Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Historia universal - Prehistoria e Historia antigua

Kelten - Römer - Germanen. Siedlung und Verkehr in der Westhessischen Senke während der "Übergangszeit" (1. Jhd. v. Chr. bis 1. Jhd. n. Chr.)

Título: Kelten - Römer - Germanen. Siedlung und Verkehr in der Westhessischen Senke während der "Übergangszeit" (1. Jhd. v. Chr. bis 1. Jhd. n. Chr.)

Libro Especializado , 2021 , 178 Páginas

Autor:in: Konrad Goettig (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die Jahrzehnte um Christi Geburt sind im heutigen Hessen eine unruhige Zeit. Unterschiedlichste ethnische Gruppen sind in Bewegung. Die Bevölkerung sieht sich einem vermehrten Druck durch aus dem Osten und Nordosten vordringende Sueben ausgesetzt. Diese drängen die indigenen Stämme gegen den Rhein, die ihrerseits versuchen, dem Druck durch das Überschreiten des Rheines auszuweichen. Doch hier stößt man erneut auf Widerstand: Die Römer.

Zahlreiche Migrationsbewegungen im mitteleuropäischen Raum, beginnend mit den Zügen der Kimbern, Teutonen und Ambronen im 2. Jahrhundert v. Chr., den Vorstößen der Przeworsk-Gruppen und den Migrationen der von Caesar „Sueben“ genannten Völkerschaften (etwa seit 75 v. Chr.), drängten die westlich lebenden Gruppen „zwischen Kelten und Germanen“ gegen den Rhein und damit in die römisch beanspruchte Region Gallien.

All diese Bewegungen, Wanderungen und Migrationsaktivitäten sind undenkbar ohne ein entsprechendes Netz von Wegen und Verkehrslinien zu Wasser und zu Lande. In einem dichten und versumpften germanischen Wald sind die beispielhaft aufgeführten Vorstöße und Wanderbewegungen, die besonders auch während der „Übergangszeit“ stattfinden und letztendlich die „Germanisierung“ der indigenen Bevölkerung begründen, nicht zu unternehmen.

Im Bereich der Westhessischen Senke, die nach Norden in die Niederhessische Senke übergeht, können wir von einem bereits lange vor den Römern bestehenden Wegenetz ausgehen. In dieser Arbeit soll diesen Altwegen gefolgt und versucht werden, ein regionales und zum Teil auch überregionales Netz dieser frühen Trassen nachzuzeichnen. Eine Rekonstruktion dieser Wege ist nicht denkbar, ohne den Blick auf die Topographie und das Siedlungsgefüge jener Zeiten, denn Wege verbanden auch immer Zentren menschlichen Wirtschaftens und Lebens miteinander. Die Lage der Siedlungen im Gelände, der Bezug zu benachbarten Siedlungen, die Lage zum Wasser, die Qualität der Böden und der Zugang zu Rohstoffen wie zum Beispiel Salz und Erzen: all das war und ist für den siedelnden und wirtschaftenden Menschen von außerordentlicher Bedeutung.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Vorrede

Der Naturraum: Geologie, Topographie, Klima, Hydrologie und Böden

Geologie und Topographie

Klima

Hydrologie

Böden

Siedlungen und Verkehr

Caesar im Lahntal : 55 v. Chr. und 53 v. Chr.

Ubier, Sueben, Chatten – Germanen?

Das Amöneburger Becken

Altwege

Die Ohmfurt bei Anzefahr

Die Keltenbrücke von Kirchhain-Niederwald

Niederhessen

Das Oppidum Manching und die Amöneburg

Keltische Sklavenjäger ?

Die Siedlungskammer Fritzlar-Geismar

Siedlung und Verkehr in vorgeschichtlichen Talauen

Die Siedlung am Roten Wasser bei Bürgeln

Das vor- und frühgeschichtliche Landschaftsbild in Mittelhessen

Römer unterwegs auf den Altwegen?

Weitere Altwege

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die vorgeschichtliche und frühgeschichtliche Siedlungs- und Verkehrsgeschichte in der Westhessischen Senke während der sogenannten "Übergangszeit" vom 1. Jahrhundert v. Chr. bis zum 1. Jahrhundert n. Chr. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie naturräumliche Gegebenheiten, das bestehende Wegenetz sowie die Einflüsse von Kelten, Römern und germanischen Stämmen wie den Ubiern, Sueben und Chatten das regionale Siedlungsgefüge und die Mobilität beeinflussten.

