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Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte nach IAS 38

Eine kritische Würdigung

Title: Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte nach IAS 38

Seminar Paper , 2021 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Immaterielle Vermögenswerte (VW), wie Software, Lizenzen und Cloud Computing, sind relevante Werttreiber und Erfolgsfaktoren vieler Unternehmen weltweit. Auch in der Zukunft ist aufgrund der voranschreitenden Digitalisierung, die im Zuge der aktuellen Corona-Krise noch stärker an Bedeutung gewinnt, eine weiterhin steigende Tendenz und wachsende Bedeutung der immateriellen VW zu erwarten.

Dieser Anstieg führt aber nicht gleichermaßen zu einer steigenden Beachtung dieser in der Bilanzierung. Die Rechnungslegungsvorschriften schreiben einen vergleichsweise vorsichtigen Umgang, Accounting Conservatism genannt, hinsichtlich des Ansatzes und der Bewertung immaterieller VW vor. Dazu gehören auch die International Financial Accounting Standards (IFRS), auf die sich diese Arbeit beschränkt. Insbesondere selbst erstellte immaterielle VW können aufgrund der Ansatzkriterien des International Accounting Standards (IAS) 38 nur unter bestimmten Voraussetzungen aktiviert werden.

Daher ist fraglich, ob der IAS 38 die Bilanzierung von immateriellen VW determiniert und dadurch insbesondere bei Unternehmen mit einem hohen Vorkommen dieser Differenzen zwischen der Berichterstattung und der Realität auftreten. Diese Frage und die weiteren Folgen, die aus dieser Ungleichheit resultieren, werden im Folgenden kritisch betrachtet und beurteilt. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse soll weitergehend kritisch analysiert werden, inwiefern freiwillige Berichterstattung eine mögliche Lösung dieser Folgen sein kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Immaterieller Vermögenswert nach IAS 38

2.1 Definition und Ansatzkriterien

2.2 Erst- und Folgebewertung

2.3 Auswirkung des IAS 38 auf die Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte

3 Beurteilung möglicher Folgen der Bilanzierung nach IAS 38

3.1 Folgen hinsichtlich der Relevanz der Rechnungslegungsinformationen

3.2 Folgen hinsichtlich des Marktwerts des Unternehmens

3.3 Folgen hinsichtlich der Ressourcenverteilung am Kapitalmarkt

3.4 Folgen hinsichtlich der Investitionsentscheidung der Unternehmen

4 Freiwillige Berichterstattung als Lösung möglicher Nachteile

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Bilanzierungspraxis immaterieller Vermögenswerte gemäß IAS 38 kritisch zu hinterfragen und die daraus resultierenden Konsequenzen für die Unternehmensberichterstattung sowie für externe Stakeholder zu analysieren.

  • Methodische Grundlagen und Ansatzkriterien von immateriellen Vermögenswerten nach IAS 38.
  • Analyse von Informationsasymmetrien zwischen Bilanzwert und Marktwert.
  • Einfluss der Bilanzierungsvorschriften auf die Relevanz von Rechnungslegungsinformationen.
  • Untersuchung der Auswirkungen auf Kapitalmarkteffizienz und Investitionsentscheidungen.
  • Bewertung der freiwilligen Berichterstattung als ergänzendes Instrument zur Transparenzsteigerung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Folgen hinsichtlich der Relevanz der Rechnungslegungsinformationen

Grundsätzlich ist es die Hauptaufgabe der IFRS, die tatsächliche Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens für Dritte angemessen darzustellen (Value Relevance). Aufbauend auf die im vorangegangenen Kapitel erläuterten Asymmetrien zwischen Realität und Bilanz könnten sich somit Folgen für die Relevanz der Rechnungslegungsinformationen ergeben. Es stellt sich die Frage, wie aussagekräftig und relevant die Jahresabschlussinformationen für Dritte sind, wenn relevante Werttreiber des Unternehmens in der Bilanz keine Beachtung finden. Weitergehend führt die Erfassung der Kosten immaterieller VW als Aufwand zu einer Gewinnminderung in dem jeweiligen Geschäftsjahr, während die Erträge, die durch sie erwirtschaftet werden, erst in späteren Jahren erfasst werden. Lev/Sarath/Sougiannis (2005) stellen weitergehend fest, dass durch Erfassen des Aufwands in den jeweiligen Jahren vorsichtig bilanziert wird. Werden allerdings die Einkünfte durch den immateriellen VW erfasst, wird aggressiv bilanziert, da diesen Erträgen keine Aufwendungen mehr gegenüber stehen, wie es bei einer Aktivierung durch Abschreibungen der Fall wäre.

