Deutsch als Fremdsprache und die Aufgabe des Goethe-Instituts


Bachelorarbeit, 1999
10 Seiten, Note: 1,7

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Inhalt

1. Einleitung

2. Geschichte des Goethe- Instituts

3. Die Tätigkeitsfelder des Goethe- Instituts
3.1 Die Arbeit in den westlichen Industriestaaten
3.2 Die Arbeit in Osteuropa und Asien
3.3 Die Arbeit in der "dritten Welt"

4. Probleme und Grenzen des DaF- Unterrichts

5. Schluß

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Das Goethe- Institut nimmt als weltweit tätige Organisation zur Vermittlung deutscher Kultur und Sprache eine führende Position bei der Vermittlung von Deutsch als Fremdsprache (DaF) ein. Die Ansprüche an diese Arbeit haben sich aber seit der Neugründung des Instituts 1951 bis heute gewandelt. Insbesondere das Ende des kalten Krieges und die damit verbundene Öffnung des Ostblocks für westliche Kulturarbeit stellt einen enormen Umbruch dar. Dennoch steht, damals wie heute, die Unabhängigkeit des Instituts von der bundesdeutschen Politik und den wirtschaftlichen Interessen stets im Vordergrund.

Ziel dieser Seminararbeit ist es, die verschiedenen Tätigkeitsfelder der Goethe- Institute beim DaF- Unterricht aufzuzeigen. Nach einem kurzen Abriß der Geschichte des Goethe- Instituts wird dieser Sprachunterricht zunächst innerhalb des Gesamtprogramms des Goethe- Instituts vorgestellt. Hierbei wird zwischen den Arbeiten in verschiedenen Teilen der Welt differenziert. Als erster Schwerpunkt wird dabei die allgemeine Bedeutung der Goethe- Institute beim Unterricht von Deutsch als Fremdsprache dargestellt. Als zweiter Schwerpunkt wird anschließend die Problematik verdeutlicht, die sich aus der Spracharbeit vor Ort ergibt beziehungsweise ergeben kann.

Sprachunterricht ist heute aber nur eine der zahlreichen Aufgaben des Goethe- Instituts. Daneben nimmt noch die Kulturarbeit einen wichtigen Stellenwert ein. Beides, Vermittlung von deutscher Kultur und deutscher Sprache, kann nicht isoliert nebeneinander stehen. Deshalb wird der Vollständigkeit halber auch die kulturelle Arbeit der Institute vor Ort und in Deutschland umrißhaft vorgestellt.

Diese Arbeit stützt sich dabei vor allem auf Material des Goethe- Instituts. Insbesondere das Jahrbuch 1999 des Goethe- Instituts steht mit seinen umfangreichen Berichten und Statistiken im Mittelpunkt.

2. Geschichte der Goethe- Institute

Im Jahre 1951 wurde in München das „Goethe- Institut e.V. zur Fortbildung ausländischer Deutschlehrer“ neu gegründet. Dieses stellte sich in die Tradition des 1932 zu Goethes 100. Todestag gegründeten Instituts innerhalb der 1925 gegründeten Deutschen Akademie1. Der Aufbau der Goethe- Institute erfolgte dann in der Zeit des deutschen Wirtschaftswunders. 1953 wurden in Deutschland die ersten Sprachkurse für ausländische Deutschlehrer angeboten.2 Bereits 1951 wurden in Athen erste Sprachschüler unterrichtet. Initiator war ein aus dem faschistischen Deutschland geflohener Lektor der ehemaligen Deutschen Akademie. Seinem Beispiel folgten im Exil lebende Deutsche in zahlreichen anderen Städten der Welt, in Turin, Bangkok und Beirut.3

Ein erster Schwerpunkt der Arbeit war das Nachbarland Frankreich. Im Sinne der vom deutschen Bundeskanzler Adenauer und seinem französischen Amtskollegen de Gaulle propagierten deutsch- französischen Aussöhnung sollte auch die Sprache des Nachbarlandes vermehrt in den Schulen und in der Erwachsenenbildung gelehrt werden. Die dafür nötigen französischen Deutschlehrer sollten möglichst in Deutschland ausgebildet werden. Erste Sprachkurse fanden daher im Frühjahr 1953 in Bad Reichenhall statt.

