Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Adipositas Grad 2 bei Erwachsenen. Egal ob im Fernsehen, in Zeitungen oder Apps, immer häufiger sind Werbungen von Fastfood-Ketten oder von Fertiggerichten zu sehen. Was früher eine Ausnahme, vielleicht eine Belohnung gewesen ist, ist heutzutage meistens der feste Bestandteil in den deutschen Haushalten. Fastfood und Süßigkeiten sind energiedicht und haben einen sehr hohen Nährwert.
Überlegt man, dass man mit Hamburger, Pommes und Cola in einer Mahlzeit bereits über die Hälfte des Tageskalorienbedarfs aufnimmt, dann liegen die Gründe für Übergewicht ziemlich nahe. Obwohl sie nicht lange satt halten, schmecken fettreiche Speisen besser, denn Fette sind wichtige Geschmacksträger. Dass dieses oder ähnliche schleichende Verhaltensmuster bereits der Realität entsprechen, sieht man anhand einer Studie des Robert Koch Instituts.
Zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen in Deutschland sind übergewichtig. Ein Viertel der Erwachsenen ist adipös. Die Tendenz ist aufgrund des Lebensstils - krankmachende Inaktivität und Bewegungsarmut - steigend und sollte alarmieren, denn mit Übergewicht und Adipositas wird die Entwicklung von chronischen Krankheiten begünstigt.
Die Adipositas-Therapie funktioniert weder im Schlaf noch ohne eigenes Mitwirken. Stattdessen erfordert sie unter anderem Disziplin und gutes Durchhaltevermögen. Die Ursachen für Übergewicht und Adipositas sind sehr vielfältig, deswegen ist es wichtig, sich mit diesen auseinanderzusetzen, um den Patienten wieder an einen besseren physiologischen Zustand heranführen zu können. Wie genau ein möglicher Plan für die Fallstudie bei einem Patienten mit Adipositas Grad 2 aussehen kann, wird nach den theoretischen Hintergründen, der Anamnese und Diagnostik und Zielsetzungen beleuchtet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Fallbeispiel
2.1 Theoretischer Hintergrund
2.2 Anamnese
2.3 Diagnostik
2.4 Zielsetzungen
2.5 Methodik und Aufbau
2.5.1 Ernährungsumstellung
2.5.2 Verhaltenstherapie und Stressbewältigung
2.5.3 Körperliche Aktivität und Training
3. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Erstellung eines multimodalen Interventionsplans für einen Patienten mit Adipositas Grad 2. Ziel ist es, durch eine Kombination aus Ernährungsoptimierung, verhaltenstherapeutischen Ansätzen und gezieltem körperlichem Training eine nachhaltige Gewichtsreduktion und eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation zu erreichen.
- Multimodale Adipositastherapie
- Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining
- Ernährungsumstellung zur Kalorienbilanzierung
- Verhaltenstherapeutische Strategien zur Stressbewältigung
- Fallbezogene Anamnese und Zielformulierung
Auszug aus dem Buch
2.1 Theoretischer Hintergrund
Adipositas wird von der Adipositas Gesellschaft definiert als eine über das Normalmaß hinausgehende Vermehrung des Körperfetts. Maßgeblich für die Beurteilung der Gewichtsklassifikation ist der Körpermassenindex (BMI). Dieser lässt sich aus dem Quotienten aus Gewicht und Körpergröße zum Quadrat (kg/m²) berechnen. Adipositas beginnt bei einem BMI von über 30 kg/m2, wobei Adipositas Grad 2 ab einem BMI von 35 kg/m² bis 39,9 kg/m² einzuteilen ist.
Im Rahmen der Messungen ist nicht nur das Ausmaß des Übergewichts von Interesse, sondern auch das Fettverteilungsmuster. Für die Beurteilung der viszeralen Fettdepots bezieht sich die Adipositas Gesellschaft auf die Messung des Taillenumfangs. Bei Umfängen von über 88 cm liegt bei Frauen eine abdominale Adipositas vor, bei Männern liegt dieser Wert bei 102 cm. Der erhöhte Umfang kann Aufschluss über ein erhöhtes metabolisches und kardiovaskuläres Gesundheitsrisiko geben (vgl. Adipositas Gesellschaft, 2014).
Von vielen Institutionen wird Adipositas als Krankheit gesehen, im deutschen Gesundheitssystem ist dies jedoch noch nicht der Fall. Gerade weil Adipositas als Risikofaktor für sämtliche Krankheiten gilt, ist es aus Sicht des Patienten zu empfehlen, das eigene Körpergewicht langfristig zu reduzieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die zunehmende Verbreitung von Adipositas in der Gesellschaft sowie die gesundheitlichen Gefahren durch Fehlernährung und Bewegungsmangel.
2. Fallbeispiel: Dieser Abschnitt umfasst die theoretischen Grundlagen der Adipositas, die Anamnese eines konkreten Patienten, die diagnostische Erhebung sowie die methodische Planung der Therapie.
3. Fazit und Ausblick: Hier wird der ständige Austausch zwischen Klient und Trainer betont und die langfristige Etablierung eines bewussten Lebensstils als angestrebtes Ziel definiert.
Schlüsselwörter
Adipositas Grad 2, Körpermassenindex, Gewichtsreduktion, negative Energiebilanz, Ernährungsumstellung, Krafttraining, Ausdauertraining, Verhaltenstherapie, Stressbewältigung, multimodaler Ansatz, Prävention, viszerales Fett, Gesundheitsrisiko, Trainingsplanung, Lebensstiländerung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die therapeutische Begleitung eines Klienten mit Adipositas Grad 2 durch einen Personal Coach.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der medizinischen Klassifikation von Adipositas, einer individuellen Anamnese und der Entwicklung eines multimodalen Trainings- und Ernährungsplans.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist die nachhaltige Gewichtsreduktion des Patienten und die Vermittlung von Kompetenzen für einen gesünderen Lebensstil.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein multimodaler Therapieansatz verfolgt, der evidenzbasierte Leitlinien zur Prävention und Behandlung von Adipositas integriert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Hintergründe, die konkrete Patientendiagnostik, Zielsetzungen sowie detaillierte Maßnahmen in Ernährung, Verhaltenstherapie und Training.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Adipositas Grad 2, negative Energiebilanz, Kraft-Ausdauer-Training und Verhaltensänderung.
Wie unterscheidet sich Adipositas Grad 2 von anderen Stufen?
Adipositas Grad 2 definiert sich über einen BMI-Bereich von 35 kg/m² bis 39,9 kg/m².
Warum spielt die Verhaltenstherapie eine Rolle bei der Gewichtsreduktion?
Sie adressiert psychologische Aspekte wie Stressbewältigung, um Rückfälle zu verhindern und das Selbstmanagement des Klienten zu stärken.
Welche Rolle spielt die negative Energiebilanz?
Sie ist der physiologische Schlüssel zur Gewichtsabnahme, erreicht durch eine reduzierte Kalorienzufuhr und erhöhten Kalorienverbrauch durch körperliche Aktivität.
Was ist das Ziel der wöchentlichen Trainingsplanung?
Durch strukturierte Kraft- und Ausdauereinheiten soll der Grundumsatz gesteigert und der Körperfettanteil nachhaltig gesenkt werden.
- Quote paper
- Niklas Tscherner (Author), 2020, Ernährungs- und Trainingstherapie bei Adipositas Grad 2. Fallbeispiel mit Anamnese, Diagnostik und Zielsetzung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1021498