Die RAF-Mitglieder


Referat / Aufsatz (Schule), 2000

8 Seiten


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Who is who?

Susanne Albrecht, geb. 1951 in Hamburg; Vater renommierter Anwalt für Seerecht; Studium der Pädagogik, Soziologie und Psychologie an der Universität Hamburg; April/Mai 1973 Beteiligung an einer Hausbesetzung in der Hamburger Hafenstraße - zusammen mit anderen späteren RAF-Mitgliedern (Wolfgang Beer, Karl-Heinz Dellwo, Christine Dümlein, Christa Eckes, Wolfgang Quante, Bernhard Rößner); Oktober 1974 Beteiligung an der Besetzung des Hamburger Büros von Amnesty International; 1977 Schlüsselrolle bei der Ermordung des mit der Familie Albrecht eng befreundeten Bankiers Jürgen Ponto; 1978/79 Aufenthalt in einem palästinensischen Ausbildungslager im Jemen; 1980 Einbürgerung in die DDR; Juni1990 Verhaftung in der DDR; Juni1991 nach umfassen dem Geständnis Verurteilung zu einer zwölfjährigen Freiheitsstrafe.

Andreas Baader, geb. 6. Mai 1945 in München; Vater Dr. Berndt Phillipp Baader Historiker und Archivar geriet 1945 in Kriegsgefangenschaft und blieb vermisst; Mutter Anneliese blieb unverheiratet; Studium sozialer Fragen; interessiert an Literatur und Philosophie; Vorstrafen wegen zahlreicher Verkehrsdelikte; Teilnahme an der Brandstiftung im Springerkaufhaus 1968; Juni bis August 1970 militärische Ausbildung in einem Palästinensercamp im Nahen Osten; Hans-Jürgen Bäcker, geb. 1939; gelernter Grubenelektriker; Studium in Berlin; im Gefolge Horst Mahlers RAF-Mitglied der ,,ersten Stunde"; Juni bis August 1970 paramilitärische Ausbildung in einem Palästinensercamp im Nahen Osten; Beteiligung an einem Banküberfall; Festnahme Februar 1971; Juni 1974 Verurteilung zu neun Jahren Haft (u. a. wegen räuberischer Erpressung).

Michael (,,Bommi") Baumann, geb. 1948 in Berlin-Lichtenberg; gelernter Betonbauer; seit 1967 Mitglied der ,,Kommune 1" - Freundschaft mit Dieter Kunzelmann und Fritz Teufel; Kontakte zum West-Berliner -Zentrum und zum ,,Republikanischen Club"; zeitweilige Festnahme nach einer ,,Reifenstechergeschichte"; Aktivitäten in der militanten ,,Szene"; Mitglied der Wieland-Kommune; als Angehöriger der ,,Tupamaros Westberlin" Beteiligung an Sprengstoff- und Brandanschlägen; von Februar 1970 bis Sommer 1971 in Haft; danach Untergrund-Aktivitäten in einer Gruppe um Georg von Rauch, der späteren; Tötung von Rauchs im Beisein Baumanns bei einem Schusswechsel mit der Polizei nach einem Raubüberfall - Schlüsselerlebnis, das schließlich zum Ausstieg aus der Terrorszene führt; 1972 Flucht ins Ausland: Syrien, Iran; längere Aufenthalte in Afghanistan, Indien, Italien; auf der Durchreise zeitweilige Inhaftierung in der DDR; 1981 in London verhaftet; Verurteilung zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe wegen Bankraubs und eines Sprengstoffanschlags; zwei autobiographische Schriften: ,,Wie alles anfing" (1975), ,,Hi Ho. Wer nicht weggeht, kommt nicht wieder" (1987).

Peter-Jürgen Boock, geb. am 3. September 1951 in Garding/ Nordfriesland; Vater zunächst Gastwirt, später Postbeamter; Mutter ebenfalls Tätigkeit im Postdienst; 1968 nach Realschulabschluss Beginn einer Maschinenschlosserlehre - Abbruch nach wenigen Wochen; Juni 1968 Einzug in eine Kommune in den Niederlanden; dort Festnahme durch die Polizei wegen Rauschgiftbesitz (Herbst 1968); Selbstmordversuch; 1969 Aufenthalt in Erziehungsheimen in Glückstadt und Rengshausen; unter dem Einfluss von Studenten des pädagogischen Seminars (u. a. Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Astrid und Thorwald Proll) Umzug in Wohngemeinschaften nach Frankfurt; Drogenkonsum; 1972 nach einer Drogentherapie Einzug in eine Wohngemeinschaft von RAF-Sympathisanten; 1973 Heirat mit Waltraud Liewald; spätestens seit 1976 im terroristischen Untergrund; ab Februar 1980 Mitglied einer Hamburger Wohngemeinschaft; Januar 1981 Festnahme in Hamburg; Mai 1984 und November 1986 Verurteilung (u.a. wegen Beteiligung an der Ermordung des Bankiers Jürgen Ponto und der Entführung und Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer) zu einer mehrfach lebenslänglichen Freiheitsstrafe; schriftstellerische Tätigkeit (u. a. ,,Abgang" (1988) und ,,Mit dem Rücken zur Wand" (1994)); Juni 1991 erneut Anklage des Generalbundesanwalts aufgrund der Aussage in der Ex-DDR verhafteter Terroristen; im Mai 1992 gesteht Boock öffentlich, bislang das Ausmaß seiner Tatbeteiligung bei der Schleyer-Entführung verschwiegen zu haben.

Karl-Heinz Dellwo, geb. 1952; wechselnde Beschäftigungen (u.a. als Müllfahrer, Seemann, Aushilfsfahrer, Briefträger); April/Mai 1973 Beteiligung an einer Hausbesetzung in der Hamburger Ekhofstrasse; Mitglied des ,,Komitees gegen die Isolationsfolter" in Hamburg; Beteiligung am Überfall auf die deutsche Botschaft in Stockholm (April 1975) - Festnahme; Juli 1977 zu einer zweimal lebenslänglichen Freiheitsstrafe (u.a. wegen zweifachen gemeinschaftlichen Mordes in Tateinheit mit Geiselnahme) verurteilt.

Rudi Dutschke, geb. 1940; Studentenführer und Mitglied des; Keine terroristischen Aktivitäten; wurde 1968 bei einem Attentat schwer verletzt; lebte von 1968 bis 1971 in Dänemark; schrieb 1977 "Versuch, Lenin auf die Füße zu stellen"; Starb 1979 infolge des Attentats an einem Schlaganfall in der Badewanne Gudrun Ensslin, geb. 15.8.1940 in Bartholomä (Schwäbische Alb); Vater evangelischer Pfarrer; Besuch des Gymnasiums; 1 Jahr Austauschschülerin in den USA; gründet 1963 mit ihrem Verlobten einen Kleinverlag; Studentin an der FU; Teilnahme an der Brandstiftung im Springerkaufhaus 1968; Baptist Ralf Friedrich, geb. am 30. November 1946 in Lands-weiler-Reden (Saarland); Vater Handwerker; Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Heidelberg; seit 1972 im ,,legalen" RAF-Umfeld; 1975 Tätigkeit im Büro des Stuttgarter Rechtsanwalts Klaus Croissant; seit 1977 Mitglied der RAF- "Kommandoebene"; 1980 Einbürgerung in die DDR; Juni 1990 Verhaftung; 1992 Verurteilung zu einer mehrjährigen Haftstrafe.

Irene Goergens, geb. April 1951; Tochter eines Amerikanischen Soldaten; Verhaftet im Oktober 1970; Verurteilt wegen dreifachen Bankraubs Eva Haule, geb. 1954; Aktivistin der 80er Jahre innerhalb der Bewegung, die die Nato-Politik bekämpfte. Gefangenensolidarität. Anschluss an die RAF und Einsatz für die Verwirklichung der Frontstrategie und Förderung eines gemeinsamen Kampfes von RAF und der französischen Action Direkte. 1986 verhaftet. Zuerst wegen RAF-Mitgliedschaft zu 15 Jahren verurteilt. In einem zweiten Prozess für die gemeinsame RAF/AD-Aktion gegen die RheinMain-Airbase Frankfurt zu lebenslänglich verurteilt. Das Urteil beruht allein auf dem Zettel, auf dem sie eine allgemeine politische Erklärung niedergeschrieben hatte.

Rolf Heißler, geboren 1948; In den frühen Siebzigern Aktivist einer bewaffneten anarchistischen Gruppe, verhaftet, aber 1975 zusammen mit vier weiteren politischen Gefangenen im Austausch für einen christdemokratischen Politiker (der von der Bewegung 2. Juni in West-Berlin entführt worden war) befreit. Erneut verhaftet 1979. Rolf wurde in den Kopf geschossen, überlebte schwer verwundet. Er wurde später wegen einer Schießerei an der deutsch-holländischen Grenze zu lebenslänglich verurteilt. Er ist nun 20 Jahre in Haft.

Werner Hoppe, geb. Februar 1949; Früheres Mitglied des ,,Lumpenproletariats" und ehemaliger Drogenabhängiger; Kam zwischen 1970 und 1971 zur RAF; Verhaftet am 15. Juli 1971 Klaus Jünschke, geb. 6.9.1947 in Mannheim; Vater Bundesbahnbeamter; Studium der Psychologie in Heidelberg; seit 1970 Mitglied des Sozialistischen Patienten-Kollektivs; Herbst 1972 Anschluss an die RAF; Juli 1972 Festnahme; Juni 1977 Verurteilung zu lebenslanger Freiheitsstrafe; in der Haft sozialwissenschaftliches Fernstudium erfolgreich abgeschlossen; 1988 begnadigt und aus der Haft entlassen.

Christian Klar, geb. 1952; wie andere Militante aus der RAF Aktivist seit Anfang der 70er Jahre, in kleinstädtischer Umgebung und der Jugend- und Schülerbewegung aufgewachsen, von der internationalistischen Solidarität und den zeitgenössischen Befeiungsbewegungen angezogen und auch aktiv in der Gefangenensolidarität, Ende 1976 der RAF angeschlossen. Christian wurde 1982 verhaftet, im selben Prozess wie Brigitte Mohnhaupt wegen aller Aktionen des Jahres 1977 und wegen des Angriffs auf Krösen zu 5mal lebenslänglich und 15 Jahren verurteilt. 1992 in einem weiteren Prozess zusätzlich noch zu einem lebenslänglich . Das OLG Stuttgart legte 1997 eine Mindesthaft von 26 Jahren fest. Die zusätzlichen Prozesse gegen Christian und Rolf Clemens und andere beruhen auf Kronzeugenaussagen ehemaliger Militanter der RAF, die 1990 in der ehemals. DDR festgenommen und unter der Kontrolle der westdeutschen Polizei fast alle zu Deals bereit waren.

Hans-Joachim Klein, geb. 1947 in Frankfurt am Main; Tod der Mutter, einer Jüdin, als Spätfolge der Deportation durch die Nationalsozialisten kurz nach der Geburt; Kinderheim, Pflegeeltern; mit neun/zehn Jahren Rückkehr zum inzwischen wiederverheirateten Vater, einem ehemaligen Nationalsozialisten; zeitweilig Einweisung in ein Erziehungsheim; Lehre als Autoschlosser; wegen kleinerer krimineller Delikte vorbestraft; stößt zum alternativen Milieu des Frankfurter ,,Westend"; Engagement für gefangene Terroristen in der ,,Roten Hilfe"; 1974 von Wilfried Boese für den internationalen ,,Arm" der RZ geworben; Teilnahme an dem Überfall auf die OPEC-Konferenz in Wien im Dezember 1975 - dabei schwer verletzt (Bauchschuss); Operation in einem libyschen Hospital; Tätigkeit als Ausbilder von ,,Widerstandskämpfern" in einem palästinensischen Lager im Südjemen; mit Unterstützung der Frankfurter linken ,,Szene" Abschied vom Terrorismus; seither Leben im Verborgenen; 1979 Erscheinen des Buches ,,Rückkehr in die Menschlichkeit. Appell eines ausgestiegenen Terroristen".

Werner Lotze, geb. am 22. Februar 1952 in Mülheim/Ruhr; Vater selbständiger Schuhmachermeister; Mutter gelernte Krankenschwester; viersemestriges Studium (Anglistik, Sportwissenschaft) an der Universität Bochum; Lehrassistent für Deutsch an Highschools in Manchester/England; Fortsetzung des Studiums in Bochum, Abbruch Frühjahr 1976; seit 1976 im ,,legalen" RAF-Umfeld; seit August 1978 Mitglied der RAF ,,Kommandoebene"; Oktober 1980 Einbürgerung in die DDR; Juni 1990 Festnahme; Januar 1991 Verurteilung (u. a. wegen Mordes) zu einer zwölfjährigen Haftstrafe; 1992 geringfügige Reduzierung des Strafmaßes nach Revisionsverfahren.

Horst Mahler, geb. am 23.Januar 1936 in Haynau/Schlesien; Vater Zahnarzt; Februar 1945 Flucht vor der Roten Armee nach Naumburg/Saale; zeitweilig Übersiedlung nach Dessau, später (Tod des Vaters) nach West-Berlin; Studium der Rechtswissenschaft an der Freien Universität Berlin; 1960 Ausschluss aus der SPD infolge des Unvereinbarkeitsbeschlusses im Hinblick auf die Mitgliedschaft in SPD und; 1964 Gründung einer Anwaltskanzlei in Berlin - Schwerpunkt: Wirtschaftsrecht; erfolgreiche Tätigkeit als Verteidiger und Rechtsberater von Wirtschaftsunternehmen; 1967 Mitgründer des ,,Republikanischen Clubs" in Berlin - bald eines der Zentren der APO; 1968 Gründung eines ,,sozialistischen Anwaltskollektivs"; Verteidigung linker Studenten vor Gericht (u. a. Beate Klarsfeld, die Kommunarden Fritz Teufel und Rainer Langhans, den Kaufhausbrandstifter Andreas Baader); wegen APO- Aktivitäten standesrechtliche Verfahren gegen Mahler; März und Juni 1970 Verurteilung wegen der Teilnahme an der mit Gewalttätigkeiten verbundenen Demonstration gegen den Springer-Verlag nach dem Attentat auf Rudi Dutschke (Ostern 1968); Vorbereitung illegaler politischer Aktionen; im Hintergrund Mitwirkung bei der Baaderbefreiung im Mai 1970; Juni bis August 1970 militärische Ausbildung in einem Palästinensercamp im Nahen Osten; Rückkehr nach Deutschland - Aufbau einer terroristischen Untergrundorganisation; Beteiligung an einem Banküberfall; am 8. Oktober 1970 in Berlin-Charlottenburg verhaftet; 1973 wegen Bankraubs und Gefangenenbefreiung zu einer Freiheitsstrafe von 14 Jahren verurteilt; Juni 1974 Ausschluss aus der RAF wegen theoretischer Divergenzen; 1980 vorzeitig aus der Haft entlassen; nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom November 1987 erneut Tätigkeit als Rechtsanwalt.

Silke Maier-Witt, geb. 1950; 1977 an der Vorbereitung der Schleyer-Entführung beteiligt; lebte zweieinhalb Jahre im Untergrund, dann für zehn Jahre im von der DDR-Regierung offerierten Exil; 1990 entdeckt und zu zehn Jahren Freiheitsentzug verurteilt; 1995 vorzeitig aus der Haft entlassen Ulrike Meinhof, geb. am 7. Oktober 1934 in Oldenburg; Vater evangelischer Theologe stirbt 1939; Mutter Ingeborg stirbt 1948 an Krebs; wächst unter Vormundschaft der Historikerin Prof. Renate Riemeck auf; Besuch einer katholischen Schule in Oldenburg; Studium der Philosophie, Pädagogik, Soziologie und Germanistik; Sprecherin des ,,Anti-Atomtod- Ausschuss" des; 1959-1969 Mitarbeiterin der linken Zeitschrift ,,konkret", von 1962-1964 Chefredakteurin; 1961-1968 Ehe mit Klaus-Rainer Röhl; 2 Kinder; an der Befreiung Andreas Baaders beteiligt; Juni bis August 1970 militärische Ausbildung in einem Palästinensercamp im Nahen Osten; 8. Mai 1976 Tod in Stammheim Holger Meins, geb. August 1941; Film-Student in Berlin; kam 1971 zur RAF; Festnahme 1972; Starb am 11. November 1974 an den Folgen eines Hungerstreiks Till Meyer, geb. 1945 in Luckenwalde bei Berlin; seit 1970 Mitglied der; Juni 1975 Festnahme in Berlin; Mai 1978 Befreiung aus der JVA Berlin-Moabit durch Mitglieder der Bewegung 2.Juni; Juni 1978 erneut Verhaftung in Bulgarien; Oktober 1980 Verurteilung zu einer l5jährigen Freiheitsstrafe (u. a. wegen Beteiligung an der Entführung des CDU- Politikers Peter Lorenz); November 1986 Entlassung aus der Strafhaft; journalistische Tätigkeit bei der Berliner ,,Tageszeitung" (taz); nach eigenen Angaben seit Frühjahr 1987 ,,Inoffizieller Mitarbeiter" des DDR-Staatssicherheitsdienstes zur Einschätzung der westdeutschen Linken.

