Diese Arbeit untersucht, wie die Resilienz von Familien mit einem behinderten Kind gestärkt werden kann.
Behinderung ist zwar nur ein Wort, aber eins, das weitreichende Folgen haben kann! Ein Wort, das die Welt aller Betroffenen verändert. Für viele Eltern mit einem „behinderten Kind“ kann es belastend sein. Der Schock der Eltern, ihre Enttäuschung, ihre Angst erschweren es ihnen, ihr Kind anzunehmen. Sie reagieren mit Kummer, Depression, versteckter oder auch offener Ablehnung oder Feindseligkeit.
Auch in meiner täglichen Arbeit begegne ich Menschen mit diesen Problemen. Über viele Jahre schaffen es viele Eltern nicht, ihre Kinder vollständig zu akzeptieren. Die Eltern von Kindern mit Behinderung sind hochgradig belastet. Einige kommen damit besser zurecht als andere. Die Auswirkungen der Behinderung eines Kindes auf das Leben der Angehörigen werden als ein kritisches Lebensereignis gesehen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Fragestellung
3. Methode
4. Resilienz
5. Familie und Behinderung: Auswirkungen auf die Familien
6. Stressoren und Belastungen
6.1 Stressoren/Belastungen auf der Ebene der Eltern/Kind Beziehung
6.2 Stressoren/Belastungen auf der individuellen, insbesondere der emotionalen Ebene
6.3 Stressoren/Belastungen auf der Ebene der familiären Alltags‐ und Beziehungsbegleitung
7. Resilienzfördernde Faktoren
7.1. Personale und soziale Ressourcen
7.1.1 Selbst‐ und Fremdwahrnehmung
7.1.2 Selbstwirksamkeit
7.1.3 Soziale Kompetenz
7.1.5.Problemlösefähigkeiten
7.1.6 Aktive Bewältigungskompetenzen
7.2 Familiäre Ressourcen
7.3 Externe Ressourcen
7.4 Soziale Netzwerke
8. Bedürfnisse
9. Resilienz fördernde Maßnahmen und Hilfen für Familien
10. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die Resilienz von Familien mit einem Kind mit Behinderung gestärkt werden kann, um den täglichen Belastungen sowie den Herausforderungen bei der Krankheitsbewältigung erfolgreich zu begegnen.
- Psychologische und soziale Auswirkungen von Behinderung auf das Familiensystem
- Identifikation spezifischer Stressoren auf verschiedenen Ebenen (Eltern-Kind-Beziehung, emotional, Alltag)
- Analyse resilienzfördernder Faktoren und Ressourcen (personale, familiäre, externe Ressourcen)
- Strategien zur Förderung der psychischen Widerstandsfähigkeit im Familienkontext
- Bedeutung von Selbstfürsorge und Unterstützungssystemen
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Behinderung ist zwar nur ein Wort, aber eins, das weitreichende Folgen haben kann! Ein Wort, das die Welt aller Betroffenen verändert. Für viele Eltern mit einem „behinderten Kind“ kann es belastend sein. Der Schock der Eltern, ihre Enttäuschung, ihre Angst erschweren es ihnen, ihr Kind anzunehmen. Sie reagieren mit Kummer, Depression, versteckter oder auch offener Ablehnung oder Feindseligkeit (vgl. Daniela Doege 2015).
Auch in meiner täglichen Arbeit begegne ich Menschen mit diesen Problemen. Über viele Jahre schaffen es viele Eltern nicht, ihre Kinder vollständig zu akzeptieren. Die Eltern von Kindern mit Behinderung sind hochgradig belastet. Einige kommen damit besser zurecht als andere. Die Auswirkungen der Behinderung eines Kindes auf das Leben der Angehörigen werden als ein kritisches Lebensereignis gesehen. Menschen mit komplexer Behinderung sind oft ihr Leben lang auf die Fürsorge ihrer Familie angewiesen. Eine Fülle von Untersuchungen legt weiterhin nahe, dass Familien von Kindern mit Behinderung mit erhöhten Stressoren konfrontiert sind. Der Umgang mit der Diagnose einer Behinderung ist für Eltern nicht immer einfach. Aus Angst vor Stigmatisierungen meiden viele Eltern z.B. den Gang zum Amt, um einen Behindertenausweis für ihr Kind zu beantragen.
