Probleme & Perspektiven der EU


Referat / Aufsatz (Schule), 2001
3 Seiten, Note: 12 Punkte

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Probleme & Perspektiven für Europa

Wenn es um die Erweiterung der EU geht, dann tauchen viele Aspekte auf, die einen zum Nachdenken anregen, sowie Probleme als auch Perspektiven der EU. Als erstes sollte man eventuell an die Auswirkungen denken, welche bei stetiger Ausweitung der EU auftreten könnten. Könnte es Veränderungen im Funktionieren und den Institutionen der EU geben oder wäre dies nicht bedenklich ? Zusätzlich muß man sich fragen, welchen geopolitischen Folgen dieser zusammenführende Prozeß in Kraft setzt. Das alles wäre relevant um darüber nachzudenken und sich damit auseinander zu setzen, denn es würde ganz bestimmt eine Umstellung für die Beitrittskandidaten sein, wenn sie in diese Union einsteigen würden. Sicherlich hätte es größtenteils auch positive Auswirkungen für das jeweilige Land, bezüglich der Wirtschaft und der Infrastruktur und anderen wichtigen Faktoren, doch auf alle Fälle könnten auch Probleme auftreten, die dem Beitrittskandidaten sowie der Gemeinschaft Sorgen und Probleme bereiten könnte. Wenn man versucht sich die Auswirkungen vorzustellen, wenn in kürzester Zeit immer mehr Länder in die Union hineinkämen, dann käme man zu dem Schluss, daß ein potentieller Anstieg zu verzeichnen wäre. Die Bevölkerungszahl im Ganzen würde rapide ansteigen und schnell könnten diese Gemeinschaft als aggressives Imperium verstanden werden. Man könnte es als Bedrohung für die jeweiligen Nachbarn auffassen aber auch als Herausforderung für andere Weltmächte. Aber dem ist nicht so, ganz im Gegenteil, selbst Amerika als Weltmacht und Rußland als ehemalige, bestärken den Ausbau und die Erweiterung, denn momentan stellt die EU keine Gefahr dar. Man könnte auch meinen, daß man diese Union in ihren Ausmaßen unterschätzt. Diese Unterschätzung stellt bei weitem aber kein Problem dar, im Gegenteil, es ist ein positiver Aspekt und vielleicht auch eine Chance um so richtig groß raus zukommen. Denn jetzt kann die EU sich in Ruhe aufbauen und stärken ohne unter Druck zu stehen. Und dann, wenn sich diese Union vollständig oder fast vollständig herausgebildet hat, dann kann sie ihre Vorhänge öffnen. Sie wird auf einmal da sein, in ihrer vollen Besetzung und dann wird man wahrscheinlich erst merken, wie stark die EU doch ist. Aber dann ist sie da und man kann schlecht gegen sie arbeiten oder ihr Entstehen verhindern, dazu ist sie dann zu weit aufgebaut und gestärkt. Durch die Unterschätzung der Macht, kann sich die EU also eine Machtposition in Ruhe aufbauen. Um auf die Gründe zu kommen, könnte man meinen, daß sie daher kommt, da es an militärischer Macht mangelt aber auch daran wird gearbeitet auch wenn es viel Arbeit, Anstrengung und viele Kosten hervorruft. Auch hier in diesem Bereich gibt es keine Garantie für das Gelingen des verstärkten Einsatzes von militärischen Besatzungen. Wiederum kann als positiv angeführt werden, daß sich die wirtschaftlichen Faktoren dagegen immer mehr herausgebildet und an Bedeutung gewonnen haben. Auch dieser Punkt kann eine gute Aussicht verdeutlichen, somit auch Perspektiven. Dieser Wirtschaftsaufschwung bildet das eigentliche Schwergewicht der EU, denn es spricht und agiert auch gleichzeitig für alle Mitglieder in allen internationalen Handelsfragen. Und die Stärkung dieses Bereiches ist sehr wichtig, da die Bevölkerung eine sehr wichtige Rolle dabei spielt. Prinzipiell bildet sie einen sehr wichtigen Teil, denn sie ist Grundvoraussetzung für viele Dinge, die dem Aufbau und der Erweiterung zu Gute kommen.

Des weiteren bildet auch der EURO einen sehr wichtigen Aspekt an, denn er hat sich mit der Zeit zur zweitwichtigsten Währung der Welt herausgebildet. Somit könnte man die EU auch als zweitstärkste Weltmacht neben Amerika bezeichnen, da auch die Währung Grundlagen für Wohlstand und Wirtschaft schafft.

Weitere gute Aussichten sind in der Außenpolitik deutlich geworden, denn auch dort findet zunehmend eine Annäherung statt und man arbeitet viel mehr zusammen. Man kann es am Beispiel des Balkans erklären. Vor 10 Jahren war man über die richtige Balkanpolitik recht zerstritten und hatte andere Ansichten und Pläne, heute jedoch, wird man sich zunehmend einiger und setzt sich zusammen um für gemeinsame Probleme, gemeinsam relevante Lösungen zu finden. Das kann man schon daran erkennen, daß die EU mittlerweile die größte Zahl an Truppen stellt und den sogenannten „Löwenanteil“ für die Aufbauhilfe liefern.

