Musik im Zeichentrickfilm. "Cinderella" und "Der Glöckner von Notre - Dame" im Vergleich


Hausarbeit, 1999
21 Seiten

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Anfänge der Filmmusik

Bereits bei der ersten Filmvorführung der Gebrüder Lumière in Paris am 28.12.1895 soll ein Pianist die Filme musikalisch untermalt haben. Berg (1976) weist für den Einsatz von Musik im Stummfilm fünf mögliche Gründe auf:

1. Neutralisierung störender Geräusche
2. Neutralisierung der Stille
3. Vermittlung von Kontinuität der Filmhandlung
4. Illustration des Filmbildes
5. kommerzielle Gründe

In der Anfangsphase des Films besteht die Musik aus aneinander gereihten Repertoirestücken. 1913 veröffentlicht jedoch Zamecnik spezielle Musik für jede mögliche Stimmung, so dass die Begleitverfahren ständig verfeinert werden können. Diese werden in Musikthemen- Verzeichnissen herausgegeben.

In den USA wird 1927 mit dem Film „The Jazz Singers“ die Tonfilmära eingeläutet. Die Musikproduktion wird nunmehr in die Tonstudios verlagert. Dort werden Film und Musik exakt synchronisiert.

Beziehungen zwischen Bild und Musik

Oft wird die Musik beim Anschauen eines Filmes nicht bewusst wahrgenommen. Nach Thiel (1981) werden die akustischen Informationen von den visuellen überlagert, da über die Sehnerven zehnmal mehr Informationen an den Cortex übermittelt werden als über die akustischen Nervenbahnen. Dieses würde auch das Phänomen erklären, dass vielen Menschen die Musik im Film erst dann bewusst wird, wenn Bild und Sprache wenig Handlung übermitteln oder wenn die Musik sehr laut ist. Die Filmmusik ist fortlaufend auf die Handlung bezogen. Bei der Verknüpfung von visueller und auditiver Wahrnehmung handelt es sich um kognitive Akte auf der Basis von Erfahrungen mit Film und mit Musik. Die Wirkung von Filmmusik ist somit soziokulturellen Einflüssen sowie historischem Wandel unterlegen und abhängig von musikalisch ästhetischen Normen des Publikums.

Es gibt nach Pauli (1975) drei Grundformen der Musik- Bild- Zuordnung. Werden stimmungsmäßig ambivalente Bildinhalte durch Musik emotional gefärbt, spricht er von Polarisierung. Unter Paraphrasierung versteht er das Verdoppeln von Stimmungsgehalten des Bildes durch die Musik. Dadurch können Wirkungen verstärkt werden. Wird die Wirkungseinheit Bild und Musik durch widersprüchliche Stimmungsgehalte aufgebrochen, so spricht Pauli von Kontrapunktierung.

Musik und Bild im Vergleich (Fernsehen)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Funktionen von Filmmusik

Filmmusik ist funktionale Musik; ihren Sinn bezieht sie nicht aus musikimmanenten Beziehungen, sondern aus ihrem Beitrag zur Gestaltung des Films. Wo in der traditionellen musikwissenschaftlichen Analyse einer autonomen Komposition auf der Grundlage seiner Materialbeschaffenheit argumentiert wird, muss die Analyse und Interpretation von Filmmusik die aussermusikalischen Bezüge der Musik zur Filmhandlung, zur Textur des Films in den Mittelpunkt stellen. Die resultierende Diskussion um den Beitrag der Musik für den Film gehört zu den wesentlichen Bestandteilen der einschlägigen Literatur zur Filmmusik: Welche Funktion kann und soll Musik überhaupt im Film übernehmen?

Die Frage nach Funktionen der Filmmusik muss drei Aspekte berücksichtigen, die leider nicht immer in dieser Deutlichkeit ausgesprochen werden:

1. Musik ist ein Gestaltungsbereich des Films und muss in ihrer
Funktionalität in Relation zu den verschiedenen Gestaltungsebenen (Dramaturgie, Kameraarbeit, Farbgebung usw.) betrachtet werden.
2. Die Bestimmung von Funktionen der Filmmusik muss den Einzelfall als Bezugs- und Ausgangspunkt aller Überlegungen wahren; jede Systematik filmmusikalischer Funktionen, jede Klassifikation hat nur den Sinn, für den einzelnen Film Hinweise darauf zu liefern, warum hier gerade in der Szene die bestimmte Musik eingesetzt ist. Und jeder Film könnte potentiell neue Funktionen der Filmmusik „erfinden“.
3. Die Frage nach der Funktion einer bestimmten Filmmusik für eine bestimmte Filmszene bedeutet einen hypothetischen Interpretationsprozess. Es kann nur vermutet werden, welchen Zweck Regisseur und Komponist durch die verwendete Musik erreichen wollten. Gewissheit kann es hierbei kaum geben.

Wird ein Film geplant, so gehört von Anfang an auch die Musik dazu. Sie wird sozusagen berechnend mit in die Konzeption des Filmes einbezogen. Es wird von einer überindividuellen und gleichartigen Wirkung der Musik auf das Publikum ausgegangen.

Betrachtet man das Wirkungsgefüge Film und Musik nun jedoch näher, lassen sich spezifische Funktionen der Filmmusik finden.

1. Tektonische Funktion: Musik wird als Element für die äussere Gestaltung des Filmes verwendet, beispielsweise in Form von Titel- und Nachspannmusik oder als Musiknummer im Rahmen der Handlung (Revuefilm)
2. Syntaktische Funktion: Musik wird als Element der Erzählstruktur verwendet, hebt beispielsweise Höhepunkte hervor (dramatischer Akzent), verklammert zeitlich geraffte Vorgänge (Zeitraffer- Klammer) sowie Szenenfolgen (musikalische Klammer) oder trennt Real- und Traumhandlungen voneinander.
3. Semantische Funktion: Musik wird zum Element inhaltlicher Gestaltung (inhaltlicher Bezug)

a) Konnotative Funktion: Die Bildebene wird durch Musik gefühlsmäßig bereichert : 1.Stimmungsuntermalung (Mood- Technik), Verdopplung von Bewegungen (Mickey- Mousing), physiologische Animation der Zuschauer (Sensurround),
b) Denotative Funktion: Leitmotive, Inzidenzmusik (Source music), historische/ geografische Deskription, gesellschaftliche Deskription, musikalisches Zitat, Denken/ Unsichtbares durch Musik ausdrücken
c) Reflexive Funktion: Die Musik selbst wird zum Filminhalt.

4. Mediatisierende Funktion: Die Musik vermittelt zwischen den soziokulturellen Fimmusikerfahrungen des Publikums und dem Film, beispielsweise bei der Verwendung von aktueller Hitparadenmusik als Filmmusik für einen Jugendfilm (zielgruppenspezifische Filmauswahl, Genrespezifik).

Das strukturalistische Modell unterscheidet verschiedene Ebenen der Filmerzählung, innerhalb derer Musik Funktionen übernehmen und ausfüllen kann. Diese konkreten stichwortartigen Beispiele sind als ebensolche zu lesen und erheben keinen Anspruch auf umfassende und erschöpfende Exemplifizierung der übergeordneten Funktionsebene.

