Diese Ausarbeitung befasst sich ausschließlich mit Marshall McLuhans Metapher des globalen Dorfs und der These Medien seien Körperextensionen. Diese werden zunächst genauer erläutert, bevor sie im direkten Bezug auf das soziale Netzwerk untersucht werden.
Er war und ist bis heute eine der prägendsten Figuren der Medientheorie: Herbert Marshall McLuhan. Bereits 1951 begann er, als erster Wissenschaftler überhaupt, sich mit den Medien auseinanderzusetzen. Erst durch ihn wurde die Medienwissenschaft zu einer institutionalisierten geisteswissenschaftlichen Disziplin.
Neben seinem eher unkonventionellen Schreibstil, war die Herangehensweise, sich mit dem Medium selbst und nicht mit dessen Inhalt zu befassen, neu: „Sein Anliegen ist es, Menschheitsgeschichte als Mediengeschichte zu schreiben. Er führt die Entwicklung sowohl des Einzelmenschen, als auch der menschlichen Gesellschaftsformen auf den Umgang mit Medien zurück.“
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Facebook als Körperausweitung
- Facebook als globales Dorf
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit von Marshall McLuhans medientheoretischen Konzepten auf das soziale Netzwerk Facebook. Dabei steht die Frage im Vordergrund, inwiefern McLuhans Thesen zum globalen Dorf und zu Medien als Körperausweitungen auf Facebook übertragen werden können.
- McLuhans Thesen zur Körperausweitung und ihre Anwendung auf digitale Medien
- Die Bedeutung des globalen Dorfs in McLuhans Theorie und seine Relevanz für Facebook
- Die Rolle von Facebook als Plattform für Kommunikation und soziale Interaktion
- Die Auswirkungen von Facebook auf die menschliche Wahrnehmung und das Zusammenleben
- Die Herausforderungen und Chancen, die sich aus der Integration von Facebook in den Alltag ergeben
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein und stellt die zentrale Forschungsfrage der Arbeit vor. Es beleuchtet den Einfluss von Marshall McLuhan auf die Medientheorie und seine These vom "globalen Dorf".
- Facebook als Körperausweitung: Dieses Kapitel analysiert McLuhans These, dass Medien Körperausweitungen sind, und untersucht, wie sie auf das soziale Netzwerk Facebook anwendbar ist. Es betrachtet Facebook als Extension verschiedener menschlicher Fähigkeiten und diskutiert die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit zentralen Themen der Medientheorie, insbesondere den Konzepten von Marshall McLuhan. Zu den Schlüsselbegriffen gehören: Medien, Körperausweitung, globales Dorf, soziale Interaktion, Facebook, digitale Medien, Wahrnehmung, Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet McLuhans These "Medien sind Körperextensionen"?
McLuhan vertritt die Ansicht, dass Medien eine Ausweitung (Extension) menschlicher Fähigkeiten oder Sinnesorgane sind. Facebook kann in diesem Sinne als Erweiterung unserer sozialen Interaktion und Kommunikation betrachtet werden.
Was versteht man unter dem Begriff "globales Dorf"?
Das globale Dorf beschreibt die durch elektronische Medien vernetzte Welt, in der räumliche Distanzen an Bedeutung verlieren und Informationen so schnell wie in einem kleinen Dorf ausgetauscht werden.
Inwiefern lässt sich Facebook als Körperausweitung interpretieren?
Facebook erweitert das menschliche Gedächtnis (durch Chroniken), die Stimme (durch Posts) und das soziale Netzwerk weit über die physische Präsenz hinaus.
Warum ist Marshall McLuhan für die Medientheorie so wichtig?
Er war einer der ersten Wissenschaftler, der Medien als eigenständige Disziplin untersuchte und den Fokus vom Inhalt des Mediums auf das Medium selbst ("The medium is the message") lenkte.
Welche Auswirkungen hat Facebook laut der Arbeit auf die Wahrnehmung?
Die Integration digitaler Medien in den Alltag verändert, wie Menschen sich selbst und ihre soziale Umwelt wahrnehmen, da die Grenzen zwischen dem physischen Körper und der medialen Extension verschwimmen.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2020, "Soziale Netzwerke sind Körperextensionen." Inwiefern können Marshall McLuhans Thesen und Metaphern auf Facebook angewandt werden?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1021325