Eheliche Sexualität. Unzucht und Prostitution


Seminararbeit, 2000

21 Seiten


Gratis online lesen

Inhaltsverzeichnis

- Einleitung

- Eheliche Sexualität

- Möglichkeit einer Definition?

- Exkurs: Huren?

- Prostitution

- Prostitution und städtische Bordell

- Badestube oder Badebordell

- Der rechtliche Status der Prostituierten

- Prostitution in Frankreich und Deutschland im 15. Jahrhundert

- Kurtisanen

- Erster Kontakt mit potentiellen Kunden und das Verhältnis

- Der soziale Umgang und Verpflichtungen

- Kurtisanen und ihre Kinder

- Das Ende einer Beziehung und der Lebensabend der Kurtisanen

- Schlussbemerkung

Einleitung

Ich werde versuchen in meiner Seminararbeit näher auf das Thema Prostitution ein gehen. An den Anfang möchte ich ein Zitat von Michel Foucault aus dem Buch“ Der Wille zum Wissen, Sexualität und Wahrheit, Bd. 1“stellen, da es mir wichtig erscheint, nicht nur die verschiedenen Formen von Prostitution darzustellen, sondern auch allgemeine Sexualrichtlinien aufzuzeigen, auf Grund derer, dieses Gewerbe möglicherweise, mit einigen kurzeiligen Ausnahmen, unter “vorgehaltener Hand“ betrieben wurde. "Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts haben- neben den Sittenvorschriften und Meinungszwängen- drei große explizite Codes die sexuellen Praktiken beherrscht: kanonisches Recht, christliche Pastoraltheologie und Zivilrecht. Jedes von ihnen bestimmte auf seine Weise die Scheidung in Erlaubtes und Verbotenes. Alle Waren um die Ehelichen Beziehungen zentriert: die eheliche Pflicht und das Vermögen, sie zu erfüllen, die Art ihr Folge zu leisten, die Ansprüche und Gewalttätigkeiten, von denen sie begleitet wurde, (...) ihre Fruchtbarkeit beziehungsweise die Verhütung der Fruchtbarkeit, (...) ihre Häufigkeit oder Seltenheit.“1

Eheliche Sexualität

Der eheliche Sex war durch Regel bestimmt, dennoch war er die einzig legitime Form, die moralischen Maßstäbe einer Gesellschaft gingen von der ehelichen Sexualität aus, andere Formen der Geschlechter Beziehungen auf sexueller Ebene, sei es Homosexualität, Prostitution, Ehebruch etc. , widersprachen diesem Grundprinzip und konnten somit nicht toleriert werden.

Bleibt nur die Frage offen, ob das reale Sexualleben der Mehrheit diesem christlichen Ideal von Ehe entsprach; doch bezweifle ich, dass die Unehelichenquote2 bzw. die Unehelichenrate3, einen tatsächlichen Aufschluss über das Sexualverhalten gibt. Das der eheliche Sex durch Regel bestimmt ist und die Ehe, den Mann wie auch die Frau vor Unzucht “schützen“ soll zeigt der erste Brief von >Paulus an die Korinther (1.Kron.7,1-7):“ Es ist gut für den Mann, keine Frau zu berühren. Wegen der Gefahr der Unzucht soll aber jeder seine Frau haben, und jede soll ihren Mann haben. Der Mann soll seine Pflicht gegenüber der Frau erfüllen und ebenso die Frau gegenüber dem Mann. Nicht die Frau Verfügt über ihren Leib, sondern der Mann. Ebenso verfügt nicht der Mann über seinen Leib, sondern die Frau. Entzieht euch einander nicht, außer im gegenseitigen Einverständnis und nur eine Zeitlang, um für das Gebet frei zu sein. Dann kommt wieder zusammen, damit euch der Satan nicht in Versuchung führt, wenn ihr euch nicht enthalten könnt.“4 In spätern Stellen wird auch auf Witwen und unverheiratete eingegangen, ihnen wird empfohlen unverheiratet zu bleiben, allerdings sei es besser zu heiraten als sich in Begierde zu verzehren. Aus dieser Bibel Stelle geht eindeutig hervor, dass die eheliche Vereinigung als Pflicht betrachtet wurde und, dass diese Pflicht einzig und alleine der Fortpflanzung zu dienen habe; “wer sie mit anderen Interessen verknüpft, etwa dem Genuss, der treibt Missbrauch mit ihr.“5 Da man der Meinung war, dass sich leidenschaftlich eheliche Liebe negativ auf das Sozial Verhalten und auf die Pflichten gegenüber Gott auswirken könnte.

Ab dem 16. Jahrhundert wurden die theologischen Richtlinien bezüglich des inner ehelichen Geschlechtsverkehrs etwas liberaler, die spät Antike und das Mittelalter waren von der Auffassung geprägt, sich nicht mehr zu vereinigen, sobald die Nachkommenschaft als gesichert galt, von nun an war es keine Sünde mehr sich ohne die Absicht der Fortpflanzung miteinander zu vereinigen, solange man keine empfängnisverhütenden Maßnahmen setzte. In diesem Zusammenhang beschäftigte die Frage nach dem “Coitus interrupptus“ ab dem 16. aber besonders in den folgenden Jahrhunderten, viele Beichtväter und Theologen “und werfen in diesem Zusammenhang neue Fragen auf, etwa die Komplizenschaft der Ehefrau. Diese hatte bekanntlich ihrer ehelichen Pflicht nachzukommen, wenn der Gatte es wünschte. Aber bestand diese Pflicht auch, wenn der Mann den Coitus interruptus praktizierte? War sie unter solchen Umständen nicht vielmehr gehalten sich ihm zu versagen?“6

Nicht nur, dass die eheliche Vereinigung lange als eine Pflicht galt, musste sie auch in der “natürlichen Stellung“, der Missionarstellung erfolgen.“ Andere Stellungen galten als schändlich und >wiedernatürlich<. Die mit den Beiworten retro oder more canino gekennzeichneten Stellungen erschienen wider der Natur, weil für die Paarung der Tiere typisch. Die Position mulier super virum dagegen verstieß gegen die Natur des männlichen und des weiblichen Geschlechts, denn die Frau war von Natur aus passiv, der Mann aktiv(...). Auch hatte man diese Stellung in Verdacht, die Empfängnis in ganz besondern Maße zu behindern, trotz der “Anziehungskraft“, die man der Gebärmutter beimaß. Und ganz allgemein erschienen diese “widernatürlichen“ Stellung charakteristisch für das ebenso übermäßige wie unfruchtbare Streben nach Lust.“7 Einer der wenigen Gründe, wenn diese Stellung von den Theologen trotzdem gebilligt wurde, war, wenn der Gatte zu dick, oder die Frau schwanger war.

Sodomie war strengstens verboten und mit den härtersten Strafen belegt.

Die christlichen Voraussetzungen zur Ausgrenzung dieser Sexualpraktik bildeten sich in der Spätantike heraus.“ Der Begriff der “Sodomie“, der, von der von Gott vernichteten Stadt Sodom abgeleitet ist ( Genesis 18,1- 19,29), “bezeichnete sowohl Analverkehr ( more canum), als auch Verkehr unter Männern ( masculorum concubitus).“8

Die Sünde, oder das Laster der Sodomie, vitium sodomiticum, dieser Begriff wurde im Mittelalter für alle Formen der Unzucht wider der Natur verwendet , Thomas von Aquin reserviert diesen Terminus unter anderem auch “für das Verhalten zwischen Männern oder zwischen Frauen. Das “sodomitische Übel“ gehört neben der Selbstbefriedigung (immunditia, mollities), dem Mensch-Tier-Verkehr (bestialtas) und dem Anal- und Oralverkehr zwischen Eheleuten (mondi non debiti) zu den vier „wiedernatürlichen Unzuchtsünden“ (peccata luxuriae contra naturum).9

Wie schon öfters erwähnt, war lange Zeit nur der innereheliche Sexualverkehr das Maximum des tolerierbaren, insofern war jegliche Art käuflicher Liebe vom theologischen Standpunkt aus gesehen inakzeptabel.

Im folgenden ich möchte mich ausschließlich auf die Darstellung von weiblich - heterosexueller Prostitution einschränken, doch zuvor möchte ich versuchen Prostitution zu definieren bzw. einige Definitionen vorstellen.

Möglichkeit einer Definition?

Zu Beginn des 20. Jahrhunderst, gab es eine Reihe von Sozialhistorikern, die versuchten “Prostitution“ zu definieren, oder den Vorschlag machten, davon abzusehen eine Definition überhaupt in Betracht zu ziehen ( vgl. Hirschfeld, Götz 1926 „“ Sexualgeschichte der Menschheit), einfach gesagt gab es keine Einheitliche Auffassung zu diesem Thema, einige vertraten die Meinung, dass Prostitution vergleichbar mit einem Warenaustausch sei, also ein einfacher Handel, andere wiederum bezeichneten jene Frauen, die in diesem Gewerbe tätig waren, als Menschen mit einer psychopathischen Veranlagung.

Zu der ersteren Gruppe sind Pierre Dufour und Bernsdorf zu zählen. Pierre Dufour, schrieb unter einem Pseudonym zu Beginn dieses Jahrhunderts eine “ Geschichte der Prostitution“ in sechs Bänden. In Gegensatz zu Hirschfeld und Götz führt er eine Definition an: “ die Prostitution hat an dem Tage Einzug in die Welt gehalten, an dem das erste Weib sich als Ware verkaufte; und dieser Austausch hat seitdem, wie der Handel überhaupt, eine Fülle der verschiedensten Formen angenommen. Solange sich das Weib nur im Drange des Herzens oder ihrer Sinneslust sich hingab, war dies noch keine Prostitution, die rechnet und handelt.“10

Bernsdorfs Definition geht in die selbe Richtung:“ die Prostitution ist eine geregelte und sozial gebilligte, oder geduldetet in herrschaftlich organisierten Gesellschaften, die dem Manne und der Frau außerhalb monogamer oder polygamer Eheformen in historische wechselnder Gestalt neben- und außerehelichen Geschlechtsverkehr ermöglicht, wobei der eine Partner seien Körper gewerbsmäßig oder gelegentlich preisgibt, wem ihm materiellen Vorteile dafür gewährt werden.“11 Beide Erklärungsmodelle bezeichnen den wirtschaftlichen Faktor als Indiz für Prostitution. Ware gegen Bezahlung, nur dass in diesem Fall des Geschäftes, Ware und Händler ident sind. Prostitution wird“ in die Nähe des Handels und des Warenaustauschs“12 gerückt wird, auch der lateinische Terminus prostituo 3 - preisgeben, was im ökonomischen Sinn zu verstehen ist, deutet auf einen wirtschaftlichen Austausch hin.

Einige andere Sozialhistoriker dieser Zeit, rückten die Prostitution, wie schon gesagt in die Nähe von psychischen Krankheiten, sie vertraten die Meinung, dass nicht materielle Not, oder andere Umstände dieses Gewerbe aufrecht hielten, sondern, dass Prostituierte “ als ein psychopathisches Individuum aufzufassen“13 seien, oder das Prostitution “ lediglich als Symptom eines psychischen Defektzustandes zu betrachten“14 sei und zudem sei die Faulheit der einzelnen ausschlaggebend.

Doch im Gegensatz zu diesen sehr spezifischen Definitionen, war Prostitution im allgemeinen durch zwei Merkmale gekennzeichnet:

- Erwerbstätigkeit -> pecunia accepta
- Häufiger Partnerwechsel -> sine delectu

“Wir meinen, dass nicht nur diejenige öffentliche Tätigkeit ausübt. Die sich im Bordell prostituiert, sonder auch diejenige, die, wie es üblich ist, etwa in Tavernen und anderen Orten ihr natürliches Gefühl für Anstand nicht schont. Aber unter öffentlich verstehen wir „ durcheinander“, das heißt „wahllos“, nicht diejenige, die Ehebruch und Unzucht begehen, sondern diejenige, die sich auf den Beruf einer Prostituierten einlasst.

Wenn sie daher mit einem oder zwei Männern ein geschlechtliches Verhältnis hat und dafür Geld empfängt, kann man nicht sagen, dass sie sich öffentlich feilbietet. Andererseits hat Oktavenus zu Recht gesagt, dass sogar diejenige, die sich ohne Gewinn öffentlich anbietet, zu den Prostituierten zählen muss.“15

Die Definition des römischen Juristen Ulpian ( um 170-228), die in den Justinianischen Codex aufgenommen wurde, bildete die Grundlage vieler mittelalterlicher Definitionen. Die Käuflichkeit ist von Seiten der Moraltheologen nur sekundär von Bedeutung. “Entscheidendes Kriterium ist jedoch der rasche Partnerwechsel. Geht eine Frau nur mit wenigen Männern ein geschlechtliches Verhältnis gegen Bezahlung ein, so kann man sie nach Ulpian nicht als Prostituierte bezeichnen.“16 Eine Dirne musste mit vielen Männern verkehren, das war eine gesellschaftliche Forderung und Erwartung.

Exkurs: Huren?

Bezugnehmend auf Brigitte Raths Beitrag “ Von Huren die keine sind...“, in Privatisierung der Triebe? , Sexualität in der frühen Neuzeit, möchte ich kurz auf Begriff der Ehre einer Frau eingehen. Die Ehre einer Frau wird im Gegenteil zur Ehre eines Mannes, an Begriffen der Sexualität festgemacht, wobei die Ehre des Mannes an Adjektiven wie Tugendhaftigkeit oder Tapferkeit gemessen wird. Diese zeigt sich unter anderem im Hinblick auf Verbaldelikte gegen Frauen, Brigitte Rath untersuchte in diesem Zusammenhang Gerichtsüberlieferungen des Raumes Niederösterreich im 16. Jahrhundert. Sie führt an, dass die Beschimpfung einer Frau als “Hure“ eine zentrale Stellung einnimmt, egal ob dieses Vergehen tatsächlich vorliegt oder nicht, geht es in den meisten von Rath angeführten Beispiele um eine Diffamierung der weiblichen Ehre. “ Der Anlass für die in der Gerichtsüberlieferung auftretenden Beschimpfungen kann tatsächlich völlig variabel sein- bei Beleidigungen der Frau wird jedoch in erster Linie auf ihre Sexualität Bezug genommen. Abweichendes Sexualverhalten - wie es gerade Prostituierte an den Tag legen - wird als negatives Paradigma weiblichen Verhaltens betrachtet.“17 Für Frauen und Männer war die Verteidigung der Ehre gleichermaßen von Bedeutung. “Dabei stellt sich die Frage, was die geschlechterspezifischen Unterschiede dieses Ehrbegriffs sind. Für die Frau nimmt - wie bereits angeführt -“die Hurerei“ die zentrale Stellung im Kanon der ehrverletzenden Beschimpfungen ein. Die Beschimpfungen von Männern beziehen sich kaum auf abweichendes Sexualverhalten, sondern im weitersten Sinn auf Ökonomie ( Dieb oder Betrug). Männer sind Diebe, Schelme oder Schla>18 etc. Selbst die Bezeichnung „“ Hurensohn“, beschreibt das Sexualverhalten der Mutter. Abschließend ist noch zu sagen, das der Begriff Ehre für Frauen und für Männer einen geschlechtsspezifischen Umfang hat und somit auch die Möglichkeit diesen in Frage zu stellen abhängig vom jeweiligen Geschlecht sind. Doch bei Frauen reduziert sich dieses Mittel “ auf die Infragestellung ihrer Anständigkeit - ausschlaggebend für diese Anständigkeit ist die Sexualität. Die der Frau zugeschriebene Ehre resultiert aus der Positiv- oder Negativbewertung ihres Körpers/ihrer Sexualität.“19

Prostitution

Prostitution ist in der Neuzeit ein sehr differenziertes Gewerbe, insofern ist es nicht möglich von der Prostitution im allgemeinen zu sprechen, gerade im Bezug auf das alltägliche Leben und Lebenstandart gibt es gravierende Unterschiede. Einerseits gab es die vom Gemeinderat institutionalisierten städtischen Bordelle, andererseits gab es fahrende und freie Prostituierte, wobei der graue Bereich nicht außer Acht zu lassen ist, wie das Beispiel der Bademägde zeigen wird. Abgesehen davon, sind in diesem Zusammenhang noch Kurtisanen zu erwähnen, die eine Sonderstellung einnehmen

Prostitution und städtische Bordell

Allgemein wird davon ausgegangen, dass die Web- und Spinnstuben, sowie die gynäceen des Mittelalters und der Neuzeit Vorläufer des städtischen Bordells sind. Sie waren die wichtigste voreheliche Kontaktmöglichkeit der jungen Frauen und Männer in den Dörfern. Sie ermöglichten in den Wintermonaten, wenn die Ernteintensität in den bäuerlichen Regionen abgenommen hatte, gemeinsame Arbeit, verbale Kommunikation und Geselligkeit an den Abenden. Sie waren zudem für die Ehre einer Frau meinungsbildend. Einen Gegenpart zu den Weiblichen Spinn- und Webstuben stellten die Lichtstuben der Männer dar. Der Ablauf solcher Abende und der Umgang unter den Geschlechtern, war strengen Regeln unterstellt. “ Zeitpunkt und Modus des männlichen Zugangs zu den Frauenspinnstuben waren in allen Einzelheiten geregelt. Die Statuten (...) schrieben genau vor, wann und wie die Besuche abzustatten waren. Es war bei Strafe verboten, vor 20 Uhr in die Frauenstuben zu gehen, ebenso wie das individuelle oder heimliche Eindringen unter Geldstrafe gestellt war.“20 Diese strengen Regeln boten den jungen Mädchen eine gewisse Sicherheit, da es von den anderen bezeugt wurde, wenn sie von einem jungen Mann nach Hause gebracht wurde, und im Falle des Falles hätte man gewusst wer der Vater ist. Diese Art von Gesellschaftlicher Zusammenkunft war der Gesetzgebenden Obrigkeit von jeher ein Dorn im Auge und zahlreiche Polizei-Erlasse, das Einsetzen von Aufsichtspersonen „ehrbare Haus-Leuthe“21, verdeutlichen diese Haltung. Ich denke es war das Bild der geistigen und weltlichen Obrigkeit, die in den Spinnstuben bzw. Rockenstuben den Treffpunkt der Jugend, “wo angebandelt wurde und Liebschaften sich entspannten“22 sahen, das zu dem Schluss führte, das diese Vorläufer des städtischen Bordells waren. Zwei Faktoren begründen die Existenz der Prostitution“: eine Nachfrage in Form potentieller Freier und ein Angebot in Gestalt sich prostituierender Frauen. Beide können erst entstehen mit der Lösung des Individuums aus engen familiären Gesellschaftsverbänden. (...) Diese Lösung aus tradierten Sozialverbänden und die damit verbundene Entwicklung individueller Freiheit und Verantwortung, aber auch zu Vereinzelung vollzieht sich endgültig und auf breiter Grundlage mit dem Wachsen des Städtewesens im Hochmittelalter.“23 Der Begriff “ Frauenhaus“ bezeichnet üblicherweise alle Bordelle der Vormoderne, doch Peter Schuster folgend ist dieser Ausdruck keineswegs ein Sammelbegriff für alle Bordelle dieser Zeit, sondern er charakterisiert eine spezielle Form.