Auf der obersten und am gröbsten strukturierten Ebene kann Musik innerhalb ganzer Abschnitte die Tonspur mehr oder weniger umfassend ausfüllen (tektonische Funktion). Innerhalb der Konzeption des Filmablaufs kann Musik als Musiknummer ein eigenständiges Glied der Handlungskette darstellen oder aber den neben der eigentlichen Filmhandlung stehenden Vor- und Nachspann begleiten. Ein ausdrücklicher Bezug der Musik zur Handlung oder zur filmerischen Gestaltung muss dabei nicht gegeben sein. Für die filmische Erzählstruktur kann Musik syntaktische Funktionen übernehmen, indem sie Szenenhöhepunkte akzentuiert, Szenen musikalisch verknüpft und bei Handlungsraffungen bewusst ausgesparte Zeiträume überbrückt. Typisch sind auch musikalische Umrahmungen von Trance-, Traum-, Halluzinationssequenzen oder Rückblenden. Hier separiert die Musik die Ebenen filmischer Realität und Fiktion.

Der wohl vielfältigste Aufgabenbereich der Musik liegt innerhalb

semantischer Funktionen: Hier nimmt sie Bezug auf den filmischen Inhalt. Möglich ist dieses entweder durch begriffslose, im weitesten Sinne stimmungsschaffende Musik (konnotativ) oder durch ausdrückliche musikalische Kommentare, durch begrifflich fassbare Verweise (denotativ). Konnotativ sind solche semantischen Funktionen zu nennen, die mit musikalischen Mitteln (mood music) oder mit ausschließlich physiologischen die inhaltstragende visuelle Schicht der Filmhandlung ergänzen. Auch bei der musikalischen Verdopplung von Bewegungsvorgängen (Mickey- mousing) fungiert die Musik semantisch konnotativ: den sichtbaren Bewegungen wird ein musikalisches Ausdruckselement zugewiesen. Denotativ wirkt Musik, wenn sie durch Leitmotive auf einzelne im Bild an- oder abwesende Charaktere hinweist, wenn sie musikalisch historisches oder geografisches Kolorit vermittelt und damit verdeutlicht, zu welcher Zeit und an welchem Ort die Handlung ihren Lauf nimmt, wenn sie gesellschaftliche Zustände musikalisch darstellt, wenn sie Denken und andere unsichtbare Handlungselemente akustisch symbolisiert. Etwas überraschend mag die dritte Untergruppe, reflexive Funktionen, anmuten. Gemeint ist solche Musik, die als Element der Handlung zwar semantisch fungiert, aber nur auf sich selbst als Musik verweist und nicht auf etwas ausserhalb der Musik liegendes.

Als mediatisierende Funktionen werden solche verstanden, die vermittlend zwischen Film und Publikum wirken.

Es kann jedoch auch zu großen Diskrepanzen zwischen der angestrebten Wirkung seitens des Komponisten und den Wirkungsebenen des Publikums kommen. In dem Film „Vom Winde verweht“ verwendet der Komponist Max Steiner eine Vielzahl von Leitmotiven, den nur ein kleiner Teil des Publikums nachvollziehen kann. So wird dieser Film auf der reinen Stimmungsassoziationsebene empfunden.

Es ist zu beachten, dass in den seltensten Fällen Musik im Film auf alle Menschen in der selben Weise wirkt. Vielmehr beruhen die meisten Wirkungen auf kulturell bestimmten Lernprozessen. Wie dem barocken Musikpublikum die Vielfalt musikalischer Figuren und Affekte vertraut war, diese musikalischen Zeichen verstanden wurden, kennt das heutige Kinopublikum „seine“ Filmmusik, weiss, dass schwelgende Geigen für Liebesszenen stehen, tremolierende dissonante Bässe Furcht und Angst signalisieren.

Die überzeugendsten Beschreibungen möglicher Leistungen von Filmmusik stammen von filmerfahrenen Komponisten. So formulierte Copland 1949 Aussagen über filmmusikalische Funktionen, die Prendergast 1977 seinen weiterentwickelten Ausführungen zur Ästhetik der Filmmusik als Raster zugrunde legen konnte:

1. Musik kann eine überzeugendere Atmosphäre von Zeit und Ort (der Handlung) schaffen.
2. Musik kann benutzt werden, um psychologische Feinheiten zu begründen oder zu verdeutlichen- unausgesprochene Gedanken einer Person oder die nicht sichtbare Tragweite eine Situation.
3. Musik kann als eine Art neutraler Hintergrundfüller dienen.
4. Musik kann helfen, ein Gefühl von Kontinuität in einem Film aufzubauen.
5. Musik kann das Fundament liefern für den dramaturgischen Aufbau einer Szene und sie dann durch eine musikalische Schlusswirkung abrunden.

(zitiert nach Prendergast 1977)

Norbert J. Schneider listet ebenfalls auf, was Musik für den Film leisten kann. Er geht einen ähnlichen Weg wie Prendergast, seine Liste ist jedoch differenzierter:

Musik kann:

1. Atmosphären herstellen
2. Ausrufezeichen setzen
3. Bewegungen illustrieren
4. Bilder integieren
5. Emotionen abbilden
6. Epische Bezüge herstellen
7. Formbilden wirken
8. Geräusche stilisieren
9. Gesellschaftlichen Kontext vermitteln
10. Gruppengefühl vermitteln
11. Historische Zeit evozieren
12. Irreal machen
13. Karikieren und Parodieren
14. Kommentieren
15. Nebensächlichkeiten hervorheben
16. Personen dimensionieren
17. Physiologisch konditionieren
18. Rezeption kollektivieren
19. Raumgefühl herstellen
20. Zeitempfinden relativieren

Empirische Untersuchungen zur Musikwirkung

Oft wird Filmmusik als Gestaltungsbereich im erzählenden Film beschrieben, der für die emotionale Wirkung verantwortlich ist.

Die meisten Wirkungen von Filmmusik beruhen auf Konventionen, die aus der Konzertmusik, vor allem aus dem 19. Jahrhundert, stammen, aber zum Teil im Kino erst erworben werden. So werden in der Regel unisono geführte Geigen zur Untermalung von Liebesszenen verwendet, Toncluster in extrem tiefen oder hohen Lagen weisen auf Angst oder Gefahr hin. Vor allem aber extreme Lautstärken oder tiefe Frequenzen rufen im Zuschauer Unbehagen bis hin zu Angstzuständen hervor. Aus Untersuchungen von Tannenbaum (1956) und Gerrero (1969) lässt sich erkennen, dass der Einfluss von Begleitmusik auf die Filmwahrnehmung nicht nur auf emotionaler Ebene erfolgt, jedoch sind deren Untersuchungsergebnisse uneinheitlich und unbefriedigend.

Wozu Kinder Cartoons nutzen

Zeichentrick ist ein Unterhaltungsangebot. Es wird so konzipiert und von den Kindern gerne angenommen. Situationskomik, eingebettet in turbulente Szenarien, findet bei den Kindern großen Anklang.

Mit zunehmendem Alter und der sich ausdifferenzierenden Fernsehkompetenz steigen die Ansprüche.