Aber auch im Nahost ist man sich einig, daß Frieden der einzige Weg sein kann und auch dort versucht man zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen und es findet auch keine Profilierung der europäischen Staaten mehr statt. All diese Reaktionen und Hilfen, verdeutlichen einem die wahre Stärke der EU. Sie ist am eigenen Aufbau interessiert, setzt sich aber auch für andere Länder ein, sogenannte Beitrittskandidaten. So wird auch deutlich, daß die EU Gemeinsamkeit erzeugt und das auch in der Außenpolitik. Und gerade dieser Aspekt schafft eine Machtverstärkung. Doch trotz dieser Anfänge wird die EU noch immer nicht als große Machterscheinung anerkannt. Die ständige Erweiterung und das Hineindrängen von immer mehr Staaten läßt die Erweiterung ganz unbewußt immer mehr in die Länge ziehen und gleichzeitig entsteht der Effekt einer verschwommenen Wahrnehmung. Man ist nur damit beschäftigt andere Staaten mit hinein zu nehmen und kann sich daher nicht richtig auf den internen Ausbau konzentrieren, dies läßt den wirklichen und vielleicht durchaus denkbaren Machteinfluß schwinden und verringern. Aber die Erweiterung ist momentan das stärkste außenpolitische Instrument, denn jedes Mitglied muß sich an Regeln halten und verliert dadurch auch an Eigenständigkeit und Souveränität, was durchaus nicht gezwungener Maßen ein Verlist sein muß, denn im eigentlichen Sinne sind diejenigen Länder die Sieger, denn sie haben somit dann ein Recht auf Mitbestimmung.

Außerdem schafft die Erweiterung Dynamik durch die stetige Erneuerung durch neue Mitglieder aber dies nicht nur durch Agrarzuschüsse, Strukturfonds oder durch die gemeinsame Währungsunterstützung sondern auch durch eine sicherheitspolitische Solidarität.

Man muß aber auch an eventuelle Probleme denken, die durch die Neubeitritte entstehen, denn wird ein Mitgliedsland angegriffen, dann ist nicht nur das jeweilige Land betroffen, dann sind alle betroffen. Die ganze EU muß sich darum kümmern und auch mit Konsequenzen rechnen.

Dieses Problem wird jedoch meist kaum angesprochen und ein wenig verschönert in dem man nur die Vergrößerung sieht, nicht aber die dadurch entstehenden Probleme. Diese Situation könnte problematisierend wirken, denn wenn man die Augen davor verschließt könnte man mögliche Vorgänge übersehen, beispielsweise, das bereits aufgenommene Länder nicht mehr "mitspielen" aus gewissen Gründen. Somit kann man auch daraus schließen, daß die EU nicht nur eine Wohlstandsunion ist, sondern auch eine Risikogesellschaft darstellt, denn es können immer ungeahnte Probleme auftreten, gerade wenn sich um die Erweiterung des Osten handelt, da viele Ostländer doch wirtschaftliche und politische Probleme haben. Und die Aufnahme dieser Staaten könnte ein Risiko für die EU darstellen, sollte es zu einem Übergreifen dieser Situation kommen. Aber wo liegen die Grenzen der EU ? Können Probleme wie diese übergreifen oder ist es unmöglich ? Und wie legt man diese Grenzen fest ? Fest steht, daß es noch einige Länder gibt, die noch nicht „dabei“ sind es aber unbedingt noch tun sollten, da es wichtig ist, daß in der EU auch wirklich alle europäischen Staaten vertreten sind, sonst wäre wohl der Name nicht sehr angebracht. Aber all dies birgt auch Gefahren. Sicherlich ist es wichtig, immer wieder neue Staaten aufzunehmen aber auch die eigene Stabilität ist noch nicht so stark ausgereift und mit jeder neuen Aufnahme könnte ein Teil der EU in sich zusammenbrechen.

Es ist eine Frage der Zeit und eine Frage der Effektivität, ob es gelingen wird, alle europäischen Staaten aufzunehmen und eine gemeinsame Politik zu betreiben. Es wird sicher viele Probleme mit sich bringen und einige Zeit in Anspruch nehmen aber ein Versuch ist es wert. Doch am wichtigsten ist eigentlich, daß eine Zusammenarbeit besteht und diese nicht an Grenzen geschlossen wird. Vielleicht sollte ein politischer und wirtschaftlicher Gedanke vorne an stehen.

Und nicht, daß alle Staaten eins sind, Hauptsache ist es doch vorerst, daß die Zusammenarbeit kappt. Was nützt ein Zusammenschluß wenn man noch gar nicht zusammen arbeiten kann ?

Man sollte Chancen nutzen und Perspektiven erst ausbauen und nicht noch mehr Probleme schaffen, in dem man immer mehr Staaten aufnimmt. Eine langsame Vorgehensweise ist meiner Meinung nach viel effektiver als ein Hasten und Überstürzen, aus einer Vorstellung oder einem Wunsch heraus.

3 von 3 Seiten

Details

Titel
Probleme & Perspektiven der EU
Veranstaltung
Klasse 12
Note
12 Punkte
Autor
Jahr
2001
Seiten
3
Katalognummer
V102190
Dateigröße
330 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Probleme, Perspektiven, Klasse
Arbeit zitieren
Julia Rönnebeck (Autor), 2001, Probleme & Perspektiven der EU, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/102190

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