Peter Schuster verwendet den Begriff “ Frauenhaus“ synonym mit dem Begriff “ städtisches Bordell“, da dieser Begriff „ in den Quellen niemals zur Kennzeichnung eines privaten Bordells verwendet wurde.“24 “ Das Frauenhaus bezeichnet ein Bordell in städtischen oder landesherrlichen Besitz oder durch die Stadt oder den Landherrn gemietet. . „Das Frauenhaus stellte den Versuch dar, Prostitution durch Legalisierung zu kontrollieren. So entstand ein Rahmen obrigkeitlicher Reglementierung und Überwachung für die Ausübung der Prostitution.“25 Das Frauenhaus wurde gegen einen monatlichen Zinns an eine Wirtin oder einen Wirt verpachtet. „ Die Stadt vereidigte Ratsknechte, z. B. Scharfrichter, aber auch ehrbare Bürger und Bürgerinnen auf das Amt des Frauenwirts.“26 Deren Aufgabe war es für Ruhe und Ordnung zu sorgen, vom Rat erlassene Vorschriften erleichterten die Aufsicht, da für Gewalttaten hohe, nicht zu bezahlende Gehlstrafen ausgesetzt wurden und ein Verurteilter die Stadt hätte verlassen müssen.

Die Anfänge für die im Mittelalter typischen städtischen Frauenhäuser liegen in Frankreich und Italien, in Deutschland und England setzte diese Entwicklung erst im 13. und 14. Jahrhundert ein. Die Lage der jeweiligen Frauenhäuser war von Stadt zu Stadt verschieden, entweder lagen die Bordelle innerhalb eines bestimmten Stadtviertels, zentral in der Nähe des Marktes, oder in der Nähe der Stadtmauer in Nachbarschaft anderer Randgruppen; während des Spätmittelalters intensivierte sich diese Ausgrenzung. Als die Städte begannen, privilegierte Frauenhäuser zu errichten, änderte sich diese Situation. Die Eigentumsverhältnisse waren ebenso wie die Formen der Verwaltung sehr unterschiedlich geregelt. Eigentümer konnte die Stadt selbst, bzw. der Rat der Stadt sein, oft blieben diese Häuser aber in Privatbesitz, wurden jedoch von Rat verwaltet. Für die Vermieter war dies ein lukratives Geschäft. Generell gab es im 15. Jahrhundert ein Bordell in jeder Stadt, größere Städte wie z.b. Wien, oder Augsburg verzeichneten zwei Frauenhäuser. Unterschiedlich war auch Qualität der Häuser in denen die Bordelle eingerichtet waren.

Der Obrigkeit war es ein Anliegen den Berieb des Frauenhauses unter bestimmte Regel zu stellen, zu diesem Zweck wurden eine eigene „Frauenhausordnung“ festgelegt, diese schrieb eine Reihe von Bestimmungen vor, z.b. musste das Frauenhaus in der Karwoche und an anderen kirchlichen Feiertagen geschlossen bleiben, ebenso war es einigen Gesellschaftsschichten u.a. Minderjährigen, Klerikern, Verheirateten nicht gestattet das Frauenhaus zu besuchen. Bei Missachtung dieser Vorschriften drohten dem Wirt oder dem Freier erhebliche Geldstrafen. “ Vorrangiger Zweck des städtischen Bordells war die Bereitstellung eines Ventils für die sexuellen Bedürfnisse der männlichen unverheirateten Einwohner in Gestalt von Prostituierte. In den Stuben oder vor dem Haus wurde der Kontakt zwischen Freier und Prostituierter geschlossen, und bei Übereinkunft zogen sich die beiden in die (...) Kammer zurück. Über sexuelle Praktiken in den Frauenhäusern wissen wir wenig, aber auch damals entzogen sich die Ereignisse in den Kammern im Regelfall den Augen der Außenstehenden.“27 Doch es ist anzunehmen, dass in den Frauenhäusern die selben Regeln in bezug auf die Sexualpraktiken, galten, jegliche Form von Sodomie galt als Ketzerei. So wurde in einzelnen Fällen die weibliche Prostitution gefördert, dort wo sich die Obrigkeit einer Gefahr der Homosexualität ausgesetzt sah, z.b. wies die Stadt Venedig im 15. Jahrhundert, die Prostituierten an, mit entblößten Brüsten, vom Fenster aus zu werben, da die weibliche Prostitution eine natürliche Form der Sexualität darstellte.

Das Frauenhaus war ein Teil der Städtischenkultur des 14. und 15. Jahrhunderts.

Neben der geduldeten und legalen Bordell Prostitution gab es verschiedene Formen der freien Prostitution, dies wurde auf Grund der schlechten Vorbildwirkung auf ehrbare Damen besonders bekämpft. Doch andererseits wurde vor allem in großen Handels- und Hafenstädten die freie Prostitution aus ökonomischen Gründen toleriert. Man sah sich der Gefahr ausgesetzt, durch zu hartes Vorgehen auch Kaufleute zu diskriminieren, und einen finanziellen Verlust zu erleiden. Die freien Dirnen fanden oft Unterstützung durch geschäftstüchtige Hausbesitzer und Gastwirte, da die Miete, die eine Prostituierte zu bezahlen hatte, in der Regel sehr hoch war.

“ Fahrenden Frauen“ sahen sich dem ständigen Verdacht der Prostitution ausgesetzt. Sie verdienten ihren Lebensunterhalt u.a. als Artistinnen, Tänzerinnen und Marketenderinnen, einige “ schlugen sich zusätzlich als Bettlerinnen oder Prostituierte durch. Sie traten besonders zahlreich bei öffentlichen Anlässen wie z.b. Konzilien, Reichstagen, Jahrmärkten, Messen und Schützenfesten auf. (...) Die fahrenden Frauen waren der öffentlichen Kontrolle, dem statischen Prinzip des gesellschaftlichen Lebens, der weltlichen und sittlich-religiösen Normaufsicht entzogen. Damit waren sie den Verdächtigungen der Gesellschaft und der Obrigkeit ausgesetzt.“28

Badestube oder Badebordell?

Die Meinungen, ob Badestuben Orte der illegalen Prostitution waren gehen sehr auseinander. Auf jeden Fall standen sie lange unter dem Verdacht solche zu sein. Unter anderem scheint Annette Lömker-Schlögell, in ihrem Beitrag, über Prostituierte, diese Meinung zu vertreten, dass die städtischen Badestuben auch Gelegenheit zur Prostitution gaben, „denn oft waren die Bademägde, die den männlichen Badegästen Genüsse und Massagen verabreichten, und das Ruhebett vorbereiteten, auch willig zu Liebesdiensten. Viele Badestuben verfügten im 15. Jahrhundert neben Gemeinschaftsbädern auch über die Intimität kleiner Bade- und

Ruheräume, die ebenfalls von Bademägden betreut wurden. (...) Außerdem wurde den Badern klargemacht, dass sie nur Mädchen beschäftigen durften, die nicht Geschlechtskrank waren.“29 Die Obrigkeit war bemüht, Dirnen von Bädern in denen ehrbare Frauen Zutritt hatten, fernzuhalten. In diesem Zusammenhang zetiert sie mitunter Jacques Rossiaud, der diese Thematik für Frankreich im 15. Jahrhundert untersuchte: „ In jedem Orte von einiger Bedeutung gibt es neben den öffentlichen Bordellen noch eine Reihe von Badehäusern, die freilich ausnahmslos mehr Zimmer als Zuber aufweisen. (...) Ihre Gemeinschaftsräume bieten Schutz und Platz für Zusammenkünfte, ihre Küchen sind mit Speisen und Weinen reichlich versehen, und in den Zimmern warten zahlreiche junge Bedienerinnen. Trotz aller Reglementierung eröffneten die Badehäuser Gelegenheit zum Stelldichein, sind sie notorische Zentren einer beständigen Prostitution: die eigentlichen Freudenhäuser dieser Zeit.“30 Doch scheint ein gewaltiger Unterschied zwischen der französischen und der deutschen Badehauskultur bestanden zu haben, im Süden Frankreich fungierten zahlreiche Badehäuser als Bordelle, dies zeigt auch die begriffliche “Unterscheidung der Badehäuser nach “ehrbaren und unehrbaren“ (honestate ac inhonestate). Für den deutschsprachigen Raum jedoch sind Zweifel angebracht ob es “unehrbare“ Badestuben und damit Badebordelle überhaupt gegeben hat.“31

Es gib zahlreiche Indizien für sexuelle Handlungen in den diversen Badestuben Deutschlands, doch mangelt es an Beweisen für geschäftlich organisierte Prostitution in diesen Häusern, nichts desto Trotz haften an diesen Badeanstalten “ das Klischee vom Badehauebordell und der schlechte Ruf des Baders.“32 Dies mag mit der Einstellung der Gesellschaft zu Nacktheit und Sexualität zusammenhängen, gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurde in Deutschland das gemeinsame Bad durch eine entsprechende Verordnung verboten, es war zu einem Symbol der Lasterhaftigkeit geworden, das es zu überwindem galt. In dieser vorreformatorischen Zeit bildete sich die Meinung über die Badehäuser, doch der Quellenlage nach “ ist die Badehausprostitution für den deutschsprachigen Raum nichts anderes als ein Zerrbild im Auge der sittenstrengen Zeitkritiker des 16. und 17. Jahrhunderts.“33

Der rechtliche Status der Prostituierten

Ab dem 13. Jahrhundert beziehen Stadtrechte und Ordnungen auch die Prostituierten in die Verordnungen mit ein. “ Im wesentlichen handelte es sich dabei um die Kodifizierung des besonderen Rechtstatus der “meretrices“ oder der “varenden frawen“. Grundtenor dieser Gesetzgebung ist eine negativ-repressive Haltung zu den Prostituierten, als einer wohl geduldeten aber missachteten und außerhalb des Rechts stehenden Personengruppe.“34 Diese negative Haltung zu den Prostituierten und ihre Rechtsstatus steht in Zusammenhang zu ihrer Lebensform. An der Art des Lebensstils der Prostituierten und Vaganten haftete etwas anrüchiges und sündiges. Mit der zunehmenden Urbanisierung stieg auch die Nachfrage nach Prostitution und des Gewerbe wurde “sesshaft“. Somit änderte sich auch der Rechtstatus, Prostituierte waren nicht mehr Rechtlos, sondern einem Sonderrecht unterworfen. Prostituierte in einem städtischen Frauenhaus zu sein, bedeutete eine gewisse Art von rechtlichem Schutz.

