Das Ziel dieser Arbeit liegt darin, Wege und Möglichkeiten aufzuzeigen wie Medienunternehmen in der Printbranche ihr Tagesgeschäft nachhaltig gestalten können. Dazu wird die folgende Forschungsfrage gestellt: „Wie können Medienunternehmen in der Printbranche nachhaltig agieren?“. Die Forschungsarbeit fokussiert sich bei dieser Fragestellung auf die Bundesrepublik Deutschland.
Um diese Forschungsfrage zu beantworten, wurde eine Literaturanalyse durchgeführt anhand welcher Handlungsempfehlungen aufgestellt wurden, die ein nachhaltiges Vorgehen in der Printbranche aufzeigen sollen. Die Empfehlungen sind in technische sowie moralische Gebiete gegliedert. Am Ende der Arbeit wurden etwaige Probleme sowie die Umsetzbarkeit im gesamten diskutiert.
Der von Menschen gemachte Klimawandel schreitet immer weiter voran. Der Verbrauch von fossilen Brennstoffen sowie die Abholzung des Regenwaldes sind nur zwei Beispiele aus vielen, die den Klimawandel unterstützen. Um unsere Gesellschaft sowie nachkommende Generationen und die Umwelt zu schützen muss in verschiedenen Gebieten ein nachhaltiges Konzept entworfen werden, um dies möglich zu machen.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
1.1 AUSGANGSLAGE UND ZIELSETZUNG
1.2 VORGEHEN
2. NACHHALTIGKEIT
2.1 DER BEGRIFF NACHHALTIGKEIT
2.2 ZIELE DER NACHHALTIGKEIT NACH WCED
2.3 ZIELE DER NACHHALTIGKEIT NACH UNCED
2.4 ZIELE DER NACHHALTIGKEIT NACH AGENDA 2030
2.5 PROBLEMDIMENSIONEN DER NACHHALTIGKEIT NACH ROGALL
3. PRINT BRANCHE
3.1 DIE ZEITUNG
3.2 FUNKTIONEN DER ZEITUNG
3.3 DIE ZEITUNG ALS PRODUKT
3.4 PRINT BRANCHE IN DEUTSCHLAND
4. ANALYSE PHASE
5. LÖSUNGSANSÄTZE
5.1 TECHNISCHE LÖSUNGEN
5.2 MORALISCHE LÖSUNGEN
6. KRITISCHE BETRACHTUNG
7. RESÜMEE
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht Möglichkeiten für Medienunternehmen der Printbranche, nachhaltiger zu agieren. Angesichts des hohen Papierverbrauchs in Deutschland und der ökologischen Herausforderungen ist das primäre Ziel die Identifikation von technischen und moralischen Handlungsfeldern, um den "Grünen Journalismus" zu fördern und die Branche zukunftsfähig auszurichten.
- Grundlagen des Nachhaltigkeitsbegriffs und internationale Zielsetzungen (WCED, Agenda 2030).
- Struktur und Funktionen der Printbranche sowie der Zeitung als Produkt.
- Analyse der Problemdimensionen (ökologisch, ökonomisch, sozial-kulturell).
- Entwicklung von konkreten technischen Lösungsansätzen (z.B. Altpapiernutzung, Reduktion von Überproduktion).
- Erarbeitung moralischer Lösungsansätze (z.B. Aufklärung, werbliche Unterstützung, Kompensation).
Auszug aus dem Buch
2.1 Der Begriff Nachhaltigkeit
Das Wort Nachhaltigkeit ist in den verschiedenen Bereichen, in denen es Verwendung findet, nicht scharf abgegrenzt. Aus diesem Grund kann es bis hin zum universellen Gebrauch Verwendung finden (Ninck, 1997, S. 50).
Der Duden definiert es als ein:“ Prinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren oder wieder bereitgestellt werden kann.“ (Duden, 2020). Mathias Ninck von der Universität in Zürich hat im Jahre 1997 verschiedene Bedeutungen des Wortes recherchiert und darauß die folgende Definition erstellt:
„Nachhaltigkeit bedeutet Einordnung in die Abläufe der Natur, derart, dass alle Menschen auf der Erde heute und in den nächsten 150 Jahren und darüber hinaus ihre Grundbedürfnisse – Essen, Dach über dem Kopf, Gesundheit und Bildung – befriedigen können und die Möglichkeit haben, sich in ihrer Persönlichkeit sinngebend zu entfalten.“
Die Definition von Mathias Ninck nennt verschiedenen Faktoren, die erhalten oder verbessert werden müssen, um das Leben für den Menschen auf eine lange Zeit zu sichern und lebenswert zu machen. Im speziellen geht er auf die Grundbedürfnisse ein, ohne die ein Leben nicht möglich wäre und zudem nennt er Bildung und die Möglichkeit sich sinngebend zu entfalten als Punkte die Nachhaltigkeit betreffen. Um diese Punkte zu sichern können ökonomische, soziale sowie ökologische Themen abgeleitet werden. In der nachfolgenden Grafik ist zusehen, wie diese Faktoren sich gegenseitig beeinflussen und zusammen das Themenfeld der Nachhaltigkeit ergeben. Die Faktoren (Ökonomie, Soziales, Ökologie) bilden die Ecken des Dreiecks der Nachhaltigkeit. Dieses Dreieck befindet sich in einem Kreis. Die verschiedenen Themenfelder sind zudem mit Pfeilen verbunden, um aufzuzeigen wie sich gegenseitig beeinflussen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Definiert das Thema und begründet die Relevanz der Nachhaltigkeit für die Printbranche unter Berücksichtigung klimatischer Entwicklungen.
2. NACHHALTIGKEIT: Erläutert den Begriff und stellt internationale Ziele wie den Brundtland-Bericht sowie die Agenda 2030 und das Modell von Rogall vor.
3. PRINT BRANCHE: Beschreibt die Rolle der Zeitung als Informationsmedium, deren Funktionen sowie die spezifischen Produktionsbedingungen in Deutschland.
4. ANALYSE PHASE: Führt die Ergebnisse der Literaturrecherche zusammen und verknüpft Nachhaltigkeitsaspekte mit den Herausforderungen des Zeitungsdrucks.
5. LÖSUNGSANSÄTZE: Schlägt technische und moralische Wege vor, wie Zeitungsverlage durch Ressourcenoptimierung und gezielte Aufklärung nachhaltiger agieren können.
6. KRITISCHE BETRACHTUNG: Reflektiert die Umsetzbarkeit der Lösungsansätze unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Zwänge und der Verantwortung gegenüber den Lesern.
7. RESÜMEE: Fasst die theoretischen Ergebnisse und die abgeleiteten Strategien für eine nachhaltigere Zukunft der Printbranche zusammen.
Schlüsselwörter
Nachhaltigkeit, Printbranche, Zeitung, Papierverbrauch, Klimaschutz, Grüner Journalismus, Agenda 2030, Ressourcenschonung, Medienmanagement, CO2-Emissionen, Altpapier, Aufklärung, ökologische Dimension, soziale Verantwortung, Medienunternehmen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Medienunternehmen innerhalb der deutschen Printbranche nachhaltiger agieren können, um den ökologischen Herausforderungen unserer Zeit gerecht zu werden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Felder sind die theoretische Herleitung des Nachhaltigkeitsbegriffs, die Analyse der Printbranche als Wirtschaftszweig sowie die Entwicklung praktischer Lösungsansätze für Verlage.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?
Ziel ist es, den "Grünen Journalismus" zu definieren und aufzuzeigen, durch welche konkreten Maßnahmen Medienunternehmen ihren Beitrag zum Umweltschutz leisten können.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine systematische Literaturanalyse gewählt, die sowohl ökologische Konzepte als auch branchenspezifische Daten auswertet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Nachhaltigkeit, eine Bestandsaufnahme der Printbranche und die Erarbeitung von technischen sowie moralischen Handlungsempfehlungen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Nachhaltigkeit, Printbranche, Papierverbrauch, Medienverantwortung und ökologische Problemdimensionen.
Welche Bedeutung hat das "Magische Dreieck der Nachhaltigkeit" für die Printbranche?
Es verdeutlicht das notwendige Gleichgewicht zwischen ökologischen, ökonomischen und sozial-kulturellen Faktoren, das Zeitungsverlage bei der Umgestaltung ihrer Produktionsprozesse berücksichtigen müssen.
Warum ist der Verzicht auf Bildmaterial laut Arbeit nur bedingt empfehlenswert?
Da Bilder eine wichtige Funktion für die Meinungsbildung und als dekorative Elemente zur inhaltlichen Unterstützung haben, wird empfohlen, nur den rein dekorativen Teil zu reduzieren, statt das gesamte Bildmaterial zu eliminieren.
Was ist mit dem "Ablasshandel mit Kompensationsbriefen" gemeint?
Es handelt sich um eine Strategie, bei der Verlage durch Investitionen in Umweltprojekte in ärmeren Ländern die Emissionen ausgleichen, die durch den Transport und die Produktion ihrer Zeitungen entstehen.
- Citar trabajo
- Adrian Brück (Autor), 2021, Wie können Medienunternehmen in der Printbranche nachhaltig agieren?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1020086