Die Europäische Währungsunion und der Euro in unserer Gesellschaft


Referat / Aufsatz (Schule), 2001

12 Seiten


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Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Entwicklung der europäischen Währungsunion
2.1 Geschichte
2.2 Teilnehmerstaaten
2.3 Konvergenzkriterien
2.4 Fahrplan

3. Der Euro in unserer Gesellschaft
3.1 Unsicherheit in der Bevölkerung
3.2 Wozu brauchen wir den Euro?

4. Die Euro - Banknoten und - Münzen
4.1 Euro - Banknoten
4.1.1 Auswahl eines Designs für die Euro - Banknoten
4.1.2 Gestaltung der Euro - Banknoten
4.1.3 Abbildung der Euro - Banknoten
4.2 Euro - Münzen
4.2.1 Auswahl eines Designs für die Euro - Münzen
4.2.2 Gestaltung der Euro - Münzen
4.2.3 Abbildung der Euro - Münzen

Literaturverzeichnis

1. Einführung

Seit dem ersten Januar 1999 gibt es in Europa eine neue Währung, den EURO.

Die Einführung der gemeinsamen Währung ist einer der wichtigsten Schritte, die seit über vierzig Jahren für die Einigung Europas gemacht wurde. Deshalb ist die Diskussion um den Euro recht offen geführt worden bzw. wird immer noch geführt, da diese Währungsumstellung jeden Menschen in den EU-Mitgliedsstaaten betrifft.

Mit dieser Hausarbeit möchte ich einen Überblick geben über die Entwicklung der Europäischen Währungsunion, seit 1950 bis zum heutigen Zeitpunkt. Desweiteren möchte ich Chancen und Risiken des Euros aufzeichnen und über die Rolle des Euro für den einzelnen Bürger berichten.

2. Entwicklung der europäischen Währungsunion

2.1 Geschichte

Bereits 1950 beginnt die Geschichte des Euro. Wenn damals auch noch niemand so weit dachte, so war die Gründung der europäischen Zahlungsunion (EZU) doch ein allererster, wenn auch sehr kleiner Schritt in diese Richtung. Die EZU war eine Institution, die nach dem zweiten Weltkrieg die Rückkehr zur vollen Multilateralität des Handels erleichtern sollte. 1951 schließen sich 6 Länder ( Deutschland, Frankreich, Benelux-Staaten und Italien) zur Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) zusammen. Die Gemeinschaft wird im Jahr 1958 auf weitere Wirtschaftsgebiete ausgedehnt (EWG und Euratom). Der EWG-Vertrag war ein weiterer Schritt in Richtung Wirtschaftsgemeinschaft. Er setzte den Schwerpunkt auf die Gründung eines gemeinsamen Marktes, in dem Waren-, Dienstleistungs-, Personen- und Kapitalverkehr vollkommene Freizügigkeit genießen. Zwischen 1958 und 1968 werden einheitliche Tarife für den Handel mit Drittländern eingeführt. Der Erfolg der EG lockt auch andere Länder zum Mitmachen an. Der Werner-Ausschuß erarbeitet 1970 ein Konzept für eine Wirtschafts- und Währungsunion in Europa. Der sogenannte Werner-Bericht ist die Grundlage für den 1971 verabschiedeten Stufenplan zur Vereinheitlichung von Wirtschaft und Währung auf dem Gebiet der damaligen EG.

1972 wird der europäische Wechselkursverbund gegründet. Die Schaffung einer europäischen Union wird als langfristiges Ziel genannt.

Großbritannien, Dänemark und Irland werden 1973 in die EG aufgenommen.

Auf Initiative von dem deutschen Bundeskanzler Helmut Schmidt und dem französischen

Präsidenten Giscard dÈstaing wird 1979 das europäische Wirtschaftssystem (EWS) geschaffen. Als Grundlage der Berechnung wird die ECU (European Currency Unit) eingeführt, der Vorläufer des Euro, um eine stabile Währungszone in Europa zu schaffen.

