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Betriebsaufspaltung im Ertragsteuerrecht. Chancen und Risiken

Titre: Betriebsaufspaltung im Ertragsteuerrecht. Chancen und Risiken

Thèse de Bachelor , 2018 , 71 Pages , Note: 2,45

Autor:in: Eike Schleert (Auteur)

Droit - Droit fiscal
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Diese Bachelorarbeit handelt von Chancen und Risiken der Betriebsaufspaltung im Ertragssteuerrecht.

Die Betriebsaufspaltung ist durch Rechtsprechung der deutschen Gerichte sowie der Finanzverwaltung entstanden und ist eine der häufigsten steuerlichen Gebilde im Bereich der Vermietung in Deutschland. Die Betriebsaufspaltung lässt sich nach der Art der Entstehung oder der beteiligten Rechtsträger unterscheiden. Es besteht die Möglichkeit, sowohl eine gewollte als auch eine ungewollte beziehungsweise unwissentliche Betriebsaufspaltung zu erschaffen sowie diese wieder zu beenden. Eine Betriebsaufspaltung ist in der Regel einfach gestaltet. Es besteht eine Nutzungsüberlassung des Betriebs beziehungsweise Privatvermögens, zum Beispiel eines Grundstückes durch den Eigentümer an den Mieter. Dieser einfache Fall entwickelt seine Komplexität der Betriebsaufspaltung erst dann, wenn weitere Tatbestandsvoraussetzungen, zum einen die sachliche und zum anderen die personelle Verflechtung, erfüllt sind.
Bei einer geplanten Betriebsaufspaltung wird diese Unternehmensstruktur gewählt, um viele positive Faktoren gleichzeitig zu verwirklichen. Die gewählte Struktur vereint die steuerlichen Vorteile einer Personengesellschaft mit der einer Kapitalgesellschaft und bildet eine Alternative zu den Rechtsformen GmbH & Co. KG oder GmbH & Still.

Obwohl die Betriebsaufspaltung sehr vielseitig und individuell gestaltbar ist, ist sie doch oft nur eine ungewollte Erscheinung, obwohl sie durch eine gute Beratung und die richtige Anwendung für viele Unternehmen Potenzial beinhaltet, betriebswirtschaftliche und steuerliche Rahmenbedingungen eines Unternehmens zu kombinieren.

Die Ausarbeitung wird die Betriebsaufspaltung mit ihren Formen, Tatbestandsvoraussetzungen und anhand der Rechtsprechung des BFHs-praxisrelevanten Fragestellungen beschreiben. Anschließend werden die Rechtsfolgen, wie z.B. die Besteuerung der Betriebsaufspaltung, dargestellt und die daraus resultierenden ertragsteuerlichen Chancen und Risiken aufgezeigt. Im Anschluss werden Gestaltungsmöglichkeiten der Betriebsaufspaltung zur Vermeidung einer günstigen laufenden Besteuerung sowie zum Erhalt der Betriebsaufspaltung bzw. der stillen Reserven vorgestellt. In dem abschließenden Fazit wird die Betriebsaufspaltung anhand der Chancen, Risiken und Gestaltungsmöglichkeiten aus verschiedenen Sichtweisen bewertet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

2 Einleitung

3 Definition, Hintergrund und Formen der Betriebsaufspaltung

3.1 Definition

3.2 Hintergrund

3.3 Formen

3.3.1 Echte Betriebsaufspaltung

3.3.2 Unechte Betriebsaufspaltung

3.3.3 Klassische Betriebsaufspaltung

3.3.4 Umgekehrte Betriebsaufspaltung

3.3.5 Mitunternehmerische und kapitalistische Betriebsaufspaltung

4 Voraussetzungen und Rechtsfolgen

4.1 Voraussetzungen

4.1.1 Sachliche Verflechtung

4.1.1.1 Wesentliche Betriebsgrundlage

4.1.1.2 Praxisrelevante sachliche Verflechtungen

4.1.2 Personelle Verflechtung

4.1.2.1 Einheitlicher geschäftlicher Betätigungswille

4.1.2.2 Personenmehrheit

4.1.2.3 Personengruppentheorie

4.1.2.4 Besonderheiten Mehrheitserfordernisse

4.1.2.5 Mittelbare Beherrschung

4.1.2.6 Faktische Beherrschung

4.1.2.7 Familienanteile

4.2 Rechtsfolgen

4.2.1.1 Beginn und Ende der Rechtsfolgen

4.2.1.2 Besitzunternehmen als Gewerbebetrieb

4.2.1.3 Gewerbliche Tätigkeit des Betriebsunternehmens

4.2.1.4 Bilanzierung des Vermögens

4.2.1.5 Laufende Besteuerung

4.2.1.6 Rechtsfolgen Ende der BA

5 Chancen und Risiken der Betriebsaufspaltung

5.1 Chancen

5.1.1 Betriebswirtschaftliche Chancen

5.1.2 Ertragsteuerliche Chancen

5.1.2.1 Vergleich zur Einheits-Kapitalgesellschaft

5.1.2.2 Vergleich zur Einheits-Personengesellschaft

5.1.2.3 Vergleich zur Einheits-Kapital- und Einheits-Personengesellschaft

5.1.2.4 Vergleich zur Vermietung und Verpachtung

5.2 Risiken

5.2.1 Betriebswirtschaftliche Risiken

5.2.2 Ertragsteuerliche Risiken

5.2.2.1 Vergleich zur Einheits-Personengesellschaft

5.2.2.2 Vergleich zur Einheits-Kapital- und Einheits-Personengesellschaft

5.2.2.3 Vergleich zur Vermietung und Verpachtung

6 Gestaltungsmöglichkeiten

6.1 Vermeidungsstrategien

6.2 Günstige laufende Besteuerung

6.3 Betriebsaufspaltung - Strategien zur Erhaltung / Steuergünstige Auflösung / Auflösung ohne Aufdeckung der stillen Reserven

7 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Ziel dieser Arbeit ist die detaillierte Analyse der steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Auswirkungen einer Betriebsaufspaltung, um Chancen und Risiken für Unternehmen systematisch aufzuzeigen und Strategien zur Gestaltung bzw. Vermeidung zu erläutern.

  • Grundlagen, Entstehung und Formen der Betriebsaufspaltung
  • Analyse der Tatbestandsvoraussetzungen (sachliche und personelle Verflechtung)
  • Untersuchung der ertragsteuerlichen Rechtsfolgen für Besitz- und Betriebsunternehmen
  • Bewertung von betriebswirtschaftlichen Vor- und Nachteilen (z.B. Haftungsbeschränkung)
  • Darstellung von Gestaltungs- und Vermeidungsstrategien in der steuerlichen Praxis

Auszug aus dem Buch

3.1 Definition

Der Begriff der Betriebsaufspaltung ist steuerrechtlich und zivilrechtlich nicht definiert. Es existieren viele Synonyme wie Betriebszerlegung, Betriebsteilung oder Doppel-Unternehmen oder Doppelgesellschaft.6 Als Rechtsform ist die Betriebsaufspaltung zivilrechtlich nicht anerkannt, da es sich lediglich um eine Verflechtung zweier selbständiger Unternehmen handelt.7 Die Betriebsaufspaltung ist lediglich durch die Rechtsprechung normiert und ist in der Art nicht im Gesetzestext wiederzufinden. Nur in der, durch den Bund (Finanzverwaltung) veröffentlichten, Verwaltungsvorschrift 15.7 (4) EStH aus dem Jahr 2010 hat der Gesetzgeber - auch in Richtung Gesetzestext - die Betriebsaufspaltung weiter erläutert.8

Die herrschende Meinung des BFH und der Literatur belegen, dass eine Betriebsaufspaltung dann vorliegt, wenn ein Besitzunternehmen eine wesentliche Betriebsgrundlage an ein Betriebsunternehmen zur Nutzung überlässt und dass sowohl in dem Besitz- als auch in dem Betriebsunternehmen dieselbe Person oder Personengruppe einen beherrschenden Einfluss ausüben kann und somit bei beiden Unternehmen ein einheitlicher geschäftlicher Betätigungswille vorliegt. Damit gemeint sind die Tatbestandsvoraussetzungen der sachlichen und der personellen Verflechtungen, die kumuliert für die Rechtsfolge der Betriebsaufspaltung vorliegen müssen. Dabei ist zu beachten, dass trotz der engen Beziehung zwischen Besitz- und Betriebsunternehmen keine wirtschaftliche Einheit gebildet wird.9

Auch ist eine Betriebsaufspaltung zwischen mehreren Unternehmen möglich, wenn die Voraussetzungen zwischen jedem Besitz- und Betriebsunternehmen vorliegen.10 Das Besitzunternehmen kann in jeder Rechtsform auftreten, während dessen das Betriebsunternehmen durch seine Rechtsform zwingend gewerbliche Einkünfte erzielen muss.11

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Problematik und Entstehung der Betriebsaufspaltung sowie Zielsetzung der Arbeit.

