Goethe, Johann Wolfgang von - Faust, Der Tragödie erster Teil - Notizen


Referat / Aufsatz (Schule), 2000

8 Seiten


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FAUST. DER TRAGÖDIE ERSTER TEIL

Vorspiel auf dem Theater

- Vergleich mit Schillers Dramentheorie (eventuell Brecht u. Dürrenmatt)

Prolog im Himmel

- keine Feindschaft zwischen Gott und Mephisto
- Gott - Mephisto: Distanz
- Mephisto - Gott: kumpelhaft, frech, teilweise anbiedernd

Nacht

- Knittelvers
- Faust ist frustriert, fühlt sich gefangen in seinem engen Arbeitszimmer, das voll von alten, staubigen Wissen ist
- Bild des Makrokosmos: Stimmungsumschlag von Euphorie zu Enttäuschung, als er erkennen muss, dass es nur Abbild und abstrakt ist - unbefriedigt
- Erdgeist (Erfindung Goethes, schaffende Kraft, Material der Schöpfung): Faustüberschätzt sich und misst dem Geist nicht seine wahre Bedeutung zu (spätere Einsicht)
- Faust - Wagner: unterschiedliche Entwicklungsstadien (möglicherweise war Faust früherähnlich eingestellt wie Wagner jetzt?!); unterschiedliche Anteilnahme am Gespräch
- Erneutes versinken in Depressionen, bewusster Entschluss zum Selbstmord mit Überdosis mit Rauschmittel
- Osternacht: Auferstehung, Rückkehr ins Leben, Errettung vom Tode, Parallele Jesus -Faust, Gott als Vater schenkt Leben (,,kindliche Gefühle"), Chor der Weiber: biblischer Bericht, Jugenderinnerungen

Vor dem Tor

- Gegensatz Finsternis - Licht zur letzten Szene
- Faust und Wagner befinden sich mitten im prallen Leben
- Bürgermädchen, Mägde und Schüler: Einhalten der Konventionen
- Parodie der Bürger
- Lebensfreude springt auf Faustüber
- Wagner arrogant/überheblich und verbohrt, Streben nach Bewunderung, erkennt Zusammenhang zwischen Natur und Wissen nicht - auch Faust hat Probleme beides zu vereinen ,,zwei Seelen wohnen ach..."
- Faust wird vom Volk verehrt (in gewisser weise gegenseitige Bewunderung), fühlt sich aber selber als Mörder
- Faust ruft Mephistopheles gewissermaßen herbei
- Stimmungsumschwung mit dem Auftauchen des Pudels

Studierzimmer

- Atmosphäre im Vergleich mit Nacht: Faust empfindet sie Enge des ,,Kerkers" nun als Geborgenheit
- Entschluss das Erste Testament zuübersetzen, kommt aber nur bis zum ersten Satz, scheitert am Wort logos Wort - Sinn - Kraft - Tat Missbrauch von ,,Im Anfang war die Tat" im Nationalsozialismus
- Pudel ist in jeder Hinsicht Störfaktor
- Volksbräuche: Beschwörung der Geister mit Kreuz etc., Pentagramm auf der Türschwelle...
- Mephisto: - Madrigalvers, pointenreiche Argumentation, Wortspiele
- ,,ein Teil des Teils" - Luzifer, der gefallene Engel
- Nihilist
- Nicht weit oben in der ,,Hierarchie" - vergl. Mit Erdgeist!
- Mephisto gaukelt Faust vor, dieser habe Machtüber ihn - das dient der Anbahnung des Teufelspaktes / Voraussetzung für die Handlung; Mephisto hat mehr Machtüber Faust, als es zunächst scheint
- Mephisto spielt mit Fausts Magievorstellungen (Gesang der Geister: fliegen, Rausch, Natur, Ferne, Licht und Helligkeit; Metrum und Klang wirken einlullend)

