Das Leben in einer griechischen Stadt. Aufbau, System und Geschichte von Sparta


Referat / Aufsatz (Schule), 1999
2 Seiten, Note: 1

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Sparta

1. Allgemeines: Lage; Gründung

Sparta ist neben Athen eine sehr bedeutende Polis im antiken Griechenland, die im Süden des Peloponnes zwischen dem Taygetos und dem Pamongebirge liegt. Als Hauptort Lakoniens wird es auch mit Lakedaimon bezeichnet. Die Landnahme Spartas erfolgte relativ spät. Einwandernde Dorer besiedelten seit mykenischer Zeit das Gebiet und unterwarfen die einheimische Bevölkerung (machten sie zu Heloten). Sparta entstand im 10.Jahrhundert vor Christus als offene Siedlung durch die Zusammenlegung von 4 Dörfern, zu denen später das fünfte Dorf Amyklai hinzukam. Sparta liegt wie bereits erwähnt zwischen Gebirgsmassiven, die den Zugang zum Eurotastal gut zu verteidigen machten. Aus diesem Grund hatte die Polis bis zum Ende des 4. Jahrhunderts vor Christus keine Stadtmauern.

2. Staatssytem und Verfassung Spartas

Diese Verfassung ist in mehreren Jahrhunderten teils allmählich, teils in deutlichen Schüben entstanden. Sie ist auf die Verfassung des Lykurgos zurückzuführen und wird auch als eigenartige spartanische Verfassung oder Kosmos bezeichnet. Die Verfassung des Lykurgos sah eine gleichmäßige Land- und Besitzverteilung vor. Dies führte in Sparta zum Rückgang von Neid und Verbrechen. Ein weiterer wichtiger Punkt der Verfassung war der Ausgleich des Haushaltes der durch die Entwertung des Geldes durchgeführt wurde ( Geld hatte große Masse jedoch nur kleinen Wert).

Staatsaufbau: Sparta war im Gegensatz zu Athen eine oligachische Polis. An der Spitze des Staates gab es die 2 Könige, die von der Heeresversammlung gewählt worden in letzterer Stimmrecht besaßen und von den Ephoren überwacht worden sind. Die 5 Ephoren waren die Vorsteher der 5 Dörfer. Sie hatten Vollmachten in der Verwaltung und Gerichtsbarkeit. Sie wurden ebenfalls von der Volksversammlung gewählt und sollten eine Alleinherrschaft der Könige verhindern. Ein weiteres Organ war der Ältestenrat oder auch Gerusia genannt. Er bestand aus 28 Mitgliedern, die alle über 60 Jahre alt waren und war Ratgeberkollegium und Gericht. Der Ältestenrat wurde auch von der Volksversammlung gewählt und bereitete diese auch vor. Die Volksversammlung wählte alle anderen Ämter und bestand aus Spartiaten, die das 30. Lebensjahr vollendet hatten. Die Volksversammlung oder auch Apella genannt entschied über die Vorlagen des Ältestenrates nach dem Lautstärkeprinzip. Die Volksversammlung durfte jedoch keine eigenen Vorschläge einbringen.

Bevölkerungsgruppen: Als Spartiaten bezeichnet man die Eroberer und ihre Nachkommen, also die Dorer. Die Spartiaten bilden die regierende Schicht. Die Periöken oder Umwohner waren möglicherweise ebenfalls Dorer , die jedoch schon vor der Gründung Spartas das Land besiedelten. Sie betreiben Landwirtschaft und Handel, sind zum Militärdienst und zu Abgaben verpflichtet, haben in Sparta kein Bürgerrecht und sind persönlich frei. Die dritte Gruppe sind die Heloten, die Staats- und Gemeindesklaven. Diese sind zur Bewirtschaftung der Güter der Spartiaten verpflichtet.

3. gesellschaftliches und kulturelles Leben in Sparta

Bis zur Mitte des 7. Jahrhunderts vor Christus erlebten die dorische Chorlyrik, das Handwerk und die bildende Kunst ihre Blütezeit in Sparta. Seit dem 6. Jahrhundert entwickelte sich Sparta zu einer Militärmacht, was folgende Beispiele zeigen sollen:

- Ammen erzogen die Kinder dazu nicht wählerisch beim Essen zu sein, keine Ängste zu haben oder wehleidig zu sein.

- Die schwächsten Kinder wurden im Taygetosgebirge ausgesetzt.

- Alle 7-Jährigen wurden ihren Familien entzogen und mußten ein umfassendes Trainingsprogramm absolvieren, das bei Mädchen zur Stärkung der Körper für die Geburten dienen sollte und bei Jungen in einer strengen militärischen Ausbildung endete, die sie zur völligen Selbstgenügsamkeit befähigen sollte , damit sie mit 20 Jahren Vollbürger und mit 30 Jahren Führungspositionen übernehmen konnten.

- Die Jungen waren in Gruppen geteilt deren Führer jeweils der Klügste und Kampfesmutigste war.

- Die Ehe war den Männern zwar erlaubt aber sie hatten von ihrem 20. Bis zu ihrem 60. Lebensjahr als Hopliten (Fußsoldaten) zu dienen, mußten in Kasernen leben und ihre Mahlzeiten gemeinsam einnehmen(=Syssitien)

- Berufstätigkeit war ihnen verboten.

- Frauen führten somit ihr Leben weitgehenst getrennt von den Männern und hatten auch mehr Rechte als die Frauen anderer Poleis.

Es war nicht allen Menschen in Sparta gestattet zu reisen, wohin sie wollten, da man neue Gedanken und den Einfluß anderer Staatsformen aus Sparta ausgrenzen wollte.

4. Kriege und Bündnisse

Die Expansionsbestrebungen, die zum Ziel die Versorgung der Bevölkerung mit Ackerland hatte, führte zu Auseinandersetzungen mit den fruchtbaren Nachbarn: Messenien im Westen und Arkadien und Argos im Norden. Diese Auseinandersetzungen gipfelten in den

2 Messenischen Kriegen: 1. Messenischer Krieg: 740-720 v. Chr. Sieg Spartas über die messenischen Dorer; 2. Messenischer Krieg: 660-640 v. Chr. Sieg Spartas über aufständische Messener mit einer neuen Hoplitenkampftechnik.

Das Sicherheitsstreben Spartas zur Mitte des 6. Jahrhunderts nach einem kulturellen Aufschwung führte zur Gründung des Peloponnesischen Bundes, dem alle Staaten des Peloponnes bis auf Argos und Archaia angehörten. Auch in den Perserkriegen spielte Sparta eine Rolle indem es die Führung der Griechen übernahm. Im Peloponnesischen Krieg von 431-404 v. Chr. Kamen die Auseinandersetzungen zwischen den zwei großen Poleis Athen und Sparta zum Ausdruck. Sparta gewann hier ,da Athen mit persischer Hilfe 404 v. Chr. Kapitulierte. Dies führte wiederum zur Gründung einer gegen Sparta gerichteten Koalition von Athen, Argos, Theben und Korinths. 386 v. Chr. Wurde dann im Königsfrieden die Vormachtstellung Spartas festgelegt. Doch durch die Niederlage gegen Epameinandos bei Leuktra 371 v. Chr. Gingen viele spartanische Landgewinne wieder verloren.

Quellen: Zeiten und Menschen; Grundriss der Geschichte; Microsoft Encarta 98; Meyers Kleines Geschichtslexikon

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Details

Titel
Das Leben in einer griechischen Stadt. Aufbau, System und Geschichte von Sparta
Note
1
Autor
Jahr
1999
Seiten
2
Katalognummer
V101814
Dateigröße
350 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Wenn ihr dieses Referat verwendet, könnt ihr euch ja mal melden, wie es gelaufen ist! Es entstand in der 11. Klasse
Schlagworte
sparta, stadtstaat, antike, griechenland
Arbeit zitieren
Kathleen Schümann (Autor), 1999, Das Leben in einer griechischen Stadt. Aufbau, System und Geschichte von Sparta, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/101814

Kommentare

  • Gast am 18.1.2003

    Deine Arbeit.

    Hi!

    Ich habe einige Teile aus deinem Referat für mein Referat verwendet und es hat mir sehr viel geholfen.

    DANKE

    mfG

    Mandy

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