Irmgard Möller, geb. 13.5.1947; Vater Oberstudienrat; abgebrochenes Studium der Germanistik; seit 1971 RAF-Mitglied; Juli 1972 Festnahme; nach erstmaliger Verurteilung 1976 (u.a. wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung) im Mai 1979 zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt (u.a. wegen dreifachen Mordes).

Brigitte Mohnhaupt, geb. 1949; Aktivistin schon der allerersten Jahre zusammen mit den RAF-Gründern, die die Stätte der Vernichtung, Stammheim, im Oktober 77 verschlungen hat. Brigitte saß schon während der 70er Jahre in einer ersten Haft viereinhalb Jahre ab, die letzten Monate zusammen mit Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Jan Raspe, Irmgard Möller und Ingrid Schubert. Nach der Entlassung tauchte sie wieder ab. 1978 sind Brigitte, Sieglinde Hofmann und Rolf Clemens Wagner in Jugoslawien verhaftet worden. Trotz des politischen Drucks der BRD hat Jugoslawien sie nach 6 Monaten freigelassen. Brigitte wurde erneut 1982 verhaftet und wegen aller RAF-Aktionen des Jahres 1977 und wegen des Angriffs auf den Nato-General F. Kroesen (1981)zu 5mal lebenslänglich verurteilt. Die Bundesanwaltschaft beantragte 24 Jahre Mindesthaft.

Astrid Proll, geb. Mai 1969; Jüngere Schwester von Thorwald Proll; tauchte zusammen mit den Kaufhausbrandstiftern von 1968 unter war aber selbst nicht beteiligt; Festgenommen 1971 konnte aber nach England fliehen, rehabilitiert als ihre Unschuld bewiesen wurde. Herrausgeberin des Buches ,,Hans und Grete. Die RAF 67-1977"

Thorwald Proll, geb. 1941; Freund von Andreas Baader; Einer der Kaufhausbrandstifter von 1968; Tauchte erst mit den anderen Brandstiftern unter wurde von diesen dann aber später in der Schweiz verstoßen und stellte sich der Polizei Jan-Carl Raspe, geb. 24.7.1944; Ostberliner blieb bei Mauerbau bei Onkel und Tante in Westberlin; Studium der Soziologie; Mitglied im; Mitbegründer der Kommune II; Ab 1970 an Aktionen der RAF beteiligt Gabriele Rollnick, geb. 1950; Mitglied der; Juli 1976 Ausbruch aus der Strafvollzugsanstalt Berlin-Tegel (zusammen mit Monika Berberich, Juliane Plambeck und Inge Viett); November 1977 Beteiligung an der Entführung des Industriellen Michael Palmers in Wien; Mai 1978 Beteiligung an der Befreiung des Terroristen Till Meyer aus der Untersuchungshaft; 1980 Anschluss an die RAF; Mai 1981 Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von l5 Jahren (u.a. wegen erpresserischen Menschenraubes).

Petra Schelm, geb. August 1950; Friseuse in Berlin; Half bei der Befreiung von Andreas Baader; Militärische Ausbildung in Jordanien; von der Polizei erschossen am 15. Juli 1971 Margrit Schiller, geb. 1948; studierte Psychologie in Bonn und in Heidelberg; Arbeit in einem autonomen Suchthilfeprojekt in Heidelberg; später Mitglied im Sozialistischen Patientenkollektiv (SPK); Anfang der 70er Mitglied der RAF; Oktober 1971 verhaftet; bis 1973 im Gefängnis; 1974 erneut verhaftet; bis 1979 inhaftiert; Organisierte danach die Gefangenenunterstützung und gründete eine antiimperialistische Frauengruppe; 1985 Asylantrag in Kuba; lebte bis 1993 in Kuba und zog dann mit Ihrem kubanischen Mann und ihren zwei Kindern nach Uruguay