Definition, Hintergrund und Formen der Betriebsaufspaltung: Erläuterung der begrifflichen Grundlagen, der historischen Entwicklung durch die Rechtsprechung sowie Unterscheidung der verschiedenen Erscheinungsformen.

Voraussetzungen und Rechtsfolgen: Detaillierte Analyse der sachlichen und personellen Verflechtung als notwendige Tatbestandsvoraussetzungen sowie Darstellung der steuerlichen Folgen.

Chancen und Risiken der Betriebsaufspaltung: Gegenüberstellung von betriebswirtschaftlichen und steuerlichen Vorteilen sowie potenziellen Risiken im Vergleich zu Einheitsgesellschaften.

Gestaltungsmöglichkeiten: Vorstellung konkreter Strategien zur Vermeidung einer Betriebsaufspaltung sowie Methoden zur steueroptimierten Erhaltung oder Auflösung.

Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Betriebsaufspaltung als komplexes, aber bei richtiger Gestaltung vorteilhaftes Unternehmensinstrument.

Schlüsselwörter

Betriebsaufspaltung, Besitzunternehmen, Betriebsunternehmen, sachliche Verflechtung, personelle Verflechtung, steuerliche Gestaltung, Gewerbesteuer, Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, wesentliche Betriebsgrundlage, Gesellschafter, Haftungsbeschränkung, Rechtsprechung, BFH, stille Reserven.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Struktur der Betriebsaufspaltung im deutschen Ertragsteuerrecht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Voraussetzungen der Betriebsaufspaltung (sachliche und personelle Verflechtung), die Rechtsfolgen sowie die Analyse von Chancen und Risiken bei der Anwendung dieses Konstrukts.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen die Betriebsaufspaltung zur Haftungsminimierung und Steueroptimierung nutzen können, während gleichzeitig die komplexen Anforderungen und Risiken beleuchtet werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung der aktuellen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH), finanzverwaltungsveröffentlichungen sowie einschlägiger steuerrechtlicher Fachliteratur.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition, die Voraussetzungen (sachliche/personelle Verflechtung), die steuerlichen Rechtsfolgen, die Analyse von Chancen und Risiken sowie praktische Gestaltungsmöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Betriebsaufspaltung, sachliche und personelle Verflechtung, Gewerbebetrieb, steuerliche Gestaltung und Haftungsminimierung.

Warum wird die Betriebsaufspaltung oft als "ungewollte Erscheinung" bezeichnet?

Da die Anforderungen sehr komplex sind, entsteht eine Betriebsaufspaltung häufig unbeabsichtigt durch betriebliche Änderungen, was steuerliche Nachteile nach sich ziehen kann.

Wie kann eine Betriebsaufspaltung vermieden werden?

Durch gezielte Maßnahmen wie Einstimmigkeitsabreden in Gesellschaftsverträgen oder das sogenannte Wiesbadener Modell, um die personelle Verflechtung zu durchbrechen.

Welche Rolle spielt die "wesentliche Betriebsgrundlage"?

Sie ist ein Kernkriterium der sachlichen Verflechtung; ohne die Überlassung einer solchen Grundlage an das Betriebsunternehmen ist der Tatbestand einer Betriebsaufspaltung nicht erfüllt.

Was passiert bei Beendigung einer Betriebsaufspaltung?

Die Beendigung führt in der Regel zu einer steuerpflichtigen Aufdeckung stiller Reserven, weshalb spezielle Strategien zur Vermeidung dieser steuerlichen Belastung notwendig sind.

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Résumé des informations

Titre
Betriebsaufspaltung im Ertragsteuerrecht. Chancen und Risiken
Université
University of applied sciences, Cologne
Note
2,45
Auteur
Eike Schleert (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
71
N° de catalogue
V1022868
ISBN (ebook)
9783346431349
ISBN (Livre)
9783346431356
Langue
allemand
mots-clé
Steuerrecht Steuergestaltung Betriebsaufspaltung Chancen Risiken Wiesbadener Modell sachliche Verflechtung personelle Verflechtung Vermeidungsstrategien
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Eike Schleert (Auteur), 2018, Betriebsaufspaltung im Ertragsteuerrecht. Chancen und Risiken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1022868
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