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Alltags- und Sozialkompetenztraining. Behandlung von Sozialer Phobie

Titel: Alltags- und Sozialkompetenztraining. Behandlung von Sozialer Phobie

Hausarbeit , 2020 , 41 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Jessica Kutscher (Autor:in)

Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird der multimodale Ansatz des Alltags- und Sozialkompetenztrainings vorgestellt. Der Ansatz gilt als beliebtes Verfahren der Verhaltenstherapie und ist auch in ambulanten und stationären Kontexten der Klinischen Sozialarbeit anwendbar. Des Weiteren stellt er eine bedeutende Interventionsstrategie in der Behandlung der Sozialen Phobie dar.

Diese Arbeit zeigt auf, inwiefern das Alltags- und Sozialkompetenztraining als evidenzbasierte,
integrierte Behandlung des neurotischen Störungsbildes indiziert ist. Durch die Darstellung des Störungsbildes und die Betrachtung des Konzepts der Alltags- und Sozialkompetenzen werden die Zusammenhänge zwischen diesen deutlich gemacht. Durch den Zusammenhang wird sichtbar, dass Defizite in der Sozial- und Alltagskompetenz Wirkverstärker und Vulnerabilitätsfaktoren der Sozialen Phobie sein können.

Das Kompetenztraining bringt eine Reihe an bewusst geplanten und an das Klientel und Setting angepasste Methoden und Interventionstechniken mit sich, die auf kognitiver, emotionaler und behavioraler Ebene wirken. Diese setzen unter anderem an der Psychoedukation, der Angstbewältigung, den Kommunikationsgrundlagen, den Wahrnehmungsfähigkeiten sowie der Stärkung sozialer Orientierung an.

Die Durchführung des sozialen Kompetenztrainings ist eine der breitgefächerten Aufgaben der Klinischen Sozialarbeit, welche hinsichtlich der Behandlung der Sozialen Phobie begleitend und beratend intervenieren kann. Das gemeinsame Ziel der Klinischen Sozialarbeit und des sozialen Kompetenztrainings ist die Befähigung der Klientinnen und Klienten, in einer günstigen Relation zu ihrer sozialen Umgebung eigene Ansprüche äußern zu können und die Fähigkeit zu besitzen, sich für diese einzusetzen. Dabei können in der Praxis einige Schwierigkeiten auftreten, weshalb eine gezielte Indikationsstellung notwendig ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Phänomenologie der Sozialen Phobie