Weitere Staaten treten der EG bei: 1981 Griechenland und 1986 Spanien und Portugal.

Im Jahr 1992 unterzeichnen die Außen- und Finanzminister der Mitgliedsstaaten in Maastricht den Vertrag über die europäische Union. Im Vertrag von Maastricht wird der Weg der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion festgelegt.

Finnland, Österreich und Schweden treten 1995 der EU bei. Mehr als 300 Millionen Menschen leben nun in der EU.

1995 wird dann auch das Einführungsszenarium für den Euro vom Europäischen Rat verabschiedet und das europäische Währungsinstitut (EWI), als Vorläufer der europäischen Zentralbank (EZB) gegründet. Auf dem Gipfeltreffen von Madrid im Dezember 1995 einigen sich die europäischen Staats- und Regierungschefs darauf, der gemeinsamen Währung den Namen Euro zu geben.

Die Konferenz der Staats- und Regierungschefs in Amsterdam findet im Juni 1997 statt. Sie vereinbaren den Stabilitäts- und Wachstumspakt und einigen sich über die Gestaltung der Euro-Münzen.

Die Vorbereitung des rechtlichen Rahmens für die Einführung des Euro wird vorangetrieben, so dass 1998 die Entscheidung über den Kreis der Teilnehmerstaaten an der Währungsunion getroffen werden kann.

Am 01.01.1999 wird der Euro Währung in 11 Mitgliedstaaten. Die jeweiligen nationalen

Währungen werden zu Untereinheiten des Euro. Umrechnungskurse zwischen den nationalen Währungen und dem Euro werden unwiderruflich festgelegt. Ab nun herrscht eine einheitliche Geldpolitik im Euro-Land.

2.2 Teilnehmerstaaten

Seit dem 01.01.1999 ist der Euro Zahlungsmittel in folgenden 11 Staaten:

- Deutschland
- Belgien
- Spanien
- Frankreich
- Irland
- Italien
- Luxemburg
- Niederlande
- Österreich
- Portugal
- Finnland

Seit dem 01.01.2001 ist Griechenland auch ein Mitgliedsstaat des Euro.

Drei Länder werden erst mal nicht dabei sein:

- Schweden erfüllt zwar die Konvergenzkriterien, will aber abwarten, wie der Euro sich entwickelt. Schweden bestimmt den Eintritt in die Währungsunion selbst.

- Großbritannien hat schon bei den Verhandlungen des Maastrichter Vertrages darauf bestanden, erst später über die Teilnahme an einer gemeinsamen Währung zu entscheiden. Die britische Regierung ist einer Euro-Teilnahme aber nicht abgeneigt.

- Dänemark hat wie Großbritannien auch dem Maastrichter Vertag nur mit Vorbehalt zugestimmt. Die dänische Bevölkerung hatte 1992 in einer Volksabstimmung den neuen EU- Vertrag abgelehnt. Erst das Versprechen, Dänemark müsse nicht an einer gemeinsamen Sicherheitspolitik und an einer gemeinsamen Währung teilnehmen, führte zu einem Ja bei der zweiten Volksabstimmung. Will das Land nun den Euro, dann ist eine weitere Volksabstimmung nötig.

2.3 Konvergenzkriterien

An der Währungsunion dürfen nur Länder teilnehmen, die eine stabile Geld- und Budgetpolitik aufweisen. Im Vertrag von Maastricht sind strenge Regeln, die sogenannten Konvergenzkriterien, festgelegt worden, die gewährleisten, dass der Euro zu einer stabilen Währung wird. Die Länder, die diese Regeln nicht einhalten können, werden von der Währungsunion ausgeschlossen.

Konvergenz bedeutet soviel wie Angleichung. Ziel ist es, dass alle teilnehmenden Staaten ein annähernd gleiches Zinsniveau haben, die Inflation gering halten und die gemeinsame Währung nicht durch zu hohe Staatsschulden zu gefährden.