Heute trägt das Goethe- Institut den Beinamen „Institut zur Pflege der deutschen Sprache im Ausland und zur Förderung der internationalen kulturellen Zusammenarbeit“4. Damit wird die zunehmende Bedeutung der Kulturarbeit neben dem Sprachkurse- Angebot unterstrichen.

Bereits seit den 70er Jahren wird neben dem Sprachunterricht auch die Vermittlung der deutschen Kultur als wichtiger Bestandteil der Arbeit des Goethe- Instituts gesehen. Die Angebotspalette reicht dabei von deutschsprachigen Popkonzerten für Schüler über Ausstellungen zur deutschen Geschichte und Kultur bis hin zu Lesungen deutscher Autoren im Ausland. Diese auf die jeweiligen Altersgruppen zugeschnittenen Angebote werden von den jeweiligen Anbietern vor Ort unterstützt.5

Von Beginn an war das Goethe- Institut unabhängig von der Bundespolitik, obwohl die Geldmittel durch das Bundesaußenministerium gestellt wurden6. Dies ermöglichte den einfachen Zugang zu Ländern des ehemaligen Ostblocks und die problemlose Integration der Humboldt- Gesellschaft der DDR nach der Wende. Dennoch hat sich seit dem Ende des kalten Krieges die Arbeit des Goethe- Instituts stark verändert. Insbesondere die neuen Anforderungen in Osteuropa und der Russischen Föderation stellten das Goethe- Institut zunächst vor Probleme. Jedoch konnte dank der politischen Unabhängigkeit das Goethe- Institut diese Chance nutzen und weitere Institute in Osteuropa und in den Nachfolgestaaten der UdSSR eröffnen.

Heute umfaßt das weltweite Netz des Goethe- Instituts 137 Kulturinstitute in 77 Ländern, die 15 Institute in Deutschland ergänzen diese Arbeit und ermöglichen Auslandsaufenthalte der Sprachlehrer in Deutschland. Zuletzt wurden 1989 / 99 vier Institute neu gegründet, allesamt in Osteuropa. Jedoch mußten zur gleichen Zeit auch Institute wie in Daressalam, Tampere und Marseille geschlossen werden und einige Institute mußten vorübergehend ihren Betrieb einstellen.7

Insgesamt erwies sich das Goethe- Institut hinsichtlich der jüngsten Herausforderungen dennoch als äußerst flexibel. Trotz Sparzwängen bei gleichzeitig steigendem Bedarf an DaF in Osteuropa konnte man eine weltweite deutsche Kulturpolitik weitestgehend aufrechterhalten.

3. Die Tätigkeitsfelder des Goethe- Instituts

Das chronologisch erste Betätigungsfeld des Goethe- Instituts nach dem zweiten Weltkrieg war die Fortbildung ausländischer Deutschlehrer. Dabei lag der Schwerpunkt der Arbeit des GoetheInstituts zunächst im Erstellen von Hilfsmitteln wie Lehrbücher, Lehrplänen und Unterrichtsmethoden.8 Zunächst konzentrierte man sich dabei auf das Nachbarland Frankreich. Im Laufe der Jahre wurden in weiteren Ländern Goethe- Institute eröffnet, zunächst in Europa, später in Nord- und Südamerika sowie Australien.

Die Ausbildung ausländischer Lehrer erfolgte zumeist in Deutschland. So sollte ein möglichst authentischer Umgang mit der deutschen Sprache ermöglicht werden. Dabei setzen die Institute im Inland verstärkt auf die Verknüpfung von Sprachunterricht und Kulturangebot, um den Lernenden über ihre Sprachkenntnisse hinaus noch ein persönliches Bild von Deutschland zu vermitteln. Wie auch bei den Kulturprogrammen im Ausland wird dabei auf eine Zusammenarbeit mit ortsansässigen Kultureinrichtungen Wert gelegt.9

Ein weiteres Tätigkeitsfeld ist die Forschung und Entwicklung neuer Lernmethoden. Hierbei werden auch externe Aufträge angenommen. Im Zentrum dieser Forschung stehen Computer- Programme zur Didaktik des Deutschunterrichts. Diese Programme wurden inzwischen im Internet veröffentlicht und erfreuen sich dort großer Beliebtheit.10 In Zusammenarbeit mit anderen Kultureinrichtungen wie der Carl Duisberg- Gesellschaft, der Fernuniversität Hagen, der Ruhr- Universität Bochum und dem Deutschen Akademischen Austauschdient (DAAD) wird derzeit ein zentraler Sprachtest für die Zulassung zu Hochschulen entwickelt.11

Im Rahmen der pädagogischen Verbindungsarbeit arbeitet das Goethe- Institut mit Universitäten, Einrichtungen der Erwachsenenbildung und Deutschlehrerverbänden des Gastlandes zusammen. Das Goethe- Institut setzt dabei verstärkt auf die Verbreitung der deutschen Sprache durch sogenannte Multiplikatoren. Dies bedeutet, daß gezielt einheimische Absolventen der DaF- Sprachkurse beim Aufbau von eigenen Sprach- und Kulturveranstaltungen unterstützt werden.12 Die fachgerechte Ausbildung von Deutschlehrern vor Ort ist dabei wesentlich effektiver als die Unterstützung des Unterrichts für die einzelnen Lernwilligen der deutschen Sprache. Die Unterstützung der Multiplikatoren rückt daher seit den 70er Jahren immer mehr in den Mittelpunkt der Arbeit bei den Instituten im Ausland.13 Zudem wird auch die Zusammenarbeit mit den anderen ausländischen Bildungseinrichtung forciert, sowohl mit europäischen Partnern als auch mit Partnern des jeweiligen Gastlandes. In Zusammenarbeit mit diesen Partnern vor Ort werden dann Curricula erstellt und Fortbildungsnetzwerke für DaF- Lehrer etabliert. Ein weiterer Schritt können der Aufbau von Schüleraustauschprogrammen, Fortbildungsveranstaltungen oder ein internationaler Erfahrungsaustausch mit anderen Organisationen oder Experten aus anderen Ländern sein.14

Die Kulturarbeit nimmt heute neben der Spracharbeit beim Goethe- Institut einen hohen Stellenwert ein. Diese weist aber von Land zu Land Unterschiede auf, da das Goethe- Institut großen Wert darauf legt, daß die Kultur des jeweiligen Landes mit in die Kulturarbeit einbezogen wird. Neben der Kulturarbeit der einzelnen Institute vor Ort gibt es aber auch Wanderausstellungen und Konzertreihen, die weltweit in mehreren Instituten besucht werden können.

In Deutschland werden ebenfalls Sprachkurse angeboten, meist in Zusammenarbeit mit den Volkshochschulen. So können DaF- Schüler nach Abschluß ihrer Kurse unter anderem die Mittelstufenprüfung oder das kleine Deutsche Sprachdiplom erwerben.15 Die Aufgabenstellung und die Korrektur der Prüfungen werden für die Prüfungskandidaten im In- und Ausland zentral durch die Ludwig- Maximilian- Universität München durchgeführt. Dadurch erlangten die Prüfungen des Goethe- Instituts weltweit einen erstklassigen Ruf.

3.1 Die Arbeit in den westlichen Industriestaaten

Die Arbeit des Goethe- Instituts konzentrierte sich nach dem zweiten Weltkrieg auf den Sprachunterricht in Europa und Nordamerika. Nach der Eröffnung der ersten Goethe- Institute in Athen und Turin lag dabei der Schwerpunkt der Arbeit in Europa. Das erste Goethe- Institut in Nordamerika öffnete 1962 im kanadischen Montreal seine Pforten16. Doch erst ab 1965 wurde mit Boston auch in den USA eine Vertretung des Goethe- Instituts eröffnet17. In den frühen 80er Jahren wurden dann eine Reihe von weiteren Instituten in den USA, Kanada und in Costa Rica eröffnet.18

Doch auch die Kulturarbeit stand dabei neben dem Sprachunterricht stets im Mittelpunkt. Dabei geht der Trend derzeit in Richtung Großereignisse, welche nicht mehr mit dem Finanzetat des Goethe- Instituts bewerkstelligt werden können. Potente Sponsoren müssen daher für die Aktivitäten gewonnen werden. Hierbei gilt es nun abzuwägen zwischen den kommerziellen Interessen der Geldgeber und den kulturellen Ansprüchen des Goethe- Instituts.

3.2 Die Arbeit in Osteuropa und Asien

In den Staaten des ehemaligen Warschauer Paktes fanden sich bis zur Wende keine Goethe- Institute. Aufgrund des bundesdeutschen Anspruchs, alleiniger Vertreter Deutschlands im Ausland zu sein, gab es auch keine Kooperation mit der Humboldt- Gesellschaft der DDR im Ausland.