Prostitution in Frankreich und Deutschland im 15. Jahrhundert

Die Geschichte der Prostitution in Frankreich bzw. in Deutschland, weißt viele Parallelen aber auch einige gravierende Unterschiede auf, ich beziehe mich im folgenden auf einen Vergleich von J. Rossiaud, A. Lömker-Schlögell und B. Roeck Ausführungen zu diesem Thema. Viele Gemeinsamkeiten liegen auf der Hand z.b. das Interesse der Obrigkeit durch städtisch oder landesherrschaftlich gegründete Frauenhäuser bzw. Stadtbordell dem la grande maison, das war Gewerbe bestimmten Regel unterworfen, auch war es beiden Orts üblich das Unternehmen an einen Pächter/in dem Frauenwirt oder an die Äbtissin zu vergeben, sie hatten u.a. die Aufgabe die Einhaltung der Regeln zu überwachen. Neben der Legalen Prostitution entstanden einige Privatbordelle, doch während man in Deutschland eher auf Diskriminierung und Abneigung stößt, bekommt man auf Rossiauds Beschreibungen einen ganz anderen Eindruck, allein in Dijon ( um1485) gab es achtzehn privat Etablissements,“ sie wurden von den Nachbarn geduldet, blieben unbehelligt von gesellschaftlichem Argwohn, den in dreizehn Fällen führten das Geschäft Witwen oder Ehefrauen von Handwerkern, die ihrem ordentlichen Beruf nachgingen oder nachgegangen waren (...) und auch in der sozialen Wertschätzung nicht auf untersten Stufen agierten.“35 Während man im deutschsprachigen Raum sehr konsequent versuchte das Gewerbe der Prostitution räumlich zu beschränken, z.b. in der Nähe der Stadtmauer oder in einem für sie ausgewiesen Bezirk.

Im Gegensatz dazu schreibt Rossiaud, dass die räumlichen Begrenzungen recht locker gewesen zu sein scheinen und, dass die Behörden gegen den freien Prostituierten und die Privatbordelle keine ernsthaften Versuche unternahmen diese zurückzudrängen,“ diese Nachgiebigkeit ging so weit, dass es gelegentlich die Mädchen der grande maison waren, die sich, besorgt wegen unlauterer Konkurrenz, an den Prokurator oder den Magistrat wendeten, um die Schließung eines Privatbordells zu erwirken.“36 Aufgrund von sozialer Not wie Missernten Seuchen etc, kam es öfters vor, dass Privatprostituierte, Kupplerinnen und Konkubinen die Stadt verlassen mussten, doch dies geschah in Zusammenhang mit der Vertreibung anderer Randgruppen aus der Stadt.“ Manchmal kam es durchaus zur Unterdrückung der heimlichen und der privaten Prostitution; zuweilen prangerten die Bewohner einer “ehrbaren“ Straße die skandalösen Zustände und das schlechte Beispiel an; dann griff der Rat - in der Regel mit milden Mitteln - ein. Doch bis es zum Prozess kam, hat die Kupplerei bereits mehrere Jahre floriert und nahm dann auch nicht sogleich ein ende. Wenn Vertreter einer Straße, eines Viertels oder der Stadt eine Wirtin oder eine Kupplerin verklagten, die dort schon seit langem jedermann bekannt ihrem Gewerbe nachgegangen ist, so deshalb weil andere und gravierende Beschwerden als die Prostitution gegen sie vorlagen.“

Im übrigen ist ihre häufige Erneuerung ein hinreichender Beleg für ihre Wirkungslosigkeit.“38 Man hat nach Rossiauds Beschreibungen nicht den Eindruck, dass der Besuch eins Badehaus oder eines postibulum etwas unehrenhaftes ist, man ging nicht heimlich dorthin. Für den deutschsprachigen Raum hingen bekommt man den Eindruck vermittelt, dass Prostitution vielerorts nur toleriert wurde, weil man befürchtete, dass die ehrbaren Damen und Mädchen sonst in Gefahr wären.

Prostituierte waren lange in die gesellschaftlichen Bräuche mit eingebunden, z.b. das überreichen von Blumen bei Hochzeiten, der Tanz am Vorabend des Johannisfestes. Doch ab Mitte des 16. Jahrhunderts kam es sowohl in Deutschland als auch in Frankreich zu einem Wandel der Gesellschaft in bezug auf die Einstellung zur Prostitution. Unter anderem wurden Bräuche bei denen Prostituierte als Exponentin der bürgerlichen Wertschätzung fungierten wurde abgeschafft. Im Zuge der Reformation, aber auch der Gegenreformation wurde die legale Prostitution sukzessive aus dem Bild der Städte und Gemeinden verdrängt. “ Die Lehre des “geringeren Übels “und die damit verbundene Tolerierung der Dirnen hatte in den reformierten Gemeinden zu Beginn des Jahrhunderts endgültig ausgedient. In den katholischen Städten vollzog sich diese Entwicklung mit z.t. großer Verzögerung, Aber auch hier waren Ende des 16. Jahrhunderts(...) alle Frauenhäuser geschlossen und die Prostitution bei strengen Strafen offiziell verboten.“39

Kurtisanen

Das Kurtisanenwesen ist eine Sonderform der Prostitution, die in Italien des 16. Jahrhunderts ihren Höhepunkt erlebte. Kurtisanen konnten auf Grund ihres gesellschaftlichen Status ein weitaus besseres Leben führen, als “gewöhnliche“ Prostituierte.

Entwicklung des Kurtisanenwesens

In Rom fand das Konkubinat im 14. und 15. Jahrhundert besonders in Priesterkreisen weite Verbreitung, und löste die zu diesem Zeitpunkt die rechtlich nicht mehr mögliche Klerikerehe ab. Die zahlreichen Verbote oder Eindämmungen zeigten nur beschränkt Wirkung. “ Unter Innozenz` Nachfolger, dem berüchtigten Papst Alexander VI. Borgia, erreichte die Unmoral der römischen Geistlichen ihren Höhepunkt.

Die Existenz eines Bordells in der ewigen Stadt wurde nicht nur geduldet, sondern zu einem einträglichen Geschäft für die Anhänger der Kurie gemacht: zwei Abgeordnete des Papstes vermieteten 1496 dem Korsen Ludevico Romanelli das Amt eines Capitaneus Prostituti de Ponte Sixto, eines Vorstehers eines Bordells bei Ponte Sixto. Romanelli mietete von den Beamten des Papstes das Recht, von jeder dort lebenden Hure einen monatlichen Tribut von zwei Cartini einzuheben, sowie einen Spielsalon und ein Gasthaus im Bordell zu betreiben."40 Konkubinat und Prostitution waren in Rom an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit so weit verbreitet, dass es den Moralklerikern als Verbesserung der Situation erschien, das Hetärenwesen der griechischen Antike wiederzubeleben.

Die Existenz einer Edelprostituierten im antiken Griechenland, die den Männern bei Symposien “ von denen ehrbare Frauen ausgeschlossen waren, Gesellschaft leistete, sie angenehm und gebildet zu unterhalten wusste, mit Gesang und Tanz erfreute und gegen Bezahlung ein dauerhaftes Verhältnis mit einem oder mehreren Liebhabern einging,“41 sie nicht nur sexuell befriedigte, sondern auch für die nötige Zerstreuung sorgte; diese Idee fand bei den Humanisten der Renaissance großen Anklang. Eine Hetäre, obwohl sie sich auf höchster Ebene prostituierte, war keine „gewöhnliche„ Hure, sie waren oft kluge und einflussreiche Gefährtinnen von Denkern und Staatsmännern, deshalb bezeichnete man sie auch nicht als solche, sondern gab ihnen die Namen Hetäre -Gefährtin. Man kann die Gesellschaftsstrukturen des antiken Griechenland durchaus mit denen in der ewigen Stadt des 15. und 16. Jahrhunderts vergleichen. Ehrbaren Frauen war die Teilnahme an gesellschaftlichen Festmählern, an gesellschaftlichen Veranstaltungen, überhaupt am gesellschaftlichen öffentlichen Leben untersagt. Ihre Aufgaben waren auf den häuslichen Bereich festgelegt. Diese Absenz der Frauen begünstigte die Entwicklung des Hetärenwesens sowohl in Griechenland als auch in Rom des 15. -16. Jahrhunderts. Es herrschte ein Mangel an ebenbürtigen Gefährtinnen am päpstlichen Hof, war doch ein großer Teil der männlichen Oberschicht unverheiratet, Frauen aber an den meisten Höfen der Renaissance eine nicht unbedeutende Rolle spielten. Umso begeisterter nahm man in Rom die Übersiedelung von Giuliano de Medici mit seiner Gemahlin Filiberta von Savoyen und deren Hofdamen nach Rom zur Kenntnis (1515). Die ewige Stadt war aber aufgrund seiner gesellschaftlichen Struktur keine Stadt der ehrbaren Frauen, aber da “die Herren der Kurie andererseits nicht auf gehobene weibliche Gesellschaft verzichten wollten, musste eine ganz spezifische Lösung für dieses Problem gefunden werden. So entstand in Anlehnung an das antike Hetärenwesen, gegen Ende des 15. Jahrhunderts die Idee der Kurtisane, als Gefährtin der päpstlichen Hofbeamten - quedam cortegiana, hoc est meretrix honesta - (eine sogenannte Kurtisane, d.h. ehrbare Hure) schrieb der päpstliche Zeremonienmeister Johannes Burckhard 1498 in seinem Liber Notarum.“42

