Ziel dieser Arbeit ist, zu diskutieren, wie die Gewährung von Dividendenschutz zum einen nach Merton und zum anderen unter der OTC-Annahme durchzuführen ist. Dabei werden insbesondere die binomialverteilte Investitionsrendite und Kapitalstruktur mithilfe des Verschuldungsgrades unter der Annahme des Dividendenschutzes berücksichtigt.
Nachdem im ersten Kapitel das Ziel dieser Arbeit kurz erläutert wird, werden im zweiten Kapitel die Definition von Aktienoptionen und deren Positionen kurz beschrieben. Im dritten Kapitel ist das, der Bepreisung des Optionswertes zugrundeliegende Binomialmodell nach Cox, Ross und Rubinstein darzustellen, wobei zwischen dem einperiodigen Fall und dem zweiperiodigen Fall zu unterscheiden ist. Das vierte Kapitel konzentriert sich auf die Gewährung von Dividendenschutz. Hier werden zwei verschiedene Formen von Dividendenschutz erläutert. In Kapitel Fünf werden die Ergebnisse dieser Arbeit kurz zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Aktienoptionen
2.1 Definition von Aktienoptionen
2.2 Komponenten und Einflussfaktoren des Wertes einer Option
3 Das Binomialmodell nach Cox, Ross und Rubinstein
3.1 Einperiodiges Binomialmodell
3.2 Mehrperiodiges Binomialmodell
4 Gewährung von Dividendenschutz
4.1 Ausschüttungsschutz nach Merton
4.2 OTC-Schutz
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung und Diskussion der Gewährung von Dividendenschutz bei Aktienoptionen, wobei insbesondere der theoretische Ansatz nach Merton und die Praxis des OTC-Schutzes im Kontext des Binomialmodells gegenübergestellt werden.
- Grundlagen von Aktienoptionen und deren Einflussfaktoren
- Methodik der Optionspreisbestimmung mittels des Binomialmodells
- Theoretische Herleitung des Dividendenschutzes nach Merton
- Vergleichende Analyse von Merton-Schutz und OTC-Schutz
- Auswirkungen von Dividendenausschüttungen auf Kapitalstruktur und Investitionsrendite
Auszug aus dem Buch
3.1 Einperiodiges Binomialmodell
Obwohl die Einflussfaktoren der Optionspreise inzwischen bekannt sind, reicht es nicht aus, die aktuellen Optionspreise zu berechnen. Es gibt verschiedene Standardmodelle zur Berechnung von Optionspreisen. Eine nützliche und verbreitete Methode zur Preisgestaltung einer Option besteht darin, einen Binomialbaum zu erstellen. Dies ist ein Modell, welches im Jahr 1973 von Cox, Ross und Rubinstein entwickelt wurde und zwei verschiedene mögliche Wege darstellt, denen der Aktienkurs über die Laufzeit einer Option folgen kann.
Die Grundannahme ist, dass die Aktienkurse stochastischen Schwankungen unterliegen. Es hat eine bestimmte Wahrscheinlichkeit, um über einen bestimmten prozentualen Betrag aufzusteigen, und eine bestimmte Wahrscheinlichkeit, um einen bestimmten prozentualen Betrag nach unten zu gehen. Zu jedem Zeitpunkt entwickelt sich der Aktienkurs nur zu einem der beiden Werte. Auch zu berücksichtigen ist, dass beim Binomialmodell alle Transaktionen und Kursermittlung in diskreter Zeit erfolgen und die Zeitspanne zwischen den Zeitpunkten bleibt immer gleich.
