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Desertion in Stephanies "Der Deserteur aus Kindesliebe" als Gegenentwurf zu Louis-Sésbastien Merciers "Le déserteur". Vergleich zweier Militärdramen

Título: Desertion in Stephanies "Der Deserteur aus Kindesliebe" als Gegenentwurf zu Louis-Sésbastien Merciers "Le déserteur". Vergleich zweier Militärdramen

Trabajo , 2016 , 29 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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In dieser Arbeit wird erläutert, wie Louis-Sésbastien Mercier und Gottlieb Stephanie die Desertion in ihren Stücken "Le déserteur" und "Der Deserteur aus Kindesliebe" darstellen. Dabei soll auch der Aufbau der beiden Dramen betrachtet werden. Insbesondere soll die These aufgestellt werden, dass Stephanie einen Gegenentwurf zu Mercier aufstellt und das Thema der Desertion somit umcodiert.

Im 18. Jahrhundert wurde der Bedarf an Soldaten durch das stehende Heer immer höher. Man brauchte somit deutlich mehr Soldaten als bisher und musste diese erst einmal anwerben. Da dieses Unterfangen oft sehr schwierig war, da die Beschäftigung als Soldat schon lange nicht mehr so attraktiv war, wurden hierbei einige Tricks angewandt. Doch mit den Zwangsrekruten, die teilweise aus Sträflingen und sogar Obdachlosen bestanden, schaffte man sich ein weiteres Problem: die Desertion.

Auch im Lustspiel "Der Deserteur aus Kindesliebe" von Gottlieb Stephanie dem Jüngeren steht die Desertion mit ihren Motiven, Folgen und Auswirkungen im Mittelpunkt. Stephanie schrieb sein Drama nach der Rezeption von Louis-Sésbastien Merciers "Le déserteur". Man kann somit sicher davon ausgehen, dass Stephanie Merciers Stück, das nur drei Jahre zuvor veröffentlicht wurde, kannte.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Exposition, 1. Akt, Eröffnungsdreischritt

3. Steigerung, Entwicklung, 2. Akt

4. Peripetie, 3. Akt

5. Retardierendes Moment, 4. Akt bei Mercier

6. Katastrophe, Lösung

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedliche Darstellung und literarische Verarbeitung des Themas Desertion im 18. Jahrhundert durch einen Vergleich der Werke „Le déserteur“ von Louis-Sébastien Mercier und „Der Deserteur aus Kindesliebe“ von Gottlieb Stephanie dem Jüngeren. Dabei wird analysiert, inwiefern Stephanies Lustspiel als bewusster Gegenentwurf zu Merciers Tragödie fungiert und wie die jeweiligen Gattungsmerkmale die soldatische Identität sowie das Verhältnis zwischen Obrigkeit, Familie und Soldat beeinflussen.

  • Vergleichende Analyse der Motive für Desertion in beiden Werken
  • Untersuchung der sozialen und ökonomischen Hintergründe des Militärdienstes im 18. Jahrhundert
  • Gattungsspezifische Unterschiede zwischen Lustspiel und Tragödie
  • Rolle der Familie und der Landesvater-Metaphorik
  • Transformation der soldatischen Ehre und soldatischen Identität

Auszug aus dem Buch

Exposition 1.Akt

„Le déserteur“ ist als klassisches Drama aufgebaut, als Fünfakter. Es beginnt somit mit einer Exposition, in der aber noch nicht alle Figuren vorgestellt werden. Relativ abrupt erfolgt die Einführung in medias res und es folgt als erstes ein Gespräch zwischen Herr Hoctau und Madame Luzère. Schon hier deutet sich ein Konflikt an, da Herr Hoctau die Tochter der Madame Luzère zur Frau nehmen möchte. Diese ist aber mit dem Franzosen Durimel liiert. Der junge Franzose hat bei Madame Luzère Unterschlupf gesucht. Sie weiß zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht, dass er desertiert ist. Zu dieser Zeit war es allerdings nicht unüblich, dass die Bevölkerung mit den Deserteuren Mitleid hatte.

Herr Hoctau deutet an, dass darüber geredet würde, dass Clary und Durimel miteinander anbandeln würden. Fast wie aus Trotz bestätigt Madame Luzère die Tatsache und bekräftigt sie sogar, indem sie die Hochzeit der beiden auf den nächsten Tag ankündigt. „Mad. Luzère, souriant. Oui, je sens qu'un bruit pareil peut inquietter; et pour le faire cesser, je veux que, dans les vingt-quatres heures, Durimel soit son époux.“

Herr Hoctau fühlt sich betrogen und verraten. „Quoi! mes éspérances seront trompées! moi qui ai toujours cru que jamais un autre...“

Während er gerade hinausgehen will, belauscht er ein Gespräch zwischen Madame Luzère und Durimel. Im Eröffnungsdreischritt würde dieses Gespräch zwischen Madame Luzère und Hoctau als „dramatischen Auftakt“ eingeordnet werden. Als Leser man direkt in diese Unterhaltung eingeführt und es wird erst nach und nach klar, wie die Dinge alle zusammenhängen könnten. So weckt dieser Auftakt Neugierde für das kommende Geschehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Relevanz der Desertion im 18. Jahrhundert und stellt die Forschungsfrage nach dem Vergleich der beiden Stücke von Mercier und Stephanie.

2. Exposition, 1. Akt, Eröffnungsdreischritt: Dieses Kapitel führt in die Ausgangslage beider Dramen ein und analysiert die erste Begegnung der Figuren sowie die Motive der Desertion.

3. Steigerung, Entwicklung, 2. Akt: Hier werden die zunehmenden Konflikte und die Verhältnisse der Soldaten zu ihrem Umfeld bei Mercier und Stephanie gegenübergestellt.

4. Peripetie, 3. Akt: Das Kapitel behandelt den Wendepunkt der Handlungen, insbesondere die Aufdeckung der Desertion und das Eingreifen der jeweiligen sozialen Bezugsgruppen.

5. Retardierendes Moment, 4. Akt bei Mercier: Die Analyse fokussiert auf die verzögernden Handlungsstränge in Merciers Tragödie, die den tragischen Ausgang hinaus zögern.

6. Katastrophe, Lösung: Dieses Kapitel untersucht den Ausgang beider Werke, den Tod Durimels bei Mercier und die glückliche Fügung bei Stephanie.

7. Fazit: Das Fazit fasst die gattungsspezifischen Unterschiede zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Stephanies Stück einen bewussten Gegenentwurf zur Tragödie Merciers darstellt.

Schlüsselwörter

Desertion, 18. Jahrhundert, Militärgeschichte, Le déserteur, Der Deserteur aus Kindesliebe, Louis-Sébastien Mercier, Gottlieb Stephanie der Jüngere, Gattungsgeschichte, Lustspiel, Tragödie, Soldatentum, Landesvater, Sozialgeschichte, Dramenanalyse, Gegenentwurf

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der literarischen Auseinandersetzung des Militärthemas Desertion im 18. Jahrhundert anhand eines Vergleichs zweier zeitgenössischer Theaterstücke.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die soziale und militärische Organisation des 18. Jahrhunderts, die ethische Bewertung von Desertion sowie die Funktion von Familie und Landesvater-Idealen im Soldatendrama.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Gottlieb Stephanie mit seinem Lustspiel einen bewussten Gegenentwurf zur tragischen Bearbeitung des Stoffes durch Louis-Sébastien Mercier liefert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Literaturanalyse, die Aspekte der Dramentheorie und der historischen Militärsoziologie kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Dramen chronologisch nach Akten und vergleicht dabei die Exposition, die Entwicklung der Konflikte, die Wendepunkte und die jeweilige Auflösung der Handlung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Desertion, Gattungspoetik, Soldatenehre, militärische Disziplin und die spezifische literarische Konzeption des Landesvaters bestimmt.

Welche Bedeutung hat das „Retardierende Moment“ in Merciers Stück?

Es dient dazu, die Spannung vor der unvermeidlichen Katastrophe zu erhöhen und dem Publikum die moralische Zwickmühle der Charaktere eindringlich vor Augen zu führen.

Warum wird die Vaterfigur in beiden Werken unterschiedlich dargestellt?

Bei Mercier ist die Vaterrolle stark religiös konnotiert und an Gott gebunden, während sie bei Stephanie mit der weltlichen Autorität des Königs als gütigem Landesvater verschmilzt.

Wie unterscheidet sich die soldatische Identität bei den Protagonisten?

Während der Deserteur bei Mercier eher als gebrochene Figur agiert, zeichnet sich die Figur bei Stephanie durch eine bewusste, verantwortungsbewusste Entscheidung aus, die moralisch legitimiert wird.

Welches Fazit zieht die Arbeit bezüglich der Gattungsfrage?

Die unterschiedliche Gattungswahl führt zu einer völlig gegensätzlichen Interpretation der Desertion: als unvermeidliches tragisches Schicksal bei Mercier und als lösbarer Konflikt mit sozialer Integration bei Stephanie.

Final del extracto de 29 páginas  - subir

Detalles

Título
Desertion in Stephanies "Der Deserteur aus Kindesliebe" als Gegenentwurf zu Louis-Sésbastien Merciers "Le déserteur". Vergleich zweier Militärdramen
Universidad
University of Stuttgart  (Institut für Literaturwissenschaft)
Curso
Hauptseminar Literaturwissenschaft
Calificación
2,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
29
No. de catálogo
V1022623
ISBN (Ebook)
9783346426062
ISBN (Libro)
9783346426079
Idioma
Alemán
Etiqueta
Militärdrama Neuere Deutsche Literatur Dramenanalyse Interpretation Gottlieb Stephanie Der Deserteur aus Kindesliebe Louis -Sebastien Mercier Le déserteur Dramenvergleich Gegenentwurf Literatur des 18. Jahrhunderts 18. Jahrhundert
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2016, Desertion in Stephanies "Der Deserteur aus Kindesliebe" als Gegenentwurf zu Louis-Sésbastien Merciers "Le déserteur". Vergleich zweier Militärdramen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1022623
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