Dies ist die älteste Definition von Kurtisane: die Kurtisane war eine Frau die sich für Geld verkaufte, also eine Prostituierte, doch gleichzeitig wurde ihr das Adverb - ehrbar - zugeschrieben, was in diesem Zusammenhang soviel bedeutet, wie von der Gesellschaft anerkannt. “ Der Name cortigiana bezeichnete eigentlich die Hofdame, die weibliche Ergänzung des Höflings - cortigiano, die an anderen Höfen entweder Ehefrau oder Töchter eines Aristokraten war.“43 Kurtisanen hatten wie schon gesagt, nicht nur die Aufgabe, die sexuellen Bedürfnisse der Herren zu erfüllen, sie nahmen auch an gesellschaftlichen Veranstaltungen teil, sie hatten für die nötige Zerstreuung zu sorgen, ersetzten also die fehlenden Hofdamen.

Voraussetzung war ein gewisses Auftreten, stilgerechtes Benehmen und ein Minimum an Bildung, eben Eigenschaften, die sie von einfachen Prostituierten unterschieden, die auch entsprechend honoriert wurden. “ Für die Kritiker der unmoralischen Zustände am päpstlichen Hof schien es noch das kleinere Übel zu sein, wenn die Kurialen ein Verhältnis mit einer Kurtisane hatten, die sie ein oder mehrmals wöchentlich besuchten, anstatt wie bisher in eine eheähnliche Gemeinschaft mit einer Konkubine zu leben. Auch war es für die Würde der Kurie zugänglicher, wenn die hohen Herren bei gesellschaftlichen Veranstaltungen in Begleitung vornehm wirkender Edelprostituierten erschienen, als weiterhin den freien Zugang gewöhnlicher Huren zum päpstlichen Palast zu dulden.“44

Als Kurtisane hingegen wurde man verehrt, hofiert, konnte sich also wie eine große Dame fühlen und konnte gutes Geld verdienen.

Erster Kontakt mit potentiellen Kunden und das Verhältnis

Neben den Müttern, führten auch oft älter Kurtisanen die jungen Mädchen in das Gewerbe ein, dies ist durchaus als eine Form der Altersversorgung zu sehen, selten kümmerten sich männliche Zuhälter um die jungen Mädchen. Sie beschränkten sich mehr auf die „gewöhnlichen“ Prostituierten. Kurtisanen standen in sehr enger Bindung zu ihren Müttern bzw. ältern Damen, die sie als Mütter ausgaben, sie lebten im gleichen Haus und ihre Aufgabe war es mit potentiellen Kunden zu verhandeln, oder sie hatten die unangenehme Aufgabe, zu erklären, dass sich ihre Tochter bereits mit jemand anderen zurückgezogen hatte. In diesen Besprechungen ging es darum, für beide Seiten ein gutes Arrangement zu erzielen. Vereinbarungen, wobei die Kurtisane wöchentlich bzw., monatlich einen Fixbetrag erhält, dafür ein- bis zweimal ihren Kunden aufsuchte, waren die Regel. Doch zuvor musste der Werber erst einmal mit der Kurtisane in Kontakt treten, dies erfolgte zumeist über einen Dienstboten, der seinerseits dafür sorgte, das der Interessent bei seiner Herrin vorsprechen durfte; mit Geschenken erweckte er ihr Interesse. Reiche Bewerber gingen hingegen direkter vor und konnten es sich leisten, eine Kurtisane für sich allein zu beanspruchen. Außergewöhnlich wirkt auch die Tatsache, dass Rivalen akzeptiert wurden, solange sie der selben sozialen Schicht angehörten, so konnte es durchaus vorkommen, dass eine Kurtisane weiterempfohlen wurde, oder dass man sogar bei den Verhandlungen behilflich war, denn eine Kurtisane hatte das Recht einen Kunden abzulehnen, wenn das Geschäft nicht lukrativ genug erschien. Mit zunehmendem Erfolg und Berufserfahrung „ gewannen die Frauen an Selbstständigkeit und fällten die Entscheidungen, ob und zu welchem Preis sie ein Verhältnis anfangen wollten, selbst. Um die Aufmerksamkeit künftiger Kunden auf sich zu lenken, trachteten sie danach so oft und so vorteilhaft wie möglich in der Öffentlichkeit zu sahen zu lassen.

Zwei grundlegende Regeln hatte eine Kurtisane immer zu beachten, brach man die erste musste man sehr geschickt und unauffällig vorgehen:

- erstere besagt, immer den Kunden den man sich zuerst verpflichtet hatte, den Vorrang zu geben “ nehmen wir an, Du habest einen sehr wertvollen Liebhaber und es findet sich ein zweiter gewichtiger Bewerber, der aber nicht so schätzbar ist, dass Du ersten seinethalben aufzugeben wünschest.

Dein Galan wird es Dir verbieten, den neuen einzulassen. (...) Du musst mit frecher Stirn Verwahrungen gegen den erniedrigenden Verdacht Deiner Untreue hervorsprudeln und Dich im empörten Erstaunen, über eine so falsche Beurteilung ganz unglücklich stellen. (...) Verstecke ihn, wenn es nötig erscheint, im Kämmerlein Deiner Magd um es erklärlich zu machen, dass Du öfters dahin gehst, lasse Deinen Nahtstuhl auch dorthin bringen. Du kannst am Abend Speisen essen, die es verständlich machen, dass Du in der Nacht hinausgehen musst, Du kannst auch Leibschmerzen vorschützen und unter Wehklagen von der Seite Deinen eifersüchtigen Liebhabers in die Arme des durstenden Nebenbuhlers eilen, der Dich - klar zum Gefecht - erwartet und Deine Schmerzen so gründlich vertreiben wird, dass Du vor Wonne zu sterben vermeinst. Dann kannst Du erfrischt zu Deinem ersten ins Bett zurück kriechen und beiden Männern ist Genüge geschehen.

Sollte Dein eifersüchtiger Narr den Braten riechen, dann leugne, schwöre alles ab, demütige Dich vor seinem Zorn, winsle ihn an. (...) Tu ihm schön, so lieb Du kannst und wenn im Zorn seine Hand in Dein Gesicht schlägt bleibe zahm, gib ihm Schmeichelworte als Antwort, bis er sich beruhigt und selbst um Verzeihung bittet, dass er Dir Unrecht getan hat. (...) Hüte dich Rache nehmen zu wollen für die verdienten schnellen Ohrfeigen, denn damit könnest Du ihn erzürnen, dass Du ihn ganz verlierst und das schwierigste in unseres Berufes ist, Freunde zu erhalten, nicht neue zu finden.“45

- die zweite besagt, dass nur Frauen, die Verhandlungen mit potentiellen Liebhabern führen durften, andernfalls könnte eine sehr peinliche Situation für alle Beteiligten entstehen

Der soziale Umgang und Verpflichtungen

Der soziale Status einer römischen Kurtisane war äußerlich vor allem an drei Faktoren erkennbar:

- ihr öffentliches Auftreten
- ihr Verhältnis zu hohen Herrn
- an gewissen Statussymbolen

Die enge Vertautheit zwischen der Kurtisane und ihrem Geliebten, konnte ihr so manchen Vorteil bringen, neben materiellen Gewinn konnte eine solche Bekanntschaft durchaus von Vorteil sein, z.b. vor Gericht, konnten diese engen Verbindungen von Nutzen sein. Die erfolgreichen Kurtisanen zählten aufgrund ihres aufwendigen und luxuriösen Lebensstils zu dem oberen Zehntausend. Sie waren allgemein bekannt und da es zu dieser Zeit in Rom noch keine geregelten Straßennamen gab, waren ihre Häuser oft all bekannte Fixpunkte bei jeweiligen Auskünften.

