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Selbstverletzendes Verhalten im Jugendalter. Umgang im familiären Umfeld

Título: Selbstverletzendes Verhalten im Jugendalter. Umgang im familiären Umfeld

Trabajo Escrito , 2016 , 22 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Jessica Kutscher (Autor)

Sociología - Niños y adolescentes
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Diese Arbeit setzt sich mit selbstverletzendem Verhalten bei Menschen im Jugendalter auseinander. Zu Beginn wird eine kurze Definition über das selbstverletzende Verhalten gegeben. Daraufhin werden unterschiedliche Erscheinungsformen, einige Funktionalitäten und das Prävalenzverhalten der Verhaltensstörung genauer beleuchtet. Selbstverletzungen werden bei Jugendlichen durch viele verschiedene Gründe hervorgerufen.

In dieser Arbeit werden besonders die Ursachenforschung innerhalb der Familie und die Entwicklungsprozesse im Jugendalter betrachtet. Für das selbstverletzende Verhalten kann das familiäre Umfeld, sowohl für die Entstehung als auch für den Behandlungszeitraum, eine sehr wichtige Rolle spielen. Die Herausforderungen für die Eltern und die möglichen Hilfestellungen durch die Soziale Arbeit sollen daher abschließend erläutert werden.

Für Menschen im Jugendalter gibt es zahlreiche Belastungsfaktoren, die zu Stressaufbau führen können. Die körperlichen Veränderungen und die üblichen Konflikte mit den Eltern in der pubertären Zeit sind eine Herausforderung. Zusätzlich übt die heutige Leistungsgesellschaft erhöhten Druck auf die werdenden Erwachsenen aus. Dadurch können bei den Jugendlichen Ängste und Anspannungen hervorgerufen werden. Statt die negativen Gefühle durch sportliche Aktivitäten oder durch ein Gespräch mit einer Vertrauensperson effektiv abzubauen, gibt es für viele Jugendliche nur einen Ausweg aus dem Gefühlschaos. Sie greifen zu Messern, Rasierklingen, Feuerzeugen und weiteren Utensilien, um ihrem Körper Verletzungen zuzufügen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Einführung

2.1 Definition

2.2 Phänomenologie

2.2.1 Offene und versteckte Selbstverletzung und ihre Funktionalität

2.2.2 Verletzungsmöglichkeiten

2.3 Prävalenzverhalten

3 Ursachenforschung

3.1 Familiäres Umfeld

3.2 Entwicklungsaufgaben im Jugendalter

3.3 Komorbidität

3.3.1 Borderline-Störung

3.3.2 Depression

3.3.3 Bulimia Nervosa

4 Umgang mit selbstverletzendem Verhalten im familiären Umfeld

4.1 Emotionen der Eltern

4.2 Handlungsmöglichkeiten der Eltern

5 Angebote der Jugendhilfe

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über das Phänomen des selbstverletzenden Verhaltens bei Jugendlichen im Alter von 12 bis ca. 18 Jahren. Ziel ist es, Ursachen innerhalb des familiären Umfelds sowie die Rolle der Jugendhilfe bei der Unterstützung betroffener Familien zu beleuchten und Handlungsmöglichkeiten für Eltern aufzuzeigen.

  • Definition und Erscheinungsformen des selbstverletzenden Verhaltens (SVV)
  • Forschung zu Prävalenz und psychischen Begleiterkrankungen (Komorbidität)
  • Einfluss des familiären Umfelds und der Entwicklungsaufgaben im Jugendalter
  • Emotionale Belastung und Handlungsstrategien für Eltern
  • Unterstützungsangebote der Jugendhilfe und ambulante Hilfemaßnahmen

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Offene und versteckte Selbstverletzung und ihre Funktionalität

Die häufigste Form der Selbstverletzung ist das offene SVV. Hierbei werden zumeist leicht erreichbare Hautbereiche der Unterarme, Handgelenke, Oberarme, Oberschenkel (Brunner u.a. 2015, S. 3) oder des Gesichts (Dienst u.a. 2014, S. 19) beschädigt. Diese Erscheinungsform ist durch eine erhöhte Wiederholungshaltung geprägt und wird in der Regel nicht durch suizidale Gedanken intentioniert (Brunner u.a. 2015, S. 3). Diese Art der Verletzung kann eine demonstrative und appelative Funktion mit sich bringen. Die Betroffenen wenden sich bewusst an ihre Mitmenschen, um so Aufmerksamkeit zu erlangen, ihre ausweglose Situation zu beweisen, ihr Umfeld zu schockieren oder ihr Umfeld zur Nachahmung zu motivieren (Sendera A./Sendera M. 2011, S. 107).

Neben den leicht sichtbaren Wunden lokalisiert sich das versteckte SVV auf Körperregionen des Körperstammes und Bereiche, die sich durch lange Kleindungsstücke unschwer verbergen lassen (Brunner u.a. 2015, S. 3). Verletzungen am Bauch, den Brüsten und im Genitalbereich werden zwar wesentlich seltener ausgeführt, können jedoch schon im Jugendalter vorkommen (Kaess 2012, S. 29). Das versteckte SVV kann mit einer Komorbidität2 der Kinder und Jugendlichen verbunden sein (Dienst u.a. 2014, S. 19).

Außer den oben aufgeführten Funktionen des offenen Selsbstverletzens bringen beide Erscheinungsformen weitere Handlungseffekte für die Betroffenen mit. Ein zentrales Motiv bei Jugenlichen ist das Ziel durch die Verletzung des eigenen Körpers sich selbst zu bestrafen (Evans 2008, S. 52). Die wichtigste Intention ist allerdings die „Entlastung von negativen Gefühlen, Anspannung, Verzweiflung, Depression, Selbstentfremdung im Sinne dissoziativen Erlebens oder eines zwischenmenschlichen Konfliktes“ (Brunner u.a. 2015, S. 3). Verspürt der Betroffene eine Gefühlsleere, nimmt er durch das Verletzen wieder Schmerzen wahr und fühlt sich wieder real und lebendig. Andere Jugendliche beschreiben einen Drang ihre starken emotionalen, inneren Gefühle in den körperlichen Schmerz verwandeln zu wollen (Bolognini u.a. 2003, S. 242).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung benennt die Problematik des selbstverletzenden Verhaltens (SVV) als Bewältigungsstrategie für Jugendliche in einer leistungsgeprägten Gesellschaft und definiert den Rahmen der Arbeit.

2 Einführung: Dieses Kapitel definiert SVV, grenzt es von anderen Verhaltensweisen ab, beschreibt Phänomenologie sowie Prävalenz und führt in die verschiedenen Verletzungsarten ein.

3 Ursachenforschung: Hier werden die Faktoren untersucht, die zu SVV führen, wobei ein Fokus auf dem familiären Umfeld, den Entwicklungsaufgaben in der Pubertät und möglichen komorbiden Störungen liegt.

4 Umgang mit selbstverletzendem Verhalten im familiären Umfeld: Das Kapitel analysiert die emotionalen Reaktionen von Eltern auf das SVV ihrer Kinder und leitet daraus notwendige Handlungsregeln und Empfehlungen für den Umgang ab.

5 Angebote der Jugendhilfe: Es werden verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten durch die Jugendhilfe vorgestellt, die sowohl ambulante als auch teilstationäre oder außerfamiliäre Hilfen umfassen.

6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass SVV eine psychische Bewältigungsstrategie darstellt und betont die Notwendigkeit von Aufklärung für Eltern durch professionelle Stellen.

Schlüsselwörter

Selbstverletzendes Verhalten, SVV, Jugendalter, Familie, Pubertät, Adoleszenz, Borderline-Störung, Depression, Bulimia Nervosa, Jugendhilfe, Erziehung, Psychische Störungen, Prävalenz, Stressbewältigung, Sozialpädagogische Familienhilfe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen des selbstverletzenden Verhaltens (SVV) bei Jugendlichen und untersucht, wie dieses Verhalten als Stressbewältigungsstrategie entsteht und welche Rolle das familiäre Umfeld spielt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Kernbereichen gehören die Definition und Erscheinungsformen des SVV, die Ursachenforschung in der Familie, der Zusammenhang mit psychischen Störungen sowie die Unterstützungsangebote durch die Jugendhilfe.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, einen Überblick über SVV im Jugendalter zu geben, die Hintergründe für die Entstehung innerhalb der Familie zu verdeutlichen und Eltern sowie Fachkräften Hilfestellungen und Handlungsoptionen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auswertung bestehender Studien, wie etwa der Heidelberger Schulstudie, um die theoretischen Zusammenhänge zu belegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung, die Ursachenanalyse (Familie, Entwicklungsaufgaben, Komorbidität), den Umgang der Eltern mit der Problematik und die Darstellung konkreter Hilfsangebote der Jugendhilfe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind neben Selbstverletzendem Verhalten und Jugendalter auch Familienbeziehungen, Borderline-Störung, Depression und die Unterstützung durch die Jugendhilfe.

Warum wird im Buch zwischen offenem und verstecktem SVV unterschieden?

Die Unterscheidung ist wichtig, da offenes SVV oft eine appelative Funktion hat, um Aufmerksamkeit zu erlangen, während verstecktes SVV gezielt vor dem sozialen Umfeld geheim gehalten wird und seltener zur Suche nach Hilfe führt.

Welche Rolle spielt die Familie laut der Autorin bei der Entstehung von SVV?

Das familiäre Umfeld gilt als entscheidende Sozialisationsinstanz. Destruktive Einflüsse wie Missbrauch, Vernachlässigung oder ein instabiles Familienklima können die Persönlichkeitsentwicklung beeinträchtigen und SVV als Bewältigungsstrategie begünstigen.

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Detalles

Título
Selbstverletzendes Verhalten im Jugendalter. Umgang im familiären Umfeld
Universidad
University of Applied Sciences Landshut
Calificación
1,0
Autor
Jessica Kutscher (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
22
No. de catálogo
V1014896
ISBN (Ebook)
9783346411549
ISBN (Libro)
9783346411556
Idioma
Alemán
Etiqueta
Selsbtverletztendes Verhalten Selbstverletzung Selbstverletztendes Verhalten bei Kindern und Jugendlichen Angehörigenarbeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jessica Kutscher (Autor), 2016, Selbstverletzendes Verhalten im Jugendalter. Umgang im familiären Umfeld, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1014896
Leer eBook
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