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Schwarzer Humor und konversationelle Komik in der Serie „Tatortreiniger“

Titel: Schwarzer Humor und konversationelle Komik in der Serie „Tatortreiniger“

Hausarbeit , 2020 , 25 Seiten , Note: 13,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Filmwissenschaft
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit bezieht sich auf die Thematik der Dialogorganisation und Analyse von Gesprächsstrukturen in Film oder Serie, besonders im Hinblick auf die Serie „Der Tatortreiniger“. Dabei wird die Auseinandersetzung mit dem Thema hauptsächlich unter Berücksichtigung von konversationellem Humor beziehungsweise Komik untersucht.

Dialoge im Film spielen eine übergeordnete Rolle und haben besonders hohen Stellenwert im Hinblick auf die Interpretation eines Filmes. Durch Dialoge können Rückschlüsse auf Handlungen gezogen werden. Verschiedene Funktionen von Gesprächen und Gesprächsverläufen können analysiert werden, sodass auch eine Rollenkonstellation deutlich wird. Zudem herrscht der Dialog über den Wissensaufbau und die Wissensdynamik eines Films.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Gender-Hinweis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Grundlagen der Dialogorganisation

2.2 Filmdialoge: Forschungs- und Analyseperspektiven

2.3 Konversationeller Humor/Komik: Grundlagen

3. Schwarzer Humor und konversationelle Komik im „Tatortreiniger“ – Exemplarische Untersuchung

3.1 Vorgehensweise bei der Untersuchung

3.2 Der Tatortreiniger – Über die Folge

3.3 Exemplarische Untersuchung

4. Ergebnisse

5. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Dialogorganisation und Gesprächsstrukturen in der Fernsehserie „Der Tatortreiniger“, mit einem spezifischen Fokus darauf, wie konversationeller Humor und Komik genutzt werden, um unangenehme oder gesellschaftskritische Themen innerhalb einer Interaktion umzusetzen und darzustellen.

  • Dialogorganisation und kommunikative Strategien im Filmdialog
  • Funktionen von konversationellem Humor und Scherzkommunikation
  • Analyse der Folge „Schottys Kampf“ als Fallbeispiel
  • Umgang mit gesellschaftlich sensiblen Themen durch Komik und Ironie
  • Rollenkonstellationen und Machtdynamiken in Gesprächssituationen

Auszug aus dem Buch

3.3 Exemplarische Untersuchung

Im Folgenden wird die oben beschriebene Folge im Hinblick auf den Dialog und die damit verbundene Komik und Humor analysiert und dargestellt. Dabei wird näher auf die Aspekte von Themenbezug und Komik, inwiefern Komik die Machart des Films beeinflusst und die Verwendung von verschiedenen Mittel um Komik zu erzeugen eingegangen. Zudem werden ironische Äußerungen näher betrachtet. Komik und Humor werden in der vorliegenden Arbeit als Synonyme verwendet.

Im Vordergrund der Episode steht das unkonventionelle Thema des Umgangs mit nationalsozialistischen Meinungen, Diskussionen und Standpunkten. Dabei stellt sich die Frage, ob über das Thema gelacht werden darf und welche humoristische Zielscheibe die Drehbuchautorin gewählt hat. Die Folge beginnt indem Schotty von seinem Auftraggeber Sanderberg in die Räumlichkeiten des Vereinsheimes gebeten wird, wo ein Foto von dem verstorbenen Mitglied des Vereins zu sehen ist. Sanderberg beschreibt daraufhin diesen: „Thomas war ein besonderer Mensch, einer der Mut gemacht hat und sich eingesetzt hat, besonders für junge Leute.“ (01:31-01:37). „Na, die guten triffts immer zuerst, ne?“ (01:45-01:48) antwortet daraufhin Schotty. Eine ironische Aussage, denn was der Zuschauer noch nicht weiß ist, dass der „Gute“ gar kein guter Mensch ist. Innerhalb dieser Kommunikation fällt auf, dass beide Gesprächsteilnehmer von verschiedenen Persönlichkeiten eines Menschen sprechen. Dabei tritt ungewollt während der Kommunikation Komik auf, da unterschiedliche politische und gesellschaftliche Ansichten unterwürfig beigespielt werden. Das Gesagte und das Gemeinte fallen in der Ironie auseinander. Das geteilte Weltwissen erlaubt es aber den Außenstehenden den Kontrast zwischen der zugeordneten und der gemeinte Perspektive zu unterschieden und diese zu interpretieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Relevanz der Dialoganalyse im Kontext der Serie „Der Tatortreiniger“ dar und formuliert die Forschungsfrage zur Umsetzung von Humor in Konversationen.

2. Theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Konzepte der Dialogorganisation, Filmdialog-Analysen und verschiedene Theorien zu konversationellem Humor und Scherzaktivitäten erörtert.

3. Schwarzer Humor und konversationelle Komik im „Tatortreiniger“ – Exemplarische Untersuchung: Dieser Abschnitt beschreibt die methodische Vorgehensweise, stellt die ausgewählte Folge vor und analysiert diese detailliert hinsichtlich ihrer komischen Strukturen.

4. Ergebnisse: Das Kapitel fasst die Erkenntnisse über die unbewusste Entstehung von Komik durch gegensätzliche politische Ansichten und die Funktion der Serie als gesellschaftskritische Auseinandersetzung zusammen.

5. Literatur: Dieser Teil führt alle verwendeten wissenschaftlichen Quellen und filmischen Referenzen auf.

Schlüsselwörter

Dialoganalyse, Gesprächsstrukturen, Der Tatortreiniger, konversationeller Humor, Komik, Scherzkommunikation, Ironie, Filmdialog, Wissensaufbau, Rollenkonstellation, gesellschaftskritisch, politische Ansichten, Gesprächsforschung, Sequenzmuster, Typisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse von Dialogen und Gesprächsstrukturen in der Serie „Der Tatortreiniger“ unter dem Fokus, wie konversationelle Komik zur Darstellung von Humor eingesetzt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Dialogorganisation, verschiedene Funktionen von Scherzkommunikation sowie der Umgang mit sensiblen politischen Meinungen innerhalb humoristischer Konversationen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, mit welchen sprachlichen und kommunikativen Mitteln in der Serie Humor umgesetzt wird und welche Funktion dieser für die Interaktion der Charaktere hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden induktive und abduktive Methoden der Gesprächsforschung angewandt, um die Komplexität der humoristischen Interaktionen in der gewählten Serienfolge zu erfassen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Fundierung der Dialoganalyse und einer detaillierten, chronologischen Untersuchung der Folge „Schottys Kampf“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Dialoganalyse, konversationeller Humor, Ironie, Scherzkommunikation und politische Typisierung charakterisiert.

Warum wurde gerade die Folge „Schottys Kampf“ für die Analyse gewählt?

Diese Folge wurde gewählt, da sie eine außergewöhnliche Art von Komik bietet, die im öffentlich-rechtlichen Fernsehen untypisch ist und sich stark mit rechtsextremen Ansichten auseinandersetzt.

Welche Rolle spielt die „Phantasiewelt“ des Protagonisten Schotty für die Komik?

Schottys Flucht in die Phantasie dient als Abwehrmechanismus, durch den er seine Gesprächspartner karikiert und ihr Gedankengut als lächerlich entlarvt.

Wie unterscheidet sich die Komik in dieser Episode von klassischem Humor?

Die Komik entsteht hier nicht primär durch geplante Witze oder Neckereien, sondern unbewusst durch den Zusammenprall grundverschiedener weltanschaulicher und politischer Positionen der Gesprächspartner.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Schwarzer Humor und konversationelle Komik in der Serie „Tatortreiniger“
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen  (Germanistik)
Veranstaltung
Gesprächsforschung: Dialogstrukturen im Film
Note
13,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
25
Katalognummer
V1021515
ISBN (eBook)
9783346422927
ISBN (Buch)
9783346422934
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Der Tatortreiniger Analyse von Komik im Gespräch Komik Grundlagen der Dialogorganisation Schwarzer Humor Konversationelle Komik Schottys Kampf
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Schwarzer Humor und konversationelle Komik in der Serie „Tatortreiniger“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1021515
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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