Wie schon erwähnt wurde von einer Kurtisane wesentlich mehr erwartet, als die bloße Befriedigung der sexuellen Bedürfnisse, langweilig durfte ihnen Liebhabern natürlich auch nicht werden. Ein gewisser Grad von Bildung, Kultur und angepassten Benehmen war Voraussetzung für Erfolg in diesem Gewerbe, doch blieb Bildung und Kultur stets eine Tugend, “ die am vollkommensten von hochgeborenen Damen verkörpert wurde.“46 Gute Manieren, “ zu Tisch setze Dich erst, wenn man Dich wiederholt gerufen hat, denn in der Bibel steht: wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden. Dann aber sei die erste, die sich stets peinlich sauber die Hände wäscht. Wenn der Salat serviert wird, dann stürze Dich nicht darauf wie eine Kuh aufs grüne Gras, sondern nimm ganz kleine Blättchen - sie sind auch zarter- und mache Dir nicht die Finger ölig, wenn Du sie zum Mund führst. Beuge Dich nicht über den Tisch, als wenn Du die Speisen mit dem Munde direkt vom Teller wegschnappen wolltest, wie Hunde es tun, sondern sitze voll Würde aufrecht vor deinem Teller und bediene Dich mit Grazie und Anmut. Bedeute dem aufwartenden Lakaien, mit einem leichten Kopfnicken, dass Du etwas zu trinken wünschest, wenn die Karaffen nicht auf der Tafel stehen; diesfalls musst du dir selber einschenkest, doch fülle das Glas nie bis an den Rand, gieße kaum mehr voll als die Hälfte, trinke niemals ganz aus, trinke nie gierig, auch nicht wenn Du großen Durst hast, denn sonst wirst Du schnell als Trinkerin und Schlemmerin verschrien sein. kaue nicht mit offenen Munde, dass schmatzt; das ist unappetitlich und widerwärtig. Nimm kleine Bissen und kaue so, dass Du kaum zu Essen scheinst. Dabei sprich so wenig als möglich.

Fange selbst überhaupt nie während des Essens zu sprechen an; wenn aber andere Dich fragen antworte freundlich, auch wenn es Dich stört. Wenn einer der Gäste Dir Speisen vorlegt, dir ein ausgesucht gutes Leckerstückchen zuschiebt, dann nimm es mit einer leichten Verbeugung, denn man soll alles gute nehmen (...), aber blicke dabei zu Deinem Liebhaber hinüber, wortlos mit den Augen so seine Erlaubnis heischend. Wenn Du das Mahl beendet hast, dann darfst Du - um der Jungfrau Willen _ ja nicht aufstoßen und rülpsen“;47 sowie singen, tanzen und musizieren waren Fähigkeiten, die vorausgesetzt wurden. Wie, und auf welche Weise junge Kurtisanen dies erlernten, ist nicht mehr nachvollziehbar

Die erfolgreichen Kurtisanen trugen ausschließlich Kleider aus exklusiven und edlen Materialien, das ganze 16. Jahrhundert trugen Kurtisanen den > habito romano < - die Kleidung römischer Patrizierinnen. Diese Kleidung hatte einen hohen materiellen Wert und war sinnvolle Investition. Kurtisanen akzeptierten gerne auch Kleidung als Bezahlung, diese konnten sie, da sie ihren Wert behielten, bei Geldmangel wieder verkaufen. Kurtisanen waren auch für die Unterhaltung und das Wohlergehen ihrer Kunden und deren Freunden zuständig. “ Dies war umso wichtiger, als in Rom, wenn man von der kurzen Zeit des Karnevals absieht, über kein geeignetes Unterhaltungsprogramm verfügte, das den zahllosen alleinstehenden Herrn die nötige Zerstreuung gebracht hätte.“48 Der Karneval wurde in Rom mit großem Aufwand gefeiert, unter dem Schutz der Anonymität, nahm man an den Feierlichkeiten des “gewöhnlichen“ Volks teil, oder war bei einem der zahlreichen Festlichkeiten und Maskenbälle, die einander an Prunk übertrafen, zu Gast. Umso stiller war es das restliche Jahr, so übernahm die Kurtisane die Rolle der Gastgeberin, um ihrem Geliebten und dessen Freunde bei Laune zu halten. Sie öffneten ihre Häuser für Feste und gesellschaftliche Abende; Tanz, Musik und Glücksspiele und sorgten für die nötige Ablenkung. Die Lebensmittel für diese ausgiebigen Festessen, steuerten oft die Liebhaber hinzu.

Die Einstellung zu Sexualität und Erotik wurde ganz nach antikem Vorbild wieder salonfähig. Man diskutierte öffentlich über Hetero- und Homosexualität, ohne dabei auf christliche Moralwerte Rücksicht zunehmen. Die erotische Literatur erlebte einen neuen Höhepunkt, übermittelte aber nur ein ideales Bild dieser Zeit. “ Ein erlesenes Mahl mit guten Speisen und Weinen, gepflegte und geistreiche Konversation, sowie Tanz und Musik sollten im Idealfall die Rahmenbedingungen bilden, das den Akt der geschlechtlichen Vereinigung von Animalischen löste und zu einem austergewöhnlichen Erlebnis erhob.

Der neue Zugang zur Sexualität blieb demgemäss ein höchst elitäres Vergnügen.“49 Besonders in der Toskana erlebte der wieder „ neue“ Trend zur Knabenliebe einen Höhepunkt. Die meisten hohen Herrn, die den Analverkehr für sich entdeckten waren bisexuell, eine Frau wie einen Mann “ zu gebrauchen“ bereitete ihnen genauso große Lust. “Pietro Aretinos Nanna rät ihrer Tochter Pipa, großen Herrn das Geld aus der Tasche zu ziehen, indem sie sich diese Vorliebe zunutzen machen und sich, wenn der Kunde sich auskleidet, selbst dessen Kleider anziehen soll.“50 Aretino, sowie einigen seiner Zeitgenossen war die tatsächliche Abneigung der meisten Kurtisanen gegen Analverkehr bekannt. Von einer Kurtisane wurde erwartet aktiv an der Befriedigung ihres Geliebten zu beteiligen, außerdem sollte sie sich etwas zieren, um ihm einen zusätzlichen Triumph zu ermöglichen. Die Kurtisane wurde als eine Frau gesehen, die im Gegensatz zu ehrbaren Damen die Möglichkeit hatte ihre erotischen Phantasien und sexuellen Begierden auszuleben, da sie natürlich den Eindruck vermittelten Spaß daran zu haben.

Kurtisanen und ihre Kinder

“ Naturgemäß wurden die meisten Kurtisanen früher oder später auch selbst Mütter“51, doch dies wurde keineswegs verborgen. Kinder boten eine gewisse Sicherheit im Alter. Kurtisanen waren sehr darauf bedacht, ihren Kinder eine bessere Zukunft, sei es Ausbildung, oder eine ehrbare Ehe zu ermöglichen, oft ließen sie, als Schutz für ihre unmündigen Kinder, ihre testamentarischen Verfügungen durch einen dritten sichern.“ Die Sorge der Kurtisanen um die Zukunft ihrer Kinder ging meist dann zurück, wenn diese von ihren Vätern anerkannt worden waren, und daher den mütterlichen Schutz nicht mehr bedurften. Kardinäle und geistliche Würdenträger waren ebenso wie weltliche Herrn häufig bereit, ihre unehelichen Kinder zu legitimieren. “Zu den großen Risken der Prostitution gehörte die Gefahr der Ansteckung von Geschlechtskrankheiten vor allem der Syphilis, die in Italien als > Franzosenkrankheit < ( mal francese ) bezeichnet wurde, war eine ständige Bedrohung für Kurtisane und Kunden.“52 Es gab zwei gängige Meinungen wie Syphilis nach Italien kam:

1. vertriebene Juden aus Spanien, die nach Italien gegen Ende des 15 Jahrhunderts nach Italien flüchteten;

2. von Amerika aus verbreitete sich Syphilis über Spanien nach Italien;

In wenigen Fällen, sah man in dieser Krankheit die Strafe Gottes. Bald galt Syphilis als ein berechenbares Risiko, welches man gewillt war auf sich zunehmen. Huren, aber auch Kurtisanen wurden in der zeitgenossischen Dichtung eine bedeutende Rolle bei der Verbreitung der Syphilis zugeschrieben. Es wurde ihnen vorgeworfen, aus Geldgier, trotz Erkrankung mit Kunden zu verkehren. Wie viele Kurtisanen erkrankten, weiß man nicht, in den Quellen finden sich zumeist nur Hinweise auf hohe Herrn, die an dieser Krankheit erkrankten. Quecksilber- und Guajaholztherapien aus Amerika gehörten zu den gängigsten Behandlungsmethoden.

Das Ende einer Beziehung und der Lebensabend der Kurtisanen

Beziehungen waren generell zeitlich begrenzt, so wurden beiden Seiten mögliche Unannehmlichkeiten erspart. Verliebten sich sie sich ineinander und blieben ein Paar, traf die Bezeichnung Kurtisane nicht mehr zu. Die Heirat eines Kunden, schlechte Bezahlung, oder ein besseres Angebot konnten von Seiten der Kurtisane das Ende einer Beziehung bedeuten. Doch nicht jeder zurückgewiesene Liebhaber, nahm eine Trennung ohne weiteres zu Kenntnis. Die Kurtisane konnte sich durchaus den Ärger ihres ehemaligen Liebhabers zuziehen; es war eine Schande von einer Frau, verlassen zu werden. M. Kurzel-Runtscheiner, berichtet in “Töchter der Venus“,, von einem Fall, als ein gedemütigter und gekränkter Liebhaber, der die Kurtisane, die ihn verlassen hatte, maskierte Männer schickte, die ihr mit Messerstichen das Gesicht entstellten, er konnte jetzt sicher sein, dass sie nie wieder einen Kunden für sich gewinnen konnte; der hohe Herr stand deshalb vor Gericht und gestand. Der Verlust ihrer Schönheit, hatte ihm wahrscheinlich bereits Genugtuung verschafft.

