Territoriale Veränderungen in Deutschland und ihre Ursachen vom Mittelalter bis 1990


Referat / Aufsatz (Schule), 2000
6 Seiten, Note: 13

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Vereinigung des Königreichs Burgund 1033

Das Königreich Burgund schloss sich mit dem Deutschen Reich unter dem deutschen Kaiser Konrad II. durch Erbfolgeverträge zusammen.

Dieser Zusammenschluss war zu Gunsten Kaiser Heinrichs II.,da das Königreich Burgund ohne Erben war.

Der Beginn der deutschen Ostsiedlungen 1139

Der Beginn der deutschen Ostsiedlungen ist ausgehend von der Ritterethik,dass der Kampf und das Kriegführen vornehmstes Zeugnis christlicher Rittertugend seien,wenn sie im Dienst des Glaubens standen.Um Ruhm zu erringen,suchten die Ritter Westeuropas den „Heidenkampf',wo immer er sich ihnen bot(z.Bsp.Spanien,das heilige Land und in den Gebieten östlich der Elbe).Hierbei spielte der Faktor des fruchtbaren Landes, neben dem „Gotteslohn'' gleich mit zu erringen,eine große Rolle.

Der rapide Bevölkerungsanstieg seit der Jahrtausendwende brachte Ritter-wie Bauernsöhne dazu,die eng gewordene Heimat zu verlassen und sich anderweitig eine neue Existenzgrundlage zu schaffen. Die Ritter wurden meist Feudalherren über eine abhängige Bauernbevölkerung deren heidnische Herren sie zu besiegen und in ihren Rechten abzulösen gedachten.Die Bauern wurden meist Neusiedler auf Rodungsland.

Siedlungs-und Heidenkampf verbanden sich im Osten mit dem Ziel der Mission der Heidenvölker,die in der Kompetenz von Papsttum und Kirche lag.Das Vordringen nach Osten vollzog sich kleinräumig und etappenmäßig.Die ersten Siedler,die aus Flandern kamen siedelten in Ostholstein und Mecklenburg,in Brandenburg und in der Lausitz.Deren Nachkommen zogen dann wieder weiter nach Pommern,Schlesien,Polen und Preußenland.

Vereinigung des süditalienischen Normannenstaates 1190

Das Deutsche Reich vereinigte sich mit dem Normannenstaat unter Heinrich IV.,um dem Papsttum Paroli bieten zu können.Sizilien mit seinen frühen Tendenzen zur Staatlichkeit,bat Friedrich II.ein weit günstigeres Feld politisch-herrschaftlicher Gestaltung als das deutsche Lehnreich.

Ausbreitung des Deutschordens 1230

Besonders da,wo die den Heidenkampf bestreitenden Ritter zugleich als Landesherren auftraten,kam es zum Konflikt mit den Forderungen des Papsttums,welches verlangte,dass die weltlichen Rechte der Neubekehrten nicht geschmälert werden dürfen.

Dies war im Deutschordensland der Fall.Von Konrad dem christlichen Herrscher des polnischen Herzogtums Masowien zur Abwehr der heidnischen Prussen(später Preußen)zu Hilfe geholt,bekamen die deutschen Kreuzritter(Deutscher Orden)das zu seinem Herzogtum gehörende Kulmerland und das gesamte vom Orden zu erobernde Preußenland,welches sich rechts der Weichsel bis zur Memelmündung erstreckte.Bestätigt wurde die Eroberung des Preußenlandes durch Kaiser Friedrich II. mit der „Goldbulle" von Rimini.

Als Ritterorden war es dem Deutschen Orden verwehrt zu einem weltlichen Herrn in Lebensbeziehung zu treten,deshalb konnte Preußen nicht in der damals in Deutschland üblichen Rechtsform eines Fürstenlehns in das Reich einbezogen werden.

Seine Eingliederung in das Ordnungsgefüge der christlichen Welt wurde durch den Papst realisiert.

Im August 1234 wurde das Kulmerland und Preußen als Eigentum des heiligen Petrus in den Schutz des apostolischen Stuhles übernommen.

