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Kommatierung bei koordinierenden Konjunktionen. Komma vor und, oder und respektive?

Titel: Kommatierung bei koordinierenden Konjunktionen. Komma vor und, oder und respektive?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2021 , 11 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Dennis Münnich (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Grammatik, Stil, Arbeitstechnik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit stellt anhand einer Korpusuntersuchung dar, ob bei den Faktoren Satzlänge bzw. Klassenzugehörigkeit ausgewählter Konjunktionen ein Zusammenhang im Hinblick auf den Kommagebrauch festzustellen ist.

In der deutschen Sprache begegnen uns Konjunktionen in jedem komplexen Satz. Subordinierende Konjunktionen verlangen in den meisten Fällen Komma, während koordinierende Konjunktionen Zweifel offenlassen, wann ein Komm in koordinierten Sätzen angebracht ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungsstand

2.1 Überblick

2.2 Der Faktor Satzlänge

2.3 Vergleich mit der amtlichen Norm

3. Korpusuntersuchung

3.1 Methode

3.2 Ergebnisse der Daten

3.2.1 Konjunktoren nach Klassenzugehörigkeit

3.2.2 Kommagebrauch beim Faktor Satzlänge

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Satzlänge und der Klassenzugehörigkeit auf die Kommasetzung vor Konjunktoren im Deutschen. Basierend auf einer synchronen Korpusanalyse des DWDS Kernkorpus (1900–1999) wird der Frage nachgegangen, ob strukturelle Faktoren die Variabilität der Interpunktion bei Konjunktionen erklären können und ob sich aus den beobachteten Daten ein systematischer Zusammenhang ableiten lässt.

  • Analyse der Kommasetzung vor koordinierenden und subordinierenden Konjunktionen
  • Untersuchung des Faktors Satzlänge als Einflussgröße auf die Interpunktion
  • Klassifizierung von Konjunktoren nach syntaktischen und semantischen Kriterien
  • Empirische Auswertung von 872 Korpussätzen zur Überprüfung aufgestellter Hypothesen
  • Vergleich der Ergebnisse mit der amtlichen Rechtschreibnorm und bestehenden sprachwissenschaftlichen Theorien

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

In der deutschen Sprache begegnen uns Konjunktionen in jedem komplexen Satz. Subordinierende Konjunktionen verlangen in den meisten Fällen Komma, während koordinierende Konjunktionen bzw. Konjunktoren, wie es bei BREINDL (vgl. 2016:19) definiert wird, Zweifel offenlassen, wann ein Komma in koordinierten Sätzen angebracht ist. Der Begriff Konjunktor vereint die Begriffe koordinierend und Konjunktion und wird in der folgenden Arbeit stets verwendet werden. Grundsätzlich gilt: „Bei der Reihung von selbständigen Sätzen, die durch und, oder, beziehungsweise/bzw., entweder – oder, nicht – noch oder durch weder – noch verbunden sind, kann man ein Komma setzen, um die Gliederung des Ganzsatzes deutlich zu machen“ (GRAMMIS 2021:§73). Die offiziellen Kommaregeln (vgl. auch DUDEN 2016:522) lassen in diesem Fall Variation zu. Daher kann in (1) ein Komma sowohl gesetzt als auch ausgelassen werden:

(1) Viruelas heißt natürlich Blattern(,) und die Plakate sind zur Warnung aufgehängt.1

AFFLERBACH (vgl. 1997:228) und MASALON (vgl. 2004:203 – 204) nennen die Satzlänge als generellen Faktor in der Kommasetzung. An diesem Punkt soll die vorliegende Arbeit anknüpfen, denn die Annahme ist nun, dass das Komma aus strukturellen Gründen auch vor Konjunktoren eher gesetzt wird, wenn der Satz länger ist. Des Weiteren wird die Klassenzugehörigkeit als Faktor berücksichtigt, wodurch klar werden soll, ob der Kommagebrauch in Abhängigkeit zu der von BREINDL (vgl. 2003: 453) zugeordneten Klasse steht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Kommasetzung bei Konjunktoren ein, stellt die zentralen Forschungsfragen sowie Hypothesen vor und erläutert die methodische Vorgehensweise.

2. Forschungsstand: Hier werden bestehende Theorien zur Interpunktion, insbesondere der Einfluss der Satzlänge und die Problematik einer einheitlichen Norm, unter Einbeziehung relevanter Fachliteratur diskutiert.

3. Korpusuntersuchung: In diesem Teil wird die methodische Anlage der Korpusstudie dargelegt und die Analyse der gesammelten Daten hinsichtlich Klassenzugehörigkeit und Satzlänge präsentiert.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die aufgestellten Hypothesen kritisch und reflektiert die Erkenntnisse vor dem Hintergrund des wissenschaftlichen Konsenses.

Schlüsselwörter

Interpunktion, Kommasetzung, Konjunktoren, Satzlänge, Korpusanalyse, DWDS Kernkorpus, Grammatik, Syntax, Klassenzugehörigkeit, Sprachnorm, Sprachverarbeitung, Konjunktion, Schreibforschung, empirische Untersuchung, Interpunktionstheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der variablen Kommasetzung vor deutschen Konjunktoren und untersucht, ob bestimmte sprachliche Faktoren diese Interpunktion beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die deutsche Interpunktion, die syntaktische Kategorisierung von Konjunktoren sowie die empirische Sprachforschung anhand von Korpusdaten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu prüfen, ob die Satzlänge und die semantische bzw. syntaktische Klassenzugehörigkeit eines Konjunktors die Wahrscheinlichkeit für das Setzen eines Kommas signifikant beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine synchrone Korpusuntersuchung, bei der 872 Sätze aus dem DWDS Kernkorpus (1900–1999) ausgewertet wurden, um quantitative Daten über den Kommagebrauch zu gewinnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Forschungsstandes und eine detaillierte empirische Analyse, in der die Daten zu den einzelnen Konjunktoren klassifiziert und statistisch betrachtet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Interpunktion, Konjunktoren, Kommasetzung, Korpusanalyse und die Faktoren Satzlänge und Klassenzugehörigkeit.

Warum konnte keine einheitliche Regel für die Kommasetzung abgeleitet werden?

Die Analyse zeigt, dass der Kommagebrauch stark von individuellen Konjunktoren abhängt und selbst innerhalb semantischer Klassen so stark schwankt, dass keine generelle, regelbasierte Vorhersage möglich ist.

Was ist das zentrale Ergebnis bezüglich der Satzlänge?

Entgegen der Hypothese führt eine zunehmende Satzlänge nicht zwangsläufig zu einem häufigeren Kommagebrauch, mit Ausnahme der zwei kürzesten Satzgruppen, wo ein leichter Anstieg feststellbar ist.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kommatierung bei koordinierenden Konjunktionen. Komma vor und, oder und respektive?
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Deutsches Institut)
Veranstaltung
S-HIS Sprachliche Zweifelsfälle
Note
2,0
Autor
Dennis Münnich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
11
Katalognummer
V1022592
ISBN (eBook)
9783346425089
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zweifelsfall Komma Korpusuntersuchung Korpusstudie Kommatierung Konjunktionen Konjunktoren
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dennis Münnich (Autor:in), 2021, Kommatierung bei koordinierenden Konjunktionen. Komma vor und, oder und respektive?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1022592
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Leseprobe aus  11  Seiten
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