Diese Arbeit behandelt das Thema der Entwicklungspsychologie. Die Sensorik und die zugehörigen Sinnesorgane entwickeln sich beim Embryo beziehungsweise Fetus schon vorgeburtlich, sodass sie fertig ausgebildet sind wenn der Säugling geboren wird, wobei auch danach noch Weiterentwicklungen stattfinden. Mit 8 Wochen sind beim Embryo die ersten Geschmacksknospen entwickelt. Das Fruchtwasser enthält viele Geschmacksstoffe, wobei der Fötus Süße präferiert und sich auch nach der Geburt noch an Geschmäcker erinnern kann.
Zwischen dem fünften und siebten Schwangerschaftsmonat allerdings kann er diese so stark wahrnehmen wie später im Erwachsenenalter nie wieder. Diese Zeit ist der Entwicklungshöhepunkt der Geschmacksknospen, sie entwickeln sich gegen Ende der Schwangerschaft und nach der Geburt quantitativ wieder zurück. Zwischen der 32ten und 37ten Schwangerschaftswoche (SSW) entwickelt sich das Atmen, Saugen und Schlucken vom unkoordinierten zum koordinierten Reflex.
Feten nehmen den Geschmack des Fruchtwassers wahr, wobei durch seine fetale Atmung das Fruchtwasser mit Geruchsrezeptoren in Kontakt kommt. Gegen Ende der Schwangerschaft wird die Plazenta durchlässiger, wobei das Ungeborene, da die Aromastoffe der mütterlichen Nahrung direkt in das Fruchtwasser übergehen, alles riechen kann was auch die Mutter riecht.
Inhaltsverzeichnis
1 Pränatale Entwicklung
2 Soziale Entwicklung
3 Emotionale Entwicklung
4 Entwicklungsabweichungen im Kindesalter
Zielsetzung & Themen
Diese Modulabschlussarbeit zielt darauf ab, zentrale Vertiefungsfragen aus der Entwicklungspsychologie fundiert zu beantworten. Dabei werden grundlegende Aspekte der pränatalen Wahrnehmung, soziale Entwicklungstheorien sowie Mechanismen der Emotionsregulation und spezifische Entwicklungsstörungen im Kindesalter analysiert.
- Sensorische Entwicklung und Wahrnehmungsfähigkeit von Feten im Mutterleib.
- Vergleichende Analyse der Entwicklungstheorien von Sigmund Freud und Erik H. Erikson.
- Entwicklung und Ausdifferenzierung der Emotionsregulation vom Säuglings- bis ins Jugendalter.
- Klinische Einordnung und Symptomatologie von Entwicklungsabweichungen wie Autismus-Spektrum-Störungen und ADHS.
Auszug aus dem Buch
3 Emotionale Entwicklung
Die Emotionsregulation ist eine Sammlung von kognitiven und verhaltensbasierten Strategien zur Beseitigung, Aufrechterhaltung und Veränderung von emotionalem Erleben und Ausdruck. Das bedeutet, dass Menschen das Erleben, die Intensität, die Dauer, den Zeitpunkt und den Ausdruck von Emotionen beeinflussen können. Es können dadurch positive oder negative Emotionen verstärkt beziehungsweise abgeschwächt werden (Seiferling et al., 2019). Die Emotionsregulation ist nicht angeboren, sondern muss sich, wie die meisten sozialdienlichen Strategien, erst in der fortlaufenden Entwicklung ausgeprägt. Es findet hierbei, auch wenn beide Funktionen über Lebzeiten hinweg wichtig sind, ein Wechsel von interpsychischer Regulation zu intrapsychischer Regulation statt. Gerade bei Säuglingen und Kleinkindern wird der Entwicklungsprozess als allmähliger Übergang von inter- zu intrapsychischer Regulation beschrieben (Lohaus & Vierhaus, 2019b: S. 180; Seiferling et al., 2019).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Pränatale Entwicklung: Dieses Kapitel beschreibt die vorgeburtliche Ausbildung der Sinne und die Wahrnehmungsfähigkeit des Fetus im Mutterleib sowie dessen motorische Reaktionen auf äußere Reize.
2 Soziale Entwicklung: Das Kapitel stellt die psychosozialen Phasenmodelle von Freud und Erikson gegenüber und beleuchtet die kritischen Entwicklungskrisen über die gesamte Lebensspanne.
3 Emotionale Entwicklung: Hier wird der Prozess der Emotionsregulation als Übergang von einer extern unterstützten zu einer eigenständigen Strategie über verschiedene Altersstufen hinweg erläutert.
4 Entwicklungsabweichungen im Kindesalter: Das Kapitel bietet einen Überblick über verschiedene Störungsbilder, darunter Ausscheidungsstörungen, Autismus-Spektrum-Störungen sowie ADHS, inklusive deren Symptome und therapeutischer Ansätze.
Schlüsselwörter
Entwicklungspsychologie, Pränatale Entwicklung, Fetus, Emotionsregulation, Intrapsychische Regulation, Freud, Erikson, Psychosoziales Phasenmodell, Entwicklungsabweichungen, Autismus-Spektrum-Störung, ADHS, Impulskontrolle, Bindung, Sozialverhalten, Kindesalter.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt zentrale Aspekte der Entwicklungspsychologie, von der pränatalen Phase bis hin zu spezifischen klinischen Entwicklungsabweichungen im Kindesalter.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der pränatalen Sensorik, den klassischen Theorien zur sozialen Entwicklung, den Mechanismen der Emotionsregulation und der Definition sowie Intervention bei Entwicklungsstörungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel besteht in der wissenschaftlichen Beantwortung spezifischer Vertiefungsfragen zu diesen vier großen Themengebieten der Entwicklungspsychologie.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Aufarbeitung bestehender psychologischer Fachliteratur und Studien basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden nacheinander die pränatale Wahrnehmung, die Phasenmodelle von Freud und Erikson, die Entwicklung der Emotionsregulation und klinische Störungsbilder im Kindesalter detailliert erläutert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Emotionsregulation, Entwicklungsabweichungen, psychosoziale Entwicklung, Pränatale Entwicklung und Autismus-Spektrum-Störungen.
Wie unterscheidet sich die Emotionsregulation bei Kleinkindern von der bei Jugendlichen?
Kleinkinder benötigen für die Emotionsregulation die aktive Unterstützung ihrer Bezugspersonen (interpsychisch), während Jugendliche zunehmend auf flexible, eigene kognitive Regulationsstrategien (intrapsychisch) zurückgreifen.
Was unterscheidet das Asperger-Syndrom vom frühkindlichen Autismus?
Beim Asperger-Syndrom sind die Beeinträchtigungen deutlich geringer, die sprachlichen Fähigkeiten oft überdurchschnittlich entwickelt und der Wunsch nach sozialen Beziehungen ist vorhanden, während beim frühkindlichen Autismus oft eine starke soziale Isolierung und sprachliche Defizite vorliegen.
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- Vivienne-Elyn Spruck (Author), 2020, Pränatale, soziale und emotionale Entwicklungspsychologie. Vom Embryo, über den Fetus, bis ins Jugendalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1021956