Die Konvergenzkriterien gelten nicht nur für den Zeitpunkt des Eintritts in die Währungsunion, sondern sie müssen von den Mitgliedsstaaten auch dauerhaft erfüllt werden.

Folgende Kriterien haben die teilnehmenden Staaten erfüllt:

1. Preisstabilität

Die Inflationsrate darf höchstens 1,5 Prozentpunkte über der Rate der drei preisstabilsten Länder liegen.

2. Zinshöhe

Der Zinssatz für langfristige Kredite darf nur 2 Prozentpunkte über dem Zinssatz für Staatsanleihen der drei preisstabilsten Länder liegen.

3. Haushaltsdisziplin

Das öffentliche Defizit (u.a. von Bund, Ländern, Gemeinden) darf in der Regel nicht mehr als

3 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) betragen. Für die Teilnahme an der WWU dürfen in der Regel die Gesamtschulden 60 Prozent des BIP nicht übersteigen.

4. Wechselkursstabilität

Mindesten zwei Jahre vor der Entscheidung über den Zugang zur WWU muss die jeweilige Währung ohne Spannungen innerhalb der normalen Bandbreiten für Kursschwankungen am Wechselkursmechanismus des europäischen Währungssystems teilgenommen haben.

2.4 Fahrplan

Startphase:

In der Zeit vom 01.01.1999 bis 31.12.2001 ist die Startphase der Währungsumstellung. In dieser Phase wird die gesamte Wirtschaft auf den Euro umgestellt. Der Euro ist gültiges Buchgeld, Börsenkurse werden in Euro angegeben und der gesamte bargeldlose Geldverkehr kann in Euro geführt werden. Allerdings existiert der Euro nur als Buchgeld, d.h. Überweisungen, Pensionen- oder Gehaltszahlungen sowie die Bezahlung von Steuern und Abgaben können jeweils in Euro oder D-Mark erfolgen.

Übergangsphase:

Ab dem 01.01.2002 werden die neuen Münzen und Scheine ausgegeben. Sie sind in den Mitgliedsstaaten das alleinige gesetzliche Zahlungsmittel. Allerdings wird die D-Mark sowie alle anderen Nationalwährungen weiterhin im Bargeldverkehr angenommen. In dieser Zeit müssen alle Bürger die jeweilige nationale Währung bei den Banken in Euro tauschen. Ab jetzt müssen auch sämtliche Verträge, also z.B. auch private Kaufverträge in Euro ausgestellt werden.

Ab dem 17.12.2001 wird von den Banken das Euro-Starter-Kit ausgegeben, das bedeutet, dass sich jeder Bürger 10 Euro und 23 Cent auszahlen lassen kann, um sich frühzeitig mit der neuen Währung vertraut zu machen und damit der Andrang am ersten Tag bei den Banken nicht so groß ist.

Endphase:

Spätestens ab dem 01.07.2002 wird der Euro alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel. Damit ist Euro-Land die zweitgrößte Wirtschaftszone der Welt.

3. Der Euro in unserer Gesellschaft

3.1 Unsicherheit in der Bevölkerung

Viele Menschen des Euro-Landes sind verunsichert und sehen der endgültigen Umstellung der jeweiligen nationalen Währung in den Euro ängstlich entgegen.

Damit die Bürger die neue Währung akzeptieren und möglichst schnell damit umgehen können, müssen einige Voraussetzungen getroffen werden.

Die Verbraucher müssen gründlich über die Vorteile des Euros informiert sein und wissen, dass durch die Umstellung keine Nachteile für sie entstehen. Bestimmten Gruppen der Gesellschaft besonders alten Menschen, aber auch z.B. Sehbehinderten muss besondere Hilfestellung gegeben werden.

Es wird wahrscheinlich einige Zeit dauern bis die Bürger des Euro-Landes das neue Geld annehmen. Die ,,inflationsgeschädigten Deutschen"(vgl. Weixner/Wimmer: Stichwort Euro, S. 87) stehen der neuen Währung weit skeptischer gegenüber als die meisten anderen EU- Bürger.

