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Phonologische und Morphologische Besonderheiten im lëtzebuergeschen und (süd)burgenländischen Sprachraum

Titel: Phonologische und Morphologische Besonderheiten im lëtzebuergeschen und (süd)burgenländischen Sprachraum

Hausarbeit , 2020 , 19 Seiten , Note: 1

Autor:in: Anonym (Autor:in)

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Im Rahmen des sprachwissenschaftlichen Proseminars „Einführung in das Luxemburgische“ soll ein Überblick über ausgewählte morphologische und phonologische Besonderheiten des südburgenländischen und luxemburgischen Sprachgebiets gegeben werden. Obwohl sich Luxemburgisch (Lëtzebuergesch) seit 1984 zu einer anerkannten Sprache etabliert hat, ist ihr deutscher, oder spezifischer, ihr moselfränkischer Ursprung unverkennbar. Da das Luxemburgische als junge germanische Sprache phonologisch noch wenig erforscht ist, werden in der folgenden Seminararbeit auch unter anderem die für den gesamten moselfränkischen Sprachraum typische, dialektale Phänomene behandelt. Im Gegensatz dazu steht der (süd)burgenländische Dialektraum, der laut Hornung/Roitinger zu den eigentümlichsten Mundarten Österreichs gehört, wenngleich es heute weitgehend von der Wiener Umgangssprache unterwandert ist.

Zunächst wird der Begriff Dialekt beleuchtet, um anschließend sowohl den bairischen Dialekt, dem alle Bundesländer Österreichs, außer Vorarlberg und ein dialektales Übergangsgebiet in Tirol zugeordnet sind, als auch den moselfränkischen Dialekt, geographisch zu verorten und allgemein gültige Besonderheiten beider Dialekte erläutert. Folglich wird speziell auf die Charakteristika des südburgenländischen Dialektraums, dem auch mein eigener Dialekt zugehörig ist, und auf die des luxemburgischen Raums vertiefend eingegangen. Wenn vom (süd)burgenländischen Dialekt gesprochen wird, darf auch der Begriff des Hianzischen nicht fehlen, auf den im Kapitel 3 kurz eingegangen wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DER TERMINUS DIALEKT

3. LUXEMBURG – EINE DIALEKTGEOGRAPHISCHE EINORDNUNG

3.1 Dialektgeographische Verortung

3.2 Morphologische und phonologische Charakteristika im Lëtzebuergeschen /Moselfränkischen

3.2.1 n-Tilgung (Eifler Regel)

3.2.2 Schwa-Elision

3.2.3 Einkasussystem im Singular und Plural

3.2.4 Pluralbildung

3.2.5 Wechselflexion im Verbsystem

3.2.6 Präteritalvokal ou

3.2.7 Das Verb geben

4. DAS SÜDBURGENLAND – EINE DIALEKTGEOGRAPHISCHE EINORDNUNG

4.1 Dialektgeographische Verortung

4.2 Hianzisch im Burgenland

4.3 Morphologische und phonologische Charakteristika im Südmittelbairischen

4.3.1 Nasalierung

4.3.2 Vergangenheitsform und Zukünftiges

4.3.3 l-Vokalisierung

4.3.4 Die Diphthonge ui, ua und ǫu

4.3.5 k als behauchter Starklaut

4.3.6 Pronomina

4.3.7 Doppelte Verneinung

4.3.8 Konsonantenschwächung

4.3.9 Euphonie

5. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über ausgewählte morphologische und phonologische Besonderheiten des südburgenländischen und des luxemburgischen Sprachraums, um sprachstrukturelle Divergenzen zu beleuchten und dialektale Charakteristika einzuordnen.

  • Grundlagen der Dialektologie und Begriffsbestimmung
  • Dialektgeographische Einordnung des Luxemburgischen
  • Dialektgeographische Einordnung des Südburgenlandes
  • Vergleichende Analyse von Lautverschiebung und Grammatik
  • Besonderheiten in der Pronominal- und Verbkonjugation

Auszug aus dem Buch

3.2.1 n-Tilgung (Eifler Regel)

Eine Besonderheit des Luxemburgischen ist die sogenannte n-Tilgung, bei der das n im Wortauslaut nur in bestimmten Fällen ausgesprochen wird. Vor den Konsonanten h, d, t und ts wird das n sehr wohl ausgesprochen. Gilles (2006) veranschaulicht das gesprochene n im Wortauslaut am folgenden Beispiel: en trauregen Trouscht (ein trauriger Trost), aber e_ bloe_ Méindeg maachen (einen blauen Montag machen). Dieses Phänomen der n-Tilgung tritt auch innerhalb eines Kompositums, wie beispielsweise Asse_minister (Außenminister), auf (Gilles 2006: 30). Diese sprachliche Besonderheit wird in der Literatur auch oft als Eifler Regel benannt, da diese ihren Ursprung an der Eifel hat und sich mittlerweile über den gesamten moselfränkischen Dialektraum ausgebreitet hat und folglich auch im Lëtzebuergeschen präsent ist. In den meisten moselfränkischen Gebieten ist die n-Tilgungen jedoch etwas rückläufig, wogegen sie im Lëtzebuergeschen verankert ist bzw. obligatorisch erhalten bleibt (Gilles 2006: 34).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung steckt den Rahmen der Proseminararbeit ab und definiert das Ziel, die Besonderheiten des südburgenländischen und luxemburgischen Dialektraums zu untersuchen.

2. DER TERMINUS DIALEKT: Dieses Kapitel erörtert die Definition des Dialektbegriffs und dessen etymologische Wurzeln sowie die Verwendung synonym zu Mundart.

3. LUXEMBURG – EINE DIALEKTGEOGRAPHISCHE EINORDNUNG: Es wird die Verortung des Luxemburgischen als moselfränkischer Dialekt vorgenommen und dessen morphologische und phonologische Charakteristika detailliert analysiert.

4. DAS SÜDBURGENLAND – EINE DIALEKTGEOGRAPHISCHE EINORDNUNG: Dieses Kapitel widmet sich der dialektgeographischen Einordnung des Südburgenlandes und beleuchtet die spezifischen südmittelbairischen Merkmale.

5. FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, wie sich Luxemburgisch und Südmittelbairisch sowohl in der Grammatik als auch in der Aussprache vom Standarddeutschen und untereinander unterscheiden.

Schlüsselwörter

Lëtzebuergeschen, Südburgenland, Dialektologie, Moselfränkisch, Südmittelbairisch, Morphologie, Phonologie, n-Tilgung, Eifler Regel, Hianzisch, Sprachgeographie, Wechselflexion, Diphthongierung, Dialektmerkmale, Sprachraum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht ausgewählte phonologische und morphologische Besonderheiten des luxemburgischen und des südburgenländischen Dialektgebiets.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die dialektgeographische Einordnung, Lautverschiebungen, grammatikalische Besonderheiten in der Verbkonjugation sowie spezifische phonologische Phänomene.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist ein wissenschaftlicher Überblick über die spezifischen dialektalen Merkmale, um zu verstehen, wie sich diese Varietäten vom Standarddeutschen und untereinander abheben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine literaturgestützte Analyse der linguistischen Fachliteratur zur Dialektologie und vergleicht diese mit den spezifischen Charakteristika der untersuchten Räume.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden nach einer Definition des Dialektbegriffs sowohl das Luxemburgische (Moselfränkisch) als auch das Südburgenländische (Südmittelbairisch) anhand von konkreten Beispielen (z.B. n-Tilgung, Pronomina, Verbformen) analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Lëtzebuergeschen, Moselfränkisch, Südmittelbairisch, Hianzisch, Dialektgeographie, Morphologie, Phonologie und Sprachvarietät.

Was genau versteht man unter der "Eifler Regel" im Luxemburgischen?

Dabei handelt es sich um die n-Tilgung im Wortauslaut, die im Luxemburgischen fest verankert ist, während sie in anderen moselfränkischen Gebieten eher rückläufig ist.

Welche Rolle spielt das Verb "geben" im Luxemburgischen?

Im Luxemburgischen wird "geben" nicht nur als Existenzverb, sondern auch als Kopula, Passivauxiliar und sogar als Konjunktivauxiliar verwendet, was eine Besonderheit gegenüber anderen deutschen Varietäten darstellt.

Wie unterscheidet sich die Pluralbildung im Luxemburgischen vom Standarddeutschen?

Das Luxemburgische weist einen massiven Ausbau der Pluralmarkierung mit elf Prinzipien und zahlreichen Vokalalternanzen auf, die auch bei Einsilblern produktiv angewendet werden.

Was bedeutet der Begriff "Hianzisch"?

Hianzisch ist eine Bezeichnung für den Dialekt im burgenländischen Raum, wobei die Etymologie umstritten ist und der Begriff oft als ursprüngliche Spottbezeichnung für das "Hänseln" gedeutet wird.

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Details

Titel
Phonologische und Morphologische Besonderheiten im lëtzebuergeschen und (süd)burgenländischen Sprachraum
Hochschule
Universität Wien
Note
1
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
19
Katalognummer
V1014196
ISBN (eBook)
9783346407818
ISBN (Buch)
9783346407825
Sprache
Deutsch
Schlagworte
phonologische besonderheiten sprachraum
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Phonologische und Morphologische Besonderheiten im lëtzebuergeschen und (süd)burgenländischen Sprachraum, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1014196
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Leseprobe aus  19  Seiten
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