2.1. Klassifikation und Symptomatik der Sozialen Phobie

2.2. Epidemiologie der Sozialen Phobie

2.2.1. Ätiologie

2.2.2. Prävalenz und Verlauf

2.2.3. Psychiatrische Komorbidität

2.3. Behandlung

3. Konzept der Sozial- und Alltagskompetenz

3.1. Begriffsbestimmung soziale Kompetenz

3.2. Erklärungsmodell sozialer Kompetenzen

3.3. Entstehung sozialer Kompetenzprobleme

3.4 Alltagskompetenzen und -fähigkeiten

4. Indikation des sozialen Kompetenztrainings bei Sozialer Phobie

4.1. Indikation zur Teilnahme am sozialen Kompetenztraining

4.2. Kontraindikation zur Teilnahme am sozialen Kompetenztraining

5. Alltags- und Sozialkompetenztraining bei Sozialer Phobie

5.1. Bausteine des sozialen Kompetenztrainings

5.1.1. Themenbereich Angstbewältigung

5.1.2. Themenbereich Erhöhung der sozialen Kompetenzen

5.1.3. Themenbereich Bearbeitung von Hintergrundproblematiken

5.2. Unterschiedliche Therapiesettings

5.2.1. Umsetzung des sozialen Kompetenztrainings in Einzel- versus Gruppentherapiesettings

5.2.2. Umsetzung des sozialen Kompetenztrainings im ambulanten versus stationären Setting

5.3. Gruppentraining sozialer Kompetenzen

5.3.1. Aufbau und Struktur

5.3.2. Ablauf der Sitzungen

5.3.3. Behandlungsmethoden und möglicher Transfer in den Alltag

6. Ansatzpunkte zur Stärkung sozialer Kompetenzen durch die Klinische Sozialarbeit

7. Diskussion

7.1. Schwierige Situationen innerhalb des sozialen Kompetenztrainings

7.2. Chancen und Grenzen des sozialen Kompetenztrainings

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz und Indikation des Alltags- und Sozialkompetenztrainings als multimodale Interventionsstrategie zur Behandlung der Sozialen Phobie. Dabei wird der Fokus darauf gelegt, wie betroffene Klienten durch dieses Training in ihren kognitiven, emotionalen und behavioralen Kompetenzen gestärkt und befähigt werden können, ihre sozialen Interaktionen erfolgreicher zu gestalten.

  • Störungsbild der Sozialen Phobie (Symptomatik, Ätiologie, Komorbidität)
  • Theoretische Fundierung und Erklärungsmodelle sozialer Kompetenzen
  • Indikations- und Kontraindikationskriterien für gezielte Trainingsinterventionen
  • Strukturierte Bausteine des sozialen Kompetenztrainings (Angstbewältigung, Kommunikation, Problemlösung)
  • Rolle der Klinischen Sozialarbeit in der Anwendung dieser Interventionskonzepte

Auszug aus dem Buch

5.1.1. Themenbereich Angstbewältigung

Dieser Themenbereich gliedert sich in sechs Bausteine, die als Grundlage des sozialen Kompetenztrainings fungieren und aus diesem Grund zu Beginn des Trainings behandelt werden. Ziel des ersten Bausteins „Motivationsaufbau“ ist die Erhöhung der Risikobereitschaft, sich aktiv und regelmäßig während der Sitzungen einzubringen. Dies soll durch wiederholtes Üben und Veränderungen der Selbstwahrnehmung erreicht werden. Methoden des Motivationsaufbaus sind bspw. Ziellisten, das Stärkenprofil oder Erfolgstagebücher. Der zweite Baustein „Störungsbild der Sozialen Angst“ möchte über Informationsweitergabe ein fundiertes Grundwissen über Ängste und soziale Ängste im Allgemeinen sowie die Entstehungsbedingungen der Sozialen Phobie erzielen. Diese Grundkenntnis soll die Reflexion und Einsicht in die eigene individuelle soziophobische Symptomatik verstärken.

Im dritten Baustein „Wahrnehmungs- und Diskriminationsfähigkeit“ werden diese Fähigkeiten bezüglich der eigenen Person oder zwischenmenschlichen Situationen verstärkt. Hierbei werden besonders Emotionsäußerungen fokussiert. Hier eignen sich bspw. verschiedene Wahrnehmungsübungen für die Übung. Bis zu diesem Punkt wurden Grundlagen vermittelt, die für das Bearbeiten des vierten Bausteines „Kontrolle und Bewältigung der Angst“ von Bedeutung sind. Dieser Baustein vermittelt ein Angstbewältigungskonzept. Hierfür werden Regeln zur Bewältigung von sozialen Ängsten aufgestellt und Ratschläge gegeben, welche bei der Durchführung der Hausaufgaben unterstützend wirken sollen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die psychosoziale Belastung durch die Soziale Phobie und führt in das Alltags- und Sozialkompetenztraining als notwendige Interventionsstrategie ein.

2. Phänomenologie der Sozialen Phobie: Dieses Kapitel charakterisiert das Störungsbild, beschreibt diagnostische Kriterien, epidemiologische Hintergründe sowie komorbide Störungen.

3. Konzept der Sozial- und Alltagskompetenz: Hier werden theoretische Grundlagen zu sozialer Kompetenz, deren Erklärungsmodelle und die Ursachen für Kompetenzprobleme dargelegt.

4. Indikation des sozialen Kompetenztrainings bei Sozialer Phobie: Das Kapitel erläutert, wann ein Kompetenztraining indiziert ist und bei welchen Konstellationen Kontraindikationen für massierte Übungsangebote bestehen.

5. Alltags- und Sozialkompetenztraining bei Sozialer Phobie: Es werden die Bausteine des Trainings, die Settingvarianten sowie der konkrete Ablauf und die Methoden des Gruppentrainings detailliert beschrieben.

6. Ansatzpunkte zur Stärkung sozialer Kompetenzen durch die Klinische Sozialarbeit: Dieses Kapitel verortet die Klinische Sozialarbeit als professionelle Akteurin, die das Kompetenztraining aktiv in die Beratung und Therapie einbindet.

7. Diskussion: Eine kritische Auseinandersetzung mit schwierigen Situationen im Training sowie den allgemeinen Chancen und Begrenzungen des Interventionskonzepts.

8. Fazit: Die Arbeit resümiert die Facettenreichtum des Trainings, betont die Notwendigkeit fachlicher Expertise und identifiziert zukünftigen Forschungsbedarf bezüglich passgenauer Interventionen.

Schlüsselwörter

Soziale Phobie, Soziale Angststörung, Alltags- und Sozialkompetenztraining, Klinische Sozialarbeit, Verhaltenstherapie, Gruppentherapie, Angstbewältigung, Kompetenzdefizite, Expositionsverfahren, Soziale Wahrnehmung, Kommunikationsgrundlagen, Indikationsstellung, Störungsbild, Selbstwirksamkeit, Problemlösevorgehen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit setzt sich mit dem Konzept des Alltags- und Sozialkompetenztrainings auseinander und prüft dessen Eignung als Interventionsstrategie in der Behandlung von Sozialer Phobie.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind die Phänomenologie der Sozialen Phobie, die theoretische Definition sozialer Kompetenzen, die Indikationsstellung für Trainingsgruppen und die praktische Durchführung des Gruppentrainings.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, inwiefern ein multimodales Kompetenztraining Klienten mit Soziale Phobie befähigen kann, eigene Ansprüche in sozialen Situationen wahrzunehmen und wirksam durchzusetzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literarische Untersuchung und theoretische Analyse bestehender verhaltenstherapeutischer Ansätze und klinischer Konzepte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Störungsbildes, die Herleitung der Indikation und eine detaillierte Beschreibung der Therapiebausteine sowie der Rolle der Klinischen Sozialarbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Soziale Phobie, Alltags- und Sozialkompetenztraining, Klinische Sozialarbeit, Verhaltenstherapie, Angstbewältigung und Kompetenzdefizite.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Situationstyp R, B und S wichtig?

Diese Unterscheidung ist entscheidend, da jeder Typ unterschiedliche Zielsetzungen (Recht durchsetzen, Beziehungen pflegen, Sympathie gewinnen) verfolgt und somit spezifische soziale Fertigkeiten erfordert.

Welche Rolle spielen Hausaufgaben im Trainingskonzept?

Hausaufgaben sind essenziell für den Transfer der erlernten Strategien in den Alltag der Klienten, wodurch die Generalisierung der Therapieeffekte erreicht werden soll.

Warum ist eine sorgfältige Indikationsstellung durch Fachkräfte notwendig?

Da nicht jeder Klient gleichermaßen von massierten Expositionsübungen profitiert, muss individuell geklärt werden, ob eine Gruppenform sinnvoll ist oder Überforderungen durch zu hohe Angstniveaus drohen.

Ende der Leseprobe aus 41 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Alltags- und Sozialkompetenztraining. Behandlung von Sozialer Phobie
Hochschule
Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut, ehem. Fachhochschule Landshut
Note
1,0
Autor
Jessica Kutscher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
41
Katalognummer
V1014895
ISBN (eBook)
9783346411563
ISBN (Buch)
9783346411570
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziales Kompetenztraining Soziale Phobie Behandlung von Sozialer Phobie SKT
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jessica Kutscher (Autor:in), 2020, Alltags- und Sozialkompetenztraining. Behandlung von Sozialer Phobie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1014895
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Leseprobe aus  41  Seiten
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