Dies beweist auch die Eurobarometer-Umfrage vom Herbst 2000 (siehe Tabelle). Seit 1973 führt die Europäische Kommission jedes halbe Jahr die Eurobarometer-Umfragen durch. Da den Befragten in allen 15 EU-Mitgliedsländern der gleiche Fragebogen vorgelegt wird, ergibt sich daraus eine ,,umfassende Zeitreihe mit untereinander vergleichbaren, zuverlässigen Daten."(vgl. Internetseite www.europa2all.de/barom.htm: Das Vertrauen der Deutschen in die EU und in den Euro). Bei den Umfragen handelt es sich um Themen, wie z.B. Zugehörigkeit des Landes zur EU, Vertrauen in die Europäische Kommission, EuroEinführung, Europäische Verfassung, EU-Erweiterung usw. .

Ausschnitt aus dem Eurobarometer 54, Herbst 2000 (vgl. Internetseite www.europa2all.de/barom.htm ) :

Frage: Wie stehen Sie zu der Euro-Einführung?

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(die blau geschriebenen Länder nehmen nicht an der WWU teil; die Ziffern in den Klammern bedeuten die Differenz gegenüber der letzten Befragung)

Das größte Problem für den einzelnen Bürger wird die Umrechnung der Währungen und der Preisvergleich von Waren sein.

Außerdem bestehen bei den Bürgern große Ängste um Verluste. Viele Menschen, besonders alte Menschen, sind der Meinung, dass ihnen ihr Geld durch die Umstellung weggenommen wird bzw., dass es weniger wert sei. Entscheidend ist aber, dass die Veränderung von der Deutschen Mark zum Euro keine Währungsreform, sondern eine Währungsumstellung ist. Das heißt, dass sämtliche Geldwerte umgestellt werden; die Zahlen ändern sich, aber der Wert bleibt gleich.

3.2 Wozu brauchen wir den Euro?

- Die gemeinsame Währung macht den Geldumtausch überflüssig. Im Zahlungsverkehr entfallen die Gebühren und Provisionen für Tauschvorgänge. Touristen müssen, wenn sie im benachbarten europäischen Ausland Urlaub machen, kein Geld mehr zu hohen Gebühren tauschen.
- Die neue Währung ermöglicht den Verbrauchern, Preise und Kosten besser und schneller zu vergleichen, lästiges Umrechnen entfällt, ,,die Preise werden transparent"(vgl. Finanzen und Steuern 1997/98, S. 26).
- Da nun alle Preise unmittelbar vergleichbar sind, wird es dazu kommen, dass die Preise in Deutschland wahrscheinlich runtergeschraubt werden. Beispiel: Ein Auto kostet in Deutschland einiges mehr als dasselbe Modell in Frankreich. ,,Die Folge dürfte nach Ansicht des früheren niederländischen Finanzministers und heutigen Bankers Onno Runding in vielen Fällen sein, daß sich das Preisniveau dem jeweils niedrigsten Stand anpasst"(vgl. Politik betrifft uns 5/1998, S.21). Auf lange Sicht wird ein Druck auf die Politiker entstehen, mit den jeweiligen Regulierungen aufzuhören.
- Die EU ermöglicht ihren Bürgern, sich ihre Arbeits-und Ausbildungsplätze, aber auch den Ort des Ruhestandes frei auszusuchen. Niemand muss durch den Euro mit finanziellen Einbußungen rechnen, wenn er nationale Grenzen überschreitet.
- Die Verbraucher profitieren von dem besseren Leistungs-und Warenangebot, dass der größere Wettbewerb im Binnenmarkt schaffen wird.
- Durch den Euro fällt das Wechselkursrisiko innerhalb der WWU weg. Der Wegfall bringt mehr Sicherheit für Investitionen und Geschäfte.
- Eine gemeinsame Währung zwingt die Teilnehmerstaaten, ihre Finanz-und Wirtschaftspolitik stärker aufeinander abzustimmen. Dadurch wird auch das politische Zusammenwachsen der EU-Staaten beschleunigt.
- Der Euro bringt einen Wachstumsschub für Europa und seine wirtschaftliche Stellung in der Welt. Durch den Euro entsteht in Europa ein großer Wirtschaftsraum, der auch gegenüber den USA und Japan wettbewerbsfähig sein wird.
- Der Euro fördert den Friedensimpuls in Europa. Die Bindungen der Euro-Nationen werden enger.

4. Die Euro - Banknoten und - Münzen

4.1 Euro - Banknoten

4.1.1 Auswahl eines Designs für die Euro - Banknoten

Im Jahr 1995 begann das Verfahren zur Auswahl der Entwürfe für die Banknoten. Das europäische Währungsinstitut, der Vorläufer der europäischen Zentralbank, wählte zwei Themen für die Gestaltung der Scheine aus: ,,Zeitalter und Stile in Europa" und ein abstraktes/modernes Thema.

Im Februar 1996 wurde ein Gestaltungswettbewerb ausgeschrieben. Die nationalen Zentralbanken der europäischen Union forderten Designer mit nachgewiesener Erfahrung im Bereich der Banknotengestaltung auf, eine Serie von sieben Banknoten (5 , 10 , 20 , 50 , 100 , 200 und 500 ) zu einem oder beiden Themen zu entwerfen. Ein europäischer Bezug sollte bei der Gestaltung hergestellt werden und jegliche Übergewichtung einer Nation vermieden werden.

Im September 1996 wählte eine Gruppe namhafter Experten aus den Bereichen Marketing, Grafik und Kunstgeschichte die fünf besten Designs zu den beiden Themen aus. Anschließend wurden 2000 Personen aus der gesamten europäischen Union befragt und so wurde die öffentliche Meinung zu den ausgewählten Entwürfen ermittelt.

Drei Monate später wurde dann das endgültige Ergebnis des Wettbewerbs bekannt gegeben. Sieger wurde Robert Kalina von der Österreichischen Nationalbank mit seinen Entwürfen zum Thema ,,Zeitalter und Stile in Europa". Das Gewinnerdesign wurde im Dezember 1996 auf der Tagung des europäischen Rats in Dublin offiziell vorgestellt.

4.2.4 Gestaltung der Euro - Banknoten

Die Euro-Banknoten stellen Baustile aus sieben Epochen der europäischen Kulturgeschichte dar: Klassik, Romanik, Gotik, Renaissance, Barock und Rokoko, Eisen- und Glasarchitektur und die moderne Architektur des 20. Jahrhunderts. Dabei werden drei wesentliche Elemente besonders hervorgehoben: Fenster, Tore und Brücken. Die auf den Euro-Banknoten abgebildeten Fenster, Tore und Brücken existieren nicht und haben auch keinen Bezug zu Baudenkmälern aus den EU-Mitgliedsländern. Sie stehen stellvertretend für Stilelemente, die überall in Europa zu finden sind. Dadurch kann sich kein Land benachteiligt oder bevorzugt fühlen.

Auf den Vorderseiten der Banknoten sind Fenster und Tore einer bestimmten Epoche abgebildet. Sie symbolisieren den Geist der Offenheit und Zusammenarbeit in Europa. Außerdem sind auf den Vorderseiten die 12 Sterne der EU zu sehen, die für Dynamik und Harmonie in Europa stehen.

Die Rückseiten zeigen jeweils eine Brücke aus einer bestimmten Epoche als Symbol der Verbindung zwischen den Völkern Europas und zwischen Europa und dem Rest der Welt. Die wichtigsten sonstigen Merkmale der Banknoten sind:

- die Bezeichnung der Währung Euro in lateinischer und griechischer Schreibweise,

- die Flagge der EU auf der Vorderseite der Banknoten,

- die Abkürzung der ausgegebenen Behörde (europäische Zentralbank) in fünf Varianten, entsprechend den 11 Amtssprachen in der EU: BCE, ECB, EZB, EKT, EKP,

- die Unterschrift des Präsidenten der europäischen Zentralbank.

4.1.3 Abbildung der Euro - Banknoten

4.2 Euro - Münzen

4.2.1 Auswahl eines Designs für die Euro - Münzen

Bei allen acht Euro - Münzen (1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cent sowie 1 und 2 ) ist eine Seite in allen Ländern des Euro-Landes gleich, während die andere Seite eine Verbindung zur jeweiligen nationalen Identität herstellt.

Die gemeinsame Bildseite der Euro - Münzen wurde nach einem Designwettbewerb ausgewählt, der auf drei Themen begrenzt war: Architektur, Abstraktes und europäische Persönlichkeiten. Nationale Wettbewerbe fanden in allen Mitgliedsstaaten mit Ausnahme von Dänemark statt. Eine unabhängige Fachjury wählte im März 1997 aus den insgesamt 36 Vorschlägen die neun besten Designserien aus. Die endgültige Entscheidung über das Design wurde im Juni 1997 vom europäischen Rat in Amsterdam getroffen. Gewinner des Wettbewerbs war Luc Luyck, ein 39-jähriger Informatiker bei der königlichen belgischen Münze.

4.2.2 Gestaltung der Euro - Münzen

Die gemeinsame Bildseite der Euro - Münzen zeigt die Karte der europäischen Union vor dem Hintergrund transversaler Linien, an denen die Sterne der europäischen Flagge hängen. Die Münzen zu 1. 2 und 5 Cent markieren Europas Platz in der Welt, während die zu 10, 20 und 50 Cent die Union als Versammlung von Nationen darstellen. Die 1- und 2 - Euro - Münzen bilden das Europa ohne Grenzen ab.

Auf der Rückseite der acht Münzen sind nationale Symbole zu sehen, die von den 12 EU - Sternen eingefasst sind. Jedes Mitgliedsland hat die Münzenrückseite in eigener Regie gestaltet. Die Münzen gelten aber in allen Ländern der Währungsunion und werden sich nach und nach vermischen.

Die Rückseiten der deutschen 1, 2 und 5 Cent - Münzen tragen ein Eichenblatt, auf den 10, 20 und 50 Cent - Münzen ist das Brandenburger Tor zu sehen und auf den 1 und 2 Euro - Stücken der Bundesadler.

4.2.3 Abbildung der Euro - Münzen

Münzrückseiten der jeweiligen Mitgliedsstaaten:

Literaturverzeichnis

Bücher:

- Michael Jungblut: Wenn der Euro rollt, 1996

- Bärbel Weixner, Michaela Wimmer: Stichwort: EURO, 1997 (Heyne-Bücher)

Zeitschriftenartikel:

- aus: Politik betrifft uns Nr. 5, 1998: ,,Der Euro kommt" S. 21/22

- aus: Wirtschaftsspiegel 2/2001: ,,Das Ende der DM naht" S. 2-4

- aus: Finanzen und Steuern Info 1997/98:

,,Europa wächst zusammen" S. 22/23, ,,Der Countdown läuft" S. 24/25, ,,Hart wie die Mark", S. 26/27

Internetseiten:

- www.aktion-euro.de

- europa.eu.int/euro

- www.ihr-euro.de

- www.euromagazin.de

- www.gdv.de/euroguide/

Informationsbroschüre:

- ,,Die Euro-Banknoten und - Münzen", herausgegeben von dem Sparkassen Kundenservice

12 von 12 Seiten

Details

Titel
Die Europäische Währungsunion und der Euro in unserer Gesellschaft
Veranstaltung
Integration Europas
Autor
Jahr
2001
Seiten
12
Katalognummer
V102229
Dateigröße
466 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Euro, Integration, Europas
Arbeit zitieren
Caro Schmidt (Autor), 2001, Die Europäische Währungsunion und der Euro in unserer Gesellschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/102229

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