Erst mit dem Ende des kalten Krieges konnte eine gesamtdeutsche Kulturpolitik betrieben werden. Die Goethe- Institute konnten dabei auf vorhandene Niederlassungen der Humboldt- Gesellschaft zurückgreifen. Und gerade in den Staaten des ehemaligen Ostblocks war der Bedarf an Deutsch als Fremdsprache sehr hoch. Zwei Drittel der weltweit 18 Mio. Sprachschüler des Goethe- Instituts kommen aus dem Bereich Osteuropa und Zentralasien.19 Insbesondere in Staaten Osteuropas, die einen Beitritt zur Europäischen Union anstreben, herrscht eine starke Nachfrage nach Deutschkursen.20

Ein weiterer Grund für die große Nachfrage nach Deutschkursen dürften die historischen Beziehungen sein, welche viele Bewohner ost- oder südosteuropäischer Städte mit der deutschen Sprache verbinden. Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es vielerorts deutschsprachige Minderheiten.21 Noch heute sind die Spuren dieser Vergangenheit in Form von alten Kanaldeckeln oder Denkmälern sichtbar. Aus diesem Anlaß veranstaltete das Goethe- Institut u.a. einen Dokumentationswettbewerb unter den Sprachschülern.22 So konnte neben der Spracharbeit zusätzlich die Geschichte Deutschlands vermittelt werden; zugleich wurde ein weiteres Argument für das Erlernen der deutschen Sprache vor Augen geführt.

Da vielen Kommunen und Familien in dieser Region das Geld für deutschsprachige Bücher fehlt, müssen Bibliotheken und Lesesäle mit deutschsprachiger Literatur die Grundversorgung decken. 21 Lesesäle, von Pilsen bis Wladiwostok stehen dazu zur Verfügung.23 Die Bibliotheksarbeit geht aber gerade in dieser Region noch weiter. In Zusammenarbeit mit Bibliotheken vor Ort und anderen europäischen Kultureinrichtungen werden internationale Bibliotheken betrieben und Symposien abgehalten. Zu nennen seien in diesem Zusammenhang das Institut Fran ç ais, das British Council und die EU- Kommission.24

Daneben erlangen die neuen Medien wie CD- Rom und Internet immer größere Verbreitung. Das Goethe- Institut entwic kelte daher mit Partnern aus der Wirtschaft entsprechende Computerprogramme speziell für die deutschsprachigen Minderheiten in Rußland und Kasachstan.25

Der Erfolg dieser Maßnahmen ließ nicht lange auf sich warten. Die Zahl der Kursteilnehmer stieg in den letzten Jahren durchschnittlich um 10%, die Zahl der Prüfungsteilnehmer gar um etwa 20%.26

3.3 Die Arbeit in der „Dritten Welt"

Mehr als die Hälfte aller Goethe- Institute liegt heute in Staaten, welche der sogenannten „Dritten Welt“ zugeordnet werden.27 Die Arbeit in diesen Ländern konzentriert sich meist auf die Betreuung von Bürgern des Landes, die in Deutschland studiert haben.28 Dabei spielen auch in diesen Staaten Lesesäle und Bibliotheken eine entscheidende Rolle. Jedoch führten die Sparzwänge der letzten Jahre unter anderem dazu, daß das Institut in Daressalam endgültig schließen mußte.29

4. Probleme und Grenzen des DaF- Unterrichts

Anders als z.B. Frankreich betreibt die Bundesrepublik Deutschland nicht den Versuch, die deutsche Sprache um jeden Preis zu verbreiten30. Die Erkenntnis, daß Deutsch keine Weltsprache ist, hat dabei bereits vor Jahren durchgesetzt31. Dennoch hat die Bundesrepublik und das Goethe- Institut ein starkes Interesse daran, daß die deutsche Sprache im Ausland angemessen beachtet und gelernt wird.32 Insbesondere in den Staaten der Europäischen Union, nicht zuletzt in ihren Gremien, muß die deutsche Sprache einen Stellenwert einnehmen, welcher der politischen und wirtschaftlichen Größe der deutschsprachigen Bevölkerung in Europa entspricht.

Das Goethe- Institut versucht ferner, durch die Verknüpfung von deutscher Sprache und deutscher Kultur das Interesse für Deutschland und die deutsche Sprache zu wecken. Dies ist aber nicht immer erwünscht. In einigen Ländern bestehen noch Vorurteile gegen Deutschland aufgrund der beiden Weltkriege. In solchen Fällen ist eine behutsame Annäherung an die deutsche Sprache und Kultur nötig. Durch Ausstellungen über die deutsche Geschichte und die Gegenwartskultur in Deutschland können Abneigungen abgebaut werden, doch gelingt dies nicht immer.

Doch die politische Unabhängigkeit des Goethe- Instituts und seine Tradition ermöglichen es, daß sich Goethe- Institute auch in Ländern etablieren können, die den westlichen Idealen abgeneigt sind. So war das Goethe- Institut die erste westliche Kultureinrichtung, die im kommunistischen Peking (China), Fuß fassen konnte33. Derzeit läuft zudem die Planung für ein Institut in Teheran.

Eine Politik der Expansion der deutschen Sprache ist dabei völlig fehl am Platz. Sie wird zwar von einigen Politikern immer wieder gefordert,34 würde aber dem Ansehen der Sprachvermittler vor Ort mehr Schaden als Nutzen bringen.

5. Schluß

Das Goethe- Institut ist als weltweit tätiger Vermittler deutscher Sprache und Kultur ein bedeutender Faktor bei der Betrachtung des DaF- Unterrichts. Die Arbeit der einzelnen Institute im In- und Ausland beschränkt sich aber keinesfalls auf den bloßen Sprachunterricht. Wie in dieser Arbeit gezeigt wurde, ergänzen die inländischen Institute die Arbeit durch eine Vielzahl an Aktivitäten, welche den ausländischen Deutschlehrern einen persönlichen Eindruck von Deutschland vermitteln sollen.

Die Kulturarbeit der Goethe- Institute im Ausland soll die Akzeptanz der deutschen Sprache fördern sowie Vorurteile gegenüber Deutschland ausräumen. Hierbei muß jeweils für unterschiedliche Gruppen wie Schüler, Lehrer oder Senioren ein unterschiedlicher Ansatz gefunden werden. Popkonzerte und Lesungen sowie Ausstellungen sind dabei bewährte Mittel.

Doch darf nicht übersehen werden, daß das Goethe- Institut in den letzten Jahren einem tiefgreifenden Prozeß der Umstrukturierung unterlag. Kürzungen im Finanzetat und zugleich die Aufgabe, den regen Bedarf an DaF- Unterricht in Osteuropa und Zentralasien zu bedienen zwangen das Goethe- Institut zu Schließungen und neuen Vorgehensweisen. Eine solche zukunftsweisende Form ist die Kooperation mit anderen Kulturanbietern der Europäischen Union oder auch im jeweiligen Land.

Hierbei zeigt sich auch der zentrale Gedanke, welcher hinter der Arbeit der Goethe- Institute steckt: Es geht nicht nur um die Vermittlung von deutscher Sprache und deutscher Kultur, sondern um die Vermittlung der deutschen Sprache und Kultur in Form einer Bereicherung der jeweiligen Kultur vor Ort. Alle Veranstaltungen der Institute sind so konzipiert, daß sie sowohl für Freunde der deutschen Sprache und Kultur als auch für Neugierige zugänglich sind.

6. Literaturverzeichnis

APELT, HANS PETER: Am Anfang stand der Sprachunterricht: Streifz ü ge durch die Geschichte des Goethe- Instituts, München o.J.

BÄR, GÜNTER: Die deutsche Sprache im Ausland und ihre F ö rderung durch die BRD. In: WERNER, OTMAR / FRITZ, GERD (HRSG) : Deutsch als Fremdsprache und neuere Linguistik, München 1975

F ö rderung der deutschen Sprache. Der Beitrag des Goethe- Instituts in Mittel- und S ü dosteuropa und in der Gemeinschaft unabh ä ngiger Staaten. Herausgegeben vom Goethe Institut, München o.J.

FRANKE, BERTHOLD (HRSG.): Jahrbuch 1998/1999 des Goethe- Instituts, München 1999

Grunds ä tze f ü r die zuk ü nftige Arbeit. Herausgegeben vom Goethe- Institut Zentralverwaltung, München 1998

Kulturprogramme der P ä dagogischen Verbindungsarbeit 1991 - 1997. Dokumentation. Herausgegeben vom Goethe- Institut, München 1997

Programm der Volkshochschule Karlsruhe. Erstes Semester 2000, Karlsruhe 2000

Satzung und Rahmenvertrag. Rechtliche Grundlagen des eingetragenen Vereins. Herausgegeben vom Goethe- Institut, München o.J.

[...]


1 Hans Peter Apelt: Am Anfang stand der Sprachunterricht: Streifzüge durch die Geschichte des GoetheInstituts, München o. J., S. 4.

2 ebda, S. 6.

3 ebda.

4 Satzung und Rahmenvertrag. Rechtliche Grundlagen des eingetragenen Vereins. Herausgegeben vom GoetheInstitut, München o.J., S. 6

5 vgl. Kulturprogramme der Pädagogischen Verbindungsarbeit 1991 - 1997. Dokumentation. Herausgegeben vom Goethe- Institut, München 1997. Außerdem gibt das Goethe- Institut die Zeitschrift Goethe- Institut aktuell heraus, in der vierteljährlich die Kulturprogramme vorgestellt werden.

6 Hans Peter Apelt: Am Anfang stand der Sprachunterricht, S. 4

7 Berthold Franke (Hrsg.): Jahrbuch 1998/1999 des Goethe- Instituts, München 1999, S. 60 ff.

8 Hans Peter Apelt: Am Anfang stand der Sprachunterricht, S. 4.

9 Berthold Franke (Hrsg.): Jahrbuch 1998/1999 des Goethe- Instituts, S. 40.

10 Berthold Franke (Hrsg.): Jahrbuch 1998/1999 des Goethe- Instituts, S. 36.

11 ebd., S. 38.

12 Förderung der deutschen Sprache. Der Beitrag des Goethe- Instituts in Mittel- und Südosteuropa und in der Gemeinschaft unabhängiger Staaten. Herausgegeben vom Goethe- Institut, München o.J., S. 4.

13 Bär, Günter: Die deutsche Sprache im Ausland und ihre Förderung durch die BRD. In: Werner, Otmar / Fritz, Gerd (Hrsg): Deutsch als Fremdsprache und neuere Linguistik, München 1975, S. 300.

14 Berthold Franke (Hrsg.): Jahrbuch 1998/1999 des Goethe- Instituts, S. 26.

15 Vgl.: Programm der Volkshochschule Karlsruhe. Erstes Semester 2000, Karlsruhe 2000, S. 92 f.

16 Berthold Franke (Hrsg.): Jahrbuch 1998/1999 des Goethe- Instituts, S. 106.

17 ebd., S. 70.

18 Hans Peter Apelt: Am Anfang stand der Sprachunterricht, S. 4.

19 Berthold Franke (Hrsg.): Jahrbuch 1998/1999 des Goethe- Instituts, S. 30.

20 ebd.

21 Hans Peter Apelt: Am Anfang stand der Sprachunterricht, S. 5

22 ebd., S. 6.

23 Berthold Franke (Hrsg.): Jahrbuch 1998/1999 des Goethe- Instituts, S. 142 f.

24 ebd., S. 38.

25 ebd.

26 ebd., S. 31.

27 Hans Peter Apelt: Am Anfang stand der Sprachunterricht, S. 15.

28 ebd.

29 Berthold Franke (Hrsg.): Jahrbuch 1998/1999 des Goethe- Instituts, S. 79.

30 Grundsätze für die zukünftige Arbeit. Herausgegeben vom Goethe- Institut Zentralverwaltung, München 1998, S. 12

31 Bär, Günter: Die deutsche Sprache im Ausland und ihre Förderung durch die BRD, S. 298 f.

32 Grundsätze für die zukünftige Arbeit. Herausgegeben vom Goethe- Institut Zentralverwaltung, München 1998, S. 8 f.

33 Hans Peter Apelt: Am Anfang stand der Sprachunterricht, S. 4.

34 Bär, Günter: Die deutsche Sprache im Ausland und ihre Förderung durch die BRD, S. 301.

9 von 10 Seiten

Details

Titel
Deutsch als Fremdsprache und die Aufgabe des Goethe-Instituts
Hochschule
Universität Karlsruhe (TH)
Veranstaltung
Deutsch als Fremdsprache II
Note
1,7
Autor
Jahr
1999
Seiten
10
Katalognummer
V101498
Dateigröße
353 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Deutsch, Fremdsprache, Aufgabe, Goethe-Instituts
Arbeit zitieren
Andre Stuber (Autor), 1999, Deutsch als Fremdsprache und die Aufgabe des Goethe-Instituts, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/101498

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