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Pädagogische Familienarbeit und Familienberatung unter Einbeziehung der Behindertenberatung im Allgemeinen

Titel: Pädagogische Familienarbeit und Familienberatung unter Einbeziehung der Behindertenberatung im Allgemeinen

Hausarbeit , 2000 , 10 Seiten

Autor:in: Ramona Rieck (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Soziologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Informationsangebot von pädagogischer Familienarbeit und Familienberatung ist sehr weitläufig und damit auch teilweise unübersichtlich für diejenigen, die eine solche Hilfe in Anspruch nehmen wollen oder vielleicht auch müssen.
Viele Menschen mit Familienproblemen, die auch aus der Belastung entstanden sein können, daß ein Familienmitglied chronisch krank geworden ist, wissen gar nicht, daß sie sich „beraten“ lassen können. In vielen Fällen gehen die zu Beratenden auch davon aus, daß sie die Hilfe gar nicht brauchen oder aber sie weisen Beratung von sich, weil sie nicht wissen, was auf sie zukommt, d.h. u.a. das eigene Verhalten kritisch zu betrachten, obwohl man sich möglicherweise im Recht glaubt oder sich Verhaltensweisen vorgeben zu lassen, die man so nicht annehmen möchte etc. . Manche Menschen gehen davon aus, eine Beratung sei eine Therapie und somit müsste man auch „psychisch“ krank sein, um eine solche in Anspruch nehmen zu können. Andere glauben das ihre Familienproblematik in einer Beratung nicht gelöst werden kann. Auch so „banale Gründe“, wie nicht zu wissen, wer eigentlich die Beratung zahlt, hält einige Menschen davon ab, sich beraten zu lassen.
Solche und ähnliche Begründungen finden sich in der Literatur zur Beratungsarbeit, die größtenteils ins Internet gestellt wurde.
Da sich kaum ein detaillierter Zusammenhang zwischen der pädagogischen Familienberatung und Familienarbeit mit Angehörigen, die unter einer chronischen Erkrankung leiden, finden lässt, werde ich meine Ausführungen auf die Behindertenberatung im Speziellen beziehen.
Ich werde einleitend einen kurzen historischen Überblick zur Familienberatungsarbeit im Allgemeinen wiedergeben, um u.a. aufzuzeigen, wie lange schon und mit welcher Intensität die oben angeführte Problematik besteht und wie man möglicherweise versucht hat, dieser über die Jahre hinweg entgegenzuwirken. Dabei werde ich auch auf die Anforderungen der Berater in diesem Berufsfeld eingehen.
Des weiteren werde ich versuchen die Inhalte der Behindertenberatung im Allgemeinen wiederzugeben, wie sie in der Regel vor sich geht und was die Klienten erwartet.
Abschließend werde ich die Frage nach der Finanzierung der Beratung, (also wer diese bezahlt und unter welchen Bedingungen) erläutern. Die gesetzlichen Bestimmungen spielen bei der Finanzierung eine große Rolle und sollen aus diesem Grund nicht unerwähnt bleiben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Beratung im historischen Kontext

2.1. Beratung von den Anfängen bis zu den 70er Jahren

2.1.1. Familienberatung, sozialpädagogische Familienhilfe und familienorientierte Sozialarbeit

2.2. Beratungsarbeit in den 80er und 90er Jahren

3. Ausbildung und Arbeitsfelder des Beraters

4. Die Behindertenberatung

5. Gesetzliche Bestimmungen und Finanzierung von Beratung

6. Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht das weite und unübersichtliche Feld der pädagogischen Familienarbeit und Familienberatung, insbesondere unter Einbeziehung der Behindertenberatung. Ziel ist es, einen historischen Überblick über die Beratungsentwicklung zu geben, die Anforderungen an Berater zu definieren, die Inhalte der Behindertenberatung darzustellen und die komplexen Finanzierungsstrukturen sowie gesetzlichen Grundlagen zu erläutern.

  • Historische Entwicklung der Beratungsarbeit seit Anfang des 20. Jahrhunderts.
  • Differenzierung verschiedener Beratungsansätze und deren theoretischer Hintergrund.
  • Anforderungen an die Ausbildung und das Qualifikationsprofil von Beratern.
  • Spezifika und Herausforderungen in der Behindertenberatung.
  • Gesetzliche Bestimmungen und Finanzierungswege für Beratungsleistungen.

Auszug aus dem Buch

2.1. Beratung von den Anfängen bis zu den 70er Jahren

Der Begriff der Beratung wurde schon zwischen 1900 und 1930 in den Aufgabenkatalogen der Fürsorgeeinrichtungen verwendet. So gab es z.B. im Bereich der Seemannsfürsorge Beratung in Gesundheits- und Rechtsfragen. Die Gesundheitsfürsorge erwähnte 1929 erstmals die Begriffe der Sexual- und Eheberatung. Und schon 1902 existieren diverse Beratungsstellen wie z.B. die Auswanderberatung, öffentliche Rechtsberatungen und Berufsberatungen. Überraschend ist in diesem Zusammenhang, daß dieser Begriff in den theoretischen Schriften als methodisches Instrument der Sozialarbeit bzw. Wohlfahrtspflege keine Erwähnung findet.

1921 wird im „Leitfaden der Wohlfahrtspflege“ von Alice Salomon nur der Begriff „pflegerische Fürsorge“ zentral verwendet; Beratung wird nur im Zusammenhang mit ärztlicher Beratung erwähnt. Im Lehrbuch der Arbeiterwohlfahrt werden zwar u.a. Sportärztliche Beratungsstellen erwähnt, zentrale Begriffe bleiben aber „behandeln“, „unterstützen“ und „heilen“. Dagegen etablieren sich die Erziehungsberatungen schon vereinzelt ab Anfang des 1900 Jahrhunderts.

In den 30er und 40er Jahren trat neben den Individualismus eine neue Sichtweise des Menschen und seiner Umwelt: Er wurde als außengelenkt, als durch Beziehungen, Gruppen, soziokulturelle Strukturen und Machtverhältnisse bestimmt betrachtet. Soziologen konzentrierten sich verstärkt auf die Untersuchung von Familienstrukturen und Sozialisationsvorgänge, und Psychologen stützen sich u.a. auf die Untersuchung von Kleingruppen und deren Kommunikationsprozessen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Unübersichtlichkeit des Beratungsangebots, die Hemmschwellen potenzieller Klienten und den Fokus der Arbeit auf die Behindertenberatung.

2. Beratung im historischen Kontext: Dieses Kapitel zeichnet die Entwicklung des Beratungsbegriffs und der Beratungsmodelle von Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die 90er Jahre nach.

2.1. Beratung von den Anfängen bis zu den 70er Jahren: Hier werden die frühen Formen der Fürsorgeberatung sowie die methodischen Entwicklungen und Paradigmenwechsel bis Ende der 70er Jahre beschrieben.

2.1.1. Familienberatung, sozialpädagogische Familienhilfe und familienorientierte Sozialarbeit: Dieser Abschnitt differenziert anhand der Kategorisierung von Martin R. Textor zwischen den drei genannten Hilfsangeboten.

2.2. Beratungsarbeit in den 80er und 90er Jahren: Das Kapitel erläutert vier zentrale Beratungskonzepte: Trait-and-factor-Beratung, verhaltensorientierte, handlungsorientierte und systemorientierte Beratung.

3. Ausbildung und Arbeitsfelder des Beraters: Es wird die Vielschichtigkeit der Beraterausbildung thematisiert sowie die Bedeutung von Erfahrung und verschiedenen Grundausbildungen hervorgehoben.

4. Die Behindertenberatung: Der Fokus liegt hier auf der Expertenberatung, dem Beratungsbedarf bei Behinderung und der Problematik, sich im Angebotsdschungel zurechtzufinden.

5. Gesetzliche Bestimmungen und Finanzierung von Beratung: Die rechtliche Grundlage der Beratung (SGB VIII, KJHG, BSHG) und die Zuständigkeiten der Kostenträger werden hier detailliert aufgeschlüsselt.

6. Resümee: Das Resümee fasst die Vielfalt des Versorgungsnetzes, die Hürden der Klienten und die Unterschiede zwischen verschiedenen Beratungsfeldern zusammen.

Schlüsselwörter

Familienberatung, Behindertenberatung, Sozialpädagogik, Sozialarbeit, historische Entwicklung, Beratungsmethoden, Beratungsstelle, Finanzierung, Gesetzliche Bestimmungen, Selbsthilfe, Psychosoziale Unterstützung, Sozialhilfegesetz, Jugendhilfe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die pädagogische Familienarbeit und Familienberatung mit einem speziellen Fokus auf die Behindertenberatung in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die historische Entwicklung der Beratung, die verschiedenen Beratungskonzepte, die Ausbildung von Beratern sowie rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, einen Überblick über das komplexe Hilfesystem zu geben, die Anforderungen an Beratungskräfte zu beleuchten und die Schwierigkeiten für Ratsuchende bei der Suche nach geeigneten Beratungsstellen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende Konzepte, gesetzliche Bestimmungen und wissenschaftliche Publikationen (unter anderem von Martin R. Textor und Angela Woldrich) analysiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung der Beratung, definiert vier Hauptkonzepte, untersucht die Anforderungen an Berater sowie die spezifische Situation der Behindertenberatung und deren gesetzliche Finanzierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Familienberatung, Behindertenberatung, Sozialpädagogik, Beratungsmethoden, Finanzierung sowie gesetzliche Bestimmungen wie SGB VIII.

Warum fällt es Ratsuchenden oft schwer, das richtige Beratungsangebot zu finden?

Aufgrund der Vielzahl an Angeboten, unklaren Zuständigkeiten der Kostenträger und mangelnder Transparenz in der Literatur fällt es Betroffenen oft schwer, eine für ihre spezifische Situation geeignete Stelle zu identifizieren.

Welche Rolle spielt die BAGH in der Behindertenberatung?

Die Bundesarbeitsgemeinschaft: Hilfe für Behinderte e.V. (BAGH) fungiert als Interessenvertretung, die sich für die rechtliche und tatsächliche Gleichstellung behinderter und chronisch kranker Menschen einsetzt.

Wie unterscheidet sich die Intention der Klienten in verschiedenen Beratungsfeldern laut der Erfahrung der Autorin?

Die Autorin beobachtete, dass Klienten in Erziehungsberatungsstellen oft erst bei akuten Krisen ("das Fass ist am Überlaufen") erscheinen, während die Probleme in der Hörbehindertenberatung fassbarer schienen und die Behinderung eher als Ursache benannt wurde.

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Details

Titel
Pädagogische Familienarbeit und Familienberatung unter Einbeziehung der Behindertenberatung im Allgemeinen
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für Rehablitationspädagogik)
Veranstaltung
Chronische Krankheit und Familie
Autor
Ramona Rieck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2000
Seiten
10
Katalognummer
V10176
ISBN (eBook)
9783638166850
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rehabilitationspädagogik Soziologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ramona Rieck (Autor:in), 2000, Pädagogische Familienarbeit und Familienberatung unter Einbeziehung der Behindertenberatung im Allgemeinen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10176
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Leseprobe aus  10  Seiten
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