Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der kritischen Auseinandersetzung der Todesstrafe unter der Moralvorstellungen nach der Theorie der Gerechtigkeit von John Rawls, dem Utilitarismus nach Jeremy Bentham und John Stuart Mills.
Der Wortlaut des Artikel 102 des Grundgesetzes (GG) verbietet die Todesstrafe, dort heißt es "Die Todesstrafe ist abgeschafft".
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die Todesstrafe
2.1 Die Geschichte der Todesstrafe
2.2 Die Todesstrafe in Deutschland
2.3 Die Abschaffung der Todesstrafe
3 Philosophen
3.1 John Rawls
3.1.1 Das Leben des John Rawls
3.1.2 Die Theorie der Gerechtigkeit
3.2 Jeremy Bentham
3.2.1 Das Leben des Jeremy Bentham
3.2.2 Der Utilitarismus nach Bentham
3.3 John Stuart Mill
3.3.1 Das Leben des John Stuart Mill
3.3.2 Der Utilitarismus nach Mill
4 Die ethische Betrachtung der Todesstrafe
4.1 Die ethische Betrachtung nach der Theorie der Gerechtigkeit
4.2 Die ethische Betrachtung nach dem Utilitarismus
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit setzt sich kritisch mit der moralischen Vertretbarkeit der Todesstrafe auseinander, indem sie diese anhand der Gerechtigkeitstheorie von John Rawls sowie der utilitaristischen Ansätze von Jeremy Bentham und John Stuart Mill analysiert.
- Historische Entwicklung der Todesstrafe
- Die Gerechtigkeitstheorie nach John Rawls
- Utilitaristische Ethikansätze
- Ethische Abwägung von Straftat und Bestrafung
- Rechtliche und menschenrechtliche Perspektiven
Auszug aus dem Buch
2.1 Die Geschichte der Todesstrafe
Die heute als Todesstrafe bekannte Bestrafung gibt es schon seit langer Zeit. Die Todesstrafe selbst entstammt aus dem Prinzip der Blutrache. Diese beschreibt dass wenn man ein Mitglied einer anderen Sippschaft tötet, der älteste Sohn der eigenen Sippschaft getötet werden muss um das Unrecht welches der anderen Sippe widerfahren ist, auszugleichen.
In der Bibel tauchte die Todesstrafe im Buch Genisis, in Kapitel 6 auf. So heißt es in der Bibel „Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut wird durch andere Menschen vergossen.“ Es zielt darauf ab dass Gott die Menschen nach seinem Ebenbild erschuf und wer einen anderen Menschen tötet der greife auch das Recht Gottes an, ein Menschenleben zu beenden. Im Buch Exodus Kapitel 21, Vers 23-25 steht geschrieben „ Ist weiterer Schaden entstanden, dann musst du geben: Leben für Leben, Auge für Auge, Zahn für Zahn, Hand für Hand, Fuß für Fuß, Brandmal für Brandmal, Wunde für Wunde, Strieme für Strieme“.
In der Antike waren in den meisten Kulturen neben der Todesstrafe nur die Geldstrafe und die Versklavung als Bestrafungsform bekannt. Häufig wurden Verurteilte Straftäter öffentlich hingerichtet um die Maßen gleichermaßen zu unterhalten und vor Nachahmungen abzuschrecken. Das Rechtswesen des alten Roms sah Todesstrafen nur für Verbrechen wie Mord, Verhöhnung der Götter oder Landesverrat vor. Die Christen lehnten die Todesstrafe ab wegen der Torauslegung Jesus Christus.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung und Einordnung der Todesstrafe in den Kontext moralischer Theorien und des deutschen Grundgesetzes.
2 Die Todesstrafe: Historischer Überblick über die Entwicklung der Todesstrafe von antiken Prinzipien wie der Blutrache bis hin zu ihrer Abschaffung im modernen Deutschland.
3 Philosophen: Biografische Skizzen und Erläuterung der zentralen ethischen Theorien von John Rawls, Jeremy Bentham und John Stuart Mill.
4 Die ethische Betrachtung der Todesstrafe: Anwendung der zuvor erläuterten philosophischen Konzepte auf die moralische Bewertung der Todesstrafe.
5 Fazit: Zusammenfassende ethische Würdigung und Feststellung der Unvereinbarkeit der Todesstrafe mit modernen Werten und der Menschenwürde.
Schlüsselwörter
Todesstrafe, Gerechtigkeitstheorie, Utilitarismus, John Rawls, Jeremy Bentham, John Stuart Mill, Ethik, Menschenwürde, Moral, Strafrecht, Rechtsgeschichte, Blutrache, Menschenrechte, Philosophie, Deutschland
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die ethische Vertretbarkeit der Todesstrafe durch die Anwendung klassischer philosophischer Gerechtigkeits- und Nützlichkeitstheorien.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die Geschichte der Todesstrafe, die Gerechtigkeitstheorie von John Rawls sowie den Utilitarismus von Jeremy Bentham und John Stuart Mill.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Todesstrafe kritisch zu hinterfragen und zu prüfen, ob sie unter den Gesichtspunkten von Gerechtigkeit und gesellschaftlichem Nutzen moralisch gerechtfertigt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche Analyse, die primär auf Literaturstudien und der Anwendung ethischer Theorien auf die spezifische Thematik basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Aufarbeitung der Todesstrafe, die Darstellung der philosophischen Grundlagen und deren anschließende ethische Anwendung auf die Todesstrafe.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Todesstrafe, Gerechtigkeitstheorie, Utilitarismus, Ethik, Menschenwürde und Rechtsgeschichte.
Wie bewertet John Rawls die Todesstrafe in seiner Theorie?
Die Analyse zeigt auf, dass die Todesstrafe einen Paradoxon in der Theorie der Gerechtigkeit darstellt, da sie das grundlegende Prinzip der Gleichheit und die Unverletzlichkeit des Lebens verletzt.
Welche Rolle spielt das Nützlichkeitsprinzip nach Bentham bei der Bewertung der Hinrichtung?
Der Utilitarismus stellt die Frage nach dem größtmöglichen Glück für die Allgemeinheit und hinterfragt, ob die Tötung eines Täters tatsächlich einen nettonützlichen Effekt für die Gesellschaft hat.
Wie steht das deutsche Grundgesetz zur Todesstrafe?
Die Arbeit verweist auf Artikel 102 des Grundgesetzes, der die Todesstrafe explizit für abgeschafft erklärt.
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- Mark Müller (Author), 2021, Ist die Todesstrafe ethisch vertretbar?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1014121