Diese Zeitpunkte sind als t = 0, 1, ..., T zu bezeichnen. Zusätzlich wird unterstellt, dass diese Transaktionen in einem vollkommenen und vollständigen Kapitalmarkt stattfinden, wobei weder Steuer noch Transaktionskosten entstehen. Die auf diesem idealen Markt gehandelten Optionen können nicht vor dem Verfallsdatum, sondern nur zum im Voraus vereinbarten Termin ausgeführt werden, d.h. hierbei ist ausschließlich der europäische Typ von Optionen zu betrachten, dessen zugrunde liegende Aktien keine Dividendenausschüttung haben.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Aktienoptionen ein und stellt die Problematik der Dividendenausschüttung sowie die Zielsetzung der Arbeit zur Diskussion von Dividendenschutzmechanismen dar.
2 Aktienoptionen: Das Kapitel definiert Aktienoptionen als vertragliche Wahlrechte und erläutert die wesentlichen wertbestimmenden Komponenten sowie die Einflussfaktoren auf den Optionspreis.
3 Das Binomialmodell nach Cox, Ross und Rubinstein: Hier wird das mathematische Modell zur Bepreisung von Optionen in diskreten Zeitschritten detailliert dargelegt, unterteilt in einperiodige und mehrperiodige Ansätze.
4 Gewährung von Dividendenschutz: Dieses Kapitel vergleicht den theoretisch fundierten Merton-Ausschüttungsschutz mit dem in der Praxis verbreiteten OTC-Schutz und analysiert deren Auswirkungen auf die Kapitalstruktur.
5 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, wobei hervorgehoben wird, dass der Merton-Schutz als theoretisch wirksam gilt, während der OTC-Schutz lediglich eine unvollständige Korrektur darstellt.
Schlüsselwörter
Aktienoptionen, Binomialmodell, Dividendenschutz, Merton-Modell, OTC-Schutz, Optionspreis, Kapitalstruktur, Investitionsrendite, Arbitragefreiheit, Finanzderivate, Ausschüttungspolitik, Bewertungsmodell, Risikoneutrale Bewertung, Aktienrendite, Finanzwirtschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen von Dividendenausschüttungen auf den Wert von Aktienoptionen und diskutiert verschiedene Schutzmechanismen für Optionsinhaber.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen sind die Optionspreisbewertung mittels des Binomialmodells, die Dividendenausschüttungspolitik und die mathematische Herleitung von Dividendenschutzmechanismen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, zu diskutieren, wie Dividendenschutz sowohl nach der Theorie von Merton als auch unter der OTC-Annahme durchgeführt werden kann, insbesondere unter Berücksichtigung binomialverteilter Renditen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird das Binomialmodell nach Cox, Ross und Rubinstein angewandt, um Optionswerte zu berechnen und die Auswirkungen von Dividendenzahlungen auf die Kapitalstruktur zu modellieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Optionen, der mathematischen Konstruktion des Binomialmodells und der detaillierten Analyse von Ausschüttungsschutzmaßnahmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den Schlüsselwörtern gehören Aktienoptionen, Binomialmodell, Dividendenschutz, Merton-Modell, OTC-Schutz und Kapitalstruktur.
Was unterscheidet den Merton-Schutz vom OTC-Schutz?
Der Merton-Schutz ist eine theoretisch invariante Anpassung gegenüber der Dividendenpolitik, während der OTC-Schutz lediglich eine direkte Korrektur des Ausübungspreises um den Dividendenbetrag darstellt.
Warum wird im Binomialmodell eine Rückwärtsinduktion angewandt?
Die Rückwärtsinduktion ist notwendig, um ausgehend vom bekannten Auszahlungsprofil am Verfallsdatum den aktuellen Optionspreis zum Zeitpunkt t=0 zu ermitteln.
Welche Rolle spielt die Kapitalstruktur in dieser Arbeit?
Die Arbeit zeigt, dass eine Dividendenzahlung die Kapitalstruktur verändern kann, was wiederum einen Einfluss auf die Bewertung der Optionen und die Wirksamkeit des gewählten Dividendenschutzes hat.
- Arbeit zitieren
- Sicong Li (Autor:in), 2020, Dividendenschutz auf Aktienoptionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1014251