Wie können Medienunternehmen in der Printbranche nachhaltig agieren?


Hausarbeit, 2021

17 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

I. Inhaltsverzeichnis

II. Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Ausgangslage und Zielsetzung
1.2 Vorgehen

2. Nachhaltigkeit
2.1 Der Begriff Nachhaltigkeit
2.2 Ziele der Nachhaltigkeit nach WCED
2.3 Ziele der Nachhaltigkeit nach UNCED
2.4 Ziele der Nachhaltigkeit nach Agenda 2030
2.5 Problemdimensionen der Nachhaltigkeit nach Rogall

3. Print Branche
3.1 Die Zeitung
3.2 Funktionen der Zeitung
3.3 Die Zeitung als Produkt
3.4 Print Branche in Deutschland

4. Analyse Phase

5. Lösungsansätze
5.1 Technische Lösungen
5.2 Moralische Lösungen

6. Kritische Betrachtung

7. Resümee

III. Literaturverzeichnis

II. Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Das Magische Dreieck der Nachhaltigkeit

Abbildung 2: Problemdimensionen der Nachhaltigkeit

Abbildung 3: Reichweitenübersicht

1. Einleitung

Nachhaltigkeit ist ein Wort, hinter dem sich über die Jahre viele verschiedene Bedeutungen entwickelt haben. Ein Wort das in unserer Zeit positiv wie auch negativ konnotiert Verwendung findet. Ein nachhaltiger Müllberg ist grundverschieden von einem nachhaltigen Umweltbewusstsein. Zielt das eine auf die Dauer ab so geht es nach dem Verständnis beim zweiten um Beständigkeit. Nachhaltige Wirtschaftsziele müssen nicht im Einklang mit ökologischen Zielen stehen, reicht hier doch der Profit, um den sich das Wort nachhaltig in diesem Beispiel dreht. Es wird deutlich, dass es sich bei dem Wort um ein gesellschaftspolitisches Konzept als auch ein Prinzip zum schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen handelt. Daneben haben sich noch einige weitere Definitionen des Begriffs durchgesetzt (Haderer, 2017). Es handelt sich bei Nachhaltigkeit um ein Wort, das durch seine Unschärfe eine gewisse Interpretationsmöglichkeit bietet. Diese Arbeit soll daher klarstellen um was es sich genau bei Nachhaltigkeit handelt und wie sich dieses Konzept des nachhaltigen Handelns auf die Printbranche anwenden lässt.

1.1 Ausgangslage und Zielsetzung

Im Jahr 2015 beschlossen über 150 Staats und Regierungschefs das Pariser Klimaabkommen. Dieses setzt sich selbst als Ziel eine Klimafreundliche Politik und Wirtschaft zu erlangen und den Anstieg der globalen Temperaturen auf 2°C zu verhindern (BMU, 2017). Um dieses Ziel zu erreichen können neben Landesregierungen auch Privatpersonen sowie Unternehmen ein Stück dazu beitragen. Es geht um Nachhaltiges agieren in den Bereichen, in denen das möglich ist. Betrachtet man die Pro-Kopf-CO2-Emissionen in Deutschland so wird ersichtlich, dass diese im Jahr 2019 7,9 Tonnen betrugen. Im Jahr 1990 waren es noch 12,5 Tonnen pro Person (Statista, 2020). Dies ist auf den Rückgang des aus Kohle produzierten Strom zurückzuführen. Hier setzt Deutschland vermehrt auf Solar und Windanlagen. Im Gegensatz zum Jahr 2018 wurden so 6,3% Emissionseinsparungen gemacht (DW, 2020). Doch nicht in jeder Hinsicht ist ein Trend zur Umweltfreundlichkeit zu erkennen. Betrachtet man die Menge an Papier die wir verbrauchen, zeichnen sich negative Tendenzen ab.

Laut des WWF wird fast jeder zweite industriell gefällte Baum zu Papier verarbeitet. Im Jahr 1970 wurden weltweit etwa 130 Millionen Tonnen Papier produziert. Im Vergleich dazu waren es im Jahr 2005 bereits 367 Millionen Tonnen und im Jahr 2006 381 Millionen (WWF, 2020). Berechnet man den Pro Kopf Papier Verbrauch der gesamten deutschen Volkswirtschaft so verbraucht jeder ca. 240 kg Papier pro Jahr. Deutschland ist somit auf Platz eins weltweit. Ein Grund hierfür ist die Bandbreite an Magazinen und Zeitungen, mit denen sich viele Bürger und Bürgerinnen informieren (Verband Deutscher Papierfabriken e.V., 2020). Ein umweltschonender Umgang mit Papier ist somit auch für die Print Branche unabdingbar, um nachhaltig zu agieren. Welche Möglichkeiten für die Medienunternehmen entstehen und welche Themenfelder unter dem Begriff Nachhaltigkeit tangiert werden können, soll in dieser Arbeit erörtert werden. Daraus leitet sich folgender Titel ab: „Grüner Journalismus – Wie können Medienunternehmen in der Printbranche nachhaltig agieren?“. Im nachfolgenden Punkt wird das Vorgehen, um diese Frage zu beantworten geklärt sowie die Methode aufgezeigt, die hierzu verwendet wurde.

1.2 Vorgehen

Um die Frage „Wie können Medienunternehmen in der Printbranche nachhaltig agieren?“ zu beantworten wurde als Methode eine Literaturanalyse gewählt. Hierzu wurde die Arbeit in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil sollen die Bereiche, Ziele und Problemstellungen der Nachhaltigkeit erörtert und aufgezeigt werden. Um ein umfangreiches Bild dieses Themengebiets zu erschließen, werden mehrere Akteure, die in Verbindung mit dem Thema Nachhaltigkeit stehen dargestellt.

Im weiteren Verlauf werden die verschiedenen Bereiche der Print Branche aufgezeigt. So zum einen eine Übersicht der Branche in Deutschland sowie die verschiedenen Produkte. Diese Arbeit fokussiert sich auf die Print Branche in Deutschland. Im zweiten Bereich der Arbeit werden die recherchierten Themenfelder auf Überschneidungen analysiert. Auf Basis dieser Überschneidungen werden im Anschluss die Lösungsansätze gegeben. Die Ansätze sind in Technische und moralische Wege gegliedert. Das Ende der Arbeit bildet eine Kritische Betrachtung auf die Forschungsarbeit sowie ein zusammenfassendes Fazit.

2. Nachhaltigkeit

In diesem Teil der Arbeit soll die Unschärfe des Begriffs abgegrenzt werden. Hierzu soll eine Definition, die für diese Arbeit produktiv ist, gegeben werden. Darüber hinaus sollen Ziele und Problemstellungen in diesem Themengebiet dargestellt werden. Als Vorbilder für Definition und Ziele dienen Organisationen auf der ganzen Welt sowie Wissenschaftler auf diesem Gebiet.

2.1 Der Begriff Nachhaltigkeit

Das Wort Nachhaltigkeit ist in den verschiedenen Bereichen, in denen es Verwendung findet, nicht scharf abgegrenzt. Aus diesem Grund kann es bis hin zum universellen Gebrauch Verwendung finden (Ninck, 1997, S. 50).

Der Duden definiert es als ein:“ Prinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren oder wieder bereitgestellt werden kann.“ (Duden, 2020). Mathias Ninck von der Universität in Zürich hat im Jahre 1997 verschiedene Bedeutungen des Wortes recherchiert und darauß die folgende Definition erstellt:

Nachhaltigkeit bedeutet Einordnung in die Abläufe der Natur, derart, dass alle Menschen auf der Erde heute und in den nächsten 150 Jahren und darüber hinaus ihre Grundbedürfnisse – Essen, Dach über dem Kopf, Gesundheit und Bildung – befriedigen können und die Möglichkeit haben, sich in ihrer Persönlichkeit sinngebend zu entfalten.“

Die Definition von Mathias Ninck nennt verschiedenen Faktoren, die erhalten oder verbessert werden müssen, um das Leben für den Menschen auf eine lange Zeit zu sichern und lebenswert zu machen. Im speziellen geht er auf die Grundbedürfnisse ein, ohne die ein Leben nicht möglich wäre und zudem nennt er Bildung und die Möglichkeit sich sinngebend zu entfalten als Punkte die Nachhaltigkeit betreffen. Um diese Punkte zu sichern können ökonomische, soziale sowie ökologische Themen abgeleitet werden. In der nachfolgenden Grafik ist zusehen, wie diese Faktoren sich gegenseitig beeinflussen und zusammen das Themenfeld der Nachhaltigkeit ergeben. Die Faktoren (Ökonomie, Soziales, Ökologie) bilden die Ecken des Dreiecks der Nachhaltigkeit. Dieses Dreieck befindet sich in einem Kreis. Die verschiedenen Themenfelder sind zudem mit Pfeilen verbunden, um aufzuzeigen wie sie sich gegenseitig beeinflussen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Das Magische Dreieck der Nachhaltigkeit (Lueg, 2009, S. 202)

2.2 Ziele der Nachhaltigkeit nach WCED

Die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung (World Comission on Environment and Development, WCED) wurde im Jahr 1983 von den Vereinten Nationen gegründet. Sie hatte als Ziel, eine langfristige Umweltverträgliche globale Entwicklung zu erarbeiten. Im Jahre 1987 wurden die Ergebnisse in dem sogenannten Brundtland-Bericht veröffentlicht (Kopfmüller, Luks, & Siebenhüner, 2007). Der Bericht enthält zwei Konzepte für nachhaltige Entwicklung:

1. „Dauerhafte Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, daß künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.“ (Hauff, 1987, S. 46) (Kemmerich, 2018)
2.“Im Wesentlichen ist dauerhafte Entwicklung ein Wandlungsprozess, in dem die Nutzung von Ressourcen, das Ziel von Investitionen, die Richtung technologischer Entwicklung und institutioneller Wandel miteinander harmonieren und das derzeitige und künftige Potential vergrößern, menschliche Bedürfnisse und Wünsche zu erfüllen.“ (Hauff, 1987, S. 49)

2.3 Ziele der Nachhaltigkeit nach UNCED

Im Jahre 1992 wurde in Rio de Janeiro eine Klimakonferenz zu Umwelt und Entwicklung von der UN abgehalten. Im Zuge der Konferenz unterzeichneten die Staaten folgende Dokumente, hier eine Zusammenfassung der 27 Grundsätze (UN, 1992).

- Der Mensch steht im Mittelpunkt aller Bemühungen und seine lebenswerte Existenz soll gesichert werden.
- Die Länder sollen der Nachhaltigen Entwicklung im Einklang mit der Natur Gewichtung schenken und nach dieser Agenda handeln.
- Die Bekämpfung der Armut in der Welt sowie die Entwicklung und anhaltender Frieden sind unteilbar miteinander verbunden müssen gesichert werden.
- Neue und bestehende Herausforderungen zum Thema Umweltschutz sollten nicht aus Kostengründen hintenangestellt werden.

Die Themenfelder die ausschlaggebend für die Konferenz waren sind zum einen die nachhaltige Entwicklung, die Armutsbekämpfung, sowie die Festlegung der Rahmenbedingungen in diesem Kontext.

2.4 Ziele der Nachhaltigkeit nach Agenda 2030

Die Agenda 2030 sind Zielsetzungen der Vereinten Nationen (UN) die am 01. Januar 2016, mit einer Laufzeit von 15 Jahren, in Kraft getreten sind. Die Kernstrategie der Agenda sind 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung. Die Kernbotschaften dieser Ziele werden mit den 5P’s angegeben (BMZ, 2017):

- Die Würde des Menschen im Mittelpunkt (People)
- Den Planeten schützen (Planet)
- Wohlstand für alle erreichen (Prosperity)
- Frieden sichern (Peace)
- Eine globale Partnerschaft leben (Partnership)

2.5 Problemdimensionen der Nachhaltigkeit nach Rogall

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Problemdimensionen der Nachhaltigkeit (Rogall, 2013, S. 124)

In der vorliegenden Grafik hat H. Rogall versucht die Problemdimensionen der Nachhaltigkeit des 21. Jahrhunderts darzustellen. Hierzu wird in 15 Punkten jeweils zu fünft auf die jeweilige Problemdimension eingegangen. Er spricht von der Sozial-kulturellen Dimension, da die partizipativen Bestandteile einer Nachhaltigen Entwicklung besser dargestellt sind (Rogall, 2013, S. 124). Im Folgenden soll versucht werden die Problemdimensionen mit Ursachen zu verknüpfen.

Bei der Ökologischen Dimension können fossile Brennstoffe als eine Ursache genannt werden. Diese tragen zu einem Teil an der Freisetzung von Treibhausgasen bei (Rahmsdorf & Schellenhuber, 2006, S. 7). Betrachtet man die Abholzung von unberührten Nadelholzwäldern in Osteuropa zur Zellstoffproduktion so wird deutlich (Bartels, 2011, S. 173), dass dieses Vorgehen den Klimawandel begünstigt. Durch das Abholzen gehen die CO2-Aufnahmekapazität sowie die Absorptionsfähigkeit des Waldes verloren (Ranke, 2019, S. 143).

[...]

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Wie können Medienunternehmen in der Printbranche nachhaltig agieren?
Hochschule
Macromedia Fachhochschule der Medien München
Note
1,7
Autor
Jahr
2021
Seiten
17
Katalognummer
V1020086
ISBN (eBook)
9783346390028
ISBN (Buch)
9783346390035
Sprache
Deutsch
Schlagworte
medienunternehmen, printbranche
Arbeit zitieren
Adrian Brück (Autor:in), 2021, Wie können Medienunternehmen in der Printbranche nachhaltig agieren?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1020086

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