Lev (2003) bewertet diese fehlerhafte Zuordnung von Aufwendungen und Erträgen als Grund der sinkenden Informationsrelevanz von Rechnungslegungsinformationen. Auch Eierle/Kreß/Ther (2019) stimmen der abnehmenden Informationsrelevanz zu und benennen als weiteren Grund die Differenz zwischen Buch- und Marktwert, die zeigt, dass nur ein geringer Teil des Marktwertes durch den Buchwert abgebildet wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die wachsende Bedeutung immaterieller Vermögenswerte ein und benennt die Problemstellung der Bilanzierung nach IAS 38 als zentrales Thema.

2 Immaterieller Vermögenswert nach IAS 38: Hier werden die theoretischen Grundlagen, Ansatzkriterien sowie die Bewertungsvorschriften für immaterielle Vermögenswerte erläutert.

3 Beurteilung möglicher Folgen der Bilanzierung nach IAS 38: Dieses Kapitel untersucht die negativen Auswirkungen der Bilanzierungsvorschriften auf die Informationsrelevanz, den Marktwert, die Ressourcenallokation und Investitionsentscheidungen.

4 Freiwillige Berichterstattung als Lösung möglicher Nachteile: Es wird analysiert, ob freiwillige Offenlegungen dazu beitragen können, die durch IAS 38 verursachten Informationsdefizite zu minimieren.

5 Fazit: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Notwendigkeit einer Anpassung der Rechnungslegungsvorschriften sowie die Rolle ergänzender Berichterstattungsinstrumente.

Schlüsselwörter

IAS 38, Immaterielle Vermögenswerte, Bilanzierung, Rechnungslegung, Informationsasymmetrie, Kapitalmarkt, Marktwert, Buchwert, Forschung und Entwicklung, Investitionsentscheidung, Freiwillige Berichterstattung, Value Relevance, Unternehmensbewertung, IFRS, Finanzberichterstattung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit untersucht kritisch die Bilanzierung von immateriellen Vermögenswerten nach dem Standard IAS 38 und die daraus resultierenden Folgen für Unternehmen und Kapitalmarkt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition und Bewertung immaterieller Vermögenswerte, die Informationsrelevanz des Jahresabschlusses sowie die Auswirkungen auf den Unternehmenswert und die Ressourcenverteilung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist die kritische Würdigung des IAS 38, insbesondere hinsichtlich der Frage, ob die restriktiven Ansatzkriterien für immaterielle Vermögenswerte zu signifikanten Informationsasymmetrien führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die eine Vielzahl empirischer Studien heranzieht, um die theoretischen Hypothesen zur Bilanzierung und Marktwirkung zu stützen oder zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definitionen nach IAS 38, die Auswirkungen auf die Informationsrelevanz, Folgen für den Marktwert, die Kapitalmarkt-Ressourcenallokation und unternehmerische Investitionsentscheidungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie IAS 38, immaterielle Vermögenswerte, Informationsasymmetrie, Marktwert, Buchwert und freiwillige Berichterstattung charakterisiert.

Warum betrachten manche Autoren immaterielle Werte als Sorgenkinder des Bilanzrechts?

Aufgrund ihrer Komplexität und der schwierigen Identifizierbarkeit sowie der Unsicherheit bezüglich künftiger Nutzenzuflüsse stellt ihre Bilanzierung hohe Anforderungen an die Rechnungslegung.

Kann freiwillige Berichterstattung die Probleme des IAS 38 vollständig lösen?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass freiwillige Berichterstattung zwar zur Minimierung von Problemen beiträgt, jedoch kein Ersatz für notwendige Anpassungen der offiziellen Rechnungslegungsvorschriften ist.

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Details

Title
Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte nach IAS 38
Subtitle
Eine kritische Würdigung
College
University of Bremen
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2021
Pages
22
Catalog Number
V1021418
ISBN (eBook)
9783346414380
ISBN (Book)
9783346414397
Language
German
Tags
Immaterielle Vermögenswerte Forschung- und Entwicklungsausgaben IAS 38 IFRS Rechnungslegungsstandards Beachtung von immateriellen Vermögenswerten Patente Forschung und Entwicklung Rechnungslegung Würdigung der Rechnungslegungsstandards
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2021, Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte nach IAS 38, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1021418
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