Belastung von Lebensmittel


Hausarbeit, 2001
10 Seiten, Note: 1,3

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Inhaltsverzeichnis

1 STRAHLENBELASTUNG VON LEBENSMITTEL
1.1 Haltbarmachen von Lebensmittel
1.2 Bestrahlung von Lebensmittel
1.2.1 Keimungshemmung, Insektenbekämpfung durch Bestrahlung
1.2.2 Pasteurisierung durch Bestrahlung
1.2.3 Sterilisierung durch Bestrahlung

2 STRAHLENWIRKUNG AUF DIE LEBENSMITTEL
2.1 Allgemeinverfügung nach ´47a LMBG

1 Strahlenbelastung von Lebensmittel

1.1 Haltbarmachen von Lebensmittel

Einleitung:

Durch den zunehmenden 1Konsum unserer Gesellschaft , die zunehmende In- dustriealiserung aber auch der Massentourismus führen dazu, dass Lebensmittel aus fernen Ländern einen festen Bestandteil in unseren Kaufhäusern sind.

Um die Erwartung der Verbraucher nach frischem Fleisch, Gemüse und exotischen Früchten zu jeder Jahreszeit genüge zu leisten, müssen neue Lösungen gefunden werden um die Lebensmittel länger haltbar zu machen. Der Verbraucher wartet nicht mehr ab, bis die Saison für bestimmtes Gemüse oder Früchte anfängt, er möchte eigentlich zu jeder Jahreszeit diese Dinge kaufen können. Er hat hohe Ansprüche nach Aussehen der Früchte, bedenkt aber nicht , dass schöneres Aussehen und längere Haltbarkeit auch seinen Preis hat.

Da der Zeitraum von Ernte und Verzehr von Lebensmittelüberbrückt werden muss, wendet man verschiedene Methoden an, um diese länger haltbar zu machen. Von Trocknen, Erhitzen, Kühlen, Räuchern, Pökeln, Konservieren usw. bis hin zur Be- strahlung. Dadurch werden Mikroorganismen, die den Verderb von Lebensmittel auslösen können, sowie biologische Vorgänge wie das Altern von Früchten beein- flusst, bzw. eliminiert.

Unter anderem wird auch die ionisierende Bestrahlung angewandt, die allerdings vom Verbraucher nicht in rechter Weise akzeptiert wird und in Deutschland noch nicht erlaubt ist. Dagegen in der USA und viele europäische Ländern angewandt wird.

Die benötigte Strahlenenergie ist sehr gering, aus diesem Grund können die Lebensmittel selbst nicht radioaktiv werden.

Allerdings könnte man als Kritikpunkt erwähnen, dass bei der Bestrahlung von Le- bensmittel freie Radikale entstehen, diese finden aber nur in sehr geringem Aus- maß statt.2

1.2 Bestrahlung von Lebensmittel

Unter Bestrahlung allgemein versteht man, die elektromagnetische Strahlung, sie reicht von Rundfunkwellen, Mikrowellen, Infrarot-, ultraviolettlicht, sichtbares Licht bis hin zur Röntgenstrahlung. Des weiteren zählen mit kürzer werdender Wellen- länge, die Gamma-Strahlung der radioaktiven Isotope und die Höhenstrahlung da- zu. Wobei die Gammastrahlung von einem bestimmten radioaktiven Isotop, z.B. Kobalt 60 erzeugt, und die Röntgenstrahlung und Elektronenstrahlung dagegen künstlich erzeugt werden.

Die Gamma- und Röntgenstrahlung ionisieren die Moleküle der Materie, d.h. sie schlagen aus der Elektronenhülle eines Atoms Elektronen heraus, dadurch entstehen elektrisch geladene Atome oder Moleküle.

Ziel der Bestrahlung ist es, bestimmte biologische Effekte auszulösen. Diese hängen mit den Veränderungen der Nukleinsäuren zusammen, die wegen der Größe ihrer Moleküle besonders strahlenempfindlich sind. Lebensmittel mit Eiweiß, Fette, Kohlehydrate und Vitamine sind wegen ihrer geringeren Molekülgröße weniger empfindlich und verändern sich bei unterschiedlichen Dosen wenig.

In den nun folgenden Tabellen sollen Anhand einiger Produktbeispiele, die Anwendungen und deren Dosisbereiche näher erklärt werden.

1.2.1 Keimungshemmung, Insektenbekämpfung durch Bestrahlung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Würde man Kartoffeln oder Zwiebeln unter normalen Bedingungen lagern, würden sie sehr schnell auskeimen. Um dies zu verhindern werden die Produkte durch Bestrahlung behandelt.

Ebenfalls verderben sehr viele Lebensmittel durch Insektenfraß. Um die Larven und Eier abzutöten genügt schon eine Dosis von bis zu 1,0 Gray. Was mit bisherigen Methoden der chemischen Behandlung ohne Erfolg war z.B, den Käfer der Mangofrucht der im Kern lebt abzutöten, gelingt mit einer Bestrahlung. Gleichzeitig werden durch die Bestrahlung, das weitere Reifen bzw. Altern gehemmt, was eine längere Haltbarkeit der Früchte mit sich bringt.

1.2.2 Pasteurisierung durch Bestrahlung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bei dieser mittleren Dosis von 1-10 kGy, werden Mikroorganismen wie Salomonellen, Campylobacter, Listerien und Eschericia coli, teilweise abgetötet und eine Verlängerung der Haltbarkeit von Hähnchen, Eiprodukte, Fleisch und andere Lebensmittel erzielt. Man spricht bei diesem Bestrahlungsverfahren auch von Hitzepasteurisierung, da sie vom Ergebnis her, mit der derselben vergleichbar ist.

Dieübliche, bisher angewandte Methode zur Hygienisierung von Gewürzen mit Ethylenoxid ist aus gesundheitlichen Gründen in Deutschland nicht mehr erlaubt.

Subtropische Früchte, können mit dieser Art der Bestrahlung und somit längeren Halt- barkeit nicht mehr wie bisher mit der teuren Luftfracht transportiert werden, sondern können entsprechend preiswerter auf dem Seeweg verschickt werden.

1.2.3 Sterilisierung durch Bestrahlung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Diese relative hohe Dosis, wird als Strahlensterilisierung im Lebensmittelbereich in der Raumfahrt und bei Patienten die steril Leben müssen angewandt.

Hauptsächlich wird sie aber in der Medizin zur Sterilisation von Injektionsspritzen, Kanülen, Katheter, künstliche Gelenke aus Kunststoffen, Gummihandschuhe, chirurgisches Nahtmaterial usw. eingesetzt.

2 Strahlenwirkung auf die Lebensmittel

Jede Art von Bestrahlung wird in irgendeiner Weise zu einer Veränderung der Mate- rie führen. So wurde festgestellt, dass bei einer Strahlendosis von 30 kGy oder noch mehr der Geschmack, Geruch und auch die Konsistenz verändert werden. Um dies zu verhindern, müssen besondere Massnahmen getroffen werden. Zum Beispiel Be- strahlung bei Tiefkühltemperatur, da dies aber zusätzliche Kosten verursacht, ist es wenig wahrscheinlich, dass diese Strahlensteriliserung im Lebensmittelbereich Nut- zung finden wird.

Durch verschiedene Routineuntersuchung der staatlichen Untersuchungsämtern wurden von 1987-1997über 4600 Lebensmittelproben auf eine Strahlenbehandlung untersucht, wobei sich 27 Proben als bestrahlt erwiesen. Weitere Studien und Unter- suchungen liegen bereits vor, worauf hier aber im einzelnen nicht eingegangen wer- den kann.

2.1 Allgemeinverfügung nach ´47a LMBG

Seit dem 10 März 1997 gilt in Deutschland eine Verfügung nach der Gewürze importiert werden dürfen die:

- In Frankreich bestrahlt wurden
- In einem Mitgliedstaat der EU oder einem Vertragstaat des EVR legal in den Verkehr gebracht wird.
- Mittels Cobalt-60, Caesium-137 oder Elektronen mit bis zu 10 MeV Quanten- energie bestrahlt wurden
- Höchstens eine maximale durchschnittliche absorbierte Gesamtdosis von 10 kGy erhalten haben.
- Für die gewerbliche Weiterverarbeitung bestimmt sind
- In den Begleitdokumenten oder auf den Verpackungen insbesondere den Hin- weis auf die Bestrahlung enthalten

3 Die natürliche Aktivität des Standardmenschen

Die Eigenaktivität eines Standartmenschen (Alter zwischen 20 und 30 Jahren, Gewicht 70 kg), beträgt ca. 9000 Bq. Umgerechnet auf die Minute heißt das, dass 540 000 Kernumwandlungen stattfinden und dabei 540 000 Strahlungsteilchen oder E- nergiequanten ausgesandt werden. Die größe der Aktivität ist unterschiedlich und ist in anderen Gebieten wie Lappland, Indien usw. wesentlich höher.

Mit der Atemluft, der Nahrung und dem Trinkwasser, nimmt der Mensch natürliche Radionnuklide an unterschiedlichen Stellen im Körper auf, die er jedoch teilweise resobiert undüber eine gewisse Zeit im Körper speichert. Von diesen ausgehend entstehen die natürliche Radioaktivität im menschlichen Körper. Diese sind zum Beispiel: K-40 mit 4500 Bq, C-14 ~ 3800 Bq.

Die Aufnahme von radioaktiven Stoffen im Körper , ist die Lunge und der Verdau- ungskanal von großer Bedeutung, weil auf diesem Wege die größte Stbstanzmenge in das Körperinnere gelangen.

Anhand der folgenden Tabelle soll verdeutlicht werden, wie Radionuklide im menschlichen Körper gespeichert werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Da die Verteilung der resorbierten radioaktiven Stoffe im Körper unterschiedlich ver- teilt sind, führt dies natürlich zu unterschiedlichen Strahlenbelastungen der einzelnen Organe.

Schluß:

Zu den natürlichen Radionuklide die der Mensch durch die Umwelt und anhand von Nahrungsmittel zu sich nimmt, kommt in der heutigen technisierten Welt immer mehr auch die künstlichen Strahlenquellen dazu. Wie zum Beispiel Röntgenstrahlen, Kernkraft, Störstrahler (Fernseher), Einsatz radioaktiver Stoffe bei verschiedenen Geräten (Leuchtziffernblatt von Uhren usw.), Fliegen in höhere Regionen usw.. Das heißt dass der Mensch zu der natürlichen Strahlenbelastung, die zwischen 1,5 mSv/a und 4mSv/a liegt, auch noch die künstliche Strahleneinwirkung hinzukommt und dadurch immer höhere Dosen ausgesetzt wird. Es ist daher nicht zu verkennen, dass auch immer mehr Menschen durch Leukämie und Krebs erkranken, was nicht auch zuletzt auf diese immer häufiger auftretenden Strahlenquellen zurückzuführen sind.

Internetrecherche:

- BFE-Lebensmittelbestrahlung - Oft gestellte Fragen und Antworten http://www.dainet.de/bfe/Bfe-Deutsch/Infromation/fag.htn
- Lebensmittelkonservierung; http://www.dainet.de/bfe/Bfe-Deutsch/Information/ehlm06/m06k1.htn
- Themen des Monats 1998: September; http://www.ahc-net.at/ernaehrungsne...ktuelles/daten/oege/oege_199901.htn

Literaturangaben:

- Martin Volkmer; Informationskreis Kernenergie; Bonn 1997; Kernenergie Radioaktivität und Strahlenschutz

[...]


1 Lebensmittelkonservierung; http://www.dainet.de/bfe/Bfe-Deutsch/Information/ehlm06/m06k1.htn

2 Themen des Monats 1998: September; http://ahc- net.at/ernaehrungsne...ktuelles/daten/oege/oege_199901.htn

10 von 10 Seiten

Details

Titel
Belastung von Lebensmittel
Hochschule
Hochschule Furtwangen  (Maschinenbau und Verfahrenstechnik)
Veranstaltung
Strahlenschutz - Offene Radioaktive Stoffe
Note
1,3
Autor
Jahr
2001
Seiten
10
Katalognummer
V101703
Dateigröße
362 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Belastung, Lebensmittel, Strahlenschutz
Arbeit zitieren
Susanna Wagner (Autor), 2001, Belastung von Lebensmittel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/101703

Kommentare

  • Gast am 19.7.2003

    Grammatik.

    Die Arbeit enthält zahlreiche Einzelinformationen, die wohl für Kenner der Materie aussagekräftig sind, für Laien jedoch noch näher ausgeführt werden sollten. Z.B. werden immer wieder die Haltbarkeits-Effekte von Bestrahlungen und die Auswirkungen auf den Alterungsprozess dargelegt, jedoch geht aus der Arbeit nicht hervor, ob und in welcher Weise bestrahlte Lebensmittel, Verbandsmaterial, chirurgische Materialien (Implantate, Nahtmaterial) im Körper weiterstrahlen. Tut dies die Materie nur bei hohen Bestrahlungsdosen oder auch schon bei niedrigen Dosen?

    Dies zu beantworten sprengt wohl den Rahmen der Arbeit und bleibt sicher Folgearbeiten vorbehalten.

    Nur eines finde ich ziemlich traurig:Wie kann man nur am Ende eines Studiums ein Abstract einer Hausarbeit schreiben, das derart von Grammatikfehlern behaftet ist, dass man beim Lesen immer wieder stolpert, zurücklesen muss und darüber nachdenken, was denn nun gemeint sei. Sprachbeherrschung ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber am Ende eines Studiums sollte man sich seiner Schwächen soweit bewusst sein, dass man seine Arbeit vor einer Internet-Veröffentlichung von einer kompetenten Person Korrektur lesen lässt.

    Viele Grüße und erfolgreiches Weiterarbeiten

    Alice Spreng

  • Gast am 4.2.2004

    grammatik 2.

    Wie ist es möglich, dass eine Hausarbeit, die so gravierende sprachliche und grammatikalische Mängel aufweist, mit 1,3 benotet wird? Das ist kein gutes Renommee für die Dozentin "Professor...."!

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