Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, welche Arbeitsmethoden Unternehmen dabei helfen können, agil zu werden. Hierbei stehen insbesondere die drei Methoden 'Scrum', 'Kanban' und 'Design Thinking' im Fokus. Die Welt dreht sich immer schneller. Selbst für große etablierte Unternehmen ist die Zukunft ungewiss. Es ist in dieser Welt für sie kein Verlass, dass sie für die nächsten 20 Jahre noch bestehen.
Innovative und auch eher kleine Unternehmen betreten den Markt mit einem Produkt, das die jahrelange Platzhirsche mit scheinbarer Leichtigkeit verdrängt. Bekanntes Beispiel ist die Firma Nokia, die sich auf ihrem Erfolg ausruhte und von Smartphone Herstellern wie Apple und Samsung am Markt verdrängt wurde. Oder aber große innovative Unternehmen beschließen in eine Branche einzusteigen und bedrohen etablierte Konzerne. So steigt die Firma Amazon in die Branche der Paketdienste ein und wird damit zu einer ernsthaften Konkurrenz für Firmen wie DHL.
Die Digitalisierung stellt für manche Firmen eine besondere Herausforderung dar und öffnet den Markteintritt für Start-ups. 30,2 % der Start-ups in Deutschland zählt im Jahr 2019 zu der Branche Informations- und Kommunikationstechnologie.
Die Zukunft wird für Unternehmen immer schwerer einschätzbar, da sowohl Produkte als auch Unternehmen in immer kürzeren Zeitabschnitten Märkte betreten, aber auch wieder verlassen.
Situationen sind zunehmend komplexer und nicht immer eindeutig einzuschätzen. Dieser Umstand wird als VUCA-Welt bezeichnet. VUCA steht für Volatilität (engl. volatility), Unsicherheit (engl. uncertainty), Komplexität (engl. complexity) und Ambiguität (engl. ambiguity). Volatilität bedeutet, dass beispielsweise der Markt schwankt und unter Ambiguität wird die Mehrdeutigkeit von etwas verstanden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Drei Methoden im Fokus
2.1 Scrum
2.2 Kanban
2.3 Design Thinking
3 Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht, welche agilen Arbeitsmethoden Unternehmen dabei unterstützen können, in einer durch Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität geprägten VUCA-Welt wettbewerbsfähig zu bleiben. Das primäre Ziel ist es, die Funktionsweise der drei relevantesten Methoden – Scrum, Kanban und Design Thinking – zu analysieren und ihre Eignung für moderne Organisationsformen kritisch zu beleuchten.
- Analyse der VUCA-Welt als Herausforderung für etablierte Unternehmen
- Grundlagen und Prozessstruktur von Scrum mit Rollen und Ereignissen
- Implementierung von Kanban zur Visualisierung und Optimierung von Arbeitsprozessen
- Design Thinking als nutzerzentrierter Innovationsansatz und kulturelle Arbeitsweise
- Vergleichende Einordnung der Methoden hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit und Grenzen
Auszug aus dem Buch
2.1 Scrum
„Scrum ist ein Begriff aus dem Rugby und heißt übersetzt Gedränge. Damit betont der Begriff ein wesentliches Merkmal des agilen Projektmanagements, nämlich die Teamarbeit mit einer zeitnahen und effizienten Kommunikation.“7
Scrum kam bereits in den frühen 1990 Jahren zum Einsatz, um komplexe Produkte zu entwickeln. Schöpfer des Scrums sind Ken Schwaber und Jeff Sutherland, die zudem einen Scrum-Guide anfertigten und diesen über ihre Firma und ihren Webauftritt scrumguide.org zur Verfügung stellen. Der Scrum-Guide ist inzwischen in mehr als 30 Sprachen verfügbar.8
Abgeleitet aus dem Scrum-Guide, zunächst ein Überblick über die Struktur des Scrums. Das Scrum wird unterteilt in Rollen, Ereignissen und Artefakte.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Dynamik und Unvorhersehbarkeit der Märkte (VUCA-Welt) und begründet die Notwendigkeit für Unternehmen, durch agile Arbeitsweisen reaktionsfähiger zu werden.
2 Drei Methoden im Fokus: In diesem Kapitel werden die drei zentralen Ansätze Scrum, Kanban und Design Thinking detailliert vorgestellt, wobei ihre Entstehung, ihre spezifischen Strukturen sowie ihre jeweiligen Anwendungsgebiete erörtert werden.
3 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, bewertet die Vor- und Nachteile der untersuchten Methoden und diskutiert deren spezifische Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Unternehmensgrößen und Arbeitskontexten.
Schlüsselwörter
Agile Arbeitsmethoden, VUCA, Scrum, Kanban, Design Thinking, Projektmanagement, Digitalisierung, Prozessoptimierung, Sprint, Product Owner, Nutzerzentrierung, Innovationsmanagement, Teamarbeit, Fehlerkultur, Agile Transformation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Relevanz agiler Arbeitsmethoden, um als Unternehmen in einer immer komplexeren und schnelleren Wirtschaftswelt, der sogenannten VUCA-Welt, langfristig erfolgreich bestehen zu können.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Fundierung und praktischen Anwendung von Scrum, Kanban und Design Thinking als Werkzeuge für agiles Projektmanagement und nutzerzentriertes Arbeiten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist ein umfassender Überblick über die bekanntesten agilen Methoden, um zu klären, wie diese Arbeitsweisen funktionieren und welchen Beitrag sie zur Steigerung der unternehmerischen Agilität leisten können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit genutzt?
Es handelt sich um ein Scientific Essay, das auf einer Literaturanalyse aktueller Fachpublikationen, Studien und anerkannter methodischer Guides basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden Scrum, Kanban und Design Thinking einzeln analysiert. Dabei wird auf Rollen, Artefakte, Ereignisse (bei Scrum), Praktiken (bei Kanban) sowie das Vorgehensmodell und die kulturellen Rahmenbedingungen (bei Design Thinking) eingegangen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Begriffe wie VUCA-Welt, Agilität, Sprint, Prozessvisualisierung, Kundenfokus und Lernkultur stehen im Zentrum der inhaltlichen Betrachtung.
Warum ist Scrum laut der Autorin nur bedingt für kleine Unternehmen geeignet?
Aufgrund der starren, prozessorientierten Struktur und der benötigten spezialisierten Rollen können kleinere Teams mit sehr begrenzter Personaldecke Schwierigkeiten haben, die Rollen sauber zu trennen und die zeitintensiven Scrum-Ereignisse parallel zum Tagesgeschäft einzuhalten.
Worin unterscheidet sich Design Thinking von rein prozessorientierten Ansätzen?
Design Thinking ist weniger ein linearer Prozess als vielmehr eine Kultur und Philosophie, die das Nutzererlebnis in den Mittelpunkt stellt und darauf abzielt, durch Kreativitätstechniken und ein spezielles Arbeitsumfeld eingefahrene Denkmuster aufzubrechen.
- Arbeit zitieren
- Theresa Hinrichs (Autor:in), 2020, Agile Arbeitsmethoden. Scrum, Kanban und Design Thinking, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1014906