Ziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung von Corporate Governance zu erklären. Dabei soll auch der allgemeine Zusammenhang zwischen CG und der Unternehmensstrategie sowie auch der Relevanz für eine nachhaltig erfolgreiche Unternehmensstrategie aufgezeigt werden.
Dazu wird im zweiten Kapitel zunächst auf die Definition von Corporate Governance eingegangen und anschließend die enge und weite Auslegung des Begriffes erläutert. Für das bessere Verständnis wird noch die Abgrenzung zu den fälschlicherweise oft als Synonym verwendeten Begriffen Management und Corporate Social Responsibility dargestellt. Das dritte Kapitel umfasst die theoretischen Ansätze. Der Ansatz der Neuen Institutionsökonomik, der Stewardship-Ansatz, der Stakeholder-Ansatz sowie der Ressourcenbasierte Ansatz werden dabei beschrieben. Die Verknüpfung von CG und der nachhaltig erfolgreichen Unternehmensstrategie wird anhand eines Negativbeispiels im vierten Kapitel demonstriert. Das fünfte Kapitel rundet diese Arbeit mit einer kritischen Auseinandersetzung innerhalb der Zusammenfassung ab.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Definition und Abgrenzung
2.1 Definition Corporate Governance
2.2 Enge / weite Auslegung des Begriffes Corporate Governance
2.2.1 Enge Auslegung des Begriffes Corporate Governance
2.2.2 Weite Auslegung des Begriffes Corporate Governance
2.3 Abgrenzung von Begriffen die synonym zu Corporate Governance verwendet werden
2.3.1 Abgrenzung vom Management
2.3.2 Abgrenzung von Corporate Social Responsibility
3 Theoretische Ansätze
3.1 Ansatz der Neuen Institutionökonomik
3.2 Stewardship-Ansatz
3.3 Stakeholder-Ansatz
3.4 Ressourcenbasierter Ansatz
4 Corporate Governance und nachhaltig erfolgreiche Unternehmensführung
4.1 Deutscher Corporate Governance Kodex
4.2 Negativbeispiel am Fall Thyssen-Krupp
5 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, den Begriff der Corporate Governance zu erläutern, dessen Bedeutung für die Unternehmensstrategie aufzuzeigen und den Zusammenhang zwischen einer verantwortungsvollen Unternehmensführung und nachhaltigem wirtschaftlichem Erfolg zu verdeutlichen.
- Grundlagen und Definitionen von Corporate Governance
- Abgrenzung zu verwandten Managementbegriffen
- Theoretische Modelle (Prinzipal-Agent-Theorie, Stewardship, Stakeholder-Ansatz)
- Praktische Relevanz anhand des Deutschen Corporate Governance Kodex
- Analyse von Fallbeispielen zur Verdeutlichung von Governance-Risiken
Auszug aus dem Buch
3.1 Ansatz der Neuen Institutionökonomik
Der wohl bekannteste Ansatz, um Delegations-, Informations- und Anreizprobleme im Bereich der Corporate Governance zu identifizieren und zu lösen, beruht auf der Prinzipal-Agent Theorie. Die Prinzipal-Agent Theorie ist ein wirtschaftswissenschaftliches Modell der Neuen Institutionenökonomik (NIÖ) und ist durch Nutzenmaximierung, begrenzte Rationalität sowie durch opportunistisches Verhalten der Individuen geprägt. Ausgangspunkt der Prinzipal-Agent Theorie ist die Beziehung zwischen dem Prinzipal (Auftraggeber) und dem Agent (Beauftragte). Somit sind Eigentum (auf Seiten des Prinzipals) und die Handlungsgewalt (auf Seiten des Agent) voneinander getrennt.