Ingrid Schubert, geb. November 1944; Half bei der Baader-Befreiung 1970 dafür verurteilt zu 13 Jahren Haft; Selbstmord am 13. November 1977 in der JVA München Stadelheim Horst Söhnlein, geb. 1942; Gründer des Aktionstheaters München; Einer der Kaufhausbrandstifter von 1968; Nach absitzen der Haftstrafe keine terroristischen Aktivitäten mehr Volker Speitel, geb. 1950; seit 1975 Tätigkeit im RAF-Umfeld und als Kurier zwischen ,,illegalen" und den Stammheimer RAF-Häftlingen; Oktober 1977 Festnahme; ,,Kronzeuge" gegen die RAF- ,,Kommandoebene" in Stammheim; vorzeitige Haftentlassung im Herbst 1979.

Ilse Stachowiak, geb. Mai 1954; Kam mit 17 zur RAF; Beteiligung am Bombenanschlag auf den Springerverlag in Hamburg; Festnahme am 1. Februar 1974 Lutz Taufer, geb. 1944; seit 1970 Mitglied des Sozialistischen Patienten-Kollektivs () in Heidelberg; 1971 Anschluss an die RAF; April 1975 Teilnahme an dem Überfall auf die deutsche Botschaft in Stockholm - Festnahme; Juli 1977 zu einer zweimal lebenslänglichen Freiheitsstrafe (u. a. wegen zweifachen gemeinschaftlichen Mordes in Tateinheit mit Geiselnahme) verurteilt.

Rolf Clemens Wagner, geb. 1944; ein RAF-Aktivist der 70er Jahre, Nov.79 in Zürich nach einer Geldbeschaffungsaktion verhaftet, zu lebenslänglich verurteilt, an die BRD-Behörden ausgeliefert und wegen der Entführung von Schleyer zu einem weiteren lebenslänglich verurteilt.

8 von 8 Seiten

Details

Titel
Die RAF-Mitglieder
Autor
Jahr
2000
Seiten
8
Katalognummer
V102118
ISBN (eBook)
9783640005079
Dateigröße
401 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die RAF-Mitglieder werden kurz vorgestellt. Auflistung ohne Quellenangabe.
Schlagworte
RAF-Mitglieder
Arbeit zitieren
Lana Tastan (Autor:in), 2000, Die RAF-Mitglieder, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/102118

Kommentare

  • Gast am 28.11.2004

    Was für einen Titel???.

    Fakten wurden hierfür doch nur oberflächlich zusammengetragen. Schade, ein wenig mehr Konzentration bei der Bearbeitung und dämliche Fehler würden vermieden.
    Ansonsten: nette Übersicht

  • Gast am 16.11.2002

    Springerkaufhaus???.

    Baader hat zusammen mit Thorwald Proll und Gudrun Ensslin Brandstiftung im "Kaufhaus Schneider" begangen, ein Springerkaufhaus gibt es -zum Glück- nicht. Auch sonst ist einiges falsch dargestellt. Ich würde empfehlen, mich erst vernünfig zu informieren und dann eine Arbeit zu verfassen! Sehr empfehlenswert für dieses Thema: Stefan Aust - Der Baader Meinhof Komplex.

  • Gast am 24.9.2002

    Echt lustige "Fakten" (zum Teil).

    Mannomann,
    manche Menschen fangen ja äußerst zeitig mit dem Terrorismus an!
    Bsp. lt. Text die kleine Astrid,
    die vielleicht gerade mal geboren war,
    als sie schon wegen dem Brandanschlag fliehen musste.
    Siehe folgende Textstelle:

    "Astrid Proll, geb. Mai 1969; Jüngere Schwester von Thorwald Proll; tauchte zusammen mit den Kaufhausbrandstiftern von 1968 unter war aber selbst nicht beteiligt; Festgenommen 1971 konnte aber nach England fliehen"

  • Sandra Höhne am 5.9.2002

    gewagt.

    Find ich ganz schön gewagt, dass hier Rudi Dutschke unter der Überschrift "Mitglieder der RAF" aufgelistet ist. Dieser Mann war gegen Gewalt. Ansonsten guter Überblick

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