Doch nicht immer führt die Behinderung eines Kindes, trotz der vielfaltigen Anforderungen an die Eltern, automatisch zu einer dauerhaften psychischen Belastung oder zu problematischen Familienbeziehungen. Viele Eltern schaffen es, sich nach einem anfänglichen Prozess der Auseinandersetzung mit ihrer Situation zu arrangieren und die Herausforderungen zu meistern. (vgl. Lang, Petra; Sarimski, Klaus 2003, S.25 f.)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Belastungen für Familien mit einem Kind mit Behinderung ein und stellt die zentrale Fragestellung zur Stärkung der familiären Resilienz vor.
2. Fragestellung: Das Kapitel präzisiert das Forschungsinteresse hinsichtlich der Möglichkeiten zur Stärkung der Resilienz in betroffenen Familien.
3. Methode: Hier werden das methodische Vorgehen mittels qualitativer Inhaltsanalyse und der Vergleich wissenschaftlicher Literatur beschrieben.
4. Resilienz: Dieser Abschnitt definiert den Resilienzbegriff und beleuchtet dessen psychologische Bedeutung sowie die Entwicklung der seelischen Widerstandsfähigkeit.
5. Familie und Behinderung: Auswirkungen auf die Familien: Das Kapitel thematisiert die psychischen Belastungen und die systemischen Veränderungen, die ein behindertes Kind innerhalb einer Familie auslöst.
6. Stressoren und Belastungen: Hier werden die spezifischen Belastungsfaktoren unterteilt in die Eltern-Kind-Beziehung, die individuelle emotionale Ebene und die Alltagsorganisation analysiert.
7. Resilienzfördernde Faktoren: Dieses umfassende Kapitel untersucht personale, soziale, familiäre und externe Ressourcen sowie Netzwerke, die zur Stärkung der Widerstandskraft beitragen.
8. Bedürfnisse: Der Autor erläutert die verschiedenen Faktoren, welche die Bedürfnisse der Eltern beeinflussen, und betont die Notwendigkeit eines Gleichgewichts zur Bewältigung der Lebenssituation.
9. Resilienz fördernde Maßnahmen und Hilfen für Familien: Das Kapitel bietet Ansätze zur Ressourcendiagnostik und Möglichkeiten der Unterstützung durch Selbsthilfegruppen oder professionelle Beratung.
10. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz der Selbstfürsorge und einer ganzheitlichen Betrachtung der Familie zusammen, um langfristig Normalität und Resilienz zu sichern.
Schlüsselwörter
Resilienz, Familie, Behinderung, Stressoren, Schutzfaktoren, Ressourcen, Psychische Widerstandsfähigkeit, Bewältigung, Empowerment, Selbstfürsorge, Frühförderung, Familiensystem, Unterstützungssysteme, Lebensqualität, Beratung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der psychischen Widerstandsfähigkeit (Resilienz) von Familien, in denen ein Kind mit einer Behinderung aufwächst, und untersucht deren Herausforderungen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Belastungsanalyse, der Identifikation von Ressourcen sowie auf konkreten Hilfsangeboten zur Stärkung der familiären Resilienz.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu ergründen, welche Faktoren und Strategien Familien helfen, mit der herausfordernden Situation der Behinderung eines Kindes umzugehen und ein gesundes Gleichgewicht zu finden.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Es erfolgt eine quantitative Auswertung von Daten sowie eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring unter Einbezug relevanter Literatur, aktueller Dokumente und wissenschaftlicher Texte.
Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse spezifischer Stressoren, die Kategorisierung von Resilienzfaktoren (personale, soziale, externe Ressourcen) sowie die Darstellung von Hilfsmaßnahmen.
Welche Schlüsselbegriffe prägen die Argumentation?
Zentrale Begriffe sind Resilienz, Ressourcenorientierung, Bewältigungsstrategien, Systemansatz und familiäre Unterstützungssysteme.
Warum ist laut der Arbeit eine Unterscheidung zwischen akuter und chronischer Anpassungsphase wichtig?
Die Anforderungen an Familien variieren je nach Stadium der Krankheits- oder Behinderungsbewältigung, weshalb die Unterstützung jeweils spezifisch angepasst werden muss.
Welche Rolle spielen "externe Ressourcen" für die Familie?
Sie dienen als wesentliches Hilfenetz, das materielle Unterstützung und professionelle Begleitung durch Fachkräfte bietet, um die Familie im Alltag zu entlasten.
- Arbeit zitieren
- Thorge Boes (Autor:in), 2021, Resilienzförderung bei Familien mit Kindern mit Behinderung. Personale und soziale Ressourcen, Faktoren und Maßnahmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1022333