Diese Einsendeaufgabe befasst sich mit einem Projekt zur Förderung von individueller gesundheitsorientierter Bewegung im Alltag von Kindergartenkindern. Dabei umfasst die Arbeit die folgenden Inhalte: Analyse der gesundheitlichen Ausgangssituation, Schwerpunktthema für ein Projekt zur Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten, Recherche Modellprojekt und enthält ein Literaturverzeichnis.
Inhaltsverzeichnis
1 ANALYSE DER GESUNDHEITLICHEN AUSGANGSSITUATION
1.1 Gesundheitsbezogene Datenlage
1.2 Ableitung von Handlungsansätzen
2 SCHWERPUNKTTHEMA FÜR EIN PROJEKT ZUR GESUNDHEITSFÖRDERUNG IN KINDERTAGESSTÄTTEN
3 RECHERCHE MODELLPROJEKT
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die gesundheitliche Ausgangssituation von Vorschulkindern zu analysieren und daraus praxisorientierte Handlungsansätze für die Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten abzuleiten, um so einen Beitrag zur frühen Prävention von Fehlentwicklungen zu leisten.
- Analyse zentraler Gesundheitsprobleme im Vorschulalter
- Bedeutung der Kindertagesstätte als Schlüsselsetting
- Entwicklung von Maßnahmen zur Verhaltens- und Verhältnisprävention
- Evaluation bestehender Modellprojekte zur Bewegungs- und Trinkförderung
Auszug aus dem Buch
1.1 Gesundheitsbezogene Datenlage
Zunächst werden die zentralen Gesundheitsprobleme von Vorschulkindern dargestellt. Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (2002, S. 22) gibt es vier zentrale Gesundheitsprobleme von Kindern im Alter zwischen 3 und 6 Jahren: 1. Unfälle aufgrund von mangelnder Koordination, bedingt durch Bewegungsmangel 2. Defizite der motorischen und koordinativen Fähigkeiten, bedingt durch Bewegungsmangel 3. Übergewicht und Adipositas durch ein gestörtes Ess- und Bewegungsverhalten 4. Psychosoziale Auffälligkeiten, welche die zukünftige Entwicklung sowie das Verhalten negativ beeinflussen
Aus der KIGGS-Studie 2. Welle des Robert-Koch-Instituts, welche 2018 im Journal of Health Monitoring (S. 8-80) veröffentlicht wurde, gehen verschiedene zentrale Gesundheitsprobleme von Kindern im Alter von 3-6 Jahren hervor. Laut der Studie sind 10,8% der Mädchen, sowie 7,3% der Jungen im Vorschulalter mindestens übergewichtig. Die Zahlen zeigen auch, dass sich die Zahl der übergewichtigen Kinder im Grundschulalter bei den Jungen fast verdoppelt (16,1%).
Des Weiteren wird in der 2. Welle der KIGGS-Studie das Bewegungsverhalten von Kindern analysiert. Die Auswertung zeigt, dass lediglich 42,5% der Mädchen, sowie 48,9% der Jungen die von der WHO empfohlenen 60 Minuten Bewegung pro Tag erreichen. Auch diese Zahlen nehmen mit zunehmendem Alter ab.
Zusammenfassung der Kapitel
1 ANALYSE DER GESUNDHEITLICHEN AUSGANGSSITUATION: Dieses Kapitel identifiziert die primären gesundheitlichen Defizite von Kindern im Vorschulalter, wie Bewegungsmangel und Übergewicht, und begründet die Rolle der Kindertagesstätte als essenzielles Setting für präventive Maßnahmen.
2 SCHWERPUNKTTHEMA FÜR EIN PROJEKT ZUR GESUNDHEITSFÖRDERUNG IN KINDERTAGESSTÄTTEN: Hier wird ein konkretes Konzept zur Förderung gesundheitsorientierter Bewegung vorgestellt, das sowohl verhaltenspräventive Maßnahmen (z.B. Belohnungssysteme) als auch verhältnispräventive Ansätze (z.B. Testungen und Ausstattung) kombiniert.
3 RECHERCHE MODELLPROJEKT: Dieses Kapitel analysiert das Praxisbeispiel „Mehr bewegen und mehr trinken von Kindheit an“ und evaluiert dessen Methoden sowie die erzielten Effekte auf das Bewegungs- und Trinkverhalten der Zielgruppe.
Schlüsselwörter
Gesundheitsförderung, Prävention, Kindertagesstätte, Vorschulkinder, Bewegungsmangel, Adipositas, KIGGS-Studie, Verhaltensprävention, Verhältnisprävention, Modellprojekt, Ernährungsbildung, Koordination, Gesundheitsverhalten, Soziale Herkunft, Chancengleichheit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Gesundheitsförderung und Prävention bei Vorschulkindern im Setting Kindertagesstätte.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Bewegungsförderung, die Verbesserung des Ernährungsverhaltens sowie die Unfallprävention bei Kindern.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Ableitung und Konzeption von Maßnahmen, die gesundheitsförderndes Verhalten im Alltag von Kindergartenkindern nachhaltig etablieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden eine Literaturanalyse aktueller Daten (u.a. KIGGS-Studie) sowie eine konzeptionelle Ausarbeitung auf Basis dieser Befunde vorgenommen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Ausgangslage, die Entwicklung eines eigenen Projektkonzepts und die kritische Untersuchung eines bestehenden Modellprojekts.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Gesundheitsförderung, Prävention, Bewegungsmangel, Kindertagesstätten und Verhaltensprävention.
Warum sind Kindertagesstätten laut dem Autor besonders für Prävention geeignet?
Da sie ein Setting darstellen, in dem Kinder in einer prägbaren Phase ihres Lebens erreicht werden und soziale Unterschiede durch ein einheitliches Umfeld gemildert werden können.
Welchen Einfluss hat die soziale Herkunft auf die Gesundheit der Kinder?
Die Arbeit betont, dass Kinder aus sozial schwachen Schichten ein signifikant höheres Risiko für gesundheitsschädliches Verhalten aufweisen.
Warum wird im Projektkonzept ein Belohnungssystem vorgeschlagen?
Um Bewegung im Alltag der Kinder positiv zu besetzen und einen Anreiz für kontinuierliche körperliche Aktivität auch außerhalb der Einrichtung zu schaffen.
Was ist das Hauptergebnis der Untersuchung zum Modellprojekt „Mehr bewegen und mehr trinken“?
Während bei der Trinkförderung positive Effekte messbar waren, zeigte sich bei der Bewegungsförderung keine signifikante kurzfristige Veränderung des Verhaltens.
- Arbeit zitieren
- Dorian Stein (Autor:in), 2020, Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten am Beispiel von Kindertagesstätten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1021751