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Organisationale Bestimmung und evolutionstheoretische Analyse des Goethe-Instituts

Título: Organisationale Bestimmung und evolutionstheoretische Analyse des Goethe-Instituts

Trabajo , 2002 , 30 Páginas , Calificación: 2.0

Autor:in: Dominik Sommer (Autor)

Sociología - Trabajo, Educación, Organización
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Kurz nach seinem Amtsantritt unterrichtet Georg W.Bush die Welt relativ formlos darüber, dass die Geschäftsinteressen Amerikas Vorrang vor dem Umweltschutz haben und dass sich sein Land nicht an das Protokoll von Kyoto halten werde. Gesagt getan. Etwa zur gleichen Zeit kündigt er die einseitige Kündigung des ABM-Vertrags an. Der ABM-Vertrag steht Bush bei der Schaffung einer nationalen Raketenabwehr im Wege. Ein Jahr später wird der Vertrag dann tatsächlich gekündigt. Zusätzlich kreiert er, ebenfalls zum Beginn seiner Amtszeit, den Begriff der "Schurkenstaaten", den er zur Legitimation seines AMD-Programms braucht. Mit diesem semantischen Coup erschafft er die Bedrohung, die er als Legitimation für sein politisches Handeln braucht. So muss er auch die von Clinton und den koreanischen Staatsoberhäuptern begonnene Sonnenscheinpolitik abrupt beenden und kommt der von der Vorgängerregierung vereinbarten amerikanischen Kontrollfunktion bei nordkoreanischen Nuklearanlagen nicht mehr nach. Der Israelkonflikt eskaliert unter der Duldung der einzigen Großmacht USA.
Was sich bis hier hin anhört wie der Stoff für einen Politthriller, in dessen Plot nur noch der vor Action explodierende Höhepunkt fehlt, geht noch weiter.
Es kommt der 11. September. Der kriegerische Vergeltungsschlag gegen Afghanistan löst einen neuen Rüstungsschub in den Vereinigten Staaten aus. Am 29. Januar des zweiten Jahres seiner Präsidentschaft erklärt Bush die Staaten Iran, Irak und Nordkorea zur "Achse des Bösen"2. Der Einsatz von Atomwaffen in Angriffskriegen wird enttabuisiert. Es dominiert der Standpunkt in der Amerikanischen Regierung, dass militärische Macht den Primat haben muss und Krieg, im Zweifelsfall auch mit Atomwaffen, im 21.Jahrhundert ein selbstverständliches Mittel amerikanischer Außenpolitik bleibt.3
[...]
2 vgl. hierzu die Semantik Ronald Reagans, der 1980 die UdSSR als das "Reich des Bösen" bezeichnete.
3 Stand: 03/2002

Extracto


Inhaltsverzeichnis

X: Exkurs: Internationale Politik und das Goethe-Institut: Der Pluralismus und der Realismus als Strömungen in der aktuellen Außenpolitik der USA

A: Einleitung

Thema, Erkenntnisinteresse und Methode

B: Hauptteil

I. Untersuchungsgegenstand: Goethe-Institut - seine organisationale Verortung

1. Einführender Abriss der Geschichte

1.1 Die Zeit vor 1951

1.2 Von den 50ern bis zur 68er Studentenrevolte

1.3 1968 und die Folgen

1.4 Nach der Öffnung Osteuropas

2. Verortung des Goethe-Instituts als Organisation

2.1 Ziel

2.2 Aufgaben

2.3 Struktur

2.4 Umwelt

2.5 Mitglieder

3. Durch die Umwelt gesetzte Rahmenbedingungen des Goethe-Instituts

3.1 Wirtschaft und Finanzen der BRD und finanzielle Zuwendungen an das Goethe-Institut

3.2 Politik

3.3 Der Kulturbegriff im gesellschaftlichen Diskurs

II. Evolutionstheoretischer Ansatz

1. Evolutionstheoretische Grundannahmen

2. Wandel, Menschenbild und Rationalität der Evolutionstheorie

3. Grundstruktur der synthetischen Evolutionstheorie

4. Konkretisierung des Population-Ecology-Ansatz von McKelvey

III. Evolutionstheoretische Erklärungsversuche des Wandels des Goethe-Instituts in den 90er Jahren

1. Kulturbegriff und inhaltliche Veränderungen

2. Institutsnetz als Teil der organisationalen Struktur

3. Synthese des evolutionstheoretischen Teils

C: Schluss

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den organisationalen Wandel des Goethe-Instituts während der 1990er Jahre unter Anwendung des evolutionstheoretischen Population-Ecology-Ansatzes, um die Anpassungsprozesse der Institution an ihre sich verändernde Umwelt zu erklären.

  • Historische Entwicklung und organisationale Verortung des Goethe-Instituts.
  • Analyse der Einflussfaktoren wie Wirtschaft, Politik und Kulturbegriff auf die Organisationsstruktur.
  • Anwendung der Evolutionstheorie zur Beschreibung von Variation und Selektion organisationaler Kompetenzen.
  • Untersuchung der inhaltlichen Neuausrichtung und des Wandels im Auslandsinstitutsnetz während der 1990er Jahre.

Auszug aus dem Buch

3. Durch die Umwelt gesetzte Rahmenbedingungen des Goethe-Instituts

Um einerseits den starken Einfluss des Umweltbegriffs auf das GI zu verdeutlichen und andererseits dessen Einfluss in der evolutionstheoretischen Analyse zu verkleinern, werde ich hier die Zusammenhänge zwischen dem GI und seinen Umwelten Wirtschaft und Finanzen der BRD, Politik und dem Kulturbegriff im gesellschaftspolitischen Diskurs darstellen.

3.1 Wirtschaft und Finanzen der BRD und finanzielle Zuwendungen an das GI

Bis zum Ende der 80er Jahre stieg das Finanzvolumen des GI beständig. Eine Änderung dieser Situation tritt erst im Wiedervereinigungsjahr 1990 auf. So konnte z.B. 1990 die auch auf westdeutscher Seite als vorbildlich angesehene Spracharbeit der DDR im Ausland u.a. "angesichts der Haushaltslage der BRD und vordringlicher Probleme"33 nicht übernommen werden. Anfang der 90er Jahre bewirken die deutsche Einheit in Verbindung mit der weltweit aufkommenden Rezession eine finanzielle Mittelknappheit der BRD, die sich Mitte dieses Jahrzehnts noch fortsetzt und verschärft. Weiterhin drücken die Kosten der Wiedervereinigung auf das Budget der Republik, inzwischen belastet aber auch das deutsche Sozialversicherungssystem, das an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit geraten ist, sowie die zu erreichenden Konvergenzkriterien für den Maastricht-Vertrag die Bundeskasse.

Zusammenfassung der Kapitel

X: Exkurs: Internationale Politik und das Goethe-Institut: Der Pluralismus und der Realismus als Strömungen in der aktuellen Außenpolitik der USA: Dieser Abschnitt bietet eine theoretische Einordnung der internationalen Beziehungen und kontrastiert realistische und pluralistische Ansätze vor dem Hintergrund aktueller US-Außenpolitik.

A: Einleitung: Hier werden das Thema, das Erkenntnisinteresse sowie die methodische Herangehensweise der Arbeit dargelegt, wobei die Bedeutung des Goethe-Instituts als Teil eines pluralistischen Geflechts betont wird.

I. Untersuchungsgegenstand: Goethe-Institut - seine organisationale Verortung: Dieses Kapitel liefert einen historischen Abriss, definiert Ziele und Aufgaben der Organisation und beschreibt die strukturellen sowie umweltbedingten Rahmenbedingungen.

II. Evolutionstheoretischer Ansatz: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Evolutionstheorie, insbesondere des Population-Ecology-Ansatzes nach McKelvey, als Analysewerkzeug für organisatorischen Wandel.

III. Evolutionstheoretische Erklärungsversuche des Wandels des Goethe-Instituts in den 90er Jahren: Hier wird der evolutionstheoretische Rahmen auf den konkreten Wandel des Kulturbegriffs und des Institutsnetzes in den 1990er Jahren angewendet.

C: Schluss: Das Fazit fasst zusammen, wie das Goethe-Institut auf Umwelteinflüsse reagiert und reflektiert über die Gefahren einer zunehmenden staatlichen Vereinnahmung.

Schlüsselwörter

Goethe-Institut, organisationale Bestimmung, Evolutionstheorie, Population-Ecology-Ansatz, auswärtige Kulturpolitik, Kulturbegriff, institutioneller Wandel, Organisationssoziologie, Auslandsinstitutsnetz, Bundesrepublik Deutschland, interkulturelles Verständnis, Ressourcenabhängigkeit, Transformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den organisationalen Wandel des Goethe-Instituts während der 1990er Jahre, wobei die Institution in einen evolutionstheoretischen Erklärungsrahmen eingebettet wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Geschichte des Goethe-Instituts, die Auswirkungen von Finanzkürzungen und politischen Veränderungen auf die Organisation sowie die Entwicklung verschiedener Kulturbegriffe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch die evolutionstheoretische Brille zu erklären, wie und warum sich das Goethe-Institut als Organisation in einem spannungsreichen Umfeld von Politik und Wirtschaft angepasst hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird der organisationstheoretische Ansatz der Evolutionstheorie, spezifisch der Population-Ecology-Ansatz nach McKelvey, zur Beschreibung von Variation und Selektion organisationaler Kompetenzen verwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte organisationale Verortung, die theoretische Fundierung durch den Evolutionismus und die Anwendung dieses Modells auf die inhaltlichen und strukturellen Veränderungen des Instituts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Goethe-Institut, Evolutionstheorie, auswärtige Kulturpolitik, Kulturbegriff sowie organisationale Anpassung und institutioneller Wandel.

Wie beeinflusste der "weite Umweltbegriff" die Analyse des Instituts?

Der weite Umweltbegriff erlaubt es, nicht nur die ausländischen Wirkungsorte, sondern auch die deutsche Politik und gesellschaftliche Diskurse als integrale Bestandteile des Selektionsumfelds der Organisation zu betrachten.

Was sagt die Arbeit über die Rolle des Kulturbegriffs aus?

Die Arbeit zeigt, dass der Kulturbegriff für das Goethe-Institut keine statische Größe ist, sondern ein wandelbares Instrument, das sich zwischen rein schöngeistigen Idealen und einer zunehmenden Instrumentalisierung durch wirtschafts- und außenpolitische Interessen bewegt hat.

Final del extracto de 30 páginas  - subir

Detalles

Título
Organisationale Bestimmung und evolutionstheoretische Analyse des Goethe-Instituts
Universidad
Humboldt-University of Berlin  (Sozialwissenschaften)
Calificación
2.0
Autor
Dominik Sommer (Autor)
Año de publicación
2002
Páginas
30
No. de catálogo
V10195
ISBN (Ebook)
9783638166973
Idioma
Alemán
Etiqueta
Goethe-Institut Geschichte organisationaler Wandel Evolutionstheorie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dominik Sommer (Autor), 2002, Organisationale Bestimmung und evolutionstheoretische Analyse des Goethe-Instituts, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10195
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