Im jüngsten „Cartoonalter“ begnügt sich das Kind mit kurzen lustigen Episoden, wogegen die Kinder im Grundschulalter Geschichten mit Witz und Originalität fordern. Mit Beginn des zweiten Lebensjahrzehnts müssen Cartoons komplexe Erzählstrukturen mit hintergründigem Humor versetzt aufweisen.

Kinder sind nicht als einheitliche Masse zu betrachten, sondern altersadäquat, gemäß ihren Fähigkeiten, Wünschen und Vorlieben zu bedienen.

Neben dem Wunsch zu lachen, haben Kinder den nach Spannung, und auch er leitet die Rezeption von Zeichentrickfilmen durch die ganze Kindheit. Schon die Kleinen schätzen gut dosierte Aufregung, die sie in Spannungszustände versetzt. Allerdings müssen diese sich recht bald und eindeutig wieder auflösen, und diese dürfen nicht durch Elemente erzeugt sein, die zu Verunsicherungen und Ängsten führen.

Im Altersverlauf steigt das Bedürfnis nach aufregenden und actionreichen Elementen; die Kinder wollen Spannung erleben und mit ihren Helden fiebern.

Was das Element Action angeht, so tritt über die gesamte Kindheit hinweg ein zentraler Unterschied der Geschlechter zutage. Von klein auf sind die Jungen deutlich mehr an Action ausgerichtet als die Mädchen.

In der Mitte des Grundschulalters tritt das dritte Element des kindlichen Unterhaltungsbedürfnisses zutage. Dieses ist der Wunsch nach einer in jeder Hinsicht anspruchsvollen Machart. Er richtet sich auf Logik und Glaubwürdigkeit der Geschichten, auf Witz und Originalität von Sprache und Dialogen und zum Teil auch auf die Qualität der Gestaltung. Das Hinterfragen der dargebotenen Inhalte, das Erfassen von bildlichen und sprachlichen Elementen und die Aufmerksamkeit für Animation und Synchronisation sind ca. ab dem neunten Lebensjahr zu beobachten, wenn die erworbene Fernsehkompetenz das Verfolgen des Inhalts problemlos ermöglicht. Diese Elemente einschließlich ästhetischer Urteile werden in der letzten Phase der Kindheit als Bewertungskriterien für Cartoons angeführt.

Über Walt Disney

Ein Mann aus einem kleinen Nest im Staat Missouri ist sein Leben lang auf der Suche nach den Träumen, die seine Kindertage bestimmt haben. Und er versteht es, Millionen im Kino in eine Zauberwelt zu versetzen, die sie die Härte des Alltags, ihre Sorgen und Nöte vergessen macht- Walt Disney. Sicherlich, man mag einwenden, daß Disney ein Selfmademan amerikanischen Zuschnitts gewesen ist, daß er Millionen mit seinen Träumen verdiente, eine Produktion, ja ein Imperium aus dem Boden stampfte, das seines Gleichen bis heute sucht. Doch dieser Walt Disney hat nicht nur genommen, er hat auch viel gegeben.

Lachen und Weinen, Freude und Spiel, Träume und Illusionen und eines, das unsere Welt genau so nötig hat, wie Brot für alle- Ideale. Disneys Ideal ist immer eine Welt, in der sich alle verstehen, eine Welt ohne Krieg, ohne Haß und angefüllt mit Frieden und Verständnis. Durch sein gesamtes filmerisches Werk, das bis heute immer noch unerreicht ist, zieht sich dieses Ideal wie ein roter Faden. Disney hat die Welt geliebt- die Tiere, die Menschen und Gottes Natur, deren Geheimnissen er in wundervollen Filmen auf der Spur ist.

Walt Disney und Cinderella

Während die fünfziger Jahre den Niedergang der Kurzzeichentrickfilme in den Disney Studios einleiten, ist diese Zeit auch die Dekade, in der die Produktion von abendfüllenden Filmen einen gewaltigen Schritt nach vorn tritt. Seit Mitte der vierziger Jahre haben sich Kritiker darüber beklagt, daß Disney sich mit seinen Filmen auf dem falschen Weg befinde. Möglicherweise aus dem Grunde, weil man sieht, daß er die besondere Note, die in seinen Filmen „Schneewittchen“ und „Dumbo“ so evident gewesen ist, verloren hat. Seine neuen Filme mit den zahlreichen Episoden („Saludos Amogos“, Fun and Fancy Free“, 1947) lassen eine solide Handlung ebenso vermissen wie Herzlichkeit und Wärme, Qualitäten also, die dem Publikum an Disneys abendfüllenden Zeichentrickfilmen so gut gefallen haben.

Nachdem der Zweite Weltkrieg und die Arbeitertumulte und Streiks nunmehr der Vergangenheit angehören, entschließt sich Disney dazu, größere und bessere abendfüllende Zeichentrickfilme herzustellen. Und, wie bereits zu früheren Zeitpunkten, gibt er den Entschluss bekannt, pro Jahr einen neuen Langfilm herauszubringen.

Drei Jahre lang bleibt er dieser Devise treu.

Der erste Film klassischer Tradition heisst „Cinderella“. Ähnlichkeiten zu „Schneewittchen“ werden erwartet, aber Disney braucht keine Angst zu haben, denn der neue Film braucht auch den Vergleich zu seinem Gegenstück vergangener Tage (1937) nicht zu fürchten. Zunächst einmal, wie bereits zu früheren Anlässen, kreiert Disneys Crew komische Nebendarsteller (wie Karli und Jaq, die beiden Mäuse), um ein Gleichgewicht zu der vermenschlichten Heroine und ihrer Abenteuer herzustellen.

Wieder einmal sind es die fesselnden, klangvollen Lieder, die dafür sorgen, dass die Geschichte in Gang bleibt und dem Publikum gefällt. Der Film stattet eine traditionelle Märchenerzählung mit Musik, Komik, visueller Imagination und Charme aus.

Nicht zur sonderlichen Überraschung aller, ist „Cinderella“ Disneys bisher größter Erfolg an den Kinokassen gewesen.

Weil Filme wie „Cinderella“ (und auch „Peter Pan“) ihr Publikum nicht mit schrecklichen filmerischen Neuerungen in Rage bringen, entsteht eine Tendenz, sich den Bemühungen von Disneys Mannschaft nicht in den Weg zu stellen. Tatsächlich aber hat sich etwas eingestellt, nach dem Disneys Künstler in der Zeit ab der Entstehung von „Schneewittchen“ bis hin zu „Peter Pan“ so verzweifelt gesucht haben. In den fünfziger Jahren findet ihre Suche endlich Erfüllung: etwas zu gestalten, das leicht und beschwingt aussieht.

Zeichentrickfilme sind nun mittlerweile für das Publikum nichts Neues mehr, ebensowenig für die Kritiker. Jedermann hat sich an Disneys Fehlerlosigkeit gewöhnt, so dass diese Filme leicht und glatt aussehen.

1951- Cinderella

Aschenputtel, Aschenbrödel und- im Englischen- Cinderella ist die bekannteste Figur der Märchenliteratur. Es ist die Geschichte von dem armen Mädchen auf der Schattenseite des Lebens, das von einem liebenden Mann, einem Prinzen erlöst wird. Aschenputtel verkörpert den Traum aller Menschen nach Erlösung von den täglichen Frondiensten. Der musikalische Zeichentrickfilm aus dem Disney Studio zeigt die Figur in einem neuen Licht.

Ist das ursrüngliche Aschenputtel nur auf die Hilfe der guten Fee angewiesen, die zur rechten Zeit Ballkleid und Kutsche besorgt, hat Cinderella die vierbeinigen Geschöpfe des Waldes und der Flur zu ihren Freunden. Es sind Mäusehelden, die in Cinderellas Leben eingreifen und für die Wendung zum Guten sorgen.

Zwar verwandelt eine Fee Cinderellas zerrissenes Gewand in ein atemberaubendes Ballkleid, aber die Mäuse sind es, die zu feurigen Rössern werden und die Kutsche ziehen, die durch Zauberhand aus einem Kürbis gestaltet wird.

Als der Prinz auf die Suche nach seiner Traumpartnerin geht, die um Mitternacht aus dem Ballsaal flieht, wird Cinderella von ihrer bösen Stiefmutter in eine Bodenkammer gesperrt und hat mithin keine Gelegenheit, sich als rechtmäßige Eigentümerin des gläsernen Schuhs auszuweisen und ihre Rechte an der Seite des Traummannes geltend zu machen. Da sind es wieder Tiere, die zur rechten Zeit rettend eingreifen- der treue Hund Bruno und die tapferen kleinen Mäuse. - Karli und Jaq heißen sie, und sie haben einen eigenen Schurken in der Gestalt des bösen Katers Luzifer.

Indem die Tiere mit List und Bravour in die Handlung eingreifen, gewinnen sie eigenes Profil. Da kommt Humor auf, Herzenswärme macht sich breit, und Heiterkeit ist Trumpf. Die Schwachen und Unterdrückten sind die wahren Sieger im harten Lebenskampf.

Zu dem Erfolg von Cinderella hat auch zweifellos die Musik beigetragen. Da gibt es beispielsweise das Zauberlied der guten Fee- „Bibbidi- Babbidi- Bu“. Immer wenn es besonders romantisch oder spannend wird, erklingen die beschwingten Melodien, die sich der Handlung anpassen, und die Musik leitet von einer heiteren Episode zur anderen über. Da wird die Welt zu schön, um wahr zu sein.

Cinderella (nach Walt Disney)

Ein reicher Vater lebt zusammen mit seiner schönen Tochter Cinderella. Diese ist ein liebenswertes, durch und durch gutes Mädchen. Um ihr die verstorbene Mutter zu ersetzen, heiratet er ein zweites Mal. Seine neue Frau bringt zwei weitere Mädchen mit in die Ehe, Anastasia und Drizella, die in Cinderellas Alter sind.

Kurz nach der Hochzeit stirbt der Vater. Cinderellas Stiefmutter behandelt sie schlecht, und auch ihre Stiefschwestern sehen in ihr nur noch ein Dienstmädchen.

Sie bekommt ein schäbiges Zimmer auf dem Dachboden und muss sich um den Haushalt allein kümmern. Sie findet neue Freunde in den kleinen Mäusen, die ihr Gesellschaft leisten. Diese stehen in ständiger Gefahr, von der Katze der Stiefmutter gefangen zu werden.

In einem nahegelegenem Schloss beschließt der König, dass sein Sohn heiraten müsse. Ein Bote wird ausgeschickt, um alle heiratsfähigen Mädchen zu einem Ball am königlichen Hofe einzuladen.

Cinderella bekommt von ihrer Stiefmutter die Erlaubnis, zu dem Ball zu gehen, wenn sie alle Hausarbeit erledigt und ein schönes Kleid zum Anziehen hat. Die Stiefschwestern und -mutter überhäufen Cinderella mit so viel Arbeit, dass sie keine Zeit findet, ein Kleid ihrer verstorbenen Mutter, welches sie in einer Kiste aufbewahrt, ballfein zu gestalten. Dieser Aufgabe nehmen sich Cinderellas Freunde, die Mäuse und Vögel an und überraschen sie damit, kurz bevor die Kutsche der Stiefmutter und Stiefschwestern abfahren soll. Diese aber zerreissen Cinderellas Kleid und fahren alleine zum Ball.

Als Cinderella im Garten in Tränen ausbricht, erscheint ihr eine gute Fee,

verwandelt einen Kürbis in eine Kutsche, die Mäuse in Pferde, das alte Pferd Cinderellas und ihren Hund in Kutscher und Lakaien. Zuguterletzt zaubert sie für Cinderella ein wunderschönes Kleid und gläserne Schuhe. Die Fee weist sie darauf hin, dass der Zauber an Mitternacht seine Gültigkeit verliere und alles so sein werde wie vorher.

Als Cinderella den Ballsaal betritt, werden der König und der Prinz sofort auf sie aufmerksam. Letzterer tanzt den ganzen Abend nur mit ihr, doch als die Turmuhr zwölf zu schlagen beginnt, flüchtet Cinderella aus dem Schloss und verliert dabei auf der Treppe einen ihrer gläsernen Schuhe. Den Verlust bemerkt sie erst, nachdem sich alles zurückverwandelt hat.

Der König lässt im ganzen Königreich nach dem passenden Fuß für den gläsernen Schuh suchen, und das Mädchen soll die Gemahlin des Prinzen werden.

Als die Boten in Cinderellas Haus kommen, ist diese von ihrer Stiefmutter in ihr Zimmer eingeschlossen worden. Während Anastasia und Drizella den Schuh anprobieren, gelingt es einem der Mäuse Cinderella aus ihrem Zimmer zu befreien. Als diese daraufhin den Schuh anprobieren will, arrangiert ihre Stiefmutter, dass der Schuh zerbricht.

Als die Lage ausweglos erscheint, zieht Cinderella den passenden zweiten Schuh aus ihrer Tasche und streift ihn sich über den Fuß und heiratet am Ende den Prinzen.

Aschenputtel (nach den Gebrüdern Grimm)

Ein reicher Mann lebt zusammen mit seiner Frau und seiner Tochter. Als die Mutter schwer erkrankt und ihren Tod erahnt, ruft sie die Tochter an ihr Bett und sagt ihr, sie solle immer fromm und gut bleiben, woraufhin sie dann stirbt.

Die Tochter ist sehr bekümmert und besucht täglich das Grab ihrer Mutter. Nach einem halben Jahr heiratet der Vater eine andere Frau, die zwei Töchter mit in die Ehe bringt. Diese haben einen schlechten Charakter und behandeln ihre Stiefschwester wie eine Dienstmagd. Sie hat nur noch einen alten grauen Kittel und Holzschuhe anzuziehen, arbeitet den ganzen Tag hart und schläft in der Asche des Herdes, woraufhin sie nur noch Aschenputtel genannt wird.

Ihr Vater bringt ihr von einer Reise auf eigenen Wunsch den ersten Zweig mit, der ihm an den Hut stößt. Aschenputtel pflanzt ihn auf dem Grab seiner Mutter ein, und es wächst ein schöner Haselbaum. Alle drei Tage besucht Aschenputtel das Grab, betet und weint, und jedes Mal erfüllt ihr ein kleiner weisser Vogel, der auf dem Baum sitzt, einen Wunsch.

Am Hofe des Königs soll ein drei Tage lang andauernder Ball gefeiert werden, zu dem alle Jungfrauen des Landes eingeladen werden, damit sich der Prinz seine Braut aussuchen könne.

Aschenputtel darf mit zum Ball, wenn sie innerhalb von zwei Stunden eine große Schüssel Linsen ausgelesen hat. Sie ruft sich zwei zahme Tauben zur Hilfe, und nach einer Stunde ist sie mit dem Sortieren fertig. Die Stiefmutter gibt ihr aber eine erneute, schwierigere Arbeit zu tun, um sicher zu gehen, dass Aschenputtel nicht fertig werden und zum Ball mitkommen kann. Auch diese Aufgabe wird mit Hilfe der Tauben in der Hälfte der Zeit erledigt, doch dennoch darf sie nicht auf den Ball gehen, da sie kein schönes Kleid hat,welches sie hätte anziehen können.

Als die Schwestern und die Mutter gegangen sind, begibt sich Aschenputtel zum Grab seiner Mutter und bekommt von dem Vogel schöne Kleider, mit denen sie auf den Ball gehen kann. Sie verbringt den ganzen Abend mit dem Prinzen. Als sie gehen will, möchte er sie begleiten, sie entflieht ihm jedoch,gibt dem Vogel die schönen Kleider zurück und legt sich in die Asche des Herdes schlafen. Der zweite Abend verläuft so wie der erste.

Am dritten Abend jedoch will der Prinz Aschenputtel nicht gehen lassen , und so lässt er die Treppe mit Pech bestreichen. Als Aschenputtel dann hinfort läuft, bleibt einer ihrer goldenen Pantoffeln an der Treppe kleben. Der Prinz lässt im ganzen Königreich nach dem passenden Fuß suchen. Aschenputtels ältere Stiefschwester hackt sich den großen Zeh ab, um in den Schuh zu passen, wird jedoch von zwei Tauben entlarvt, als sie schon auf dem Weg ins Schloss mit dem Prinzen ist. Auch der zweiten Schwester passt der Schuh nicht, so dass sie sich die Ferse abhackt. Aber wieder sind es die beiden Tauben, die den Betrug aufdecken.

Schließlich darf Aschenputtel den Schuh anprobieren, und da dieser wie angegossen passt, nimmt der Prinz sie mit auf sein Schloss und heiratet sie. Die Stiefschwestern kommen, um von Aschenputtels Glück profitieren zu können. Statt dessen werden ihnen aber die Augen von den zwei Tauben ausgepickt, so dass ihre Bosheit mit Blindheit bestraft wird.

Der Glöckner von Notre Dame (nach Disney)

Am Anfang des Filmes wird die Stadt Paris mit seiner Kathedrale Notre- Dame vorgestellt. Der Narr Clopin erzählt in einer Rückblende die Geschichte des Richters Claude Frollo, der in seiner Besessenheit, Paris von Zigeunern zu befreien, eine Zigeunerin zu Tode bringt und auch deren missgestaltetes Kiind umbringen will. Davon wird er jedoch von dem Priester der Kathedrale abgehalten. Dieser verlangt von Frollo, dass sich dieser um das Waisenkind kümmern müsse, da er die Mutter getötet habe. Frollo missbilligt dieses zwar, nimmt sich aber dennoch des Kindes insofern an, dass er ihn im Glockenturm von Notre Dame versteckt hält. Er gibt ihm den Namen Quasimodo und lässt ihn mit der Lüge aufwachsen, dass seine Mutter ihn verstoßen habe, weil er so deformiert geraten ist.

Jahre später findet in Paris das Narrenfest statt, bei dem Zigeuner, Narren und verrückte Leute die Stadt in einen riesigen Rummel verwandeln. Der Glöckner von Notre Dame, Quasimodo, träumt davon, sich einmal unter die Leute mischen zu dürfen, um mit ihnen zu feiern. Richter Frollo verbietet ihm jedoch dieses Vergnügen, weil er sich seiner schämt. Die zum Leben erweckten steinernen Wasserspeier Hugo, Victor und Laverne ermuntern Quasimodo dennoch, sich zu verkleiden und zum Fest zu gehen. Dort gerät dieser mitten ins Geschehen und wird schließlich zum hässlichsten Gesicht Paris gewählt. Als man ihm die vermeintliche Maske abnehmen will, erkennen die Menschen, dass es sich um den mysteriösen Glöckner von Notre Dame handelt und beginnen, ihn zu quälen. Die Zigeunerin Esmeralda beendet das Treiben, indem sie sich für Quasimodo einsetzt. Dabei verärgert sie Richter Claude Frollo, der Quasimodo eine Lektion erteilen will, weil dieser sich seinem Willen widersetzt hat.

Esmeralda flieht vor Frollo und wird von dem Hauptmann Phoebus, der schon früher von Esmeralda begeistert worden ist, in die Kathedrale gerettet, in der sie Kirchenasyl genießt. Dort trifft sie erneut auf Quasimodo, der ihr hilft, unerkannt aus der Kirche zu fliehen. Dabei verliebt sich Quasimodo in Esmeralda, die seine Liebe jedoch nicht erwidert, sondern in ihm einen guten Freund sieht.

Frollo ist wie besessen von dem Gedanken, Esmeralda zu finden. Einerseits verteufelt er ihren anziehenden Charme, ihr Aussehen und ihren Tanz, fühlt sich aber auf der anderen Seite magisch von ihr angezogen. Er lässt in ganz Paris nach ihr suchen. Als Phoebus sich weigert, ein bewohntes Haus in Flammen zu setzten, versucht Frollo, ihn zu töten. Der Hauptmann kann jedoch stark verwundet entfliehen und wird von Esmeralda gefunden, die das vorherige Geschehen beobachtet hat. Sie bringt Phoebus zu Quasimodo in die Kathedrale, der ihn dort versteckt hält. Frollo weiss, dass Quasimodo in Esmeralda verliebt ist und täuscht ihm vor, den „Hof der Wunder“- der geheime Ort der Zigeuner- gefunden zu haben und ihn am folgenden Tag niederzubrennen. Als Phoebus aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht, machen sich Quasimodo und er mit Hilfe eines Talismanns, den Esmeralda dem Glöckner geschenkt hat, auf den Weg zum „Hof der Wunder“, um die Zigeuner zu warnen. Frollo folgt ihnen mit seinen Soldaten und verhaftet Esmeralda, die auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden soll, sich ihrer Strafe jedoch entziehen kann, sollte ihre Wahl auf Frollo fallen.

Esmeralda entscheidet sich für den Tod, wird aber von Quasimodo abermals in die Kathedrale gerettet, in der sie Asyl genießt. Frollo lässt die Kathedrale stürmen, verfolgt Quasimodo und Esmeralda in den obersten Teil Notre Dames und treibt sie dort in die Enge. Als es ihm sicher erscheint, dass die beiden sterben werden, berichtet er Quasimodo die Wahrheit über seine Mutter. Als er zum Todesstoß ausholt, löst sich der Stein auf dem er steht und stürzt mit ihm in die Tiefe.

Quasimodo wird von nun an akzeptiert und Esmeralda und Phoebus werden ein Liebespaar.

Der Glöckner von Notre- Dame (Victor Hugo)

(Originaltitel: „Notre- Dame de Paris, 1482)

Die ersten beiden Bücher des Werkes zeigen zunächst das spätmittelalterliche Paris mit seinem bunten Treiben am Tag des Narrenfestes (6. Januar). Im Palais de Justice fällt der Dichter Pierre Gringoire, wie Ludwig XI. eine historische Persönlichkeit, mit seinem Mysterienspiel durch, während auf Anregung eines Maître Coppenole der mißgestaltete Glöckner der Kathedrale Notre- Dame, Quasimodo zum Narrenpapst gewählt wird. Auf der Suche nach einem Quartier für die Nacht folgt Gringoire der elfenhaften Zigeunerin Esmeralda, die durch ihren anmutigen Tanz immer aufs Neue begeisterte Zuschauer gewinnt, zugleich aber ständigen Nachstellungen durch den düsteren Dompropst von Notre- Dame, Dom Claude Frollo, ausgesetzt ist. Gringoire wird bei seiner nächtlichen Wanderung Zeuge, wie Quasimodo Esmeralda zu entführen versucht, durch das Dazwischentreten einer Streife königlicher Bogenschützen unter dem Hauptmann Phoebus de Châeuapers aber daran gehindert wird. Gringoire gerät schließlich in die berüchtigte Cour de miracles, das Zentrum der Truands - der damaligen Pariser Unterwelt- und wird nur durch das Dazwischentreten Esmeraldas vor dem Galgen bewahrt. Das dritte Buch bringt dann eine Beschreibung von Notre- Dame und der Stadt Paris im 15. Jahrhundert. Die Kathedrale wird nicht nur in glühenden Farben geschildert, sie ist der Mittelpunkt des Werkes.

Im vierten Buch wird die Beziehung Frollos zu Quasimodo enthüllt und ein genaueres Bild beider Charaktere entworfen. Der im Ruf eines Hexenmeisters stehende Frollo hat Quasimodo, ein Findelkind, aufgezogen und zum Glöckner von Notre- Dame gemacht. Seitdem ist die Kathedrale von geheimnisvollem Leben erfüllt.

Das fünfte Buch- ebenfalls eine Rückblende - zeigt, wie König Ludwig XI., in seiner Eigenschaft als Abt von St. Martin, Frollos Schüler auf dem Gebiet der Alchimie wird.

Im sechsten Buch wird das in den ersten beiden erzählte Geschehen weitergeführt, die Bestrafung Quasimodos für den von ihm unternommenen Entführungsversuch gezeigt und von einer armen Bürgerin aus Reims die Geschichte des armen Freudenmädchens Paquette la Chantefleurie erzählt, deren Kind vor zwanzig Jahren von Zigeunern gestohlen worden sei. Vom siebten Buch bis zum Ende des Werkes (11. Buch) steht dann das eigentliche melodramische Geschehen im Vordergrund, das sich im Zeitraum von März bis Ende Juli 1482 abspielt und über dem die von Frollo beschworene anagké (das unentrinnbare Fatum) lastet. Da Dom Claude sich Esmeraldas nicht bemächtigen kann- sie liebt den konventionellen Châteupers- , läßt er sie als Hexe und Mörderin in die Fänge der Inquisition geraten. Das Angebot Frollos, mit ihm zu fliehen, lehnt sie ab. Quasimodo rettet Esmeralda kurz vor ihrer Hinrichtung in die Kathedrale, wo sie Asyl genießt.

Die Truands versuchen mit einem großen Angriff Esmeralda aus der Kathedral zu befreien.

Als König Ludwig XI. feststellt, daß dieser Aufruhr nicht der feudalen, sondern der königlichen Gerichtsbarkeit gilt, läßt er ihn niederschlagen. Esmeralda, in der die Einsiedlerin Gudule- niemand anders als Paquette Chantefleurie- gerade die lang verlorene Tochter wiedererkannt hat, wird auf der Place de Grève als Hexe gehängt. Quasimodo, der schließlich den Anteil seines Meisters am Verfahren gegen Esmeralda erkennt, stürzt Frollo von einer der Turmgalerien der Kathedrale in die Tiefe und stirbt selbst am Grabe Esmeraldas.

Vertonungen:

- Oper „La Esmeralda“, L. Bertin, Uraufführung Paris 1836
- Oper „Esmeralda“, A. Dargomyskij, Uraufführung Moskau 1847
- Oper „Notre- Dame de Paris, W. H. Fry, Uraufführung Philadelphia 1864 · Oper „Esmeralda“, A. G. Thomas, Uraufführung London 1883
- Oper „Notre- Dame“, F. Schmidt, Wien 1914

Verfilmungen

- „Esmeralda“, Frankreich 1905, Regie V. Jasset
- Frankreich 1911, Regie A. Capellani
- „Notre Dame“, Italien 1913, Regie E. Pasquali
- „The Darling of Paris“, USA 1916, Regie J. Gordon Edwards
- „The Hunchback of Notre Dame“, USA 1923, Regie W. Worsley
- „The Hunchback of Notre Dame“, USA 1939, Regie W. Dieterle
- „Badshan“, Indien 1954
- Frankreich 1956, Regie J. Delannoy

Schulpraktische Arrangements (aus Disney`s „Cinderella“ und „Der Glöckner von Notre Dame)

Rhythmicals „Cinderella“

( die Noten befinden sich im Anhang)

Arbeitsvorschläge:

Das erste Rhythmical ist leicht zu lernen und schon mit jüngeren Schülern durchführbar.

Zur Unterstützung der Sprache können die Schüler mitklatschen oder stampfen.

Es wäre möglich, in den ersten zwei Takte (Cinderella, Cinderella geht auf den Ball) die Achtel klatschen zu lassen, die nächsten zwei Takte (Mitternacht, dran gedacht?) zu stampfen, die Achtel (Lässt dort einen Glasschuh liegen, und der Prinz schafft`s, sie zu kriegen) wiederum zu klatschen und die ganze Note wieder zu stampfen. In der Pause wird dann Pause gemacht.

Als nächsten Schritt könnte man nur sprechen oder nur klatschen und stampfen.

Das Einsetzen der Körperperkussion beeinflusst den Lernprozess des Rhythmicals in der Weise positiv, dass sich die Schüler den Rhythmus besser einprägen können.

Anschließend könnte die Körperperkussion erweitert werden, beispielsweise:

- Achtelnoten klatschen,
- Viertelnoten auf die Schenkel patschen,
- Halbe schnipsen und die
- ganze Note stampfen.

Auch dieses kann, wie bereits oben angesprochen, so gehandhabt werden, dass entweder nur gesprochen oder gepatscht, gestampft, geklatscht oder geschnipst wird. Die Variationsmöglichkeiten sind hier sehr vielfältig. Weiterhin kann das Rhythmical im Kanon gesprochen werden- entweder in zwei, vier oder sogar acht Gruppen. Auch hier können Instrumente eingesetzt werden.

Als nächster Schritt kann dann der weitere Textvorschlag vorgestellt werden. Dieser soll die Schüler dazu anregen, selbst themenbezogene Texte zu Cinderella zu erfinden.

Dieses sollte in Kleingruppen geschehen.

Da den Schülern zuvor umfangreiche Gestaltungsmittel und -methoden vorgestellt worden sind, können sie sich die für sie adäquaten zur Gestaltung ihres eigenen Rhythmikals auswählen.

Wenn die Möglichkeit besteht, sollten die selbst verfassten Rhythmikals auf Tonband aufgezeichnet, zumindest aber in einer Sammlung festgehalten werden, damit die Schüler bei Bedarf auf sie zurückgreifen können und sehen, dass ihre eigenen Arbeiten Anerkennung bekommen. Dieses motiviert die Schüler dann sicher auch zu neuen Arbeiten.

Erweiterung des Rhythmikals

Mit musikalisch fortgeschrittenen Schülern sollte die Erweiterung des Cinderella- Rhythmikals bearbeitet werden. Dieses wird von zwei einander ersetzende, aufeinander aufbauenden Stimmen gesprochen und ist nicht so leicht zu lernen.

Als Einstieg ist es daher ratsam, die leichtere Version vorab kennen zu lernen, um dann zu der Erweiterung überzugehen.

Die Klasse wird in zwei Gruppen eingeteilt. Die Stimmen sollten zuerst einzeln geprobt werden. Einige Schüler könnten mit Trommeln oder Claves das Metrum, in diesem Fall Viertel, schlagen, damit sich die Sprecher daran orientieren können.

Wenn die Gruppen sicher in ihrer Stimme sind, können beide zuammen das Rhythmikal sprechen.

Erst jetzt sollte begonnen werden, mit der Dynamik zu variieren. Vielleicht haben die Schüler andere Vorstellungen zur Lautstärkegestaltung des Stückes, die ebenfalls durchgeprobt werden sollten.

Auch bei diesem Rhythmikal können jederzeit Instrumente oder Körperperkussion eingesetzt werden.

Man könnte einen Durchgang sprechen, einen auf Instrumenten spielen, einen dritten körperperkussiv gestalten und einen abschließenden Durchgang wiederum sprechen.

Die Schüler werden sicher einige eigene Ideen zur Gestaltung vorschlagen oder auch sogar wieder in Kleingruppen eigene Möglichkeiten proben und vorstellen wollen.

Der Glöckner von Notre Dame

Dieses vierstimmige Rhythmikal ist nicht so schwierig, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Sprecher III und IV bilden ein durchgängiges Ostinato, auf welches die anderen Stimmen aufbauen. Den Gestaltungsmethoden- und mitteln sind auch hier keine Grenzen gesetzt. Ob nun Körperperkussion, Instrumentierung oder sogar Hintergrundgeräusche, alles ist möglich.

Schulpraktisch arrangierte Lieder aus „Cinderella“ und „Der Glöckner von Notre Dame“

Das Arbeitslied (aus Cinderella)

„Das Arbeitslied“ ist ein Arrangement für Orffsche`s Schulwerk, in diesem Fall Glockenspiel und Bassklangstäben und einer Rhythmusgruppe.

Dieses Lied eignet sich sehr gut für die Verwendung in der Schule. Die Rhythmen sind leicht zu spielen. Der Tonumfang beträgt zwar eine Oktave, welche aber auf dem Glockenspiel gut zu überschauen ist. Die Congas, Claves und die Triangel bilden die stets gleichbleibende Rhythmusgruppe.

Man könnte mit dieser zu proben beginnen.

Anschließend können die Bassklangstäbe, welche zwei und drei verschiedene Töne umfassen, in überschaubaren Abschnitten geprobt werden. Werden beide Gruppen, die Rhythmus- und die Akkordgruppe zusammengesetzt, bilden sie das harmonische und rythmische Gerüst des ganzen Stückes, auf welches sich die Melodie aufbaut.

Bibbidi- Bobbidi- Boo

(aus Cinderella)

„Bibbidi- Bobbidi- Boo“ ist ein Arrangement für Chor, drei Bassklangstäbe, und einer Rhythmusgruppe, bestehend aus Triangel, Claves und Trommel.

Das Lied ist in insgesamt zwei verschiedene Abschnitte einzuteilen, erstens die ersten acht Takte, die sich aus vier Takten und deren Wiederholung zusammensetzen, dann die nächsten vier Takte, ohne Claves und Trommel und schließlich die verbleibenden vier Takte, die wiederum die Wiederholung des Anfangs sind.

Dieser Aspekt sollte bei der Probenarbeit berücksichtig werden, so dass lediglich zwei kleine Abschnitte von jeweils vier Takten geübt werden müssen, die im Anschluss zusammengesetzt werden.

Die Rhythmusgruppe ist zwar auf den ersten Blick schwieriger als bei dem „Arbeitslied“, ist aber dennoch leicht zu bewältigen, wenn man in den kleinen Abschnitten probt.

Es wäre ratsam, Rhythmus- und Harmoniegruppe einzeln zu üben und anschließend zusammenzusetzen.

Den Chor könnte man bei einer Aufnahme des Liedes oder bei Abspielen der entsprechenden Filmszene mitsingen lassen, was sich durchaus motivierend auf die Schüler auswirken kann.

Bald schon

(aus „Der Glöckner von Notre- Dame“)

„Bald schon“ ist ein Arrangement für Chor, Bassklangstäbe und einer Rhythmusgruppe, bestehend aus Triangel, Claves und Trommel.

„Bald schon“ setzt sich aus drei verschiedenen Abschnitten, Teil A, B und dem Schluss (A`), zusammen. Die Trommel spielt einen durchgehend gleichbleibenden Rhythmus. In Teil A und A` gesellen sich die Triangel und die Claves hinzu, die ihrerseits ebenfalls einen gleichbleibenden Rhythmus spielen. Dieser Part der Rhythmusgruppe hat in Teil B Pause. Die Bassklangstäbe teilen sich die Akkorde in walzerähnlicher Begleitung.

Dieses Stück ist wohl das schwierigste der drei, aber es ist jedoch sicherlich in einer vierten Klasse machbar. Es wurde darauf geachtet, dass beispielsweise bei der Harmoniegruppe nicht zu viele verschiedene Töne auf eine Stimme fallen, welches, ausser beim dritten Bass, auch gelungen ist. Der dritte Bass kann aber von zwei Schülern geteilt werden, von denen jeder drei Töne zu „bedienen“ hat, wenn diese an der Reihe sind.

Weitere Arbeitsvorschläge für den Umgang mit Filmen im Unterricht Die nun folgenden Arbeitsvorschläge für den Umgang mit Zeichentrickfilmen im Rahmen des Musikunterrichts lassen sich auf alle Filme anwenden und sind nicht spezifisch für „Cinderella“ oder „Der Glöckner von Notre Dame“ konzipiert.

Eigene Filmmusik

Es wird eine Filmszene ausgewählt, die sich zur Vertonung durch die Schüler gut eignet. Sie sollte Elemente enthalten, die die Schüler inspiriert, aber auch nicht zu viele Aktionen, die sich nicht auf einen Blick erfassen lassen. Desweiteren sollte die Szene nicht zu lang sein, vielleicht eine halbe Minute, damit sich die Schüler merken können, was passiert und was sie musikalisch darstellen möchten.

Die Szene wird den Schülern ohne Ton vorgepielt, um sie nicht in irgendeiner Hinsicht zu beeinflussen. Die Klasse teilt sich nun in Kleingruppen auf und bekommt Gelegenheit, sich die zu vertonende Szene des öfteren anzuschauen.

Dann werden die einzelnen Gruppenergebnisse vorgestellt, miteinander und mit der Filmszenenmusik verglichen.

Musik raten

Es wird eine Szene ausgewählt und ohne Ton vorgespielt. Im Anschluss wird dieselbe Szene mit verschiedenen Musiken unterlegt. Die Schüler sollen nun raten, beziehungsweise auch begründen können, welche Musik die richtige sein könnte oder warum eine andere Musik vielleicht auch gut zu der Szene passen könnte.

Grafische Notation

Es wird eine kurze Szene mit charakteristischer Musik ausgewählt. Die Schüler bekommen ein Arbeitsblatt, welches wie folgt aussehen könnte:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Es werden mit den Schülern Zeichen und Symbole für verschiedene Elemente abgesprochen (zum Beispiel Crescendi/ Decrescendi, verschiedene Instrumente= verschiedene Symbole, ...)

Die Schüler bekommen nun die Möglichkeit, die Szene mehrere Male anzusehen. Dabei sollen sie sich am Zähler des Videorekorders orientieren, um ihre grafische Notation zu erstellen. Auch hier kann die Arbeit in Kleingruppen stattfinden.

Diese Vorschläge können teilweise auch realisiert werden, wenn kein Videorekorder vorhanden ist. Für die grafische Notation ist ein Kassettenrekorder mit Zähler oder ein CD- Player ausreichend.

Beim „Musik raten“ kann auf Folien zurückgegriffen werden, die aus den Disneybüchern oder aus den Songbooks kopiert werden.

Vergleich von „Cinderella“ und „Der Glöckner

von Notre Dame“

Wie aus dem vorhergegangenen Ausführungen hervorgeht, lassen sich beide Filme unter verschiedenen schulpraktischen Gesichtspunkten verwenden. Wo sich bei Cinderella noch vermehrt einzelne, kurze Musiknummern finden lassen, ist es beim „Glöckner von Notre Dame“ sehr auffällig, dass die Filmmusik in Richtung Musical tendiert. So wird beispielsweise am Anfang des Films die Szenerie und das Geschehen singend durch den Narren Clopin vorgestellt. Auch beim Blick in die zum Film erschienenen Songbooks lässt sich diese Tendenz bestätigen. Es gibt sehr viele sehr lange Lieder, die von narrativem Charakter sind.

Bei „Cinderella“ ist es leichter, einzelne Stücke zu arrangieren und in der Schule zu verwenden. Die Harmonik ist leichter zu erfassen und nicht von so vielen tonartlichen Wechseln geprägt wie beim „Glöckner von Notre Dame“. Die Stücke sind insgesamt kürzer und liedhafter aufgebaut. „Bibbidi- Bobbodo- Boo“ beispielsweise besteht genau genommen aus nur zwei verschiedenen Teilen. Die ersten vier Takte (ohne intrumentale Introduktion) werden mit anderem Text wiederholt. Darauf folgt der zweite Teil, und schließlich endet das Stück wieder mit Teil eins.

Ein so einfach aufgebautes Lied lässt sich im Songbook des „Glöckner von Notre Dame“ nicht finden.

Aber es gibt genügend Möglichkeiten, aus musikalischer Sicht mit beiden Filmen zu arbeiten.

Beim „Glöckner von Notre Dame“ könnte beispielsweise noch auf die liturgischen Gesänge der Geistlichen Notre Dames eingegangen und besondere Charakteristika herausgearbeitet werden.

Auch Rhythmikals, „Musik raten“, „grafische Notation“ oder „eigene Filmmusik“ lassen sich eigentlich auf jeden beliebigen Film anwenden, so dass eigentlich mit jedem Film unter Berücksichtigung verschiedener Schwerpunkte im Unterricht gearbeitet werden kann.

Fächerübergreifend kann in Deutsch beispielsweise die Originalversion der Geschichten mit der Disneyversion verglichen werden.

In Kunst könnte zum „Glöckner von Notre Dame“ die Kathedrale gemalt oder gebastelt werden.

Auch hier gibt es ein Füllhorn von Möglichkeiten, die Filme für die Schule auszuwerten.

Literaturangaben:

- Kindlers Literatur Lexikon. Band V, Werke MA- PET. Zürich: Kindler 1981. S. 6801 ff
- „Die Filme von Walt Disney- Die Zauberwelt des Zeichentricks“, Kino Verlag GmbH, Hamburg
- „Der klassische amerikanische Zeichentrickfilm“, Leonard Maltin, W. Heyne Verlag, München, Heyne Film- und Fernsehbibliothek Nr. 32/42 · „Disneys Welt- Zeit, Leben, Kunst & Kommerz des Walt Disney“, Richard Schickel, Kadmos Verlag Berlin 1997
- „Begleiter der Kindheit- Zeichentrick und die Rezeption durch Kinder“,H. Theunert, B. Schorb (Hrsg.), BLM- Schriftenreihe Band 37. München 1996
- „Disney Songbook“, Ufaton- Verlagsgesellschaft mbH., Berlin- München 1979
- „Der Glöckner von Notre- Dame“, V. Hugo, Verlag Ralph Suchier, Wiesbaden
- „Musik und Film- Filmmusik. Informationen und Modelle für die Unterrichtspraxis“, Georg Maas, Achim Schudack, Schott 1994
- „Der Glöckner von Notre Dame“ , Walt Disney Pictures Videofilm
- „Cinderella“, Walt Disney Pictures Videofilm
- „Grimms Märchen“
- „The Hunchback of Notre Dame“, Easy Piano, Music by Alan Menken, Lyrics by Stphen Schwartz, Wonderland Music Company
- Hörspielkassette „Walt Disneys Aschenputtel“, Walt Disney Records, Karussell
- CD „Disneys Abenteurland“, Die schönsten Lieder aus Disneys Abenteurfilmen, Walt Disney Records, 1998

21 von 21 Seiten

Details

Titel
Musik im Zeichentrickfilm. "Cinderella" und "Der Glöckner von Notre - Dame" im Vergleich
Autor
Jahr
1999
Seiten
21
Katalognummer
V102155
Dateigröße
392 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Musik, Zeichentrickfilm, Cinderella, Glöckner, Notre, Dame, Vergleich
Arbeit zitieren
Constanze Groenke (Autor), 1999, Musik im Zeichentrickfilm. "Cinderella" und "Der Glöckner von Notre - Dame" im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/102155

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