Der Prinzipal beauftragt dabei den Agent um dessen spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten, über die der Prinzipal selbst nicht verfügt, zu nutzen. Im Gegenzug erhält der Agent eine Vergütung für seine erbrachte Leistung. Was auf den ersten Blick wie ein Doppelsieg für beide Parteien aussieht, birgt jedoch auch Konfliktpotential. Denn die Prinzipal-Agent Theorie basiert auf einer Informationsasymmetrie. Dadurch können Konflikte und opportunistische Verhaltensmuster entstehen. Denn dem Prinzipal ist im Vorfeld nicht möglich alle Handlungsspielräume vertraglich festzuhalten. Dies führt wiederum zu unvollständigen Verträgen, die vom Agent gegen den Prinzipal ausgenutzt werden können (um diesen zu schaden) und den eigenen Nutzen zu maximieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Corporate Governance als Instrument zur Sicherung des Anlegervertrauens ein und umreißt die Problemstellung sowie das Ziel der Arbeit.
2 Definition und Abgrenzung: Das Kapitel widmet sich der begrifflichen Klärung von Corporate Governance sowie der Abgrenzung zu Begriffen wie Management und Corporate Social Responsibility.
3 Theoretische Ansätze: Hier werden wissenschaftliche Erklärungsmodelle wie die Neue Institutionenökonomik, der Stewardship-Ansatz, der Stakeholder-Ansatz und der ressourcenbasierte Ansatz diskutiert.
4 Corporate Governance und nachhaltig erfolgreiche Unternehmensführung: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Grundlagen mit der Praxis, indem der Deutsche Corporate Governance Kodex vorgestellt und das Fallbeispiel Thyssen-Krupp analysiert wird.
5 Zusammenfassung: Abschließend werden die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit zusammengefasst und die Bedeutung von Corporate Governance für börsennotierte Unternehmen unterstrichen.
Schlüsselwörter
Corporate Governance, Unternehmensführung, Prinzipal-Agent-Theorie, Informationsasymmetrie, Stakeholder, Stewardship, Unternehmensverfassung, Deutscher Corporate Governance Kodex, Management, Nachhaltigkeit, Unternehmenserfolg, Ressourcenbasierter Ansatz, Compliance, Unternehmensskandale, Strategie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Einfluss von Corporate Governance auf die Unternehmensstrategie und der Frage, wie durch klare Regelungen und Überwachung nachhaltiger Erfolg gesichert werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernbereichen gehören die Definition von Corporate Governance, die Unterscheidung zwischen verschiedenen theoretischen Modellen sowie die praktische Anwendung und deren Risiken bei Fehlverhalten.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das primäre Ziel ist es, die Bedeutung von Corporate Governance als Rahmenwerk für eine verantwortungsvolle und erfolgreiche Unternehmensführung theoretisch zu begründen und praxisnah aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse basiert und durch die Anwendung der Neuen Institutionenökonomik sowie eine Fallstudienanalyse (Thyssen-Krupp) untermauert wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Abgrenzung, die Darstellung theoretischer Erklärungsansätze (z.B. Prinzipal-Agent-Theorie) und die Übertragung dieser Konzepte auf konkrete Beispiele der deutschen Unternehmenslandschaft.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Corporate Governance, Prinzipal-Agent-Theorie, Stakeholder, Unternehmensverfassung, Compliance und nachhaltige Unternehmensführung.
Wie unterscheidet sich der Stewardship-Ansatz vom Prinzipal-Agent-Ansatz?
Während die Prinzipal-Agent-Theorie von opportunistischem Verhalten ausgeht und Kontrolle fordert, setzt der Stewardship-Ansatz auf das motivierte und verantwortungsvolle Handeln des Managers als treuhänderischem Partner.
Warum wird der Fall Thyssen-Krupp als Negativbeispiel herangezogen?
Das Beispiel verdeutlicht, wie eine mangelnde Kontrolle und Informationsasymmetrien zwischen dem Vorstand und dem Aufsichtsrat zu massiven finanziellen Verlusten und strategischen Fehlentscheidungen führen können.
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- M.Sc. Artur Janke (Author), 2017, Corporate Governance und Strategie. Die Verknüpfung von CG und einer nachhaltig erfolgreichen Unternehmensstrategie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1014602