Dabei wurden dem Deutschen Orden die Bezirksrechte übertragen.

Vereinigung der gesamten habsburgischen Landesmacht 1493

Kaiser Friedrich III. starb.Die habsburger Macht wurde vereinigt.Sie wurde in die Hand des Sohnes von Kaiser Friedrich III. gelegt,Maximilian I. .Dieser gewann die östlichen Erbländer wieder zurück. Seine Besitzansprüche erstreckten sich darüber hinaus auf Ungarn,Italien und den Westen.

1490 erreichte er die Abtretung der Grafschaft: Tird ind der habsburgischen Vorlande in Schwaben und am Oberrhein,die sonst an Bayern verpfändet worden wären.

Mit dem Reichtum Tirds(Kupfer,Silberm und Salzvorkommenfinanzierte Max I. seine europäische Politik.Durch die Heirat mit Bianca Sforza sicherte er sich weitere Einflusssphären und Geldquellen,sowie Ländereien in Italien.

Dreißigjähriger Krieg 1618-1648

Es mussten ständige territoriale Änderungen durch wechselnde Kriegsgeschütze vorgenommen werden.Der Anlass dieses Krieges war der Prager Fenstersturz.Es war ein Krieg der Konfessionen.

Westfälischer Friede 1648

Durch die Forderungen der im Krieg siegreich gebliebenen Mächte Frankreich und Schweden,verlor Deutschland einen nicht unerheblichen Teil seines Territoriums.

Frankreich bekam den Elsaß,Sundgan,die Stadt Breisach,ein Besatzungsrecht in Phillipsburg und durch Verzicht des Kaisers auch die lothringischen Bistümer Metz,Toul und Verdun.

Schweden erhielt Vorpommern mit der Insel Ringen und Stettin,Wismar in Mecklenburg und dazu den Stift Verden und den Erzstift Bremen,d.h.die Mündungen von Oder,Elbe und Weser und mit ihnen die Seezölle wurden fortan von Schweden kontrolliert.

Im Zuge dieser Bereinigung der politischen Verhältnisse schieden die Schweiz und die niederländischen Generalstaaten ganz aus dem Reichsverband aus.

Türkenkriege und die Belagerung Wiens 1683

Am 12.September1683 wurden die Türken von den Europäern vernichtend geschlagen vor Wien. Dieser Tag erst ermöglichte den Aufstieg der habsburgischen Großmacht,wodurch auch die nachfolgende Entwicklung auf dem Balkan nachhaltig bestimmt wurde.

Dem stark geschwächten Reichsgefühl in Deutschland gab dies neue Impulse,die ausbaufähig gewesen wären und zumindest erheblich dazu beitrugen,dass das Reich noch bis 1806 fortzubestehen vermochte.

Als unmittelbare Folge auf diese Schlacht bei Wien stießen noch im selben Jahr kaiserliche und polnische Gruppen nach Ungarn vor und eroberten es,danach Siebenbürgen.

Der Aufstieg Brandenburg-Preußens 1640-1688

Unter Ausnutzung der für ihn günstigen politischen Situation gelang es dem Kurfürsten Friedrich III. von Brandenburg die Königswürde mit dem Einverständnis des Kaisers Leopold I. zu erlangen. Dieser stimmte einem Königstum in dem nicht zum Reich gehörenden Herzogtum Preußen zu.

Am 18.Januar 1701 wurde der Kurfürst als Friedrich I. König in Preußen.

Die Erlangung der, Königswürde war zweifellos eine unverlässliche Vorraussetzung für den weiteren Aufstieg Brandenburg-Preußens im 18.Jahrhundert doch auch ein Keim zum kommenden Zerfall des Reiches.

Begründung des preußischen Militär-und Beamtenstaates

Als nicht zum Reich gehörendes selbstständiges Königtum,wurde dieses Land (Mark,Pommern,Ostpreußen)stärkste Militärmacht auf deutschem Boden.

1740 erfolgte der Überfall und die Besetzung Schlesiens,welches dem Reich einverleibt wurde. Gewinnung von Ober-und Niederschlesien dazu die Grafschaft Glatz.

Die polnische Teilung 1772

Die polnische Teilung vollzog sich auf Grund politischer Differenzen zwischen Österreich,Russland und Preußen.Man einigte sich auf eine Teilung von polnischem Gebiet wobei Preußen und Österreich Gebiete mit viel deutschsprachiger Bevölkerung erhielten.

Damit nannte sich der König nicht mehr „König in Preußen",sondern „König von Preußen".

Ende des Reiches 1805/1806

Napoleon Bonaparte schlug bei Austerlitz das russisch-österreichische Hauptheer und diktierte den Frieden und konnte die Abrechnung mit Preußen vorbereiten.

Mit der Errichtung des Rheinbundes am 12.Juli 1806 in Paris kam das Ende des deutschen Reiches in seinen bis dahin bestehenden Verhältnissen und Grenzen.

Am 6.August 1806 legte Kauser Franz II. die Kaiserkrone nieder.

Dänisch-deutscher Kries 1864

Holstein und Schleswig waren besetzt.Im gleichen Jahr wurden die Herzogtümer von Dänemark an Preußen und Österreich,im Friedensvertrag von Wien,abgetreten.

Dies wurde aber durch den deutsch-österreichischen Krieg 1866 revidiert.

Hierbei ging Preußen als Sieger hervor und annektierte zusätzlich Schleswig,Holstein,Hannover, Kurhessen und Frankfurt(Main).

Mit dem Jahr 1866 trat Österreich aus dem deutschen Staatsverband aus.

Deutsch-französischer Kries 1870-1871

Mit der Gefangennahme des französischen Kaisers bei Sedan hatten die preußischen Truppen Frankreich vernichtend geschlagen,die Truppen der danach ausgerufenen französischen Republik wurden ebenfalls bis 1871 geschlagen und Paris im Januar 1871 eingenommen.

Um den Franzosen einen neuen Angriffskrieg zu erschweren forderte Bismarck die Annexion von Elsaß-Lothringen,da er diesen territorialen Erwerb als den wirksamsten Hebel für den Zusammenschluss der deutschen Staaten betrachtete.

Damit hatte die deutsche Nationalstaatsbewegung und die preußische Politik ihr Ziel erreicht.

Dieser Staat verfügte über die Merkmale einer zeitgemäßen Staatlichkeit,der sich der Zustimmung der Mehrheit seiner Bevölkerung sicher war,auch wenn er durch geschickte Politik und unter Anwendung militärischer Gewalt begründet wurde.

Infolge der nachkommenden Verhandlungen des Norddeutschen Bundes mit den vier süddeutschen Staaten treten Hessen,Baden,Bayern und Würtemberg dem neuen Deutschen Reich bei.

Damit war das neue deutsche Kaiserreich gegründet.

Dieses bestand aus 25 Einzelstaaten,unter denen sich vier Königreiche,sechs Großherzogtümerfünf Herzogtümer,sieben Fürstentümer und drei freie Städte befanden.

Versailler Vertrag 1919

Nach Beendigung des ersten Weltkrieges wurde im Versailler Friedensvertrag festgelegt,dass Deutschland bestimmte Gebiete an die Sieger abzugeben habe.

Deutschland verlor Elsaß-Lothringen,das Saarland,Posen,West-Preußen,Nord-Schleswig,die oberschlesischen Gebiete und die Stadt Danzig.

Bei den vorherrschenden politischen Verhältnissen war es nur eine Frage der Zeit wie lange der Imperialismus-Militarismus Deutschlands stillhalten würde,um dann loszuschlagen und diese Festlegungen zu revidieren,seinen Einfluss-und Machtsphären wiederherzustellen und seine Gegner zu vernichten,wie bald die Entfesslung des zweiten Weltkriegs zeigen sollte.

Anschluss Österreichs und des Sudetenlandes an Deutschland 1938

Hitler versuchte seinen Einfluss auf den österreichischen Bundeskanzler geltend zu machen,um Nationalsozialisten in die österreichische Regierung zu integrierende dann die Macht übernehmen sollten.

Er zwang den österreichischen Regierungschef zurück zu treten und wollte einen Nationalsozialist dafür eingesetzt sehen.

Nach der Weigerung des österreichischen Bundespräsidenten dies zu tun,gab Hitler den Befehl zum Einmarsch in Österreich.

Am 14.03.1938 verkündete er das Gesetz über die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich.Damit wurde zwar eine kurzfristige aber längst notwendige Entlastung und Beruhigung der wirtschaftlich angespannten Lage in Deutschland erreicht.

Die Sudetenkrise wurde auf anraten Hitlers durch den Führer der Sudetendeutschen Henlein geschürt,und im Münchner Abkommen auf den Höhepunkt gebracht,indem dem tschecheslowakischen Staat auferlegt wurde,das Sudetengebiet mit etwa 3 Millionen Deutschen,die ursprünglich bis zum ersten Weltkrieg habsburgisch waren,an das Deutsche Reich abzutreten und sich mit weiteren kleinen Grenzkorrekturen abzufinden.

Danach erfolgte die Besetzung fast ganz Europas bis sich das Kriegsglück von Deutschland wendete und es zur verhängnisvollen Teilung Deutschlands kam.

Die Teilung Deutschlands in vier Besatzungszonen 1945

Deutschland wurde in vier Besatzungszonen durch die Siegermächte geteilt.Es verlor seine östlichen Gebiete.Berlin wurde ebenfalls in einen Ost-und Westsektor geteilt.

Das Saarland ging an Frankreich,die östlichen Gebiete an Polen,Tschecheslowakei und die Sowjetunion(die selber polnische Gebiete behielt und Polen mit deutschen Gebieten entschädigte). Ein Flüchtlingsstrom setzte in Richtung Deutschland ein und brachte Millionen deutschsprachiger Menschen in den heutigen Bereich der BRD.

Gründung der BRD und der DDR 1949

Aufgrund der gegensätzlichen Weltanschauung der Siegermächte war eine unterschiedliche politische Entwicklung in beiden Teilen Deutschlands nicht verwunderlich.

Dies führte nach mehreren Jahren des Ringens deutschgesinnter politischer Kräfte nicht zum erwünschten Erfolg,vielmehr trennte es den Weg beider Gebiete und gipfelte in den beiden Staatsgründungen BRD-DDR 1949.

Damit war die Einheit Deutschlands endgültig zerstört.Die Siegermächte konnten nun ihre politischen und wirtschaftlichen Interessen voll ausleben.

Zurückgewinnung des Saarlandes 1957

1957 kam das Saarland durch Volksabstimmung wieder zu Deutschland zurück,da das Saarland von Frankreich vernachlässigt wurden war und innerhalb der westeuropäischen Schwerindustrie in einer schwierigen Lage war.

Damit war ein ewiger Konfliktherd zwischen Deutschland und Frankreich beseitigt,der die deutsch­französischen Beziehungen immer belastet hatte.

Die Wiedervereinigung Deutschlands 1990

Durch den Willen des deutschen Volkes wurden die beiden deutschen Staaten am 1.10.1990 wiedervereinigt.

Dieser neue,alte Staat,ist bestrebt seinen Platz in einem vereinten Europa zu besetzen und damit vom friedlichen Miteinander der Europäer seinen Anteil zu leisten.

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Details

Titel
Territoriale Veränderungen in Deutschland und ihre Ursachen vom Mittelalter bis 1990
Note
13
Autor
Jahr
2000
Seiten
6
Katalognummer
V101975
Dateigröße
339 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Territoriale, Veränderungen, Deutschland, Ursachen, Mittelalter
Arbeit zitieren
Sandra Völker (Autor), 2000, Territoriale Veränderungen in Deutschland und ihre Ursachen vom Mittelalter bis 1990, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/101975

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