Über genaue Höhe der Kosten für ein Verhältnis, weiß man nicht Bescheid, Beispielen zufolge, konnte eine Liaison mit einer Kurtisane, dem Monatsgehalt von ein bis vier Dienstboten entsprechen. Diese hohen Kosten konnten sich nur sehr wenige leisten, so kam es vor, dass man sich die Kosten teilte, oder in Form von Kleidern und Schmuck bezahlte. “Vor allem musst Du stets für die Zukunft vorsorgen. Was sind das für bedauernswerte Geschöpfe, die in ihrer Jugend in Überfluss und Verschwendung toll in den Tag hineinleben und ihre alten Tage als Bettlerinnen an Straßenecken oder Sieche, von der Franzosenkrankheit angefressene, Ekel und Abscheu erregende Wracke im Spital dahinschleppen.“53 Ältere Kurtisanen ( ab 30) hatten durchaus die Möglichkeit, ihren Beruf auszuüben, wenn sie gewitzt, unterhaltsam und “ noch“ schön waren, aber natürlich waren die jungen Mädchen eine harte Konkurrenz. So sahen sie sich meist rechtzeitig um eine zusätzliche Verdienstmöglichkeit um. Sie betätigten sich zumeist als Mittlerinnen, oder Kupplerinnen. Das Heranziehen von Nachfolgerinnen war die beliebteste Art der Altersversorgung. Viele Kurtisanen starben jung, sie fielen Gewalttaten zu Opfer, oder erlagen Geschlechtskrankheiten. Die Sorge um ihr Seelenheil veranlasste die meisten der Kirche enorme Summen zuüberlassen. Damit für ihr Seelenheil hl. Messen gelesen wurden und so ihr Aufenthalt im Fegefeuer verkürzt wurde. Die Mädchen und Frauen, die den Beruf der Prostituierten oder der Kurtisane ergriffen, stammten aus den unteren Schichten, sie kamen größtenteils von Land und hofften in der Stadt auf ein besseres Leben, oder wurden von ihren verschuldeten Eltern verkauft. Prostituierte und Kurtisanen hatten dieselben Resozialisierungsmöglichkeiten, den Eintritt in ein Kloster bzw. Konvent oder eine Eheschließung, doch wurde ein Rückfall in die vorherige Lebensweise hart bestraft.

Aretino versuchte die Kurtisane in den Mittelpunkt der Gesellschaft zu stellen, für ihn war sie “keine Erscheinung am Rande der Gesellschaft, sondern eines ihrer Grundelemente; sie steht für eine wichtige Etappe im Prozess der gesellschaftlichen Rollenverteilung und der sozialern Arbeitsteilung. (...) Zwar ist für Aretino die Sexualität (und deren diffuse Macht) nicht der Schlüssel zu den Bewegungsgesetzen der städtischen Strukturen; aber er sieht auf jedenfalls in der Erotik eines der zahlreichen Mittel zur Ansammlung von Kapital.“54

Für Achillo Olivieri der einen Beitrag in „Die Masken des Begehrens und die Metamorphosen der Sinnlichkeit: zur Geschichte der Sexualität im Abendland“ 1992 über“ Erotik und gesellschaftliche Gruppen im Venedig des 16. Jahrhunderts: die Kurtisane “steht die Entwicklung des Kurtisanenwesens hauptsächlich in Zusammenhang mit der Herausbildung und Ansammlung von Kapital. Für Olivieri zeigen Arentinos Dialoge einen Wandel der Gesellschaft zur Sexualität; die Sexualität wird in ihrer Gesamtheit und unverfälscht beschrieben und der Zusammenhang zwischen Sex und Geld wird erkannt. Der Körper der Frau, ihre Sexualität ist im 16. Jahrhundert zum Schöpfer ihres Kapitals geworden. Die materielle Bedeutung der Kurtisanen im städtischen Raum wird durch ihre Gleichsetzung mit Juden, wie sie in der Literatur oft vorkommt unterstrichen.

Sexualität “ trägt nicht nur dazu bei, die Frau in untergeordneter Position zu halten, indem sie ins Frauenhaus oder in die Familie einschließt“55, sie ermöglicht ihr auch Macht auszuüben,“ sie schaffte eine Technologie des Sex, die sich bis in unsere Zeit fortentwickelt und vervollkommnet. In dieser fortschreitenden Institutionalisierung der sozialen und kulturellen Formen der Sexualität erhält auch die Sodomie eine wichtige Rolle.“56

Schlussbemerkung

Ich habe in meiner Seminararbeit versucht einige Punkte zu dem Thema Prostitution in der Neuzeit anzusprechen und somit einen ersten Einblick in diese Thematik zu vermitteln, auf Grund der umfangreichen und vielfältigen Literatur war mir das mögliche; einzig auf dem Gebiet des Kurtisanenwesens konnte ich wenig deutschsprachige Literatur finden, aus diesem Grund habe ich das Thema Kurtisanen eher gerafft und kurz gehalten.

Nachdem ich diese Arbeit geschrieben habe fällt es mir schwer einen Zusammenhang zwischen Thema meiner Seminararbeit und dem Thema der Lehrveranstaltung herzustellen, da weder Prostitution noch Kurtisanenwesen eine alternative Lebensform darstellen, lediglich die erfolgreichen Kurtisanen hoben sich auf Grund ihres extravaganten und glamourösen Lebensstils von der Allgemeinheit ab, doch sie deshalb als alternative Lebensform zu bezeichnen wäre meiner Meinung nach überzogen.

Abschließend möchte ich noch sagen, das ich dankbar dafür bin, meine Arbeitet nochmals zu schreiben, da es dadurch möglich wurde, einen neuen Schwerpunkt zu setzen und ich mich tiefer in die Thematik einlesen konnte.

- Ariès, Philippe: Die Masken des Begehrens und die Metamorphosen der Sinnlichkeit: zur Geschichte der Sexualität im Abendland / Philippe Ariès ... Hrsg. von Philippe Ariès u. André Béjin. Aus d. Franz. übers. von Michael Bischoff

- Randgruppen der spätmittelalterlichen Gesellschaft“, Hrsg. Bernd- Ulrich Hergemöller, 1990

- Peter Schuster, „Das Frauenhaus, städtische Bordelle in Deutschland 1350-1600“, München 1992

- Monika Kurzel-Runtscheiner,“ Töchter der Venus“, München 1995

- Jaques Rossiaud,“ Dame Venus, Prostitution im Mittelalter“, München 1989

- Frauen-Museum <Bonn>: Stadt der Frauen : Szenarien aus spätmittelalterlicher Geschichte und zeitgenössischer Kunst / [Frauen-Museum, Frauen formen ihre Stadt e.V., Bonn. Seminar für Geschichte und ihre Didaktik und Politische Bildung, Lehrgebiet Frauengeschichte der Universität Bonn. Hrsg.: Annette Kuhn; Marianne Pitzen, 1994 Zürich

- Bernd Ulrich Hergemöller, “ Sodom und Gomorrha, zur Alltagswirklichkeit und Verfolgung Homosexueller im Mittelalter“, Hamburg 1998

- Bernd Roeck; “Außenseiter, Randgruppen, Minderheiten, Fremde im Deutschland der frühen Neuzeit“, Göttingen 1993

- Gitta Benker, “Ehre und Schande- Voreheliche Sexualität auf dem Lande im ausgehenden 18. Jahrhundert“, in Frauenkörper. Medizin. Sexualität. Auf dem Weg zu einer neuen Sexualmoral. Hrsg. Johanna Geyer-Kordesch, Annette Kuhn, Düsseldorf 1998

- Brigitte Rath,“ Von Huren die keine sind...“, in Privatisierung der Triebe? Sexualität in der frühen Neuzeit, Hrsg. D. Erlach. M. Reisenleitner, K. Vocelka, Frankfurt/ Main 1994

- Gotthard Feustel,“ Käufliche Lust, eine Kultur und Sozialgeschichte der Prostitution“, Leipzig 1993

- Beate Schuster,“ Die freien Frauen, Dirnen und Frauenhäuser im 15. und 16. Jahrhundert“, Frankfurt/M. 1995

- Michel Foucault, “Der Wille zum Wissen, Sexualität und Wahrheit“, Bd. 1, 11 Aufl.

- Pietro Arentino, “Hetärenweisheit“, Leipzig-Wien 1920

- Pietro Arentino, “Sei giornato“ Leipzig1903,1980

- Ennen, Edith: Frauen im Mittelalter / Edith Ennen. - 5., überarb. und erw. Aufl.. - München : Beck, 1994

[...]


1 Michel Foucault, “Der Wille zum Wissen, Sexualität und Wahrheit“, Bd. 1, 11 Aufl. 1999

2 ad.) Unehelichenquote: misst das Verhältnis, der unehelichen Geburten zu den Ehelichen.