Studierzimmer

- Faust fühlt sich hin - und hergerissen, zwischen allen Stühlen
- Faust bereut es, sich nicht umgebracht zu haben, M. weiß darüber
- Anapher als Stilmittel in Fausts Verfluchungen (enttäuschte Hoffnungen)
- Faust glaubt Mephisto zu durchschauen; wettet, dass Mephisto sein Streben nie wirklich befriedigen kann, er niemals durch Genüsse betäubt sein wird
- Wette! - kein Pakt
- Die Forderung Mephistopheles` nach einem Vertrag wirkt desillusionierend und enttäuschend auf Faust
- Spiel mit tradierten Teufelsattributen (Hahnenfeder am Hut, Unterschrift mit Blut als Lebenssaft...)
- Mephisto ist nur Fausts zweite Wahl, nach der Einsicht, dass der Erdgeist für ihn unerreichbar ist
- Mephisto: die Ganzheit und den Sinn des Daseins kann keiner außer Gott erfassen, Menschen sind nur Halbwesen
- Als Faust abgetreten ist gibt M. zu, Wissen und Vernunft seien des Menschen ,,höchste Kraft"
- Parodie auf Allwissenheitsphantasien, trockene Wissenschaft und Lehrbetrieb im Gespräch mit dem Schüler - Aktualität?!
- Mephisto und Faust beginnen ihre Reise

Auerbachs Keller

- ,,lustige Gesellschaft" auf Stammtischniveau: Politik und Frauen
- Mephisto stiftet Unruhe in der kleinbürgerlichen Runde
- Faust langweilt sich

Hexenküche

- Chaos
- Relativ viele + lange Regieanweisungen
- Faust missfällt die Hexenküche, ist unzufrieden, dass er zu seiner Verjüngung die Hexe braucht, will aber verjüngt werden, obwohl es nicht ganz ungefährlich scheint.
- Faust sieht Helena in einem Spiegel und ist fasziniert
- Helena als Muster aller Frauen
- Nach der Verjüngung wird er ,,Helenen in jedem Weibe" sehen, meint M.

Straße

- Beginn der Gretchentragödie
- Verjüngter Faust sieht Gretchen zum ersten Mal auf der Straße - sieht er in ihr Helena?
- Veränderung/ Entwicklung Fausts: aktiver, befehlender, sogar drohend, setzt Mephisto unter Druck
- Mephisto muss zugeben, dass es sogar für ihn schwer ist, Grete zu gewinnen - religiös, jung etc

Abend

- auch Gretchen ist nicht unbeeindruckt von der Begegnung mit Faust
- Stilmittel: Oxymoren (Liebespein, Wonnegraus)
- Religiöse Begriffe (Gs Zimmer = Heiligtum)
- Beeindruckt von der Reinlichkeit, Ordnung des Zimmer - Sehnsucht nach Harmonie und Ordnung?!
- Faust idealisiert Magarete
- F. empfindet Scham
- Gretchen spürt Bedrohung/ Anwesenheit des Bösen beim betreten des Zimmers,überspielt Angst mit singen
- König in Thule: Erwartungen an die Liebe
- Schmuck: ein bisschen Eitelkeit, Sprung im Ideal, macht sie menschlich

Spaziergang

- Kirchenkritik

Der Nachbarin Haus

- Marthe, sehr pragmatische, habgierige Nachbarin (Parodie auf kleinbürgerliche Frau, die sich mit ihrer Position arrangiert), als Komplizin
- Mephistoüberbringt die Nachricht vom Tode Marthens Mann, auf die sie schon, halb in Vorfreude, gewartet hatte
- Grete zeigt ehrliche Anteilnahme, während es Marthe vor allem aufs Erbe ankommt
- Gretchen fühlt sich in Mephistos Anwesenheit unwohl, von seinen Anspielungen bedrängt
- Marthe beginnt mit M anzubandeln

Straße

- Faust ist bereits ungeduldig
- Ist zunächst nicht verschlagen genug, um falsches Zeugnis abzulegen, aber die Aussicht auf ein treffen mit Magareteüberzeugt ihn

Garten

- Schema der großen Oper (z.B. der Zauberflöte) mit zwei Paaren als Gegenpole (ernst und heiter)
- Gretchen fühlt sich Faust unterlegen / minderwertig. Sie signalisiert aber Reife (und Heiratsabsichten?!)
- Vergleich mit Werthers Lotte - Goethes Frauenideal? Kinderlieb und voller freudiger Hingabe an die weibl. Pflichten?
- Fausts Liebe wird von Grete erwidert
- Mephisto hat damit zu tun, sich Marthe vom Leibe zu halten, weicht ihr aus, spielt mit ihr

Ein Gartenhäuschen

- es ist nicht ganz klar ob sich diese Szene direkt an die vorige anschließt, wahrscheinlich aber schon
- Mephisto ist wieder der Störfaktor

Wald und Höhle

- ohne Reim; fünf füssiger Jambus - Blankvers - Versmaß der klassischen Dichtung
- spricht zu und von Göttern - trotz der Gesellschaft in der er sich befindet
- Mephisto ist der Gefährte "den er nicht mehr entbehren kann" und der ihn vor sich selbst erniedrigt
- Mephisto: - Übergang in die gereimte Lyrik, Madrigalvers;
- bringt Faust nur Unverständnis entgegen
- Hält Faust Aufenthalt im Wald für Flucht vor Gretchen und den Konsequenzen ihrer Liebe
- Stachelt Faust auf, zu Gretchen zurückzukehren
- Faust weiß, dass er Gretchen ins Unglück stürzen wird, wenn er sich nicht von ihr fernhält, aber er kann nicht anders

Gretchens Stube

- die neuen Gefühle sind Grete völlig fremd
- volksliedhaft, eingängiger Sprachrhythmus

Marthens Garten

- Gretchenfrage nach der Religion
- Die Erklärung, Gott als Allumfasser, Allerhalter beruhigt sie (Goethes Sicht der Religion und Glaubensauffassung?)
- Gretes Misstrauen gegen Mephisto bleibt erhalten. Sie hat ihn intuitiv durchschaut und bildet Gegenpol
- Mephisto hat Gespräch mit angehört und spottet
- Gretchen wird skrupellos (Schlafmittel) aus Liebe

Am Brunnen

- Gretchen erfährt von der uneheliches Schwangerschaft einer anderen, kann deren Situation nur zu gut nachvollziehen

Zwinger

- Verzweifeltes Gretchen, Voraussicht der kommenden Ereignisse?
- Stilmittel: Anapher

Nacht

- Valentin, Gretchens Bruder, hat die Gerüchte um sein Schwester gehört und will Rache, auch um seines eigenen Rufes Willen
- Mephisto, bereits voller Vorfreude auf die Walpurgisnacht, bringt ein spöttisches Ständchen unter Magaretes Fenster
- Im Kampf mit Valentin wird Faust von Mephisto geführt - Tod Valentins
- Im sterben beschimpft Valentin seine Schwester vor allen anderen. Moralvorstellungen der Zeit!

Dom

- Grete wird von Bösen Geist heimgesucht, der ihr ihre Sünden vorrechnet: Mutter an Schlafmittel gestorben, Bruder durch die Hand des Liebhabers zu Tode gekommen, Schwangerschaft!
- Dom, der Ort christlicher Zuflucht, wird zum Ort der Bedrängnis
- Gretchens Beziehung zur Kircheändert sich, sie fühlt sich nicht mehr geborgen, sondern als Sünderin, es ist ein böser Geist, der ihr Vorwürfe macht, kein guter, christlicher

Walpurgisnacht

- Spiel mit dem Volksmythos
- Unheimliche Atmosphäre
- Zwei Chöre - Barockmusik
- Trödelhexe - deutliche Anspielungen auf die Beziehung Faust - Grete
- Faust ist kurz davor sich selbst zu vergessen, dann sieht er Frauenbild, das ihn an Grete erinnert, ihr Kopf ist abgeschlagen - Vorausdeutung

Walpurgisnachtstraum

- Stück im Stück
- Sommernachtstraum - Goethe verehrte Shakespeare schon zur Zeit des Sturm und Drangs
- Selbstironie (nordischer Dichter)

Trüber Tag - Feld

- Prosa
- Mephisto weist alle Vorwürfe zurück, gibt Faust die Verantwortung für Gretchens Schicksal
- Offene Zwietracht

Nacht - Offenes Feld

- Vorausdeutung: Rabenstein (Richtstätte) wird von Hexen geweiht, atmosphärisch

Kerker

- Gretchen: das Märchen vom Machandelbaum
- Sie erkennt Faust nicht und hält ihn für ihren Henker, was er gewissermaßen auch ist
- Es gelingt ihm kaum zu ihr durchzudringen
- Entfremdung. Befreiung aus Pflichtgefühl?
- Gretchen gibt Faust Mitschuld am Tod des Kindes
- Gretchen entscheidet sich bewusst für den Tod und nimmt ihre schuld an - ,,Sie ist gerettet"
- Die Gretchentragödie ist abgeschlossen. Triumph für Mephisto, doch Faust ist weiter ruhelos.