  • Analyse des Naturraums und seiner Bedeutung für die Siedlungsgunst
  • Rekonstruktion regionaler und überregionaler Altwege
  • Untersuchung der archäologischen Siedlungsspuren und deren Einbindung in das Wegenetz
  • Bewertung der Auswirkungen römischer Präsenz auf die einheimische Bevölkerung
  • Interpretation von Siedlungsprozessen vor dem Hintergrund des Kulturwandels

Auszug aus dem Buch

Caesar im Lahntal : 55 v. Chr. und 53 v. Chr.

Das Limburger Becken bildet neben dem Mittelrheinischen Becken einen der beiden großen intramontanen Senkungsräume innerhalb des Rheinischen Schiefergebirges. Es bildet den mittleren Teil der natürlichen Einheit des Gießen-Koblenzer-Lahntals zwischen dem Weilburger Lahntalgebiet und dem unteren Lahntal beiderseits des Flusses um die Stadt Limburg. Die etwa 20x14 km weite, waldarme Landschaftskammer des Limburger Beckens ist als tektonisches Einbruchsfeld angelegt und verbindet die stärker eingeschnittenen Talstrecken im Weilburger Lahntalgebiet mit denen des unteren Lahntals.

Sie gliedert sich in das Nord- und Süd-Limburger Becken sowie in das nahezu ebene Innere Limburger Becken mit der Villmarer Bucht und der Linterer Platte, in dessen Sohle sich der gewundene Lahnverlauf etwa 50 m tief eingeschnitten hat. Die an den Rändern des Beckens vorspringenden oder aus diesem aufragenden Hügel bilden weithin sichtbare Landmarken, welche das Landschaftsbild prägen, so das Heidenhäuschen (398 m) nördlich von Steinbach, der Mensfelder Kopf (314 m) und der sich jenseits des östlichen Beckenrandes im Langhecker Lahntaunus befindliche Bergrücken Galgenberg (277 m) bei Villmar. Der Untergrund besteht vorwiegend aus Gesteinen der geologischen Lahnmulde, welche an den Rändern und an steileren Talhängen zu Tage treten.

Zusammenfassung der Kapitel

Der Naturraum: Geologie, Topographie, Klima, Hydrologie und Böden: Dieses Kapitel erläutert die naturräumlichen Voraussetzungen der Westhessischen Senke, wobei Geologie, Klima, Wasserhaushalt und Bodenbeschaffenheit als Faktoren für die frühgeschichtliche Besiedlung analysiert werden.

Siedlungen und Verkehr: Dieses Kapitel untersucht die Entwicklung des Wegenetzes, die historische Bedeutung der "Bernsteinstraße" sowie die römischen Militäroperationen im Lahntal und deren Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung.

Caesar im Lahntal : 55 v. Chr. und 53 v. Chr.: Dieses Kapitel analysiert die militärische Präsenz Caesars im Raum Limburg und die archäologischen Befunde römischer Marschlager bei Limburg-Eschhofen sowie deren zeitliche Einordnung.

Ubier, Sueben, Chatten – Germanen?: Dieses Kapitel beleuchtet die problematische historische Kategorisierung dieser Stämme und die komplexe Ethnogenese der im hessischen Raum siedelnden Bevölkerungsgruppen im 1. Jahrhundert v. Chr.

Das Amöneburger Becken: Dieses Kapitel widmet sich der archäologischen Bedeutung der Amöneburg als zentrale Siedlung und Marktplatz sowie der dortigen kontinuierlichen Nutzung von der Frühlatènezeit bis zur römischen Kaiserzeit.

Altwege: Dieses Kapitel vertieft die Bedeutung von Altstraßen wie der Weinstraße und dem Balderscheider Weg als essentielle Infrastruktur für den Austausch von Waren und die römische Logistik.

Die Ohmfurt bei Anzefahr: Dieses Kapitel untersucht die historische Bedeutung des Übergangs bei Anzefahr, der aufgrund seines Namens und archäologischer Funde als "Furt der Götter" interpretiert werden könnte.

Die Keltenbrücke von Kirchhain-Niederwald: Dieses Kapitel beschreibt den sensationellen Fund einer latènezeitlichen Holzbrücke, die auf eine ausgeprägte verkehrsgeographische Vernetzung der Region schließen lässt.

Niederhessen: Dieses Kapitel beschreibt die Rolle Niederhessens als Kontaktzone zwischen der keltischen Oppida-Zivilisation und germanischen Gruppen während der Eisenzeit.

Das Oppidum Manching und die Amöneburg: Dieses Kapitel analysiert die intensiven kulturellen und wirtschaftlichen Handelsbeziehungen der Amöneburg zum süddeutschen Raum, insbesondere zu Manching.

Keltische Sklavenjäger ?: Dieses Kapitel diskutiert die These von befestigten Grenzorten, die als Basis für keltische Raubzüge in den Norden gedient haben könnten.

Die Siedlungskammer Fritzlar-Geismar: Dieses Kapitel untersucht die über 1600 Jahre kontinuierliche Besiedlung bei Fritzlar-Geismar und den dort nachweisbaren kulturellen Wandel in der Latènezeit.

Siedlung und Verkehr in vorgeschichtlichen Talauen: Dieses Kapitel hinterfragt die Annahme, dass Auen in der Frühzeit grundsätzlich unbesiedelt und verkehrsfeindlich waren, und präsentiert neuere geologische Erkenntnisse.

Die Siedlung am Roten Wasser bei Bürgeln: Dieses Kapitel präsentiert die archäologischen Nachweise einer Siedlung bei Bürgeln und deren Anbindung an das überregionale Fernwegenetz.

Das vor- und frühgeschichtliche Landschaftsbild in Mittelhessen: Dieses Kapitel widerlegt die Vorstellung eines unerschlossenen Urwaldes und zeichnet das Bild einer bereits früh durch landwirtschaftliche Nutzung geprägten Kulturlandschaft.

Römer unterwegs auf den Altwegen?: Dieses Kapitel stellt die These auf, dass römische Truppen konsequent bestehende Infrastrukturen für ihre Feldzüge und Logistik nutzten.

Weitere Altwege: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über weitere bedeutende historische Fernwege und deren Bedeutung für die Kommunikation und den Handel in der Region.

Schlüsselwörter

Westhessische Senke, Latènezeit, Übergangszeit, Siedlungsgeschichte, Wegenetz, Altwege, Römer, Germanen, Ubier, Chatten, Sueben, Amöneburg, Dünsberg, Archäologie, Lahn-Dill-Gebiet

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Besiedlungsgeschichte sowie das Wegenetz in der Westhessischen Senke während der entscheidenden Übergangsphase von der vorrömischen Eisenzeit zur römischen Kaiserzeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Interaktion zwischen Kelten, Römern und germanischen Stämmen, die Bedeutung von Siedlungskammern wie dem Amöneburger Becken und die Rekonstruktion historischer Handels- und Militärwege.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, das Siedlungsgefüge und die Mobilität in Mittel- und Nordhessen archäologisch und historisch zu analysieren und dabei die Bedeutung des vorhandenen Wegenetzes für militärische und wirtschaftliche Prozesse aufzuzeigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Der Autor stützt sich auf die Auswertung archäologischer Grabungsbefunde (Siedlungen, Gräber, Keramik, Münzen), die Analyse historischer Quellen (z.B. Caesar, Tacitus, Paterculus) sowie geologische und geomorphologische Untersuchungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt detailliert einzelne Fundplätze (z.B. Dünsberg, Amöneburg, Fritzlar-Geismar), spezifische archäologische Entdeckungen (z.B. die Keltenbrücke von Kirchhain-Niederwald) und die Rekonstruktion alter Fernwege.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die Westhessische Senke, das Amöneburger Becken, die Latènezeit, die römische Okkupation sowie die Identität der dort ansässigen Stämme.

Welche besondere Bedeutung kommt dem Dünsberg zu?

Der Dünsberg wird als das oppidum-artige Zentrum der Region identifiziert, das intensive Handelskontakte nach Süden unterhielt und eine zentrale Rolle in der Auseinandersetzung zwischen Kelten, Germanen und Römern einnahm.

Welche neuen Erkenntnisse gibt es zur Besiedlung der Flussauen?

Neuere geomorphologische Forschungen belegen, dass die Flussauen in der Frühzeit keineswegs nur versumpft waren, sondern durch eine ausgeprägte Topographie durchaus attraktive und hochwassersichere Siedlungsstandorte und Verkehrswege boten.

Final del extracto de 178 páginas  - subir

Detalles

Título
Kelten - Römer - Germanen. Siedlung und Verkehr in der Westhessischen Senke während der "Übergangszeit" (1. Jhd. v. Chr. bis 1. Jhd. n. Chr.)
Autor
Konrad Goettig (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
178
No. de catálogo
V1021785
ISBN (Ebook)
9783346395726
ISBN (Libro)
9783346395733
Idioma
Alemán
Etiqueta
kelten römer germanen siedlung verkehr westhessischen senke übergangszeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Konrad Goettig (Autor), 2021, Kelten - Römer - Germanen. Siedlung und Verkehr in der Westhessischen Senke während der "Übergangszeit" (1. Jhd. v. Chr. bis 1. Jhd. n. Chr.), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1021785
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  178  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint