam erprobt. Die Erfolge der Katholiken beeinflussten auch das Verhalten anderer politischer Organisationen, die gesehen hatten, welche Macht man mit judenfeindlichen Parolen gewinnen konnte, und dies auch für sich nutzen wollten.8 Auch Bismarck sanktionierte diese politische Haltung, allerdings nicht aus direkt antisemitischen Gründen, sondern weil er sich durch den Antisemitismus einen Machterhalt versprach, und weil er die Masse der Bevölkerung gegen den Liberalismus immunisieren wollte. Durch die Staatsführung unterstützt, verloren viele Politiker ihre moralische Scheu und äußerten sich öffentlich antisemitisch, was ihnen Lob von der Staatführung einbrachte.9 Angesichts eines solchen politischen Klimas konnte der Antisemitismus sich in breiten Bevölkerungsteilen etablieren.

Erste Organisationsversuche der Antisemiten leitete der Hofprediger Adolf Stoecker ein, der 1878 in Berlin eine Christlich- soziale Arbeiterpartei gründete. Anfänglich noch durch seine religiöse Überzeugung von der Unparteilichkeit und der Nächstenliebe gehemmt, wurde er von seinen Anhängern zunehmend zu einer Stellungnahme zur Judenfrage gedrängt. Am 19. September 1879 hielt er seine erste antisemitische Rede, die ihm großen Bevölkerungszulauf brachte, und seine Hemmschwelle derart tief setzte, dass er sich zu einem der prägenden Antisemiten seiner Zeit entwickelte, der in der Gesellschaft eine Basis für antisemitische Überzeugungen etablierte.10 Die Juden, die zwar als Minderheit immer noch erkennbar waren, hatten sich aber seit dem 18. Jahrhundert stark verbürgerlicht. Sie wurden größtenteils fester Bestandteil des bürgerlichen Mittelstandes und waren wirtschaftlich erfolgreich. Sie waren Mitglieder in bürgerlichen Vereinen und im allgemeinen in allen Bereichen des öffentlichen Lebens vertreten.11

Um 1879 wurde in Berlin der Begriff „Antisemitismus“ durch den Journalisten Wilhelm Marr geprägt. In seiner Schmähschrift „Der Sieg des Judenthums über das Germanenthum“ versuchte er, den Judenhass als Folge persönlicher Lebenserfahrungen hinzustellen, und damit an die Emotionen der Leser zu appellieren. Sein Werk erlebte in der Zeit zwischen der Erstveröffentlichung 1873 bis 1879 zwölf Auflagen. Marr benutzte den Begriff „Antisemitismus“ erstmals in der deutschen judenfeindlichen Bewegung.12

Die Judenfeindschaft Marrs und seiner Anhänger war ein neuer Typ des schon länger bekannten Antisemitismus, denn erstmals war sie nicht mehr religiös motiviert, sondern organisierte sich politisch und wurde rassistisch begründet.13 Das Aufkommen dieser antisemitischen Strömung lässt sich erklären durch den „Gründerkrach“ und die Weltwirtschaftskrise von 1873, die ihren Höhepunkt in den Wahlniederlagen der Liberalen 1878/79 fand.14 Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Krisen war die Integration gesellschaftlicher Randgruppen schwer, weil jeder neue Konkurrent aggressiv abgewehrt wurde.15 Antisemitische Parolen hatten in dieser Zeit Hochkonjunktur. Der moderne Antisemitismus sah in den Juden die Sündenböcke für die wirtschaftliche Fehlentwicklung und wollte diese durch die Unterdrückung der Juden beheben.16

In Deutschland fanden in den achtziger Jahren die ersten internationalen Antisemitenkongresse statt, und der internationale Antisemitismus wurde von hier stark beeinflusst.17 Im Sommer 1880 setzten Bernhard Förster und Max Liebermann von Sonnenberg eine Petition in Umlauf, die den Ausschluss von Juden aus staatlichen Stellen und aus dem Lehramt forderte. Prominente des öffentlichen Lebens unterstützten diesen Aufruf, was einfache Bürger zu einer Unterschrift ermutigen sollte. Auch unter den Studenten fand diese Aktion Zustimmung, und es bildeten sich Ausschüsse, die die Verbreitung des Textes förderten.18

Der deutsche Antisemitismus entwickelte sich auf mehreren Ebenen. Es gab den parteipolitischen Antisemitismus, der seinen Höhepunkt 1893 erlebte, danach aber aufgrund personeller Mängel unterging. Dann gab es einen verbandspolitischen Antisemitismus. Er äußerte sich durch den Ausschluss von Juden aus Verbänden, und er fand Einzug in alle wichtigen Verbände der Zeit. Er übertraf den parteipolitischen Antisemitismus an Bedeutung, weil er auch nach dem 1. Weltkrieg noch in der Gesellschaft etabliert war.19

Der Antisemitismus, der anfänglich ein Produkt der wirtschaftlichen Krise war, etablierte sich so sehr in der Gesellschaft, dass er in den Zeiten wirtschaftlicher Erfolge nicht verschwand. Er wurde vielmehr in einem Maße allgemeingültig, dass er keiner besonderen Rechtfertigung mehr bedurfte und selbst Politiker liberaler Parteien Mitglieder in Verbänden waren, die keine Juden aufnahmen.20

1898 lieferte Houston Steward Chamberlain einen entscheidenden Beitrag zur Verbreitung der antisemitischen Theorien durch sein Buch „ Die Grundlagen des neunzehnten Jahrhunderts“. In ihm stellt er die gesamte Weltgeschichte als einen Kampf zwischen den „minderwertigen, lasterhaften Semiten“ und den „tugendreichen Ariern“ dar. Das Werk erlebte mehrere Auflagen und Hitler bezeichnete sich später als einen Schüler Chamberlains.21

Die Grundsätze der „Deutsch-sozialen Reformpartei“, die 1899 auf dem Parteitag beschlossen wurden zeigen, welches Ausmaß die antisemitische Einstellung bereits im Kaiserreich erreicht hatte. Die Judenfrage würde im 20. Jahrhundert eine Weltfrage sein, hieß es da, und könne nur „durch völlige Absonderung, und, wenn die Notwehr es gebietet, schließlich Vernichtung des Judentums gelöst werden“.22 An diese Einstellung konnte Hitler später mit seiner antisemitischen Propaganda anschließen.

Judenfeindlichkeit wurde durch die politische Agitation unterstützt, und auch der Beamtenapparat des Kaiserreichs stand ihr positiv gegenüber, aber die Antisemiten besaßen noch keine Staatsmacht, obwohl die Zahl ihrer Wähler stetig zunahm (1911: fast eine halbe Million Wähler). Der Antisemitismus hatte sich in der Gesellschaft so etabliert, dass er keine Widersacher hatte und sich ungebremst entfalten konnte. Breite Bevölkerungsschichten standen ihm indifferent gegenüber und interessierten sich nicht für die Belange ihrer jüdischen Mitbürger.23

2.2 Antisemitismus in der Weimarer Republik

Die Juden waren in der Weimarer Republik immer noch eine verschwindende Minderheit, die vorwiegend in Großstädten lebte.24 1925 gab es in Deutschland fast 600 000 Juden. Ihnen gegenüber stand eine Gesamtbevölkerung von 70 Millionen, das heißt, sie waren mit 0,9 % an der Gesamtzahl der Bevölkerung vertreten. 1871 waren sie noch mit 1,25 % beteiligt, ihre Zahl hatte also prozentual abgenommen.25 Sie standen auf der Seite der demokratischen Republik und hofften auf die Gleichberechtigung, für die sie schon so lange kämpften. Sie wählten die bürgerlichen Parteien der Mitte, vor allem die Demokratische Partei. Im Reichstag 1932 befanden sich unter 608

Abgeordneten 14 Juden, von denen sich nur einer zu seiner Religion bekannte.26 Alles in allem verhielten sie sich wie normale Bürger einer demokratischen Gesellschaft, die aber dadurch in der nur vorgeblich demokratischen Gesellschaft der Weimarer Republik auffielen.27 Durch die Übernahme des gesamten Beamtenapparates des Kaiserreichs in der Weimarer Republik blieben konservative Vorstellungen in der Verwaltung vorherrschend, was der Weimarer Republik und ihrem Bestehen nicht förderlich war. Der latente Antisemitismus des Kaiserreiches wurde übernommen, und die aufkommenden antisemitischen Strömungen dadurch unterstützt.28 Zwischen 1919 und 1927 zählt eine unvollständige Bibliographie über 700 antisemitische Schriften. Juden wurden für den verlorenen Krieg und den Versailler Vertrag verantwortlich gemacht.29

Hitler und seine erstarkende NSDAP schrieben den Antisemitismus auf ihre Fahnen. Er war für sie das integrierende Element, das alle sozialen und ökonomischen Unterschiede überwand und die Massen verband.30 Als sie sahen, dass die NSDAP große Wahlerfolge mit ihrem Programm verbuchen konnte, duldeten auch die meisten anderen Parteien den Antisemitismus in ihren Reihen oder unterstützten ihn sogar.31 Entscheidenden Beitrag zu den Wahlsiegen der NSDAP leistete auch die wirtschaftliche Situation: zwischen 1919 und 1923 und zwischen 1930 und 1932 gab es schwere wirtschaftliche Depressionen, die der antisemitischen Strömung starken Auftrieb verliehen.32 Mit der Ermordung Rosa Luxemburgs gab es ab 1919 das erste antisemitische Opfer. Ausschreitungen gegen Juden wurden alltäglich. Zwischen 1923 und 1933 kam es zu 106 Friedhofs- und 40 Synagogenschändungen. Die Justiz ermittelte gegen die antisemitischen Straftäter nur schleppend und ließ viele glimpflich davonkommen.33 Hitler und seine Partei schafften es, den Antisemitismus, der latent in der Gesellschaft vorhanden war, an die Oberfläche zu bringen und politisch zu nutzen.34 Hitler schaffte eine einheitliche antisemitische Bewegung, die seine Propaganda unter der Bevölkerung verbreitete.35 Die Rassenpolitik der Nationalsozialisten ermöglichte es zudem, das angeschlagene Selbstwertgefühl der Deutschen aufzubauen, die als Kriegsverlierer ihre Enttäuschung über die Niederlage auf die Juden schieben konnten.36 Bezeichnend ist auch ein Artikel des „Westdeutschen Beobachter“ von 1929, indem es heißt: „10 Jahre Judenrepublik, 10 Jahre Volksbetrug. 10 Jahre Börsengaunerei. 10 Jahre erbitterter Kampf gegen diese Halunken und Verbrecher, die im Jahre 1918 der deutschen Front den Dolch in den Rücken stießen und uns an die internationale Judenhochfinanz verkauften und verrieten.“37

3. Antisemitismus unter Professoren

Das folgende Kapitel will die antisemitischen Strömungen in der Professorenschaft beleuchten. Es ist gegliedert in die zeitlichen Epochen Kaiserreich und Weimarer Republik. Dargestellt wird, inwieweit hier bereits judenfeindliche Strömungen vorhanden waren und wie sie sich darstellten.

3.1 Antisemitismus unter Professoren im Kaiserreich

In den Universitäten des Kaiserreichs herrschte ein humanistisches Bildungsideal vor. Die Professoren fühlten sich ausschließlich der Sache verpflichtet, das heißt der vorurteilsfreien Findung der Wahrheit durch die Wissenschaft.38 Universitäten und ihre Professoren genossen ein hohes Ansehen innerhalb der Gesellschaft39 und die universitäre Bildung und Forschung befand sich auf dem Höhepunkt ihres international anerkannten Wirkens, was nicht zuletzt aus der hohen Zahl der von Deutschen empfangenen Nobelpreise ersichtlich wird (wobei zu beachten ist, dass ein Drittel der Empfänger Juden waren).40 Trotz dieser Verhältnisse hatten es Juden an deutschen Universitäten schwer. Unter den Professoren entwickelte sich eine Furcht vor dem Überhandnehmen ihrer jüdischen Kollegen, die sich rational nicht erklären lässt, denn eine solche Gefahr gab es nicht.41 Im Kaiserreich entwickelten sich die Universitäten rasant, die Zahl der Studenten nahm beträchtlich zu, und so ist es logisch, dass auch die Zahl der jüdischen Gelehrten zunahm. Daraus entstand aber keine Gefahr, die antisemitische Bestrebungen begründet hätte. Trotzdem reichte schon das Gefühl einer Bedrohung durch das Zunehmen der Zahl der jüdischen Gelehrten aus, dass Professoren mit der antisemitischen Propaganda sympathisierten.42 So äußerte sich 1902 der Philosoph und Pädagoge Friedrich Paulsen wie folgt zur Frage der Stellung von jüdischen Professoren an deutschen Universitäten: „Dass wir hier vor einem wirklich und schwer aufzulösendem Problem stehen, das wird auch der, der die Dinge nicht mit den Empfindungen des Antisemitismus ansieht, nicht in Abrede stellen können. Würden die gelehrten Berufe rückhaltlos, wie die übrigen wirtschaftlichen Berufe dem freien Wettbewerb überlassen, dann müsste, so scheint es, allmählich der Zustand eintreten, dass sie, wenn nicht in monopolistischem Alleinbesitz, so doch ganz überwiegend in den Händen der durch Wohlstand, Energie und Zähigkeit überlegenen jüdischen Bevölkerung wären. Dass kein europäisches Volk einen solchen Zustand ertragen würde, dass es ihn als Fremdherrschaft empfinden und mit Gewalt abwerfen würde, daran wird nicht zu zweifeln sein. Und also haben alle, auch die Juden, ein Interesse daran, dass er nicht eintritt. Man wird demnach einen Gegendruck gegen das Überhandnehmen der Juden in den gelehrten Berufen, soweit sie mit einer öffentlichen Autorität ausgestattet sind, so hart er den Einzelnen werden mag, nicht überhaupt verwerflich nennen können.“43 Dieses Zitat verdeutlicht zwei Aspekte des universitären Antisemitismus. Zum ersten werden die Juden nicht von ihren christlichen Kollegen unterdrückt, sondern sie selbst sollten dafür Sorge tragen, dass ihre Zahl an den Universitäten nicht zu groß werde, denn das würde ihre Lage verschlechtern. Zum zweiten geht aus der Meinung der Professoren zu dieser Stellungnahme deutlich hervor, wie tief verwurzelt der Antisemitismus auch in der Professorenschaft war: Paulsen fand hier einhellige Zustimmung, seine Meinung fand vom Reichstag bis zum Kaiser verständnisvolles Wohlwollen.44

Auch die Habilitations- und Berufungspraxis der deutschen Universitäten unterstützte ein Vorankommen der Juden nicht. Um erfolgreich habilitieren zu können, mussten sich viele taufen lassen, und auch dann noch haftete ihnen der jüdische Makel an.45 Bei Ordinarien wurden protestantische oder katholische Bewerber mit gleicher Qualifikation vorgezogen, was dazu führte, dass viele jüdische Professoren, die sich auch schon international ausgezeichnet hatten, keinen ordentlichen Lehrstuhl an deutschen Universitäten erhielten.46 Eine Feststellung eines völkischen Professors beschrieb die vorherrschende Praxis treffend: „Jüdische Professoren hat Tübingen ja, ohne viel Worte zu machen, stets von sich fernzuhalten gewusst“.47

3.2 Antisemitismus unter Professoren in der Weimarer Republik

Genau wie im gesamten Beamtenapparat wurden auch an den Universitäten nach der Veränderung der Staatsform keine großen personellen Konsequenzen gezogen. Die Reformen machten vor den Universitäten halt.48 Waren die Professoren auch zu Beginn gegenüber der Weimarer Republik durchaus positiv eingestellt, so änderte sich diese Einstellung mit dem Versailler Vertrag. Er empörte viele Professoren und sie unterstützten den neuen Staat nicht mehr.49 Deutlich wird diese Einstellung auch an den Daten universitärer Feiern, die meist auf besondere Daten des Kaiserreichs gelegt wurden. Nur selten boten Daten der Weimarer Republik Anlass für Feiern.50

Die bereits im Kaiserreich vorherrschende ablehnende Einstellung gegenüber Juden blieb auch in der Weimarer Republik erhalten. So wurde auf dem deutschen Akademikertag 1925 von den Versammelten einstimmig der folgende Antrag angenommen: „Der Überfremdung der deutschen Hochschulen durch jüdische Lehrkräfte und Studierende ist ein Riegel vorzuschieben. Weitere Lehrer jüdischer Abstammung sind nicht mehr zu berufen. Für die Studierenden ist der Numerus Clausus einzuführen.“51 Trotz dieser Einstellung stellten die Antisemiten unter den Professoren eine Minderheit dar. Die Hochschulen waren konservativ und dem Kaiserreich zugewandt, aber sie waren nicht aktiv antisemitisch. Viele der von wenigen Antisemiten gestellten Anträge wurden abgelehnt, so zum Beispiel ein verlangtes Judenverbot an der Universität Jena 1925.52 Teilweise wurde disziplinarrechtlich gegen antisemitische Äußerungen vorgegangen, wie bei dem Jenaer Zoologen Ludwig Plate, der 1924 in einer Vorlesung behauptete: „Die Judenfrage ist zweifellos eine Rassenfrage und gehört daher in eine zoologische Vorlesung. Es ist meine Pflicht, anhand der Tatsachen darauf hinzuweisen, dass die Juden als Rasse, beziehungsweise als Volk zwar manche guten Eigenschaften, aber sehr viel mehr schlechte haben, und dass daher von einer Vermischung von Juden und Ariern dringend zu warnen ist. Jeder Lehrer soll zugleich Erzieher sein, und als Rassen- und Vererbungsforscher ist es ... meine Pflicht, meine Zuhörer zu Rassenstolz und Rassenbewusstsein zu erziehen.“53 Plate wurde in dem Verfahren freigesprochen, da er sich auf den Unabhängigkeitsanspruch der Professoren berief, der es ihm erlaube, scharfe Kritik am System zu üben und seine Worte nicht auf die Goldwaage zu legen, da seine Äußerungen zur wissenschaftlichen Bildung einen Beitrag leisteten.54 Solche Äußerungen wurden aber von seriösen Gelehrten nicht ernst genommen und erhielten auch international keine wissenschaftliche Anerkennung.55 Antisemitische Äußerungen galten allgemein als unseriös und wurden negativ bewertet.56

4. Berliner Antisemitismusstreit

Im Berliner Antisemitismusstreit, der sich gegen Ende der 1880er Jahre in Berlin um den Historiker Heinrich von Treitschke entspann, ging es um die sogenannte „Judenfrage“, also um die Integration der Juden in die deutsche Gesellschaft. Den Ausgangspunkt bildete ein Artikel Heinrich von Treitschkes, der am 15. November 1879 in den „Preußischen Jahrbüchern“ erschien. Im folgenden soll dargestellt werden, welchen Standpunkt Treitschke vertrat und wie er ihn begründete, und des weiteren, was sein Hauptgegner, der Historiker Theodor Mommsen, ihm entgegenstellte. Gleichzeitig werden die Biographien der Kontrahenten beleuchtet.

4.1 Heinrich von Treitschke

Der Geschichtsschreiber und Publizist Heinrich von Treitschke wurde am 15. September 1834 in Dresden geboren. 1863 wurde er Professor in Freiburg. 1866 wurde er zum wichtigsten publizistischen Mitarbeiter Bismarcks und ab 1886 Historiograph des preußischen Staats. In seinem Hauptwerk „Deutsche Geschichte des 19. Jahrhunderts“ schrieb er eine gründlich recherchierte Geschichte der deutschen Verhältnisse vor 1848, die aber durch seine politischen Überzeugungen eingefärbt war und politisch erziehen wollte.57

Am 15. November 1879 veröffentlichte er in den „Preußischen Jahrbüchern“ unter dem Titel „Unsere Ansichten“ einen Artikel, der den vielzitierten Satz „Die Juden sind unser Unglück“ enthielt.58 In ihm vertrat Treitschke die Ansicht, die Juden müssten sich in die Gesellschaft einfügen. Treitschke sah sich selbst nicht als Antisemiten59 und war überrascht, mit welcher Heftigkeit auf seinen Artikel reagiert wurde, wohl auch, weil dieser Artikel nicht seine erste antisemitische Äußerung war und die vorherigen nicht eine solche Unruhe verursacht hatten.60 Treitschke wollte die Juden keineswegs körperlich vernichten oder ihre gesellschaftlichen Rechte beschneiden, er forderte vielmehr ihre Integration in die Gesellschaft.61 Gleichzeitig aber vertrat er den Standpunkt, dass eine Assimilierung der Juden für die Deutschen eine große Gefahr in sich berge, denn dies würde bedeuten,62 dass der Deutsche „ein gutes Theil seiner germanischen Gesittung aufgegeben, und ein gutes Theil jüdischer Gesittung aufgenommen haben wird.“63 Er wollte also einerseits die Angleichung der Juden an die Deutschen, warnte aber gleichzeitig vor einer zu großen Gleichstellung. Wichtig ist auch, dass er die Ursache für die Ausbreitung der antisemitischen Diskussion nicht bei deutschen Rednern wie Stoecker suchte, sondern die Juden selbst für diese Situation verantwortlich machte. So sagte er in einem Kommentar zu seinem Artikel „Unsere Aussichten“: „Und doch muß man den Kerlen auch sagen, dass nicht wir, sondern sie selber an der jetzt losbrechenden furia tedesca schuld sind.“64

Treitschkes Antisemitismusbegriff war wie der vieler seiner Zeitgenossen nicht rassisch geprägt. Vielmehr kannte er eine Unterscheidung „zwischen guten Juden und schlechten, zwischen deutschen und nichtdeutschen“.65 Es gab in seinem Bekanntenkreis Juden, die er nicht mit seinen Veröffentlichungen treffen wollte.66 Gleichzeitig hinderte ihn dieser Umgang aber nicht, sich öffentlich gegen Juden zu bekennen.

4.2 Theodor Mommsen

Der Historiker Theodor Mommsen wurde am 30. November 1817 in Garding (Schleswig) geboren.67 Im Berliner Antisemitismusstreit war er auf der Seite der Juden, ein liberaler Historiker. In einem Gespräch mit Hermann Bahr stellte er bereits 1894 fest: „Sie täuschen sich wenn Sie glauben, dass man da überhaupt mit Vernunft etwas machen kann. Ich habe das früher auch gemeint und immer wieder gegen die ungeheure Schmach protestiert, welche Anti- Semitismus heißt. Aber es nützt nichts. Es ist alles umsonst. Was ich Ihnen sagen könnte, was man überhaupt in dieser Sache sagen kann, sind doch immer nur Gründe, logische und sittliche Argumente. Darauf hört doch kein Antisemit. Die hören nur auf ihren eigenen Hass und auf den eigenen Neid, auf die schädlichsten Instinkte.“68 Von 1838 bis 1843 studierte er in Kiel Rechtswissenschaften und promovierte über das römische Recht. Seine erste Professur erhielt er 1848 in Leipzig für römisches Recht. 1852 wechselte er nach Zürich. Von 1863 bis 1866 und erneut von 1873 bis 1879 war er Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses als Vertreter der Deutschen Fortschrittspartei.69 Im Berliner Antisemitismusstreit kritisierte Mommsen den antisemitisch geprägten Treitschke stark für dessen judenfeindliche Äußerungen. So schrieb er in seinem Artikel „Auch ein Wort über unser Judenthum“: „Das ist der eigentlich Sitz des Wahns, der jetzt die Massen erfasst hat und sein rechter Prophet ist Hr. v. Treitschke. Was heißt das, wenn er von unseren israelitischen Mitbürgern fordert, sie sollen Deutsche werden? Sie sind es ja, so gut wie er und ich. Er mag tugendhafter sein als sie; aber machen die Tugenden den Deutschen?“70

5. Fazit

Antisemitische Strömungen gibt es in der Geschichte seit der Entstehung des Christentums. In der hier behandelten Zeit waren die Strömungen nicht gesellschaftsprägend, aber auch nicht unbedeutend. Sie bildeten den Nährboden für den Nationalsozialismus und festigten die Passivität der Gesellschaft gegenüber dem Schicksal ihrer jüdischen Mitbürger. Auch in Akademikerkreisen gab es judenfeindliche Strömungen. Zu beachten bleibt, dass diese Strömungen meist nur von einer Minderheit der Professoren getragen wurden. Ein Großteil der Gelehrten hatte erkannt, was hinter diesen Äußerungen stand, trat aber nicht öffentlich gegen sie auf. So entstand aus dem Schweigen der Mehrheit das Bild einer antisemitisch geprägten Gesellschaft. Gleichfalls muss hier betont werden, dass es auch Gegner dieser Einstellung gab, und dass manche von ihnen nicht schwiegen, wie das Beispiel Theodor Mommsens verdeutlicht. Aber es waren nur wenige, und sie waren nicht in der Lage, die antisemitischen Strömungen in der Gesellschaft zu durchbrechen. Dadurch, das der Antisemitismus sich bereits so stark etabliert hatte, hatten sie keine Möglichkeit, die Masse von der Falschheit dieser Einstellung zu überzeugen.

Aber nicht nur das Schweigen der Mehrheit der Gegner führte zu diesem Gesellschaftszustand, es waren auch die äußeren Bedingungen wie soziale Unsicherheit, Wirtschaftskrisen oder ein nicht gefestigtes politisches System, dass zu einem Anwachsen antijüdischer Einstellung beitrug. So ist es letztlich nicht verwunderlich, dass trotz der großen Zahl der Gegner, die nicht mir den Antisemiten konform ging, die Nationalsozialisten an die Macht gelangten, denn die Gegner schwiegen und unterstützten durch ihr Schweigen in der Konsequenz Hitler und seine Anhänger.

Literatur

1. Boehlich, Walter (Hg.), Der Berliner Antisemitismusstreit, Sammlung Insel, Frankfurt, 1965

2. Borries, Achim von (Hrsg.), Selbstzeugnisse der deutschen Judentums 1870 - 1945, Fischer Bücherei, 1962, Frankfurt

3. Claussen, Detlev, Vom Judenhaß zum Antisemitismus, Materialien einer verleugneten Geschichte, Luchterhand Verlag, 1987, Darmstadt

4. Elbogen, Ismar/ Sterling, Eleonore, Die Geschichte der Juden in Deutschland, Eine Einführung, Europäische Verlagsanstalt, Frankfurt, 1966

5. Hammerstein, Notker, Antisemitismus und deutsche Universitäten 1871 - 1933, Campus Verlag, Frankfurt, 1995

6. Horch, Hans Otto (Hrsg.), Judentum, Antisemitismus und europäische Kultur, Francke Verlag, Tübingen, 1988

7. Katz, Jacob, Vom Vorurteil bis zur Vernichtung, Der Antisemitismus 1700 - 1933, Verlag C. H. Beck, München, 1989

8. Klose, Werner, Freiheit schreibt auf eure Fahnen, 800 Jahre deutsche Studenten, Gerhard Stalling Verlag, 1967, Oldenburg und Hamburg

9. Massing, Paul W., Vorgeschichte des politischen Antisemitismus, Frankfurter Beiträge zur Soziologie, Band 8, Europäische Verlagsanstalt, 1959, Frankfurt

10. Michels, Robert, Masse, Führer, Intellektuelle, Campus Verlag, 1987, Frankfurt

11. Mohrmann, Walter, Antisemitismus, Ideologie und Geschichte im Kaiserreich und in der Weimarer Republik, VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin, 1972

12. Nipperdey, Thomas, Deutsche Geschichte 1866 - 1918, Erster Band, Arbeitswelt und Bürgergeist, Verlag C. H. Beck, München, 1994

13. Rürup, Reinhard/ Wehler, Hans- Ulrich/ Schulz, Gerhard, Deutsche Geschichte Band 3, 19. und 20. Jahrhundert, 1815 - 1945, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 1985

14. Strauss, Herbert A./ Kampe, Norbert (Hg.), Antisemitismus, Von der Judenfeindschaft zum Holocaust, Campus Verlag, Frankfurt, 1985

15. Thieme, Karl (Hrsg.), Judenfeindschaft, Darstellung und Analysen, Fischer Bücherei, 1963, Frankfurt

16. Westphalen, Dr. Ludger Graf von, Geschichte des Antisemitismus in Deutschaland im 19. und 20. Jahrhundert, Quellenhefte zur Geschichte und Gemeinschaftskunde, Ernst Klett Verlag, Stuttgart

17. Winkler, Heinrich August/ Cammann, Alexander (Hrsg.), Weimar, Ein Lesebuch zur deutschen Geschichte, C.H. Beck, München, 1997

18. Zweig, Arnold, Bilanz der deutschen Judenheit, Ein Versuch, Reclam-Bibliothek, 1990, Leipzig

[...]


1 Duden Band 5, Das Fremdwörterbuch, Bibliographisches Institut, Mannheim, 1997, S. 70.

2 Rürup, Emanzipation und Antisemitismus: Historische Verbindungslinien, in: Strauss/Kampe (Hrsg.), Antisemitismus, Von der Judenfeindschaft zum Holocaust, Campus Verlag, 1985, S.89.

3 Ebenda, S. 92.

4 Ebenda, S.93.

5 Jochmann, Werner, Struktur und Funktion des deutschen Antisemitismus 1878 - 1914, in: Strauss/ Kampe (Hg.), Antisemitismus, Von der Judenfeindschaft zum Holocaust, Campus Verlag, 1985, Frankfurt, S.100.

6 Ebenda, S102.

7 Ebenda, S. 103.

8 Ebenda, S. 103f.

9 Ebenda, S.109/110.

10 Ebenda, S111/112.

11 Rürup, Reinhard, Emanzipation und Antisemitismus: Historische Verbindungslinien, in: Strauss/ Kampe (hg.), Antisemitismus, Von der Judenfeindschaft zum Holocaust, S.93/94.

12 Mohrmann, Walter, Antisemitismus, Ideologie und Geschichte im Kaiserreich und in der Weimarer Republik, Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1972, S. 34/35.

13 Rürup, Emanzipation und Antisemitismus, S. 94.

14 Ebenda, S.94.

15 Ebenda, S. 92.

16 Ebenda, S.95.

17 Ebenda, S.95.

18 Jochmann, Werner, Struktur und Funktion des deutschen Antisemitismus 1878 - 1914, in: Strauss/Kampe (Hg.), Antisemitismus, Von der Judenfeindschaft zum Holocaust, Campus, S. 113.

19 Rürup, Reinhard, Emanzipation und Antisemitismus: Historische Verbindungslinien, in: Strauss/ Kampe (Hg.), Antisemitismus, Von der Judenfeindschaft zum Holocaust, Campus, S.96.

20 Ebenda, S.96.

21 Mohrmann, Antisemitismus, S.58.

22 Elbogen, Ismar/ Sterling, Eleonore, Die Geschichte der Juden in Deutschland, Europäische Verlagsanstalt, 1966, S. 267.

23 Ebenda, S. 269.

24 Ebenda, S. 286.

25 Ebenda, S. 284.

26 Ebenda, S. 287.

27 Ebenda, S. 286.

28 Ebenda, S. 288.

29 Ebenda, S. 289.

30 Ebenda, S. 290.

31 Ebenda, S. 290.

32 Thieme, Karl, Judenfeindschaft, Darstellung und Analysen, Fischer Bücherei, 1963, S. 244.

33 Jochmann, Struktur und Funktion des deutschen Antisemitismus 1878 - 1914, S. 292.

34 Thieme, Judenfeindschaft, S. 244.

35 Ebenda, S. 245.

36 Ebenda, S. 246.

37 Westdeutscher Beobachter, Köln, Nr.19, 18. August 1929 in: Thieme, Judenfeindschaft, S.248/249.

38 Hammerstein, Notker, Antisemitismus und deutsche Universitäten 1871 - 1933, Campus Verlag, 1995, S. 14.

39 Ebenda, S.16.

40 Ebenda, S.11.

41 Ebenda, S.19/20.

42 Ebenda, S. 20.

43 Paulsen, Friedrich, Die Deutschen Universitäten und das Universitätsstudium in Berlin, 1902 (Reprint 1966), S.199, in: N. Hammerstein, Antisemitismus und deutsche Universitäten, S.13.

44 Hammerstein, Notker, Antisemitismus und deutsche Universitäten, S. 13.

45 Ebenda, S.74.

46 Ebenda, S.73.

47 Zit. N. U. D. Adam, Hochschule und Nationalsozialismus, Tübingen 1977, S. 30, in: N. Hammerstein, Antisemitismus und deutsche Universitäten, S.73.

48 Hammerstein, Notker, Antisemitismus und deutsche Universitäten, S. 82.

49 Ebenda, S. 83.

50 Ebenda, S. 83.

51 Ebenda, S. 88.

52 Ebenda, S. 92.

53 Zit. N B. Heimbüchel, Die neue Universität. Selbstverständnis - Ideen und Verwirklichung, in: N. Hammerstein, Antisemitismus und deutsche Universitäten, S.93.

54 Hammerstein, Notker, Antisemitismus und deutsche Universitäten, S.93.

55 Ebenda, S.93.

56 Ebenda, S.94.

57 Der große Bockhaus in zwölf Bänden, 18. , völlig neu bearbeitete Auflage, 11. Band, Stad - Vej, F. A. Brockhaus, Wiesbaden 1980

58 Boehlich, Walter, Der Berliner Antisemitismusstreit, Sammlung Insel, Frankfurt a.M., 1965, S. 11.

59 Lenk, Kurt, Der Antisemitismusstreit oder: Antisemitismus der „gebildeten Leute“ in: Horch, Hans Otto (Hrsg.), Judentum, Antisemitismus und europäische Kultur, Franke Verlag, Tübingen, 1988, S. 31.

60 Ebenda, S. 30.

61 Ebenda, S.31.

62 Ebenda, S.29.

63 Boehlich, S. 116.

64 Ebenda, S.240.

65 Ebenda, S. 238.

66 Lenk, Kurt, Der Antisemitismusstreit oder: Antisemitismus der „gebildeten Leute“, in: Horch, Hans Otto (Hrsg.), Judentum, Antisemitismus und europäische Kultur, Francke Verlag, 1988, Tübingen, S.26.

67 Internet: http: //www.dhm.de/lemo/html/biografien/MommsenTheodor/index.html

68 Hammerstein, Notker, Antisemitismus und deutsche Universitäten, S. 100.

69 Internet: http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/MommsenTheodor/index.html

70 Boehlich, Der Berliner Antisemitismusstreit, S. 214.

19 von 19 Seiten

Details

Titel
Antisemitismus im Bildungsbürgertum vom Kaiserreich bis zur Weimarer Republik
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
sehr gut
Autor
Jahr
2000
Seiten
19
Katalognummer
V101314
Dateigröße
369 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Antisemitismus, Bildungsbürgertum, Kaiserreich, Weimarer, Republik
Arbeit zitieren
Sigrid Wölbern (Autor), 2000, Antisemitismus im Bildungsbürgertum vom Kaiserreich bis zur Weimarer Republik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/101314

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Antisemitismus im Bildungsbürgertum vom Kaiserreich bis zur Weimarer Republik


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden