Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg

Der Widerstand der jungen Generation gegen den Nationalsozialismus

Titel: Der Widerstand der jungen Generation gegen den Nationalsozialismus

Hausarbeit , 2020 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Louisa Ruhnau (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll der Widerstand gegen den Nationalsozialismus exemplarisch anhand des Widerstands verschiedener Gruppierungen der jungen Generation untersucht werden. Des Weiteren wird der Fragestellung nachgegangen, unter welchen Bedingungen der Widerstand aufkeimte, welche Beweggründe anzuführen sind und weshalb dieser letztlich scheiterte. Im "Dritten Reich" wird den Menschen das Recht auf Widerstand verwehrt, vielmehr müssen Regimegegner mit Folter, einer Inhaftierung oder gar dem Tod rechnen. Nichtsdestotrotz gibt es Bürger, die sich gegen die Nationalsozialisten auflehnen, ihr Leben riskieren und so zeigen, dass trotz aller Grausamkeiten weiterhin bei einem Teil der Bevölkerung ein moralisches Denken existiert.

Das Jahr 1933 steht für die Machtergreifung Adolf Hitlers und den Beginn einer der dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte. Am 30. Januar 1933 wird Hitler zum Reichskanzler ernannt und damit das Ende der Weimarer Republik eingeläutet. Die Zeit des Nationalsozialismus ist geprägt von einem totalitären Regime, welches durch einen staatlich organisierten Überwachungsapparat dafür sorgt, dass jegliche Form der Opposition schnell erkannt und unschädlich gemacht wird. Des Weiteren wird die Bevölkerung zu einer gegenseitigen Überwachung angehalten. Obgleich der Großteil der Bevölkerung mit dem Regime sympathisiert oder sich notgedrungen mit der Situation arrangiert, regt sich Widerstand.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Widerstand

3. Widerstand der jungen Generation

3.1. Ausgangssituation

3.2. Die Weiße Rose

3.3. Edelweißpiraten

3.4. Herbert-Baum-Gruppe und Swing-Jugendliche

4. Das Scheitern des Widerstands

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht exemplarisch den Widerstand verschiedener Gruppierungen der jungen Generation gegen das nationalsozialistische Regime, analysiert die Beweggründe sowie Rahmenbedingungen dieses Widerstands und beleuchtet die Ursachen für dessen letztendliches Scheitern.

  • Analyse von Motiven und Widerstandsformen der jungen Generation
  • Untersuchung der nationalsozialistischen Indoktrination durch die Hitler-Jugend
  • Detaillierte Fallstudien: Weiße Rose, Edelweißpiraten, Herbert-Baum-Gruppe und Swing-Jugendliche
  • Evaluation der Gründe für das Scheitern des jugendlichen Widerstands

Auszug aus dem Buch

3.2. Die Weiße Rose

Die aus Münchner Studenten bestehende Weiße Rose ist als eine der bekanntesten Gruppen des Widerstands gegen den Nationalsozialismus zu bezeichnen. Die Weiße Rose ist jedoch nicht dem Jungendprotest, sondern vielmehr dem Widerstand der jungen Generation zuzurechnen, da es sich bei ihren Mitgliedern größten Teils um junge Erwachsene handelt. Im Frühjahr 1942 entsteht die Gruppierung um die Medizinstudenten Hans Scholl und Alexander Schmorell. Zu ihnen stoßen Willi Graf, Sophie Scholl, Christoph Probst sowie der aus der Schweiz stammende Professor Kurt Huber, der zu ihrem Mentor wird. Die befreundeten Münchner Studenten sind zwischen 21 und 25 Jahre alt und setzen es sich zum Ziel, die Bevölkerung auf die Verbrechen des Regimes aufmerksam zu machen und zum passiven Widerstand aufzurufen. Ferner gehören noch weitere Studenten, Künstler und Professoren der Weißen Rose an.

Hans Scholl ist seit 1933 in der Hitler-Jugend aktiv und nimmt 1935 als Fahnenführer am Reichsparteitag teil. Der Besuch des Reichsparteitages löst in Hans jedoch ein Umdenken aus und er wendet sich vom Nationalsozialismus ab. 1937 wird er von der Gestapo wegen „bündischer Umtriebe“ verhaftet. Im Jahr 1941 begegnet Hans Scholl dem katholischen Publizisten Carl Muth und bekommt so außerhalb des christlichen Elternhauses Zugang zum Glauben. Er beginnt ein Medizinstudium in München, wo er auf Alexander Schmorell trifft, welcher wiederum mit Christoph Probst befreundet ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Situation ab 1933 ein und erläutert die Bedeutung der Untersuchung des jugendlichen Widerstands gegen das totalitäre Regime.

2. Definition Widerstand: Das Kapitel definiert den Begriff Widerstand im Kontext der NS-Diktatur und unterscheidet zwischen aktivem und passivem Widerstand unter Berücksichtigung individueller und moralischer Motive.

3. Widerstand der jungen Generation: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Vielfältigkeit des jugendlichen Widerstands und beleuchtet die ideologische Vereinnahmung durch die Hitler-Jugend sowie spezifische Gruppierungen.

3.1. Ausgangssituation: Es wird analysiert, wie die Nationalsozialisten versuchten, die Jugend durch Organisationen wie die Hitler-Jugend und den Bund Deutscher Mädel ideologisch zu indoktrinieren und zu kontrollieren.

3.2. Die Weiße Rose: Eine detaillierte Darstellung der Widerstandstätigkeiten der studentischen Gruppe um die Geschwister Scholl, deren Flugblätter und deren intellektuelle sowie moralische Auseinandersetzung mit dem Regime.

3.3. Edelweißpiraten: Untersuchung einer unpolitischen, subkulturellen Widerstandsform, die sich vor allem durch Distanzierung vom Zwang und den bündischen Traditionen der Jugend widersetzte.

3.4. Herbert-Baum-Gruppe und Swing-Jugendliche: Analyse zweier gegensätzlicher Gruppen – der kommunistisch geprägten, jüdischen Widerstandsgruppe einerseits und der weltoffenen, an US-Musik orientierten Swing-Jugend andererseits.

4. Das Scheitern des Widerstands: Zusammenfassung der systemischen Gründe für das Scheitern, insbesondere die mangelnde Organisation, fehlende Vernetzung und die extreme Gefahr durch den staatlichen Überwachungsapparat.

5. Fazit: Abschließende Betrachtung der erstaunlichen Zivilcourage der Jugendlichen, die trotz aussichtsloser Bedingungen für ihre moralischen Werte eintraten, sowie eine Bilanz der Widerstandstätigkeiten.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Widerstand, junge Generation, Hitler-Jugend, Weiße Rose, Edelweißpiraten, Herbert-Baum-Gruppe, Swing-Jugend, Gestapo, Regimegegner, Zivilcourage, Flugblätter, Indoktrination, Totalitarismus, Jugendliche

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Widerstand der jungen Generation gegen das nationalsozialistische Regime in Deutschland zwischen 1933 und 1945.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Themen sind die ideologische Indoktrination durch die Hitler-Jugend, die verschiedenen Formen und Motive von jugendlichem Widerstand sowie die Konsequenzen und das Scheitern dieser Aktionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, unter welchen Bedingungen Widerstand aufkam, welche Beweggründe die Jugendlichen hatten und warum dieser Widerstand letztlich scheiterte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Untersuchung, die Quellen wie Flugblätter, Gestapo-Akten und zeitgeschichtliche Literatur auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ausgangssituation unter der NS-Herrschaft und untersucht exemplarisch Gruppen wie die Weiße Rose, die Edelweißpiraten, die Herbert-Baum-Gruppe und die Swing-Jugend.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Nationalsozialismus, Widerstand, junge Generation, Hitler-Jugend und die Namen der untersuchten Widerstandsgruppen.

Warum wird die Weiße Rose als Widerstand der jungen Generation und nicht als bloßer Jugendprotest eingeordnet?

Da es sich bei den Mitgliedern der Weißen Rose primär um junge Erwachsene handelte, die eine dezidierte politische und moralische Auseinandersetzung mit dem Regime suchten, wird sie dem Widerstand der jungen Generation zugeordnet.

Inwiefern unterschieden sich die Edelweißpiraten von der Hitler-Jugend?

Die Edelweißpiraten lehnten die Uniformität, Disziplin und fehlende Individualität der Hitler-Jugend ab und setzten stattdessen auf bündische Traditionen, Selbstbestimmung und eigenverantwortliche Freizeitgestaltung.

Was war das Hauptmotiv der Herbert-Baum-Gruppe?

Die Gruppe war kommunistisch geprägt und vereinte Menschen jüdischer Herkunft, die gezielt gegen die rassistische Diskriminierung und das Unrechtsregime vorgingen.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Widerstand der jungen Generation gegen den Nationalsozialismus
Hochschule
Universität Kassel  (Gesellschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Boykott, Protest und Dissidenz. Widerstandshandeln in der Moderne.
Note
1,0
Autor
Louisa Ruhnau (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
17
Katalognummer
V1021635
ISBN (eBook)
9783346414564
ISBN (Buch)
9783346414571
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jugend Nationalsozialismus Geschichte Widerstand Moderne Weiße Rose Edelweißpiraten Jugend im Nationalsozialismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Louisa Ruhnau (Autor:in), 2020, Der Widerstand der jungen Generation gegen den Nationalsozialismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1021635
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  17  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum