Die Weiße Rose


Referat / Aufsatz (Schule), 2000
3 Seiten, Note: 1,1

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Die Weiße Rose

Name: Hanka Kämpf Klasse: 10A

Zensur: 1,1,1 Wörter: 1.132

Mit dem Beginn der 40er Jahre stand das nationalsozialistische System in Großdeutschland auf dem Höhepunkt seiner Macht. Die innere Sicherheit war stabiler denn je: Überall hatte die Gestapo ihre Informanten und gegen jede Art von Widerstandsbewegungen wurde systematisch vorgegangen. Die Widerstandsgruppe „Die Weiße Rose“ ist eine der bekanntesten Beispiele.

Der Weg zum Widerstand

Hans Scholl, geboren am 22. September 1918, galt als die treibende Kraft der „Weißen Rose“. Er lebte seit Mai 1942 mit seiner Schwester Sophie, geboren am 9. Mai 1921, in München. Er studierte Medizin, sie Philosophie und Biologie. Beide wuchsen auf, wie fast jedes Kind zu dieser Zeit, Sophie ging zum BDM und Hans zur Hitlerjugend. Doch schon sehr früh hinterfragten die Kinder Hitlers Ansichten. Hans durfte in der Hitlerjugend keine Lieder aus anderen Ländern singen, wie er es gerne getan hätte und Sophie wunderte sich, warum Luise - ein jüdisches Mädchen - nicht zum BDM durfte, obwohl sie blond ist und blaue Augen hat, während sie mit schwarzen Haaren und brauen Augen dazugehören durfte. Die Geschwister Scholl waren Individualisten und wollten sich nicht unterordnen, was sie nicht bedingungslos befürworteten. Nach einigen gravierenden Ereignissen schloß sich Hans Scholl der „D.j.1.11“ an, der er bis zu seinem Abitur angehörte. Ein verbotenes Bündnis, das unter dem Decknamen „Jungvolk“ handelte. Hier wurde gesungen, gelesen und geschrieben, was sonst untersagt war. Im Herbst 1937 wurden sogenannte „Bündische Umtriebe“ vom Regime durch Festnahmen aufgelöst. Auch Sophie und Hans wurden abgeholt. Hans kam fünf Wochen lang in Haft nach Stuttgart. Nach diesen Erfahrungen war bei beiden der Glaube an Hitler endgültig gebrochen. Mit der Zeit hatten sie den Wahnsinn seiner Politik kennengelernt. Dies wurde durch den Vater Robert Scholl noch verstärkt, der sich immer wieder negativ über Hitler und seine Politik äußerte und nach der Verhaftung seiner Kinder in einem Wutanfall sogar sagte: „dass ich Hitler abknallen werde, wenn er meinen Kindern etwas antut“. Im Mai 1942 lernt Sophie an der Münchner Uni Leute kennen, die ähnlich denken wie sie. Es sind Alexander Schmorell (geboren 1917, war ein künstlerisch hochbegabter Arztsohn - seine Mutter war Russin - ,der neben seinem Medizinstudium als Bildhauer arbeitete und russische Dichter übersetzte), Christoph Probst1 (geboren 1919, auch er studierte Medizin. Sein Vater war Sanskritforscher und Privatgelehrter, der die vielfältigen geistigen Interessen seines Sohnes und die Unbestechlichkeit seines Urteils nachdrücklich formte.), Willi Graf (geboren 1918, er gehörte bis 1936 zu dem kath. Jugendbund „Neudeutschland“ und arbeitete nach der vom Nationalsozialismus verordneten Auflösung in illegalen Gruppen weiter.), Carl Muth, Theodor Häcker, Hans Leispelt und Kurt Huber (geboren 1893, Philosoph, Musikwissenschafter, Volksliedforscher, Professor an der Uni München). Aus ihnen wird sich wenig später „Die Weiße Rose“ gründen.

Der Wide rstand gegen Hitler

Die Weiße Rose wurde als Vertreter des „reinen, das nicht macht- und einflußorientierten, das moralischen Widerstands“ interpretiert. Sie wendeten keine Gewalt gegen das Regime an, sondern verschafften sich durch die Verbreitung von sechs Flugblättern Gehör. Dabei läßt sich die Arbeit der Weißen Rose in drei Phasen einteilen:

In der 1.Phase erschienen im Juni und Juli 1942 die ersten vier Flugblätter und zwar im relativ kurzen Abständen von 16 Tagen. Dies geschah in Schmorells Elternhaus in der Benediktenwandstr. 12. Die Schreibmaschine liehen sich Schmorell und Scholl von einem Nachbarn aus.

Die Flugblätter hatten als zentrales Thema die politischen Verbrechen an Juden und Polen und die damit verbundene Mitschuld der Deutschen. Adressiert waren sie an Menschen die ,,der christlichen und abendländischen Kultur" angehörten. Beide vertraten die Ansicht, dass diese Leute an ihre staatspolitischen Pflichten erinnert werden müßten. Als Elite des Volkes seien sie diejenigen, die das Volk führen müssten. Schmorell und Scholl hatten Hubers Vorlesung ,,Leibniz und seine Zeit" im Sommer 1942 besucht, in denen Huber von eben diesen Dingen sprach: die staatspolitische Verantwortung und die akademische Intelligenz. Um die Akademiker und Gebildeten besser erreichen zu können, zitierten Schmorell und Scholl immer wieder berühmte Persönlichkeiten wie Goethe oder Schiller. Die angeschriebene Zielgruppe wurde jedoch relativ klein gehalten, so dass wahrscheinlich niemals mehr als je 100 Flugblätter verschickt wurden.

2. Flugblatt: Jetzt kommt es drauf an, sich gegenseitig wiederzufinden, aufzuklären von Mensch zu Mensch, immer daran zu denken und sich keine Ruhe zu geben, bis auch der letzte von der äußersten Notwendigkeit seines Kampfes wider dieses System überzeugt ist.

3. Flugblatt: Eine Diktatur des Bösen

In der 2.Phase zwischen 27. und 29. Januar 1943 wurde das fünfte Flugblatt verbreitet. Diesmal wurden die Flugblätter in der Wohnung der Geschwister Scholl hergestellt und waren in einer wesentlich klareren und politischeren Sprache verfasst. Das Flugblatt trug die Überschrift ,,Flugblatt der Widerstandsbewegung in Deutschland" und richtete sich an ,,alle Deutschen". Kurt Huber trug wieder durch seine Vorlesungen einen wesentlichen Teil bei. Im Flugblatt wurde angesichts der drohenden Niederlage dazu aufgerufen, sich vom Nationalsozialismus rechtzeitig zu distanzieren. Andernfalls würden die Deutschen ,,dasselbe Schicksal erleiden wie die Juden". Insgesamt wurden 6000-9000 Flugblätter hergestellt und in Augsburg, Stuttgart und Frankfurt a. M, Salzburg, Linz und Wien verbreitet. Kurt Huber war der Ansicht, dass der Süden eine liberalere Tradition hatte, als der Norden, und die Chance größer war, über die Flugblätter Menschen zu erreichen.

In der 3.Phase kam es im Februar zu nächtlichen Malaktionen und zur Verbreitung des 6.Flugblattes per Post und in der Münchner Universität. Diesmal wollte die Weiße Rose ganz gezielt nur die Münchener Studentenschaft mobilisieren, ..." weil wir die Auffassung vertraten, dass die meisten Studenten revolutionär und begeisterungsfähig sind..." so Sophie Scholl. Außerdem wurde das Flugblatt diesmal von Kurt Huber verfasst. Im Flugblatt wurde sowohl auf die Katastrophe von Stalingrad, als auch auf die schlechte Situation der Münchener Studenten eingegangen. So wurde mit deutlichen Worten das nationalsozialistische Bildungssystem kritisiert. Das Flugblatt trug die Überschrift ,,Kommilitonen! Kommilitoninnen!" und wurde etwa 2000-3000 mal hergestellt. Beflügelt vom allmählichen Zweifel in der Bevölkerung an Hitlers Unbesiegbarkeit, traute sich die Weiße Rose sogar noch mehr zu, als Hans Scholl und Alexander Schmorell in der Nacht vom 3. auf den 4. Februar 1943 auf öffentliche Gebäude mit Teerfarbe ,,Nieder mit Hitler" schrieben.

Das Ende der Weißen Rose

Am 18. Februar 1943 wurden Hans und Sophie Scholl in der Münchner Universität gefaßt, da Sophie aus dem 2.Stockwerk etwa 100 Flugblätter in den Lichthof geworfen wurden und so der Hausmeister aufmerksam wurde. Er hielt sie fest und verständigte die Polizei. Nach und nach wurden auch die anderen Mitglieder festgenommen. In anschließenden Verfahren vor dem Volksgerichtshof in München wurden die Geschwister Scholl2, Christoph Probst, Alexander Schmorell3, Willi Graf4, Hans Leispelt und Kurt Huber zum Tode verurteilt. Sie alle sahen die entsetzliche Gewaltpolitik Hitlers als Verbrechen und Hypothek für die Zukunft an. Aber auch die totalitäre Herrschaft im eigenen Land, die religiöse oder künstlerische Toleranz im Keim erstickte, wurde von ihnen als Verbrechen angesehen und kritisiert. Im Angesicht einer Zukunft, die ohne Eingreifen ,,schlimmer als der Tod" sein könnte (Hans Scholl) entschieden sich diese Personen zu handeln, auch wenn sie dafür mit dem Leben bezahlen könnten.

[...]


1 Er hatte jung geheiratet und war zum Zeitpunkt seiner Hinrichtung Vater von drei Kindern. Aus diesem Grunde hatten ihn die Freunde aus den besonders gefährlichen politischen Aktionen heraushalten wollen.

2 22. Februar 1943 zum Tode verurteilt

3 13. Juli 1943 mit Kurt Hubert

4 12. Oktober 1943 und Hans Leispelt zwei Jahre später

3 von 3 Seiten

Details

Titel
Die Weiße Rose
Note
1,1
Autor
Jahr
2000
Seiten
3
Katalognummer
V101315
Dateigröße
325 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Weiße, Rose
Arbeit zitieren
Hanka Kämpf (Autor), 2000, Die Weiße Rose, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/101315

Kommentare

  • Gast am 23.1.2002

    schlecht kopiert.

    hey,... ich weiss ja net wer hier dauernd kopiert, aber wenn hier bei hausarbeiten schon zwei fast gleiche zumindest mit wortlaut weiter teile übernommene arbeiten zu finden sind ist das nur schlecht.
    schönen gruss

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