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Die Entschärfung des Optinonsdilemmas zwischen Frankreich und den USA 1966-69

Título: Die Entschärfung des Optinonsdilemmas zwischen Frankreich und den USA 1966-69

Trabajo Escrito , 2001 , 22 Páginas , Calificación: gut

Autor:in: Stefan Brost (Autor)

Historia - América
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Die Regierung Erhard hatte der Großen Koalition unter Bundeskanzler Kurt-Georg Kiesinger einige ungelöste Problemfelder in der Außenpolitik vererbt. Insbesondere der Streit zwischen „Atlantikern“ und „Gaullisten“ hatte dem Ansehen der Bundesrepublik bei den
westlichen Verbündeten geschadet. Der Vorgängerregierung war es nicht gelungen, Prioritäten in der Westpolitik zu setzen und den damit verbunden Gefahren für die Bundesrepublik aus dem Weg zu gehen. Der Verführung beide Optionen - USA wie Frankreich - gegeneinander auszuspielen, stand nämlich die Gefahr einer politischen Isolierung in der westlichen Welt gegenüber. Aus der Kluft zwischen Washington und Paris einen Vorteil zu ziehen, war dem nur beschränkt souveränen westdeutschen Staat aber schon aus historischen Gründen verwehrt. Insofern hatte sich die Qual der Wahl zwischen dem „grand design“ und der „grande vision“ der beiden wichtigsten westlichen Verbündeten als Optionsdilemma erwiesen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung:

II. Das Verhältnis der Bundesrepublik zu den Vereinigten Staaten:

1. Vietnam und die bundesdeutsche Devisenpolitik:

2. Die Offset-Abkommen:

3. Entspannungspolitik:

a. Entspannung durch Teilhabe:

b. Der Atomwaffensperrvertrag:

III. Das deutsch-französische Verhältnis:

1. De Gaulles „grande vision“:

a. Phase I: Die deutsch-französische Zweierunion:

b. Phase II und III: Europa der Vaterländer bis zum Ural:

2. Europäische Stagnation und WEU-Krise:

3. Die Währungskrise:

IV. Fazit:

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Außenpolitik der Großen Koalition unter Bundeskanzler Kiesinger und Außenminister Brandt im Zeitraum von 1966 bis 1969. Dabei liegt der Fokus auf der Emanzipation der Bundesrepublik durch eine realpolitische Neuausrichtung, die darauf abzielte, das Optionsdilemma zwischen den USA und Frankreich durch eine klare Prioritätensetzung und konstruktive Mitwirkung in multilateralen Gremien zu lösen.

  • Überwindung des Optionsdilemmas zwischen Washington und Paris.
  • Deutsch-amerikanische Beziehungen im Kontext von Vietnam, Devisenpolitik und Atomwaffensperrvertrag.
  • Deutsch-französisches Verhältnis und der Umgang mit de Gaulles Europavisionen.
  • Die Rolle der Bundesrepublik als „ehrlicher Makler“ in der europäischen Politik.
  • Emanzipationsprozess und realpolitische Neuausrichtung der Bundesaußenpolitik.

Auszug aus dem Buch

II. Das Verhältnis der Bundesrepublik zu den Vereinigten Staaten:

Das Verhältnis der Bundesrepublik zu ihrem amerikanischen Partner läßt sich am besten im Bezug auf die drei wichtigsten Politikfelder innerhalb der deutsch-amerikanischen Beziehungen zur Zeit der Großen Koalition nachzeichnen: Zum einen die bundesdeutsche Reaktion auf die amerikanischen Vietnam-Politik. Zweitens die Auseinandersetzung über die deutsch-amerikanischen Ausgleichsabkommen und schließlich die Entspannungspolitik und die Auseinandersetzung um den Atomwaffensperrvertrag.

1. Vietnam und die bundesdeutsche Devisenpolitik:

Die Bemühungen in den deutsch-amerikanischen Beziehungen einen neuen Anfang zu finden, erwiesen sich als schwierig. Mit der Eskalation des Vietnam-Krieges nach der „Golf-von-Tonking-Resolution“ des US-Kongresses vom 7. August 1964 und der Tet-Offensive zu Beginn des Jahres 1968, wurde auch die Kritik der westlichen Verbündeten an der amerikanischen Vietnam-Politik lauter.

Vor allem Frankreichs Staatspräsident de Gaulle konnte seine Schadenfreude über die unbestimmte und wenig erfolgreiche Südostasien-Politik Washingtons nicht verhehlen. Aufgrund der Ereignisse von Dien-Bien Phu im Jahre 1954 war er zu der Erkenntnis gelangt, daß man einen Sumpf nicht erobern könne. Und auch den USA wurde allmählich klar, daß der „alte Narr“ in Paris (so Dean Acheson) vielleicht mit seiner Einschätzung der Lage doch recht behalten sollte. Durch seine vehemente Kritik an der amerikanischen Politik, wollte de Gaulle Frankreichs Ansehen bei den im weltpolitischen Mächtespiel immer wichtiger werdenden Staaten der Dritten Welt steigern.

Die Bundesregierung hatte trotz starker anti-amerikanischer Proteste in der bundesdeutschen Öffentlichkeit eine andere Linie gewählt. Man reihte sich nicht in die Phalanx weltweiter Proteste über diesen „schmutzigen Krieg“ ein, sondern hielt sich von verbalen Stellungnahmen zurück. Zwar machte man den USA deutlich, daß der Vietnam-Krieg außerhalb des NATO-Zuständigkeitsbereiches liege und daher Bonn keinerlei Verpflichtungen zu übernehmen habe. In anderen Fragen kam Bonn den USA aber entgegen. Teilweise unterstützte man sogar die USA öffentlich, z.B. symbolisch durch die Entsendung des deutschen Sanitätsschiffes „Helgoland“ nach Saigon.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung:: Einführung in das durch die Vorgängerregierung hinterlassene Optionsdilemma und Vorstellung des neuen realpolitischen Ansatzes der Regierung Kiesinger.

II. Das Verhältnis der Bundesrepublik zu den Vereinigten Staaten:: Untersuchung der belasteten Beziehungen im Kontext von Vietnam-Krieg, Devisen- und Offset-Abkommen sowie der komplexen Debatte um den Atomwaffensperrvertrag.

III. Das deutsch-französische Verhältnis:: Analyse der Bemühungen, das Verhältnis zu Frankreich trotz fundamentaler Differenzen über die europäische Ordnung und die Rolle Großbritanniens diplomatisch zu stabilisieren.

IV. Fazit:: Resümee über die erfolgreiche Einleitung eines Emanzipationsprozesses durch eine Politik des „verbindlichen Gradualismus“ und eine klare Prioritätensetzung.

Schlüsselwörter

Große Koalition, Außenpolitik, Bundesrepublik Deutschland, Kurt-Georg Kiesinger, Willy Brandt, USA, Frankreich, Optionsdilemma, Vietnam-Politik, Offset-Abkommen, Atomwaffensperrvertrag, Charles de Gaulle, Europapolitik, Entspannungspolitik, Realpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die außenpolitischen Herausforderungen und die Neuausrichtung der Bundesrepublik Deutschland während der Ära der Großen Koalition zwischen 1966 und 1969.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf das schwierige Spannungsfeld zwischen der sicherheitspolitischen Abhängigkeit von den USA und der partnerschaftlichen Bindung an Frankreich unter Berücksichtigung globaler Entwicklungen wie dem Vietnam-Krieg und der Entspannungspolitik.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie die Regierung Kiesinger durch eine realpolitische Strategie das Optionsdilemma überwand und damit den außenpolitischen Handlungsspielraum der Bundesrepublik vergrößerte.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Methode unter Auswertung offizieller Dokumente, Quellen und wissenschaftlicher Monographien zur Ära der Großen Koalition.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden detailliert die deutsch-amerikanischen Beziehungen (Vietnam, Devisen, Atomwaffensperrvertrag) sowie das deutsch-französische Verhältnis (Visionen de Gaulles, Europapolitik, Währungskrise) analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind die Große Koalition, das Optionsdilemma, Realpolitik, Emanzipation, Entspannungspolitik, die Rolle als „ehrlicher Makler“ und die sicherheitspolitische Abhängigkeit der Bundesrepublik.

Warum war der Atomwaffensperrvertrag eine besondere Herausforderung?

Er wurde als Diskriminierung empfunden, da er die Bundesrepublik auf den Verzicht nuklearer Ambitionen festlegte, während sie gleichzeitig die sicherheitspolitische Rückendeckung durch die USA zur Wahrung ihrer nationalen Interessen benötigte.

Wie reagierte die Bundesregierung auf de Gaulles „Europa der Vaterländer“?

Die Bundesregierung lehnte die französische Vision einer Zweierunion unter französischer Führung höflich, aber bestimmt ab, um ihre lebenswichtige Sicherheitsallianz mit den USA nicht zu gefährden.

Was bedeutete die „Strategie des Aussitzens“?

Es war ein politisches Kalkül, gegenüber den Blockaden de Gaulles in der Europapolitik abzuwarten, bis die Ära de Gaulle enden würde, um neue politische Konstellationen in Europa zu ermöglichen.

Wie verhielt sich die Bundesrepublik in der Währungskrise 1968?

Trotz massiven Drucks der westlichen Partner wehrte sich die Bundesregierung erfolgreich gegen eine einseitige Abwertung der D-Mark und setzte erstmals eigene wirtschaftspolitische Interessen gegen internationale Widerstände durch.

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Detalles

Título
Die Entschärfung des Optinonsdilemmas zwischen Frankreich und den USA 1966-69
Universidad
University of Bonn
Calificación
gut
Autor
Stefan Brost (Autor)
Año de publicación
2001
Páginas
22
No. de catálogo
V101963
ISBN (Ebook)
9783640003648
Idioma
Alemán
Etiqueta
Entschärfung Optinonsdilemmas Frankreich
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stefan Brost (Autor), 2001, Die Entschärfung des Optinonsdilemmas zwischen Frankreich und den USA 1966-69, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/101963
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