3 ad.) Unehelichenrate: misst die unehelichen Geburten im Verhältnis zu den unverheirateten Frauen zw. dem 15.und 45. Lebensjahr.( historisch nur möglich -> Jahr einer Volkszählung)

4 Die Bibel

5 Ariès, Philippe: Die Masken des Begehrens und die Metamorphosen der Sinnlichkeit: zur Geschichte der

Sexualität im Abendland / Philippe Ariès ... Hrsg. von Philippe Ariès u. André Béjin. Aus d. Franz. übers. von Michael Bischoff. S. 147

6 Ariès, Philippe: Die Masken des Begehrens und die Metamorphosen der Sinnlichkeit: zur Geschichte der Sexualität im Abendland / Philippe Ariès ... Hrsg. von Philippe Ariès u. André Béjin. Aus d. Franz. übers. von Michael Bischoff S.149

7 ebenda S. 153, 154

8 Ariès, Philippe: Die Masken des Begehrens und die Metamorphosen der Sinnlichkeit: zur Geschichte der Sexualität im Abendland / Philippe Ariès ... Hrsg. von Philippe Ariès u. André Béjin. Aus d. Franz. übers. von Michael BischoffS. 120

9 Bernd Ulrich Hergemöller, “ Sodom und Gomorrha, zur Alltagswirklichkeit und Verfolgung Homosexueller im Mittelalter“, Hamburg 1998 S.18

10 Gotthard Feustel,“ Käufliche Lust, eine Kultur und Sozialgeschichte der Prostitution“, Leipzig 1993 S.7

11 ebenda S. 8,9

12 ebenda S. 8

13 ebenda S. 8

14 ebenda S.8

15 „ Randgruppen der spätmittelalterlichen Gesellschaft“, Hrsg. Bernd- Ulrich Hergemöller, 1990 S. 52

16 ebenda S. 53

17 Brigitte Rath,“ Von Huren die keine sind...“, in Privatisierung der Triebe? Sexualität in der frühen Neuzeit, Hrsg. D. Erlach. M. Reisenleitner, K. Vocelka, Frankfurt/ Main 1994 S. 354

18 ebenda S. 357

19 ebenda S. 361

20 Gitta Benker, “Ehre und Schande- Voreheliche Sexualität auf dem Lande im ausgehenden 18. Jahrhundert“, in Frauenkörper. Medizin. Sexualität. Auf dem Weg zu einer neuen Sexualmoral. Hrsg. Johanna Geyer-Kordesch, Annette Kuhn, Düsseldorf 1986 S. 23

21 ebenda S. 20

22 ebenda S. 20

23 Peter Schuster, “Das Frauenhaus, städtische Bordelle in Deutschland 1350-1600“, München 1992 S. 23

24 ebenda S. 35

25 Hergemöller S. 56

26 ebenda S. 58

27 Peter Schuster, „Das Frauenhaus, städtische Bordelle in Deutschland 1350-1600“, München 1992 S.64

28 Frauen-Museum <Bonn>: Stadt der Frauen : Szenarien aus spätmittelalterlicher Geschichte und zeitgenössischer Kunst / [Frauen-Museum, Frauen formen ihre Stadt e.V., Bonn. Seminar für Geschichte und ihre Didaktik und Politische Bildung, Lehrgebiet Frauengeschichte der Universität Bonn. Hrsg.: Annette Kuhn ; Marianne Pitzen, 1994 Zürich S.164

29 Hergemöller S.64

30 Ariès, Philippe: Die Masken des Begehrens und die Metamorphosen der Sinnlichkeit: zur Geschichte der Sexualität im Abendland / Philippe Ariès ... Hrsg. von Philippe Ariès u. André Béjin. Aus d. Franz. übers. von Michael Bischoff S.97.98

31 Peter Schuster, „Das Frauenhaus, städtische Bordelle in Deutschland 1350-1600“, München 1992 S.129.130

32 ebenda S. 131

33 ebenda S. 133

34 ebenda S. 24

35 Ariès, Philippe: Die Masken des Begehrens und die Metamorphosen der Sinnlichkeit: zur Geschichte der Sexualität im Abendland / Philippe Ariès ... Hrsg. von Philippe Ariès u. André Béjin. Aus d. Franz. übers. von Michael Bischoff S. 98

37 Besonders auffällig erscheint mir der Unterschied bezüglich der Herkunft von städtischen Prostituierten, in Deutschland so schreibt Lömker-Schlögell, waren die Pächter eines städtischen Frauenhauses darauf betacht nicht ortsansässige Prostituierte einzustellen, da man fürchtete, es könnte die nötige Distanz zur Prostituierten fehlen, würde man ihre Lebensumstände der Prostituierten kennen. Im genauen Gegensatz dazu, stammten 2/3 der Dijoner Prostituierten aus der Stadt oder aus dem näheren Umfeld, somit hatten sie dieselbe Herkunft wie die übrigen Einwohner, man empfand es als Vorteil an die Prostituierten zu kennen. Als Prostituierte sah man Diskriminierungen ausgesetzt, die Obrigkeit zeigte sich bemüht, Prostituierte durch entsprechende Kleidung bzw. Abzeichen (rote Kappe, gelbes Fähnle am Schuh, grüne Streifen am Schleier, best. Farben -(gelb) zu stigmatisieren. So waren vor allem erfolgreiche freie Prostituierte darauf bedacht, eine Scheinehe einzugehen. Die zahlreichen Kleidungsvorschriften wurden von ihnen oft umgangen, z. B. trugen sie auch bei Schönwetter die allgemein üblichen Regentücher. Ihr Hang zu kostbarer und aufwendiger Garderobe wurde oft kritisiert; so wurde ihnen das tragen von Pelzen, Schmuck und Kleidern aus teurem Material untersagt. Doch in Zürich ging man 1488 den entgegengesetzten Weg: man gestattete den Prostituierten ausdrücklich das Tragen von kostbaren Kleidern und Schuhen und Schmuck um den ehrbaren Frauen Luxus unschmackhaft zu machen. Die Verbote wurden von den Dijoner Prostituierten nur partiell zu beachtet.“ Die Schandmale, die Prostituierten tragen mussten, damit man sie, die “Unberührbaren“ sogleich erkennen und sich von ihnen fernhalten konnte, sind kaum noch in Gebrauch. Zwar erinnern die Statuten von Avignon aus dem Jahre 1441 daran, das die meretrics alle Lebensmittel, die sie auf dem Markt berühren, kaufen müssen, doch diese Statuten sind denen des 13. Jahrhunderts nachgebildet, und man darf an ihrer Anwendung zweifeln, wenn man sich vergegenwärtigt, dass ganz in der Nähe, in den Städten Languedoc(...) die Freudenmädchen an Christi Himmelfahrt eigenhändig Kuchen buken welche die Ratsherrn öffentlich entgegennahmen, um sie an die armen zu verteilen. Zwar suchte man die Freudenmädchen zu verpflichten, ein Zeichen (Schnürband) zu tragen, barhäuptig auszugehen, auf die Bekleidung mit seltenen Pelzen oder kostbaren Gürteln zu verzichten; aber diese Vorschriften bewegten sich im Rahmen der üblichen Verordnungen gegen Luxus, deren allgemeine Zielsetzung ihre Wirkung im besonderen einschränkt.

36 Ariès, Philippe: Die Masken des Begehrens und die Metamorphosen der Sinnlichkeit: zur Geschichte der Sexualität im Abendland / Philippe Ariès ... Hrsg. von Philippe Ariès u. André Béjin. Aus d. Franz. übers. von Michael Bischoff S. 100

37 ebenda S.100

38 Ariès, Philippe: Die Masken des Begehrens und die Metamorphosen der Sinnlichkeit: zur Geschichte der Sexualität im Abendland / Philippe Ariès ... Hrsg. von Philippe Ariès u. André Béjin. Aus d. Franz. übers. von Michael Bischoff S.99

39 Frauen-Museum <Bonn>: Stadt der Frauen : Szenarien aus spätmittelalterlicher Geschichte und zeitgenössischer Kunst / [Frauen-Museum, Frauen formen ihre Stadt e.V., Bonn. Seminar für Geschichte und ihre Didaktik und Politische Bildung, Lehrgebiet Frauengeschichte der Universität Bonn. Hrsg.: Annette Kuhn ; Marianne Pitzen, 1994 Zürich S. 173

40 Monika Kurzel-Runtscheiner,“ Töchter der Venus“, München 1995 S.17

41 ebenda S, 17, 18

42 Monika Kurzel-Runtscheiner,“ Töchter der Venus“, München 1995 S. 19

43 ebenda S. 19,20

44 ebenda S.20

45 Pietro Arentino, „Hetärenweisheit“, Leipzig-Wien 1920 S. 37-39

46 ebenda S.

47 Pietro Arentino, „Hetärenweisheit“, Leipzig-Wien 1920 S, 12, 13

48 Monika Kurzel-Runtscheiner,“ Töchter der Venus“, München 1995 S. 117

49 ebenda5 S. 130

50 ebenda S. 142

51 Monika Kurzel-Runtscheiner,“ Töchter der Venus“, München 1995 S. 39

52 Monika Kurzel-Runtscheiner,“ Töchter der Venus“, München 1995 S. 147

53 Pietro Arentino, „Hetärenweisheit“, Leipzig-Wien 1920 S.52

54 Ariès, Philippe: Die Masken des Begehrens und die Metamorphosen der Sinnlichkeit : zur Geschichte der Sexualität im Abendland / Philippe Ariès ... Hrsg. von Philippe Ariès u. André Béjin. Aus d. Franz. übers. von Michael Bischoff. S. 121,122

55 58 ebenda S. 125

21 von 21 Seiten

Details

Titel
Eheliche Sexualität. Unzucht und Prostitution
Hochschule
Universität Wien
Veranstaltung
Nonnen und Hippies. Alternative Lebensformen
Autor
Jahr
2000
Seiten
21
Katalognummer
V101471
Dateigröße
400 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Eheliche, Sexualität, Unzucht, Prostitution
Arbeit zitieren
Catherine Cech (Autor), 2000, Eheliche Sexualität. Unzucht und Prostitution, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/101471

Kommentare

  • Gast am 17.6.2001

    Eheliche Sexualität.Unzucht und Prostitution.

    Eine sehr gute Arbeit! Sehr gut zu lesen. Kleine Kritik am Rande: Strckenweise zu häufig "man"- und Passivkonstruktionen! Macht im Ganzen aber gar nichts!

Im eBook lesen
Titel: Eheliche Sexualität. Unzucht und Prostitution



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden