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Bildung von Ergänzungsbilanzen. Besteuerung von Gesellschaften

Title: Bildung von Ergänzungsbilanzen. Besteuerung von Gesellschaften

Seminar Paper , 2019 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

Law - Tax / Fiscal Law
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Diese Arbeit untersucht, in welchen Fällen Ergänzungsbilanzen aufzustellen sind. Bei der Gewinnermittlung von Personengesellschaften findet das sogenannte 'Transparenzprinzip' Anwendung. Danach ist die Personengesellschaft zwar Subjekt der Gewinnermittlung und muss somit nicht nur eine Handels-, sondern auch eine Steuerbilanz erstellen, die Besteuerung der Einkünfte findet jedoch auf Ebene der Gesellschafter statt. Die Personengesellschaft ist insofern 'transparent'.

Kapitalgesellschaften hingegen sind selbst das Subjekt der Besteuerung. Der Gewinnanteil eines Mitunternehmers im Sinne des §15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG umfasst neben dem Ergebnis der Sonderbilanz das anteilige Ergebnis, also den Gewinn oder Verlust aus der Steuerbilanz der Gesellschaft vermindert oder vermehrt um das Ergebnis aus der Ergänzungsbilanz.

Im Gesetz sind die Ergänzungsbilanzen zwar in §6 Abs. 5 Satz 4 EStG und in §24 Abs. 2 und 3 UmwStG genannt, jedoch werden sie dort nicht definiert. Ergänzungsbilanzen korrigieren die Wertansätze für die betrieblichen Wirtschaftsgüter des Gesellschaftsvermögens in der Steuerbilanz der Personengesellschaft mit Rücksicht auf die Mehr- oder Minderaufwendungen der Gesellschafter (Mitunternehmer).

Ergänzungsbilanzen sind daher nur in der steuerlichen Gewinnermittlung zu finden und nicht im Handelsrecht. Sie sind jedoch nicht aufzustellen, wenn die Abweichungen die Personengesellschaft in ihrer Gesamtheit betreffen, weil der steuerliche Mehrgewinn oder Mindergewinn allen Gesellschaftern entsprechend ihrem Gewinn- oder Verlustanteil zuzurechnen sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Gesellschafterwechsel

2.1 Anschaffungskosten entsprechen dem Buchwert des Kapitalkontos

2.2 Anschaffungskosten übersteigen den Buchwert des Kapitalkontos

2.3 Anschaffungskosten liegen unter dem Buchwert des Kapitalkontos

2.4 Anteilserwerb bei doppelstöckigen Personengesellschaften

3 Einbringung eines Betriebs, Teilbetriebs und Mitunternehmeranteils in eine Personengesellschaft

3.1 Buchwertansatz

3.1.1 Nettomethode

3.1.1.1 Beispiel zur Anwendung der Nettomethode

3.1.2 Bruttomethode

3.1.2.1 Beispiel zur Anwendung der Bruttomethode

4 Einbringung einzelner Wirtschaftsgüter in eine Personengesellschaft

5 Inanspruchnahme von personenbezogenen Steuervergünstigungen durch einzelne Gesellschafter

5.1 Rücklage nach § 6b EStG

6 Fortführung von Ergänzungsbilanzen

6.1 Fortführung von positiven Ergänzungsbilanzen

6.2 Fortführung von negativen Ergänzungsbilanzen

7 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die steuerliche Notwendigkeit und Anwendung von Ergänzungsbilanzen bei Personengesellschaften, um eine korrekte Gewinnermittlung unter Berücksichtigung der gesellschafterbezogenen Wertkorrekturen sicherzustellen.

  • Grundlagen und rechtliche Einordnung von Ergänzungsbilanzen
  • Differenzierung bei Gesellschafterwechseln (Mehr- oder Minderkapital)
  • Verfahren bei der Einbringung von Betriebsvermögen (Nettomethode vs. Bruttomethode)
  • Anwendung bei personenbezogenen Steuervergünstigungen (z.B. § 6b EStG)
  • Grundsätze für die Fortführung positiver und negativer Ergänzungsbilanzen

Auszug aus dem Buch

3.1 Buchwertansatz

Erfolgt die Einbringung eines Betriebs, Teilbetriebs oder Mitunternehmeranteils in eine Personengesellschaft zum Buchwert nach § 24 Abs. 2 Satz 2 UmwStG, so wird die Aufdeckung von stillen Reserven vermieden. Für den Einbringenden ist dies somit ein erfolgsneutraler Vorgang; es entsteht kein Veräußerungsgewinn. Die Aufdeckung und Besteuerung der in den Wirtschaftsgütern enthaltenen stillen Reserven erfolgt erst mit der Entnahme oder Veräußerung dieser Wirtschaftsgüter.

Bei einem Buchwertansatz in der Gesamthandsbilanz wird das Kapitalkonto des Einbringenden mit dem Buchwert seines eingebrachten Kapitals seines Betriebs, Teilbetriebs oder Mitunternehmeranteils angesetzt. In der Praxis gibt es zwei Möglichkeiten zur bilanziellen Darstellung:

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Definiert das Transparenzprinzip bei Personengesellschaften und führt in die Funktion von Ergänzungsbilanzen als gesellschafterbezogene Korrekturposten ein.

2 Gesellschafterwechsel: Analysiert die Bildung von Ergänzungsbilanzen bei unterschiedlichen Anschaffungskosten im Vergleich zum Buchwert des Kapitalkontos sowie bei doppelstöckigen Strukturen.

3 Einbringung eines Betriebs, Teilbetriebs und Mitunternehmeranteils in eine Personengesellschaft: Erläutert die Buchwertfortführung und die zwei bilanziellen Vorgehensweisen zur Darstellung bei Einbringungsvorgängen.

4 Einbringung einzelner Wirtschaftsgüter in eine Personengesellschaft: Beschreibt die Notwendigkeit der Erstellung einer negativen Ergänzungsbilanz zur Wahrung der Buchwertfortführung nach § 6 Abs. 5 EStG.

5 Inanspruchnahme von personenbezogenen Steuervergünstigungen durch einzelne Gesellschafter: Untersucht, wie Ergänzungsbilanzen die Anwendung von Vergünstigungen wie § 6b EStG auf Gesellschafterebene ermöglichen.

6 Fortführung von Ergänzungsbilanzen: Detailliert die methodische Fortschreibung von positiven und negativen Ergänzungsbilanzen in Folgejahren unter Berücksichtigung der AfA.

7 Zusammenfassung: Fasst die Kernaussagen zur Bedeutung der Ergänzungsbilanz als Instrument zur Vermeidung von Mehrfachbesteuerung oder sofortiger Aufdeckung stiller Reserven zusammen.

Schlüsselwörter

Ergänzungsbilanz, Personengesellschaft, Transparenzprinzip, Mitunternehmer, Kapitalkonto, Steuerbilanz, Anschaffungskosten, stille Reserven, Umwandlungssteuergesetz, Nettomethode, Bruttomethode, § 6b EStG, Gewinnermittlung, Wirtschaftsgüter, Sonderbilanz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der steuerlichen Behandlung von Ergänzungsbilanzen bei Personengesellschaften, die notwendig werden, wenn individuelle Anschaffungskosten oder steuerliche Besonderheiten einzelner Gesellschafter von den Buchwerten der Gesamthandsbilanz abweichen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themen umfassen den Gesellschafterwechsel, die Einbringung von Betrieben oder einzelnen Wirtschaftsgütern, die Anwendung personenbezogener Steuervergünstigungen sowie die fortlaufende buchhalterische Behandlung von Ergänzungsbilanzen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, einen Überblick darüber zu geben, in welchen Fällen Ergänzungsbilanzen zu bilden sind, um eine korrekte Zurechnung des Gewinns auf die einzelnen Mitunternehmer zu gewährleisten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die aktuelle steuerrechtliche Kommentierungen, BFH-Rechtsprechung und Verwaltungsanweisungen zur Bilanzierung bei Personengesellschaften auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Vorgehensweise bei verschiedenen Transaktionsformen, wie dem Anteilserwerb oder der Einbringung, und vergleicht Methoden zur Darstellung in der Steuerbilanz.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Ergänzungsbilanz, Transparenzprinzip, Mitunternehmer, stille Reserven und verschiedene EStG-Paragraphen charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Nettomethode von der Bruttomethode bei der Einbringung?

Bei der Nettomethode werden die Buchwerte fortgeführt und eine Kapitalkontenanpassung vorgenommen, während bei der Bruttomethode gemeine Werte angesetzt und stille Reserven aufgedeckt werden.

Warum ist das Urteil des BFH vom 20.11.2014 für die Fortführung relevant?

Das Urteil ist maßgeblich, da es die Gleichstellung des Mitunternehmers mit einem Einzelunternehmer betont, was Auswirkungen auf die Abschreibungswahlrechte und die Bewertung innerhalb der Ergänzungsbilanz hat.

Was passiert bei einem negativen Kapitalkonto während eines Gesellschafterwechsels?

In bestimmten Fällen muss ein Ausgleichsposten aktiviert werden, der mit zukünftigen Gewinnanteilen verrechnet wird, wobei die Ansichten zwischen dem IV. und VIII. Senat des BFH teilweise differieren.

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Details

Title
Bildung von Ergänzungsbilanzen. Besteuerung von Gesellschaften
College
The FOM University of Applied Sciences, Hamburg
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2019
Pages
21
Catalog Number
V1014957
ISBN (eBook)
9783346410894
ISBN (Book)
9783346410900
Language
German
Tags
Steuerrecht Besteuerung von Gesellschaften Personengesellschaften Ergänzungsbilanzen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2019, Bildung von Ergänzungsbilanzen. Besteuerung von Gesellschaften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1014957
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