8 von 8 Seiten

Details

Titel
Goethe, Johann Wolfgang von - Faust, Der Tragödie erster Teil - Notizen
Autor
Jahr
2000
Seiten
8
Katalognummer
V102043
Dateigröße
408 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Es ist eine Zusammenschrift aller Notizen, die ich mir(z.B. am Seitenrand) beim Lesen von Faust gemacht habe. Es ist weder eine Zusammenfassung, noch eine Interpretation, aber es sind Interpretationsansätze, sowie Hinweise auf Stilmittel und literarischen Parallelen enthalten.
Schlagworte
Goethe, Johann, Wolfgang, Faust, Tragödie, Teil, Notizen
Arbeit zitieren
Mareike Schewe (Autor), 2000, Goethe, Johann Wolfgang von - Faust, Der Tragödie erster Teil - Notizen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/102043

Kommentare

  • Gast am 4.12.2001

    sensationell.

    es war genau das richtige für faule schweine wie mich,die keinen bock ham bücher zu lesen!!!

  • Gast am 6.12.2001

    Danke!!.

    Hi!
    Danke für deine tollen Notizen! Hast mir sehr geholfen, da ich jetzt nicht mehr so viel mitschreiben muss!Hab jetzt dadurch auch mehr verstanden!
    MgG

  • Gast am 9.1.2002

    Danke.

    Meine Rettung

  • Gast am 17.2.2002

    thx.

    jo, mareike, ich danke dir !!

    ich glaub, dass ist genau das richtige ..... sonst müsste ich das buch am ende ja doch noch lesen ;)

  • Gast am 25.3.2002

    Geile Sache!!!.

    Hi Mareikchen,
    find ich echt super Deine Arbeit!!!! Weiter so mein Mädchen!!! ;)

  • Gast am 31.3.2002

    Echt hilfreich.

    Sehr sehr hilfreich für den ersten Überblick!!! Dankeschön!! Hast du auch Notizen für den zweiten Teil?? Wäre toll.

  • Gast am 6.4.2002

    naja...

    für jemanden, der Faust nicht gelesen hat (ich schon), ist diese Zusammenfassung nur schwer verständlich, da meist keine Zusammenhänge oder Themenabgrenzungen zu erkennen sind.

  • Gast am 15.4.2002

    EINFACH KLASSE.

    Danke für deine tolle Zusammenfassung , hat mir echt sehr geholfen. DANKE

  • Gast am 17.4.2002

    Faust Nacht.

    echt super du hast mir wirklich damit geholfen. Ich kann nur vielen, vielen Dank sagen und das es eine tolle ausarbeitung war.

    tschö christin

  • Gast am 7.5.2002

    Ich bedanke mich.

    Vielen Dank fuer diese Zusammenfassung,... nun kann ich mir vorm Schlafengehen nochmals das "ganze" Buch durchlesen ! *G* Schreibe K.A. drueber!

  • Gast am 12.5.2002

    Wow.

    Wollt mich nur nochmal schnell bedanken, deine Zusammenstellung hat mir echt geholfen. Jetzt hilft nur noch Daumen drücken für morgen die Arbeit. DANKE

  • Gast am 22.9.2002

    Letzte Rettung!!!.

    Ich danke dir echt total dolle...
    Muss zu morgen einen Marthe-Mephisto-Vergleich machen ohne je die Marthe Szene gelesen zuhaben. Die Stichpunkte waren also genau richtig.
    Nochmal DANKE!!!

  • Gast am 25.2.2003

    nicht hilfreich.

    naja, für weniger intelligente gebräuchlich.auch wenn es sich nur um kurze notizen handelt, kann ich es nicht für empfehlenswert halten!

  • Gast am 27.2.2003

    Dankeschön!.

    Dankeschön. HAt mir sehr für meine Klausur geholfen.

  • Gast am 22.3.2004

    Danke.

    Danke gut.

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Titel: Goethe, Johann Wolfgang von - Faust, Der Tragödie erster Teil - Notizen



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