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Manipulation und Demagogie in Reden. Sprachliche und inhaltliche Vergleichspunkte bei Björn Höcke und Joseph Goebbels

Title: Manipulation und Demagogie in Reden. Sprachliche und inhaltliche Vergleichspunkte bei Björn Höcke und Joseph Goebbels

Term Paper (Advanced seminar) , 2021 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Janis Alina Hindelang (Author)

Politics - Region: Western Europe
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Ziel und Fokus dieser Hausarbeit ist aufzuzeigen, inwiefern rhetorische Methoden als demagogisches Werkzeug zum Zweck der Manipulation in der politischen Rede fungieren.

Vornehmlich wird für die Anfertigung Bezug genommen auf die theoretische und praktische Ausübung rechtsradikaler Rhetorik. Hierfür hilft die analytische Gegenüberstellung politischer Reden Joseph Goebbels und Björn Höckes die Ordnung, Funktion und Wertevorstellungen rechts gesinnter Strömungen besser nachvollziehen zu können und eröffnet die Fragestellung nach der Wirkung und Konsequenz solcher Inszenierungen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Exposé

1. Annäherung und Bedeutungsmuster der Fachbegriffe Sprache und Manipulation

1.1 Machtpotential und Wirkmechanismen manipulativer Sprachstrategien in politischer Rhetorik

1.2 Struktur und Wirkung rhetorischer Agitation und ihre Funktion im Nationalsozialismus

2. Politische Rhetorik im Nationalsozialismus: Aufbau und Inhalt der Sportpalastrede Joseph Goebbels von 1943

3. Nationalsozialismus und Neue Rechte im Vergleich – Ähnlichkeiten des manipulativen Sprachgebrauchs

3.1 Vokabular und Metaphorik

3.2 Manipulative und agitative Sprache in sozialen Medien

3.3 Politische Rhetorik Björn Höckes und Joseph Goebbels – Sprachliche und inhaltliche Vergleichspunkte

Abschließende Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Verwendung rhetorischer und sprachlicher Manipulationsstrategien im Nationalsozialismus im Vergleich zu politischen Reden und Äußerungen der AfD. Ziel ist es, durch eine analytische Gegenüberstellung von historischen und heutigen Quellen aufzuzeigen, wie Sprache als demagogisches Werkzeug zur Manipulation der Öffentlichkeit und zur Durchsetzung ideologischer Ziele instrumentalisiert wird.

  • Rhetorische Analyse von Propagandastrategien
  • Vergleich zwischen NS-Rhetorik und der Sprache der Neuen Rechten
  • Die Rolle der Massenmedien und sozialer Netzwerke bei der Manipulation
  • Bedeutung von Metaphorik und Schlagworten zur Feindbildkonstruktion
  • Strukturelle Analogien in der politischen Inszenierung

Auszug aus dem Buch

3.1 Vokabular und Metaphorik

Im Jahr 2016 kam es in Dresden, vor dem Hintergrund der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit, zu einem Aufmarsch mehrerer rechtsorientierter Demonstranten, unter ihnen vor allem Anhänger und Vertreter von AfD und der islamfeindlichen Bewegung Pegida. Die Protestaktion endete in Pöbeleien und führte zu einer hohen Resonanz in Medien- und Politikkreisen. Viele Menschen bemerkten im Verhalten der Demonstrierenden ein Äquivalent zur Weimarer Republik, sowie der Zeit vor der nationalsozialistischen Machtübernahme.

Wörter können Angst machen, jedenfalls manche Wörter. Zum Beispiel „Volksverräter“: Aus vielen Hundert, vielleicht sogar einigen Tausend Kehlen schlug am Tag der Deutschen Einheit in Dresden den versammelten Repräsentanten der Politik diese Schmähung entgegen (Kellerhoff).

Am konkreten Beispiel des historisch geprägten Wortes Volksverräter ist eine direkte Parallele zu Hitler und seinem Nationalsozialismus augenfällig, denn genau in dieser Zeit wurde der Begriff geformt. Ebenso bei Anhängern der AfD und Pegida fiel mehrmals die Bezeichnung des Volksverräters. Zum ersten Mal fand Volksverrat Verwendung als Strafbestand in Zeiten des Nationalsozialismus, davor wurde der Ausdruck Landesverrat gebraucht. Damit wird eine klare Unterscheidung zwischen Deutschen und Nichtdeutschen gezogen (vgl. GfdS). Bezogen auf die derzeitige Verwendung des Begriffs, richtet sich dieser besonders gegen regierende Politiker und sogenannte Altparteien im pejorativen Sinne. Im Allgemeinen verstärkt die Applikation des Volksbegriffs die Bildung einer homogenen Einheit gegen das Establishment, die Gesellschaft und die Politik.

Zusammenfassung der Kapitel

Exposé: Einführung in die Relevanz des Themas Rechtsextremismus und Darlegung der methodischen Vorgehensweise sowie der zentralen Fragestellung.

1. Annäherung und Bedeutungsmuster der Fachbegriffe Sprache und Manipulation: Theoretische Grundlegung und Begriffsbestimmung von Sprache und Manipulation anhand fachwissenschaftlicher Lexika.

1.1 Machtpotential und Wirkmechanismen manipulativer Sprachstrategien in politischer Rhetorik: Analyse der Wirkungsweise von Sprache als Führungsinstrument in der politischen Kommunikation.

1.2 Struktur und Wirkung rhetorischer Agitation und ihre Funktion im Nationalsozialismus: Untersuchung der spezifischen Methoden nationalsozialistischer Agitationsrhetorik nach Grieswelle.

2. Politische Rhetorik im Nationalsozialismus: Aufbau und Inhalt der Sportpalastrede Joseph Goebbels von 1943: Analyse der Sportpalastrede als Beispiel für manipulative Massenbeeinflussung in der Kriegssituation.

3. Nationalsozialismus und Neue Rechte im Vergleich – Ähnlichkeiten des manipulativen Sprachgebrauchs: Vergleich zwischen historischer NS-Rhetorik und der aktuellen Sprachverwendung der Neuen Rechten.

3.1 Vokabular und Metaphorik: Untersuchung von Schlüsselbegriffen und Kriegsmetaphern in der heutigen rechten Rhetorik.

3.2 Manipulative und agitative Sprache in sozialen Medien: Betrachtung der digitalen Verbreitung populistischer Inhalte und deren manipulative Wirkung.

3.3 Politische Rhetorik Björn Höckes und Joseph Goebbels – Sprachliche und inhaltliche Vergleichspunkte: Direkter Abgleich von Redeabschnitten zur Identifikation von Analogien in Form und Inhalt.

Abschließende Schlussbetrachtungen: Fazit zur Relevanz kritischer Sprachanalyse für den Erhalt demokratischer Werte.

Schlüsselwörter

Rhetorik, Manipulation, Nationalsozialismus, Neue Rechte, AfD, Sportpalastrede, Joseph Goebbels, Björn Höcke, Agitation, Sprache, Kriegsmetaphorik, Politische Inszenierung, Volksverräter, Demagogie, Medienkritik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den rhetorischen und sprachlichen Methoden, die zur politischen Manipulation eingesetzt werden, insbesondere im Hinblick auf Gemeinsamkeiten zwischen dem Nationalsozialismus und der heutigen Neuen Rechten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Analyse von politischer Rhetorik, die Funktionsweise von Propaganda, die Rolle von Metaphorik und Schlagworten sowie der Einfluss von Massenmedien und sozialen Netzwerken auf die Meinungsbildung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie rhetorische Mittel als Werkzeug für Manipulation und demagogische Zwecke genutzt werden und inwiefern sich aktuelle rechtsorientierte Redner historischer Muster bedienen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine diskursanalytische Untersuchung, die theoretische Grundlagen aus der Medientheorie und Literaturwissenschaft mit der direkten Gegenüberstellung von historischen und zeitgenössischen politischen Reden verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, die Analyse der NS-Rhetorik am Beispiel der Sportpalastrede von Joseph Goebbels sowie einen detaillierten Vergleich dieser historischen Methoden mit der Rhetorik und den digitalen Kommunikationsstrategien der AfD.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Rhetorik, Manipulation, Agitation, Kriegsmetaphorik, Demagogie und den Vergleich von NS-Strukturen mit zeitgenössischen politischen Strömungen charakterisiert.

Welche spezifische Rolle spielt der Begriff "Volksverräter" in der Analyse?

Der Begriff dient als konkretes Fallbeispiel für eine historisch belastete Sprache, deren Verwendung durch die AfD eine direkte Brücke zum nationalsozialistischen Sprachgebrauch schlägt und zur Spaltung der Gesellschaft beitragen soll.

Wie unterscheidet sich die Rhetorik in den sozialen Medien von der klassischen Rede?

Während klassische Reden wie die Sportpalastrede auf die physische Anwesenheit und direkte emotionale Überwältigung setzen, nutzen soziale Medien die Anonymität, bildgestützte Polemik und virale Verbreitung, um Ängste und politische Polarisierung gezielt zu schüren.

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Details

Title
Manipulation und Demagogie in Reden. Sprachliche und inhaltliche Vergleichspunkte bei Björn Höcke und Joseph Goebbels
College
University of Augsburg
Course
Wie Rechte sprechen, damals und heute - Bildungsarbeit im Museum
Grade
1,3
Author
Janis Alina Hindelang (Author)
Publication Year
2021
Pages
20
Catalog Number
V1020789
ISBN (eBook)
9783346421470
ISBN (Book)
9783346421487
Language
German
Tags
manipulation demagogie reden sprachliche vergleichspunkte björn höcke joseph goebbels
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janis Alina Hindelang (Author), 2021, Manipulation und Demagogie in Reden. Sprachliche und inhaltliche Vergleichspunkte bei Björn Höcke und Joseph Goebbels, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1020789
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