Die Biographie des Otto Eduard Leopold Bismarck


Referat / Aufsatz (Schule), 1999
3 Seiten, Note: 1

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Bismarck

Otto Eduard Leopold Bismarck (1815 - 1898) wurde am ersten April 1815 in Schönhausen, im Nordwesten von Berlin, als Sohn eines ostelbischen Adeligen geboren. Er studierte Rechtswissenschaften (Jura) in Göttingen und Berlin, ab 1836 war er Gerichtsreferendar in Aachen. 1839übernahm er die Verwaltung der väterlichen Güter in Pommern.

1847 wurde der konservative Bismarck Mitglied des vereinigten preußischen Landtages.

Die Revolution von 1848, die er mit Gewalt unterdrückt sehen wollte, bestärkte ihn in seiner konservativen und monarchistischen Haltung.

Nach der Revolution wurde er Abgeordneter im Erfurter Parlament, führendes Mitglied der konservativen Partei und Mitarbeiter der konservativen Kreuzzeitung.

1851 bis 1859 war er preußischer Gesandter am Bundestag von Frankfurt, dort trat er für Gleichberechtigung Preußens mit Ö sterreich, der Präsidialmacht im Deutschen Bund, ein.

1859 bis 1862 wurde er preußischer Botschafter in St. Petersburg, 1862 ging er für wenige Monate nach Paris.

Im Jahr 1862 war in Preußen die Auseinandersetzung zwischen Regierung und Parlamentüber eine Heeresreform zu einem scheinbar unlösbaren Konflikt geworden.

Das von liberalen Kräften vorrangig beherrschte Parlament hatte die

Heeresvorlage der Regierund unter anderem wegen dreijähriger Dienstpflicht abgelehnt, weder König noch Parlament waren zu einem Kompromiss bereit.

König Wilhelm der Erste berief im September 1862 Otto Bismarck als preußischen Ministerpräsidenten. Bismarck beendete den Konflikt im Sinne der Krone, beschwor damit aber einen Verfassungskonflikt herauf. Er löste daraufhin das Parlament auf, das den Militärhaushalt abgelehnt hatte, und regierte, durch die sogenannte „ Lückentherapie “ gestützt und bestärkt, ohne vom Parlament gebilligten Etat weiter.

Nach Amtsantritt hatte Bismarck seine nicht der Verfassung entsprechenden Politik mit seiner „ Blut und Eisen - Rede “ gerechtfertigt, der zufolge die großen Probleme der Zeit (d.h. die deutsche Einigung) nicht durch Reden und Mehrheitsentscheidungen lösen ließen, sondern nur durch Blut und Eisen (=Krieg). Folgerichtig baute er das preußische Heer aus, ebenfalls ohne Zustimmung vom Parlament.

Mit seinem großen außenpolitischen Engagement gelang es ihm vorübergehend, von der inneren Krise abzulenken; 1863 schloss er mit Rußland die „ Alvenslebensche Konvention “ zur gegenseitigen militärischen Unterstützung (Anlass war der Januaraufstand in Polen).

1864 führten Preußen und Ö sterreich miteinander Krieg gegen Dänemark, das schließlich Schleswig, Holstein und Lauenburg an Preußen und Ö sterreich abgeben musste.

1866 kriselte die Vormachtstellung von Ö sterreich und Preußen im deutschen Krieg zwischen Ö sterreich und Preußen. Nach dem Siegüber Ö sterreich erhielt Preußen Schleswig - Holstein,

Lauenburg, Hannover und andere. Der Deutsche Bund wurde aufgelöst.

Ö sterreich wurde aus Deutschland verdrängt, Preußen erhielt die Vorherrschaft. 1867 schlossen sich unter preußischer Führung die Staaten nördlich der Mainlinie zum norddeutschen Bund zusammen, bestehend aus Preußen, 17 Kleinstaaten und 4 freien Städten.

Währenddessen verhielten sich die Staaten südlich der Mainlinie abwartend, beziehungsweise schlossen geheime Schutzverträge mit dem norddeutschen Bund, der nur als Ü bergangslösung gedacht war. Der norddeutsche Bund wurde eine neue europäische Großmacht, eine Rivalität zu Frankreich. Bismarck wurde Bundeskanzler.

Nach dem preußischen Krieg unterbreitete er dem preußischen Parlament die Idemnitätsvorlage, um nachträglich die formelle Bewilligung der Kosten für die Heeresreform und die beiden Kriege zu erhalten. Sie wurde vom Parlament mit den Stimmen einiger Liberaler angenommen.

Den gr öß ten Erfolg seiner politischen Laufbahn erlebte Bismarck 1870/71 nach dem deutsch - französischen Krieg. Die Spanier, die einen neuen König brauchten, hatten einen Hohenzollern, einen entfernten Verwandten des preußischen Königs Wilhelm I, in die engere Wahl genommen. Dieser trat jedoch auf Drängen von Frankreich als Kandidat zurück. Darüber hinaus verlangte der französische Botschafter, dass Wilhelm auch in Zukunft nie einen Hohenzollern als Kandidaten nehmen würde. Wilhelm lehnte das ab. In einer Presseerklärung, der Emser Depesche, erklärte Bismarck, dass der französische Botschafter König Wilhelm nicht mehr empfangen würde, da er ihm nichts mehr zu sagen hatte. Dies beleidigte die Franzosen, und so erklärten sie Deutschland den Krieg.

In einer Welle nationaler Zusammengehörigkeit kämpften Nord - und Süddeutschland zusammen. Napoleon III hoffte vergeblich auf Hilfe aus Italien und Ö sterreich, die neutral blieben. Wenig später wurde er besiegt; Deutschland hatte gewonnen.

Am 18. Januar 1871 wurde Wilhelm I von Deutschland in Versailles zum deutschen Kaiser gekrönt. Das deutsche Reich wurde gegründet. Bismarck wurde Reichskanzler und hatte sein Ziel, die Vereinigung von Deutschland unter preußischer Führung erreicht.

Als Reichskanzler und Außenminister leitete er bis 1890 das Reich, verantwortlich nur dem Kaiser, nicht dem Parlament.

Seine Hauptaußenpolitik, die Bündnispolitik, bestand darin, nicht nur neu zu erobern, sondern auch das Erreichte zu sichern:

1872 schloss er das Dreikaisbündnis Deutschland- Ö sterreich-Rußland 1879 schloss er den Zweibund mit Ö sterreich

1882 schloss er den Dreibund mit Ö sterreich und Italien

1887 schloss er den Rückversicherungsvertrag mit Rußland, dass man im Falle eines Krieges mit Frankreich neutral bliebe, da Rußland und Frankreich verbündet eine große Gefahr bedeutet hätten

Auf dem Berliner Kongress 1878 meisterte er eine Krise durch den russisch - türkischen Krieg.

Innenpolitisch versuchte er, die antiliberale katholische Kirche auszuschalten, musste das jedoch nach Konfrontationen aufgeben.

Mit dem Sozialistengestz 1878 versuchte er, die Masse der Arbeiter vom Sozialismus zu entfremden und den Sozialismus zu schwächen.

Dadurch entstand eine neue Krise, und er verfehlte sein Ziel, denn 1890 wurden die Sozialdemokraten die stärkste Fraktion im deutschen Reichstag.

Parallel zum Sozialistengesetz führte er eine Unfall-, Kranken-, Renten-und Invalidenversicherung ein.

1884/85 erwarb Bismarck einige Kolonien in Afrika und im Raum des Pazifik.

Am 20. März 1890 wurde Bismarck vom neuen Kaiser Wilhelm II entlassen, wegen unüber- brückbaren politischen und persönlichen Gegensätzen. Er zog sich auf sein Landgut Friedrichsruh im Sachsenwald zurück, schrieb seine Memoiren und starb am dreißigsten Juli 1898.

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Details

Titel
Die Biographie des Otto Eduard Leopold Bismarck
Veranstaltung
Geschichts-Unterricht Klasse 9
Note
1
Autor
Jahr
1999
Seiten
3
Katalognummer
V101469
Dateigröße
349 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bismarck, Geschichts-Unterricht, Klasse
Arbeit zitieren
Claudia Roeder (Autor), 1999, Die Biographie des Otto Eduard Leopold Bismarck, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/101469

Kommentare

  • Gast am 23.6.2008

    hmm.

    hätte keine 1 gegeben... aba ganz hgut

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Titel: Die Biographie des Otto Eduard Leopold Bismarck


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